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100% Panama
Eingestellt am 25. 11. 2010 20:13


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Gagarin
Hobbydichter
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100% Panama

100% Panama
...und die Perlen der Uschi



100% Panama saĂź, wie immer, in der Hafenbar von Villabaco. Hier war natĂĽrlich nie soviel los wie in Villariba, wo sie pausenlos Fiestas feierten und dann gemeinsam abwuschen. Das mit dem Abwaschen war sowieso nicht seine Sache gewesen. Seine Zukunft sah 100% nicht im SpĂĽlmittel und zog kurzerhand nach Villabaco - ĂĽbrigens als erster seit 27 Jahren. Und seitdem war auch niemand mehr seinem Beispiel gefolgt.
Okay, das musste er zugeben, hier im Tal knallte die Sonne SĂĽdspaniens oft mit ĂĽber 40 Grad auf das Dorf nieder. Aber dafĂĽr war es nur eine halbe Stunde bis zu dem HĂĽgel, von dem aus man das Meer sehen konnte. Bei gutem Wetter, natĂĽrlich.
Die Bevölkerung des florierenden Villariba ließ jedoch keine Gelegenheit aus, sich über das kleinere Nachbardorf im Landesinneren lustig zu machen. Böse Zungen spotteten, man wolle dort nicht tot überm Zaun hängen. Einige lästerten hinter vorgehaltener Hand, Villabaco sei nur einen Bruchteil so groß wie der Madrider Friedhof, aber doppelt so tot. Sie zogen über den Ort her, es würde dort vergammelt und vermodert stinken, nur unwissende, total bescheuerte, Busfahrer würden hier eine Pause einlegen.
Bei einem Pernod zerbrach sich 100% den Kopf über eine neue Imagekampagne für das Dorf. Alle Kampagnen der letzten Jahre waren nicht von Erfolg gekrönt gewesen. Also, warum sollte ausgerechnet ihm jetzt die zündende Idee einfallen. Und so lümmelt er sich, wie sonst auch jeden Tag, in der „Hafenbar“ auf dem knallroten Eckelement mit abwaschbarem Bezug herum. Hier hatte er den besten Überblick über das Geschehen im Ort.
Hafenbar war natürlich nur ein Tarnname für unwissende Touristen. Und tatsächlich kamen ein-, zweimal die Woche Fremde und fragten entweder nach dem Hafen oder zumindest nach Spezialitäten wie Öl, Oliven oder so was. Pedro, der Wirt, erklärte jedes Mal, der Hafen wäre auf Urlaub, (er blieb immer der einzige, der sich darüber seit Jahren vor Lachen kaum einkriegen konnte) und schickt sie dann für Öl und Oliven in den Supermarkt, der allerdings nur noch drei Tage in der Woche geöffnet hatte.
Niemals hätte Pedro freiwillig irgendjemandem den Weg nach Villariba beschrieben, das nur drei Kilometer weiter rechts oben lag. Dort gab es einen schicken Ökomarkt, eine 500 Jahre alte Ölpresse und eine ganze Reihe von deliziösen Anbiedereien. Doch jedem, der nach Villariba fragte, hatte Pedro mit Sicherheit den falschen Weg gewiesen.
Täglich zeigte sich in der Hafenbar dasselbe Bild. Drei Gestalten, einer mit Hut, lungerten herum, einer hinter der Bar, zwei davor. Dazu noch ein Hund, der Mischlingsrüde Pedro, der vor der Glastür ein schattiges Plätzchen gefunden hatte und in der Hitze mit hängender Zunge vor sich hin schnarchte.
Ganz hinten in der Ecke, die Arme über die gesamte Lehne gereckt, lag 100% Panama, der seinen wahren Namen schon lange vergessen hatte. In seinem speckigen Hut stand es geschrieben “100% Panama“, wenngleich dieser Hut Panama sicherlich nie gesehen haben dürfte, geschweige denn je aus Südspanien heraus gekommen wäre. Und eben diesem Hut, den 100% täglich ausgeführte, verdankte er seinen Namen.
Ein dicker, kleiner Mann saß ebenfalls täglich an der Bar. Pedro, der beste Freund und treue Wegbegleiter von 100%. Vor einigen Jahren hatte 100% ihn mal verprügelt, es ging um Maria, die damalige Dorfschönheit. Nach der Keilerei hatte man sich vertragen und als die Sache mit Maria für 100% vorbei war, hat er sich sogar entschuldigt. Also nicht richtig, aber er hat Pedro einen Pernod ausgegeben. Und seitdem war Pedro die Art von Freund, auf den man sich verlassen konnte. Und seit er gesehen hatte, was aus der einst so lieblichen Maria über die Jahre geworden war, war Pedro doppelt dankbar. Der kleingewachsene, etwas dicklich geratene Mann würde für 100% sogar töten, aber so was kam in Villariba nicht vor. Auch Pedros Hund Pedro war 100% ergeben.

