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Leselupe.de > Kurzgeschichten
1000 Worte oder die seltsame Liebe der Isabell Blunn
Eingestellt am 17. 05. 2008 16:15


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jume
Nennt-sich-Schriftsteller
Registriert: Dec 2006

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Sie sa├č auf dem Bett, eng am Pfosten. H├╝bsch war sie, wirklich h├╝bsch. Rote Locken, feine Bl├Ąsse, gut gebaut. Eine gute Wahl war sie, das wusste sie auch. Halbnackt sa├č sie da, wartete auf ihn. So stumm war sie, stumm wie ein Fisch. Doch ihre Augen waren auf einen Punkt gerichtet, ein seltsamer Punkt. Scheinbar ein Fleck auf dem Bett, in Gedanken aber bei den letzten N├Ąchten. Soviel hatte sie zu sagen, endlich war sie sich im Klaren was sie f├╝hlte. Sie mochte ihn wirklich. Er war ihre St├╝tze. Er versorgte sie, behandelte sie gut. Er war immer sanft. So sanft. Aber sie wollte mehr, sie wollte Liebe. Sie wusste es nun. Sie musste es ihm sagen. Heute, sofort, wenn er kam. Sie w├╝rde hier auf ihn warten, in dieser Stellung, ihn flehentlich angucken, mit ihr zu reden. F├╝r ihn war sie anscheinend nur ein Lustobjekt, doch sie liebte ihn. Sie musste es ihm zeigen wie sehr. Tausende von Worte hatte sie f├╝r ihn, sprach sie ihm jeden Tag zu, doch er h├Ârte es nicht. Soviel war nie zwischen ihnen gesprochen worden, wie sie heute sagen musste. Hoffentlich w├╝rde sie sprechen d├╝rfen. Er war so sanft und so streng. Es gefiel ihr, was sie machten. Doch er wollte es nur. Sie sah ihn den ganzen Tag nicht und wenn er kam, wollte er ihren K├Ârper. Wenn er ging, lie├č er sie mit all ihren Gedanken allein. Aber er brachte auch immer Essen mit. Sie war ihm dankbar. Sie liebte ihn, dessen war sie sich eigentlich sicher. Aber vielleicht bildet sie es sich ein. Wer wei├č. Konnte sein. Doch vielleicht war es doch Liebe. Sie wurde auf einmal unsicher. Mit einem Mal. Sie rutschte hin und her. Doch sie ├Ąndert die Stellung nicht. Ihr Bein schl├Ąft ein. Doch sie ├Ąndert die Stellung nicht. Hoffentlich kommt er bald. Sie hatte Hunger. Er w├╝rde essen bringen und sie lieben. Sie wollte seine Liebe. Er war das Wichtigste, das Einzigste in ihrem Leben. Ohne ihn war sie nichts, w├╝rde vergehen. Ihre Augen wurden gro├č. Was, wenn er nicht kam? Was sollte sie nur tun? Sie versuchte auf die Uhr zu sehen, war es schon zu sp├Ąt? Er kam immer halb f├╝nf nach Hause und zur vollen Stunde war er dann bei ihr. Wenn sie ihn h├Ârte, freute sie sich. Es war die Vorfreude. Sie beobachtet eine Fliege, sie fliegt durch das Zimmer. So ein Summen und Brummen. Das Fenster ist zu, sie kommt nicht hinaus. Der Blick sucht. Die junge Frau horcht. War es schon halb? Nein, sie h├Ârte ihn nicht. Aber da war etwas Anderes. Kam er heute eher? Ihre Augen beginnen zu leuchten. Bald war er wieder bei ihr. Er w├╝rde sie streicheln. So sanft war er. Seine Begierde konnte sie ihm jedes Mal ansehen. Sie sah es an seinen Augen. So sch├Âne Augen. Eisblau. Es krachte und fremde Stimmen waren zu h├Âren. Sie lauschte angestrengt. Sie bekam Angst. Sie war ja ganz allein. Schnell sah sie an sich hinab. Sie hatte nur einen Slip und ein Top an. Hoffentlich kam er jetzt bald. Ihr wurde kalt. Irgendwie zog es. Sie h├Ârte Schritte. Endlich. Das ist er. Mit gro├čen Augen voller Erwartung schaut sie auf die Klinke. Wie sie nieder geht. Welch sch├Âner Moment. Ihr Schatz war bald da.
Sie freute sich. Sah in Gedanken schon sein Gesicht, seine eisblauen Augen. Wie er sie immer ansah. Das Begehren.
Sie erschrak. Ein Fremder trat ein. Mit geweiteten Augen. Er kam auf sie zu und sah auf sie hinab. Er sprach sie an, doch sie wollte ihn nicht h├Âren, wollte nur ihren Schatz h├Âren. Sie wollte es ihm doch sagen, alles sagen. Soviel war es. So unendlich viel dr├╝ckte es aus. Diese drei magischen Worte. Der Mann l├Ąchelt und hebt die Hand an ihre Wange. Nein sie wollte nicht mit ihm reden. Was wollte er ihr? Es war halb. Wo blieb ihr Schatz nur? Der Mann sagte etwas. Sie h├Ârte nicht hin. Sie dachte sich etwas und auf einmal konnte sie aussprechen, was sie dachte und f├╝hlte.
ÔÇ×Wo ist mein Geliebter?ÔÇť entf├Ąhrt es ihren sonst so stummen Lippen, als der Mann das Klebeband entfernt hatte und nun die Fesseln l├Âste.
__________________
"Jeder Mensch ist ein Mond und besitzt eine dunkle Seite, die er niemals jemandem zeigt."

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