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Leselupe.de > Gereimtes
14 zeilen - 22
Eingestellt am 16. 11. 2004 19:08


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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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22


k├Ânnen deine augen so gr├╝n mich verf├╝hren
sehns├╝chtig schimmernd ins herz hineinblicken
auf andre planeten mich einfach verschicken
an weichster stelle ganz sanft mich ber├╝hren

kanns nach den jahren auch weiter uns gl├╝cken
k├Ânnen wirs immer noch sengend versp├╝ren
in tiefen die lieb uns wie zu h├Âhen hinf├╝hren
die liebende stets aufs neue entr├╝cken

die fragen sinds die im innern so brennen
am hellen tag wie in durchwachter nacht
zweifelnd ob wir uns wirklich noch kennen

liebe auch angst ist und furcht und verdacht
streit und entt├Ąuschung ein b├Âses trennen
nie vor der zeit sei das scheitern verlacht

__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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Wilhelm Riedel
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jan 2003

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Hallo Walther,
du hast ein Gedicht voller Fragen geschrieben. In den beiden ersten Strophen des Sonetts werden die wunderbaren Ereignisse der Liebe befragt, die beiden letzten sind voll Zweifel.
Mir ist nicht klar, wer gefragt wird. Eine au├čenstehende Instanz, die Geliebte, oder fragt der Schreiber sich selbst?
Es ist auch kein Grund zu finden, weshalb diese Fragen gestellt werden. Keine Spur von Untreue oder Nachl├Ąssigkeit.
R├Ątselhaft ist auch die ├ťberschrift: 22. Ist das Paar 22 Jahre verheiratet und tauchen die Fragen wegen der L├Ąnge der Zeit auf?

Gr├╝├če
Wilhelm Riedel
__________________
Wilhelm Riedel

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Walther
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

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Hallo Wilhelm Riegel,

das ist ein Liebesgedicht f├╝r meine Frau zum 22. Hochzeitstag, sehr gut ersp├╝rt. Die Fragen, die in diesem Gedicht gestellt werden, sind die Fragen, die sich Paare stellen, die bereits mehr als die erste fr├╝he Schmetterlingeimbauchphase der Anfangszeit hinter sich haben. ;-)

Fragen wie:

(1) Findest Du mich noch sch├Ân und begehrenswert.
(2) Kennst Du mich noch, erkennst Du mich und Dich noch in unserer Partnerschaft wieder.
(3) Gehen wir leichtsinnig mit unserer Liebe um, weil wir uns ihrer zu sicher f├╝hlen.

Wer in einer - heute schon fast au├čer der Norm liegend - langen Partnerschaft lebt, der kennt die Fragen. Und deshalb habe ich es gewagt, die Fragen und ├ängste einmal aus meiner Sicht zu formulieren.

Und mehr will das Gedicht auch nicht: Nur signalisieren, da├č der Dichter das wei├č und damit umgeht im Sinne einer Vertiefung und Fortf├╝hrung der gemeinsamen Liebe. Denn: Eine Partnerschaft am Leben zu erhalten, ist mehr Arbeit, als man denkt. Und gerade die M├Ąnner sind es, die dies allzuoft vernachl├Ąssigen.

Liebe Gr├╝├če entbietet

W.
__________________
Walther
"Gelegenheit.Macht.Dichtung"

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