„Das glaub ich nicht“, raunzte 100% aus seiner Sitzecke.
Pedro, der Barmann, hatte gerade behauptet, er könne ein Glas so lange polieren, bis es nicht mehr da war.
“Mach doch!“
Frech glitzerten Pedros Augen – der Pedro auf dem Barhocker.
Er wandte sich 100% zu.
“Na, Panama, wollen wir wetten?“
“Was willst du wetten?“
“Ich wette, er schafft´s nicht bis heute Abend und dann muss er uns eine Flasche Roten rüberschieben. Na?“
“Ok, und wir? Was müssen wir tun?“
Der Barmann Pedro hatte schon angefangen. Mit hochrotem Kopf und etwas verkniffen presste er ein:
“...dann... zahlt ihr euren Deckel.“
Oh, das böse Wort!
“Halt, halt!“
100% schob sich den Hut aus dem Gesicht, blickte dem Wirt kĂĽhl und bedrohlich in die Augen.
“Zeig! Glas! Tuch!“
Der Wirt wurde unruhig, seine Lippen schürzten sich. Er zeigte ein dünnes, schäbiges Schnapsgläschen und versuchte vergeblich, den Bogen Sandpapier (120iger), den er unter dem Geschirrtuch versteckt hatte, unbemerkt fallen zu lassen.
“Deckel streichen und Pulle Roten rüber.“
Damit war das Gespräch für 100% beendet. Er lümmelte sich wieder auf der Eckbank und schob seinen Hut zurück ins Gesicht. Pedro auf dem Barhocker war beeindruckt und schimpfte leise auf den Wirt ein, der betroffenen Blickes damit begann, eines der extradicken Pernodgläser zu polieren.
“Ach, und gleich noch einen davon“, raunzte 100% aus seiner Ecke und hielt sein leeres Glas hoch.
100% Panama war seit seinem Umzug eine Respektsperson in Villabaco. Dennoch hatten sich die 63 letzten Einwohner gefragt, warum in aller Welt jemand freiwillig zu ihnen in dieses Kaff ziehen wollte. Das einzige Argument hier zu bleiben, war für die meisten, dass man hier auf dem Amt nicht lange auf die Stütze rumwarten musste. Hier ging man einfach in die Pension Maria, dessen gleichnamige Patronin die Mutter von Pedro, dem Wirt, war. Sie unterschrieb die Quittungen. Dann gingen alle wieder zurück in ihren Garten, wie die Bewohner liebevoll das verödete Brachland hinter ihren ramponierten Häuschen nannten.

In diesem Augenblick bog ein Reisebus um die Ecke und kam nur ein paar Meter vor der Bar zum Stehen. 100% versuchte, möglichst ohne unnötige oder gar überhasteten Bewegung zu beobachten, was sich da vor der einzigen Pension von Villabaco, der „Pension Maria“, abspielte. Die beiden Pedros hielten an der Glastüre Maulaffen feil. Der ein begann sogar, zu sabbern. Das muss Pedro gewesen sein. Der Mensch gleicht sich eben doch irgendwann seinem Tier an.
Die Pension wurde von Maria geführt, streng katholisch, in ihren Augen zumindest. Ein paar Vorschriften fand sie überflüssig und damit nicht beachtenswert. Und sie regiert, als überlegene Siegerin der letzen Wahlen (leider nur 11% Wahlbeteiligung), als Bürgermeisterin von Villabaco. Von den Zahlungen der Sozialkasse behielt sie immer ungefähr acht Prozent ein, Steuern für den guten Zweck, ganz so wie es in der Bibel steht. Oder wie sie es wollte, dass es dort steht. Das Lesen fiel ihr ohnehin nicht so leicht. Es waren schwere Jahre damals, zu ihrer Schulzeit.
“Wir hatten ja nichts, gar nichts…“, hörte man sie in jedem zweiten Satz jammern.
Besonders stolz war sie natĂĽrlich auf Sohnemann Pedro, der hatte es schlieĂźlich zu einer Bar gebracht, wo es internationale Drinks gab. AuĂźerdem konnte er fast fehlerfrei lesen.
In diesem Jahr hatte Maria in ihrer Pension schon 14 Übernachtungen verbuchen können, fast alle während des schweren Unwetters. Manchmal kamen auch Touristen, wenn in Villariba alles restlos ausgebucht war. Die waren dann meist lustlos und schlecht gelaunt.
Auf dem Platz öffnete der Bus die Türen. Jetzt wurde auch 100% neugierig und schob seinen Hut aus dem Gesicht. Er fühlte sich sogar bemüßigt, seine Sonnenbrille abzunehmen. Dennoch konnte er kaum glauben, was er da sah. Ein richtiger Reisebus! Und dann erkannte er die Aufschrift: Uschi Reisen.
Eine kleine, dunkelhaarige Frau entstieg dem Bus und ging auf das Haus zu, an dem das Schild „Pension Maria“ in der Sonne blinkte. Sie las den Zettel, der dort angeschlagen war:

Pensionsgäste bitte melden Sie sich
bei Pedro in der Hafenbar gegenĂĽber.

Alle im Dorf wussten natürlich, dass Maria nachmittags in ihrem „Garten“ gerne nackt zu sonnen pflegte, ein grauenhafter Anblick. Niemand störte Maria öfter als einmal. Eine solche Begegnung war zu einprägsam.
Die Frau suchte mit den Augen den Platz ab und erspähte die Hafenbar. In der Bar zuckten alle vier, auch der Hund, unweigerlich zurück. Denn sie, im Hosenanzug und mit Fahrermützchen, steuerte zielstrebig und direkt auf sie zu. Ihre gefühlten zwei Tonnen Gewicht schwang sie dabei mit kurzen, kraftvollen und vor allem schnellen Schritten quer über den Hauptplatz von Villabaco. Mitten auf dem Platz stand ein öffentliches Pissoir. Die einzige Sehenswürdigkeit! Erbaut 1912, das wusste jeder stolze Abacoianer. Jugendstil. Es war schon einmal fotografiert worden. Damals war ein großes Hallo im Dorf. Beinahe wäre man in einen Reiseführer aufgenommen worden. Mancher Einwohner, auch 100%, sahen es geradezu visionär vor sich: Hotels, Bars, Arbeit für alle... Arbeit?
Ein Raunen war durch die Massen gegangen, als 100% damals auf dem Dach des Pissoirs das Wort an sich riss und danach die Reisemanager mit Schimpf und Schande und unter Androhung von körperlicher Gewalt aus dem Dorf gejagt wurden. Gleich darauf wurde er damals zum 2. Bürgermeister gewählt und bekam seither 2% von Marias Extra-Steuer. Aus seinen Augen funktionierte das Gemeinwesen in Villabaco also prima! Genug für ein sorgloses Leben. Aber eben in Villabaco. Das war der Preis.
Eigentlich war 100% Privatdetektiv aus Überzeugung, obwohl er noch nie einen wirklichen Fall zu bearbeiten hatte. Er besaß sogar Visitenkarten. Ungefähr noch 14 als 2. Bürgermeister und drei als Detektiv. Für neue Karten hatte das Geld am Automaten nicht mehr gereicht. Als Bürgermeister in einem spanischen Allerweltskaff verdiente man eben nicht gerade Reichtümer und so grandios war er als Privatdetektiv auch wieder nicht im Geschäft, als dass er über einen grandiosen Kontenstand verfügen würde. Die Steuereinnahmen mussten reichen.
Die wuchtige Frau stürmte in die Bar. Auf der Mütze war ein ovales Emailleschild, auf dem in rosa Rüschenschrift geschrieben stand: „Uschi“ und klein darunter „Uschi Reisen“. Pedro schaute unsicher. Sein Hund hatte den Schwanz eingezogen und winselte leise vor sich hin. Pedro, hinter dem Tresen, versuchte, so souverän wie möglich zu wirken, was wegen seiner übermäßigen Schweißproduktion eher so wirkte, als hätte ein Walross gerade aus Versehen das eigene Baby erdrückt.
Angesichts dieser erbärmlicher Erscheinungen drehte sich die Frau direkt auf 100% zu und keifte ihn an, ohne ein Wort auf eine angemessene Begrüßung zu verschwenden.
“Hey, du mit dem Hut. Bist Du Pedro? Wir brauchen fünf Doppelzimmer für heute Nacht. Hier, Uschi Reisen…“ Sie deutete mit dem Zeigefinger auf den Aufdruck ihrer Mütze und ihr rosa T-Shirt, das ihren gewaltigen Busen überspannte. „Das bin ich, Uschi.“ Sie überreichte dem verdutztem 100% ihre Visitenkarte: Uschi, und darunter Uschi Reisen und ganz klein darunter: Individuelle Reisen nur für Frauen.
“Schöne Frau, da müssen Sie sich eigentlich an Pedro hier wenden“, antwortete 100% galant und zeigte auf den dicken schwitzenden Mann, der zu Stein erstarrt war. “Ich bin aber sicher, ich kann Ihnen ebenfalls weiterhelfen, wenngleich wahrscheinlich alles ausgebucht ist. Hier, meine Karte.“
Er überreichte ihr eine Detektiv-Karte, zog sie ihr aber wieder aus den Fingern und steckte ihr eine Bürgermeisterkarte zu. Nur noch 13, ging es ihm kurz durch den Kopf. Er hielt noch seine Hand auf und lächelte ihr ins Gesicht. “Halsabschneider!“
Sie kramte in der Tasche ihrer Hosenanzugshose und klatschte ihm missmutig zwei Euro in die Hand. „Ist das genug?“
“Aber sicher.“
Sie sah auf seine Karte. “100% Panama, was für ein bescheuerter Name. Schmierige Karte, passt zu dir.“ Sie musterte ihn abschätzig. “Ihr Typen seid doch alle gleich. Verdammte Dampfplauderer. Namen sind doch unwichtig. Bei uns heißen alle Uschi, wie ich, und alle sind gleich, nur ich, ich bin Chef.“
Er ließ sich nicht provozieren. Auf dem Ohr war 100% hundertprozentig taub. Mit Frauen soll man nicht streiten, hatte seine Mutter ihm beigebracht. “Also, Pedro, dann mal los.“
Pedro spürte, wie noch mehr Schweiß aus seinen Achselhöhlen schoss. “Ja, ja sicher...“, stammelte er. Dabei starrte er die Fremde an, unfähig, sich zu bewegen. Instinktiv übernahm 100% auch weiterhin die Initiative. Er schnappe sich einen Schlüsselbund, der neben der Theke an einem Brett hing und deutete Uschi, sie möge ihm folgen. Die folgte ihm prompt. Währenddessen dachte er kurz über ihre Aussage nach, „heißen alle Uschi“ und Reisen nur für Frauen. Da stand er auch schon an der Tür des Busses. Auf dem Weg über den Platz erwähnte er das Baujahr des Pissoirs.
“Das interessiert mich einen Scheiß, die Uschis brauchen Ruhe.“ So ein dummes Männer-Pissoir interessierte Uschi garantiert nicht die Bohne.
“Ja, ja, die haben sie hier“, murmelte 100%
Pedro, der mit Pedro und Pedro hinter den beiden herlief, versuchte, Kontakt aufzunehmen.
“Halt die Klappe, oder hast du hier was zu sagen,“ fauchte Uschi. Sie war den harten, aber ehrlichen Umgangston der Busfahrer untereinander gewohnt.
“Seine Mutter führt das Hotel…“
“Hotel? Du Scherzkeks. Ist es wenigstens einigermaßen sauber? Ist doch garantiert auch nur irgend so den Drecksloch.“
Am Bus angekommen, warf 100% Panama einen schnellen Blick auf die Reisegruppe. Mehrere Frauen im gebärfähigen Alter musterten ihn aus dem Bus heraus und tuschelten. 100% fühlte sich geschmeichelt und ging mit deutlich aufrechterem Gang und stolzem Hut vorbei zur Tür der Pension.
„Du musst gar nicht so herumscharwenzeln, bilde Dir ja keine Schwachheiten ein, ich pass auf meine Uschis auf“, giftete die Ober-Uschi.
Er schloss die alte, schwere Holztür zum Eingang der Pension auf und rief Maria, damit die sich schnell anziehen konnte. Das erste Zimmer links diente Maria und ihm zur Erledigung der Dorfangelegenheiten. Rechts war der „Gastraum“. Genannte Vorurteile bezüglich des vergammelten und vermoderten Geruchs mochten vermutlich von hier stammen.
Pedro drängelte sich vorbei in die Wohnung seiner Mutter.
“Mama, Mama, wir haben Gäste, sie wollen fünf Zimmer...“
“Doppelzimmer, mit Bad,“ ergänzte Uschi.
Maria schlurfte, spärlich und hastig bekleidet heran. “Ja, ein Bad haben wir auch.“ Derweil zog sie den Reißverschluss ihres Rockes zu und verschob ihren BH, beides mit großer Kraftanstrengung und unter grunzendem Stöhnen.
Am liebsten verbrachte sie ihre Zeit im Ohrensessel vor dem TV-Gerät. Wenn sie zu Zeiten ihrer Lieblingsserie gestört wurde, konnte das schon mal böse enden. Aber für heute war die 1397. Folge von „Ich liebe Emotionen“ schon vorbei. Der untreue Ehemann war in flagranti ertappt worden und würde morgen für sein Fehlverhalten sicher schlimm abgestraft werden. Also war Maria an diesem Nachmittag bester Dinge.
Uschi drängelt sich vor.
“Endlich mal ne Frau“, seufzte Uschi. „Also, was diese Schwanzträger versuchen auszudrücken, ist, dass ich hier mit neun anderen Frauen Zimmer brauche. 5 Doppelzimmer, am besten mit Bad...“
“Was, 10 Weiber…? Dio mio! Aber eins sage ich Ihnen, kein Männerbesuch nach zehn!“
Drohend wedelte Maria ihren erhobenen Zeigefinger unter Uschis Nase herum, konnte sich dabei ein Grinsen aber nicht verkneifen. Maria war begeistert. In ihrer Jugend hatte sie sich als Feministin engagiert. Mit zwei Freundinnen, Maria und Maria, hatte sie nachts den Jungs aufgelauert und sie nach Strich und Faden vermöbelt. Gerne erinnerte sie sich an die „wilden Zeiten“. Auch heute noch war sie jederzeit bereit, den Männern ordentlich Feuer unter dem Arsch zu machen. Sie hielt sie samt und sonders für faules Pack. Also brüllte sie in Richtung der beiden Pedros.
“Hey, ihr Penner, wisst ihr nicht, was ihr zu tun habt? Hopp hopp.“
Uschi blickte der Patronin bewundernd hinterher. Gerechte Strenge funktioniert eben doch am besten.
Die Pedros verteilten sich nach oben, um die Betten zu machen und nach drauĂźen, um den Bus zu entladen.
“Wir können aber nur 150 Euro bezahlen“, sagte Uschi verschlagen und wedelte mit dem Geld unter Marias Nase herum.
100% wollte das Wort ergreifen, denn die Summe und der Anblick der drei 50 Euro Scheine, konnten Maria nur zu falschen Ă„uĂźerungen verleiten. Sie starrte gierig auf das Geld, schnappte sich die Scheine und lieĂź sie geschwind in der Tasche ihrer KĂĽchenschĂĽrze verschwinden. 100% protestierte.
“Wer ist hier jetzt der Boss, du Schmalspur-Cowboy. Doch wohl Maria, oder? Also Maria, was sagst du?“
“Ist bueno.“
Sie grinste und schrie den Pedros hinterher:
“Pedro, schneller! Pedro, nimm die sauberen Lacken! Pedro, Vorsicht beim Gepäck! Pedro, schneller.“
Uschi blickte Maria mit verklärten Augen an. Diese natürliche Dominanz, diese lässige Eleganz!
100% dagegen setzte seine Sonnenbrille schnell wieder auf und schlenderte durch den stockdunklen Gang wieder hinaus ins Freie. Diesem erschütternden Anblick wollte er sich möglichst schnell und unauffällig entziehen und lieber noch einen Blick auf die anderen Uschis riskieren.
Zweimal lief Pedro an ihm vorbei, vollgeladen mit Koffern, Taschen und Täschchen - vielen Taschen und Täschchen. Er trat vor die Tür. Die Klappen des Laderaums waren weitgeöffnet, es befand sich noch immer reichlich Gepäck im Stauraum des alten Busses. Davor standen einige Frauen zwischen 30 und 60 Jahren und diskutierten heftig, was für die eine Nacht gebraucht werden würde. Das schrille Geschnatter ließ 100% erschaudern.
“Willkommen in Villabaco sehr verehrte Damen“, grüßte Panama die Frauen in der Hoffnung für die Nacht wenigstens eine von ihnen abzustauben.
“Was ist denn das für einer?“
“Wie sieht der denn aus? So´n Spakko.“
“Na, der ist doch noch ganz knackig.“
Bei der Bemerkung wurde er unruhig, seine Aufmerksamkeit fiel auf eine der Frauen, die weiter hinten stand. Sollte da heute doch noch was laufen? Hmm, so eine nette, kleine Touristin...
Als die jedoch seinen Blick bemerkte, drehte sie ihr Gesicht zur Seite und schaute schwarze Löcher in die Luft.
“Typischer Macho. Wie Peter damals.“
“Jetzt wartet doch erst mal ab.“
“Wenn einer schon so einen Hut trägt, hat er wahrscheinlich einen kleinen Schwanz“, lästerte eine der Uschis. Allgemeines Gekicher setzte wieder ein.
Inzwischen war Pedro wieder angelangt. Blöd grinsend lauschte er den Frotzeleien der Ladys. Aber als er 100% ansah, wich das Grinsen jedoch einem geschäftigen Gesichtsausdruck. Er stellte sich ausgepumpt, aber brav schweigend, kein Geräusch von sich gebend hin und versuchte, sich nichts anmerken zu lassen. Er hätte den ganzen Bus nach oben getragen, wenn eine der Damen dies auch nur ansatzweise gewollt hätte. Noch immer diskutierten die Frauen darum, welche Taschen benötigt wurden. Pedro sah fasziniert zu. Wegen der aufgeregten Tonlage verstand er zwar kaum ein Wort, wusste aber sicher, dass er gleich noch mal schleppen musste. Aus dem Augenwinkel beobachtete er, wie Pedro in den Bus sprang.
100% hatte den Plan, wenigstens eines der Mädels etwas näher kennen zu lernen, schnell aufgegeben. Die Botschaft war klar feindlich. So trolle er sich in die Bar, die immer noch offen, jetzt aber leer war.
Er ging hinter den Tresen, goss sich einen Pernod ein, warf einen Würfel Eis dazu, etwas Wasser drauf. Zurück auf seinen Platz - den mit der Übersicht. Immerhin hatte er gerade 37 Euro und 50 Cent verdient, sein Deal mit Maria, bei dem es vor allem um Verschwiegenheit ging, versprach ihm ein Viertel aller Pensions-Einnahmen. Und die zwei Euro Trinkgeld von Uschi. Davon wollte er Maria aber nichts erzählen.
Eigentlich brauchte er hier kein Geld, die meisten Dinge lieĂźen sich mit Naturalien regeln und gegen Pedro hatte er noch nie eine Wette verloren.
Er versank im Wohlgefallen seines anstrengungsfreien Lebens, leicht benebelt vom Pernod, den er schnell getrunken hatte, um sich gleich noch einen einzuschenken, während Pedro die Betten machte. Das bisschen Beschaffungskriminalität. Dann dürfen die das Zeug eben nicht so lecker machen. Nur wenn man zu viele davon nahm, war es, als müsste man Lakritze kotzen. Wirklich schön war das nicht.
Nach einer Weile trudelten die Pedros ein. Natürlich waren die Frauen, die sich wild schnatternd in ihren Zimmern einrichteten, das Thema des Nachmittags. Die Fenster der 1. Etage der Pension waren nun weit geöffnet, um das Geruchsproblem zu lösen.
Die Jungs hatten die Uschis ja etwas länger und besser gesehen. Wirklich gesprochen hatte allerdings keiner mit ihnen. Pedro wurde von einer auf den Arm genommen, aber nur kurz. Die eine mit dem schüchternen Blick soll so um die 30 sein und ganz gut aussehen. 100% fühlte die Hoffnung wieder aufkeimen. Pedro versuchte weiter, das Glas wegzupolieren, diesmal ohne Trickserei. Und so lungerten die Pedros und er weiter in der Bar herum bis zum Sonnenuntergang.
“Okay, du hast drei Tage Zeit, aber solange die Wette läuft, saufen wir hier umsonst. Einen Pernod, aber dalli!“
“Wenn du brav bist. Schließlich wolltest du uns bescheißen. Dafür geht man in den Knast!“
“In Villariba vielleicht, aber wir haben hier ja keinen.“
“Du musst es ja wissen, du Volldepp. Nächste Woche kommt Pedro, der Polizist von oben, wieder zu uns und dann werden wir ihn mal fragen. Versuchter Betrug war das. Das gibt mindestens ein Jahr hinter schwedischen Gardinen. Das ist kein Ponyhof.“
“Ist ja gut. Wir machen das so, wie Panama es sagt. Und lass mich mit dem Bullen in Ruhe.“
Während Pedro polierte, erzählte Pedro von den Koffern, Taschen und Täschchen. Und dass alle dieselbe Frisur haben, kurz, tiefschwarz mit rotem Kranz um der Hals. Nicht mal hier im Süden hat jemand so tiefschwarze Haare.
“Die sind gefärbt!“
“Glaubst du wirklich?“
“Na klar, oder glaubst du, die sind so?“
“Vielleicht sind es ja Schwestern.“
“Du bist so blöd, das tut echt schon weh. Hey Pedro, wie kommst du voran? Gib uns noch einen…“
“Ich muss weitermachen, ich glaube, es wird schon weniger. Hol ihn dir selber!“
“Hey, Pedro, ich mach mal zwei für uns.“
“Okay 100%. Danke.“
“Nicht dafür. Und du, Pedro, polierst weiter, dabei solltest du nichts trinken.“
100% Panama genoss es, der wahre König in seinem Reich zu sein. Seitdem er Maria mit ihrer Sondersteuer erwischt hatte, waren fast alle Sorgen verflogen. In seiner Hütte, direkt an der Strasse nach Villariba, wo er mit Pedro und Pedro hauste, hatte er sogar einen Fernsehapparat, allerdings behielt er das für sich, sonst hätte er jeden Tag das halbe Dorf in der Bude gehabt. Nicht einmal der Barmann oder Maria wussten davon.
100% faselte ausführlich und anschaulich von frei erfundenen Frauengeschichten, Pedro und Pedro lauschten andächtig und glaubten, wie immer, jedes Wort. Einige Pernods waren inzwischen getrunken und die Sonne schon längst untergegangen, als 100% mit Pedro und Pedro nach Hause torkelte. Damit war ein weiterer Tag in Villabaco zu Ende gegangen. Ein außergewöhnlich aufregender Tag. Fremde waren im Dorf!

Leider litt 100% unter der berüchtigten senilen Bettflucht, die schon Anfang Vierzig bei ihm eingesetzt hatte. Er erwachte mit dem ersten Sonnenstrahl. Wie immer raffte er sich auf, nur Pedro war auch schon wach. Er hatte den Schlüssel zur Hafenbar, wo er die „Frühschicht“ übernehmen wollte, wohlwissend, dass bis Pedro auftauchte, nie jemand seine Ruhe stören würde. Außer Pedro, der seine Morgenration an Fressen von ihm erwartete.
Während die Kaffeemaschine heiß wurde, führte er seine Morgentoilette im Pissoir durch. Fließendes Wasser wollte er sich in seiner Hütte nicht leisten. Wozu auch. Hier war doch alles. So wusch er sich täglich am gusseisernen Waschbecken im gusseisernen Pissoir.
Als er wie jeden Morgen das Pissoir betrat, fiel sein Blick auf ein halb geöffnetes, rotes Täschchen, das am Boden lag und aus dem Tampons gefallen waren. Er hob es auf und wusste sofort, dass dieser Fund den Tag bestimmen würde. Ein Tampon-Döschen im Männerpissoir konnte nichts Gutes verheißen, hatte aber etwas Abenteuerliches. Ein spannender Tag könnte das werden.
Aber vielleicht konnte er ja auf diese Art eine der Uschis kennen lernen. Er suchte noch nach etwas Verwertbarem im Täschchen, Geld oder ähnliches, aber dessen einziger Inhalt schienen die Tampons zu sein. Zufrieden schlenderte er wieder in die Bar, machte sich seinen Kaffee und harrte der Dinge.
Kaum drei Stunden später hörte er aus Richtung der Pension ein aufgeregtes Geschnatter. Von seinem Platz in der Bar aus konnte er Pedro, ein paar Uschis und Maria sehen, die sogar einigermaßen angezogen erschien. Offensichtlich suchten sie ärgerlich den Boden ab. 100% grinste still in sich hinein. Er wusste, was jetzt passieren würde. Und da kamen sie auch schon. Vorne die erregte Uschi, die den hinterdrein trottenden Pedro ankeifte. Maria blieb plötzlich wie angewurzelt stehen. Sie ging nie in die Bar. Uschi stieß die Tür auf und meckerte gleich los.
“Du schon wieder. Du hast mir gerade noch gefehlt, Alter. Kaffee, aber schnell.“
“Wunderschönen guten Morgen, schöne Frau,“ scharwenzelte 100%, der die Hoffnung auf ein Stelldichein mit einer der Uschis noch lange nicht aufgegeben hatte.
“Pedro, mach der Dame doch bitte einen Kaffee, schön stark.“
“Die Schleimerei kannst du dir sparen, du Vollpfosten.“
Mit ausladender Geste überreichte 100% der verdutzten Uschi das gefundene Täschchen.
“Wo hast du das her?“
Sie riss ihm ohne Vorankündigung das Täschchen aus der Hand und begann, in den Tampons zu kramen.
“Meine Perlen fehlen“, murmelte sie in sich hinein. Lauernd heftete sie ihren Blick auf 100%. “Los, du Arsch, her damit, sonst gibt´s Senge.“
“Verehrte Frau Uschi, das war alles, was ich gefunden habe…“
Sie ließ ihn nicht ausreden und beschimpfte ihn mit gedämpfter Stimme, aber nachdrücklich, er sei ein dahergelaufener Strauchdieb und so weiter. Und wenn er nicht auf der Stelle die Perlen rausrücken würde, konnte sie auch „anders“.
“Es war aber sonst nichts da, gnädige Frau. Bitte glauben Sie mir. Trinken sie doch erst einmal ihren Kaffee, ich bin sicher, die ganze Sache wird sich aufklären.“
Es gelang ihm, die Situation zu beruhigen. Nach und nach kamen die anderen Uschis in die Bar getrottet. Der angebliche Diebstahl des Tampon-Täschchens war natürlich das Thema. Ein wildes Geschnatter füllte den Raum, 100% verstand kein Wort mehr. Bis eine der Uschis die entscheidende Frage stellte:
“Was machst du überhaupt mit Tampons? Du hast doch erzählt, dass du Hitze hast?“
“Das erkläre ich dir später, in Ruhe. Und du...“ Ihr stechender Blick fiel auf 100%. Sie zischte: “Du besorgst mir die Perlen wieder, verstanden. Und zwar ein bisschen dalli.“
100% hatte von Anfang an Pedro in Verdacht. Der faule Köter hatte sich schon wieder auf seinen Schattenplatz vor der Bar zurückgezogen und schlief friedlich. Er behielt diesen Verdacht für sich. Aber wirklich, welcher echte Dieb sollte sonst in Villabaco tätig werden, so selten wie es hier etwas zu klauen gab.
“Es ist mir eine Ehre, für sie tätig zu werden.“ Er lächelte charmant. Er wollte Uschi seine Detektiv-Karte geben, die aber verdrehte die Augen und schlug sie ihm aus der Hand. Eine andere Uschi hob sie auf.
“100 % Panama, was für ein bescheuerter Name.“
Sie und die anderen Uschis begannen erneut, sich über seinen Namen lustig zu machen. Nur die Uschi, die gestern schon einigermaßen erträglich gewesen war, schaute wieder verschämt zu Boden.
Uschi beschimpfte nicht nur 100%, sondern auch die Pedros und verfluchte das gesamte verdammte Käsedorf. 100% hielt dagegen.
“Wenn sie ihre Dinge nicht ordentlich…“
Nun geriet Uschi erst richtig in Fahrt und schnitt ihm barsch das Wort ab. Die Flüche regneten nur so auf ihn nieder. 100% dachte bei sich, der Klügere gibt nach und ließ sie gewähren. Als Uschi zwischen den Flüchen kurz Luft holte, schlug er vor: “Machen wir uns auf die Suche nach den Perlen.“
“Wie wir? Du und die anderen Trottel, ja. Wir warten hier.“
Sie zog ihn dicht zu sich heran und zischte ihm ins Ohr:
“Wenn du sie findest, sag´s nur mir. Die anderen sollen davon nichts mitkriegen.“
So trollte sich 100% mit Pedro und Pedro, während Pedro den Mädels Kaffee machte.
“Pedro war´s.“
“Wie kommst du darauf?“
“Egal. Wo war er heute früh?“
“Na, bei dir, glaub ich.“
Innerlich ließ Panama den Morgen noch einmal Revue passieren. Der Köter lief mit ihm zur Bar und verschwand kurz bevor sie angekommen waren im Dickicht neben der Bar. Unter Einwirkung körperlicher Gewalt hatte das dumme Vieh endlich gelernt, sein Geschäft nicht mehr direkt vor der Bar zu erledigen. Instinktiv steuerte 100% das Gebüsch an. Dort lagen diverse Häufchen von Pedro in verschiedensten Verwesungsstadien. Einer der Haufen hatte jedoch eine seltsame Konsistenz. Nach näherer in Augenscheinnahme entdeckte 100% drei ehemals, jetzt mit Scheiße verschmierte, weiße Kügelchen an einem kurzen Band. Das mussten die vermissten Perlen sein. Für eine Kette waren das aber viel zu wenige Perlen, dachte er bei sich und Pedro sprach es aus.
Mit einem Taschentuch von Pedro griff er die etwa drei Zentimeter großen Perlen und zog sie aus der Scheiße. Offensichtlich waren zwei davon hohl. Darin verbarg sich irgendein Gewicht oder so was. Aber was sollte das? Drei Perlen an einem rosa Schnürchen, die hohl waren. Nach einer ersten Reinigung mit Pedros Taschentuch waren Aufdrucke zu erkennen. Auf der ersten stand „Rin-no-tama“, auf der zweiten „Made in Japan“ und auf der dritten „Enjoy“. Panama konnte damit zuerst nichts anfangen, doch langsam dämmerte es ihm. In einem Playboy-Heft, das ein Tourist hier vergessen hatte, hatte er einmal von so genannten Liebesperlen gelesen. Aber wie sie genau funktionierten, wusste er nicht.
100% hatte keine Erklärung parat, Pedro sowieso nicht. Panama deutete Pedro, sich still zu verhalten. Die beiden schlichen sich in das Pissoir, ohne von den Frauen bemerkt zu werden. Das einzige, was hier noch einigermaßen funktionierte, war der Wasserhahn, wo 100% sofort damit begann, Pedro die beschissenen Perlen waschen zu lassen.
Er überlegte angestrengt, wie er seine Beute am besten zu Geld machen konnte. Die dummen Fragen von Pedro ignorierte er, er hätte sie ohnehin nicht beantworten können. Er steckte die nassen Perlen in seine Hosentasche und schlenderte wieder in die Bar, wo Pedro, stark schwitzend, versuchte, alle Extrawünsche der Uschis zu erfüllen.
100% stolzierte zur Chef-Uschi und fläzte sich siegessicher neben sie auf den Barhocker.
“Hast du sie? Sei still. Gib her!“
100 versuchte, souverän zu lächeln.
“Ja, ich hab sie, wie viel sind sie dir Wert?“
“Hab ich es doch geahnt, du Sau. Hier, ein Hunni, mehr hab ich nicht.“
“Ok, da hast du. Was sind das für Perlen?“
“Her damit!“ Uschi verstaute die Perlen mit Lichtgeschwindigkeit in ihrer Handtasche und fauchte: “Das geht dich nichts an, du Depp.“
Dann ging alles relativ schnell. Uschi und die anderen Uschis ließen sich von Pedro die Unmengen von Gepäck wieder in den Bus laden und schon nach wenigen Stunden war Uschi Reisen abgefahren und es herrschte wieder die gewohnte, alltägliche Langeweile.
100% Panama war sichtlich zufrieden, immerhin hatte er einen Fall gelöst und seit gestern ziemlich gut verdient. Er ließ Pedro eine Runde Pernod ausgeben.

Das Leben in Villabaco war herrlich!

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