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Leselupe.de > Ungereimtes
2:07
Eingestellt am 03. 02. 2005 03:18


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Papalagi
???
Registriert: Sep 2003

Werke: 164
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2 : 07 in mir

Ticken

Von links nach rechts

Runde Zeit die mich schĂŒtzt

Die mich liebend verletzt

Viel zu spÀt um zu hoffen

Und zu frĂŒh um zu gehen

2:07 in mir

Die Zeit bleibt einfach stehen

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freifrau von löwe
Routinierter Autor
Registriert: Mar 2004

Werke: 47
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hallo papalagi,

wenn ich dieses kleine werk als eine momentaufnahme stehen lassen kann, kann ich mich dafĂŒr begeistern. fĂŒr diesen einen moment - 2:07 eben - ist die athmospĂ€re sehr dicht, ist sie alles und nichts zur gleichen zeit. aber das ist sie nur, weil ich weiß, was du meinst. da es vage bleibt und es eher ein ahnen ist, als alles andere, lĂ€sst es fĂŒr den leser alles offen, was er an eigenen interpretation hinein legen kann und will. es verweist in keine richtung und gibt keinen anhaltspunkt. es ist schwerelos, ist bewohner zweier welten - nicht vorhanden durch sein vorhandensein und die art und weise, wie es vorhanden ist. wenn das absicht war - wovon ich jetzt ausgehe - ist es dir sehr gut gelungen :-)

gruß
__________________
Freifrau von Löwe

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Montgelas
???
Registriert: May 2004

Werke: 1
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hallo papalagi,


sofort beim Lesen fiel mir john cage ein.
sein werk "4,33". in diesem werk der stille,
wo kein gerÀusch absichtlich zu hören ist
und zeit nur wirkt als moment
in kurzer, stiller scheinbarer
bewegungslosigkeit,und fĂŒr den ("nicht")Hörer
jeder spielraum offen bleibt.

dein text lÀsst dem leser Àhnliche offenheit.

so wie er da steht, schwebt er..

dir eine gute zeit

montgelas

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Jongleur
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Aug 2001

Werke: 32
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Zwei Uhr sieben, eine Außenzeit wird Innenzeit. Ein festgefrorener Augenblick. Können wir sagen: alles ist möglich? Mir scheint eher: nichts ist möglich. Allenfalls positiv mag die Ruhe des Augenblicks sein. Suggestiv wird die Uhrzeit wiederholt. Und das Empfinden, dass die Zeit fĂŒr das Lyrische Ich fĂŒr immer auf diesem Augenblick fixiert bleiben wird.
GefÀllt mir sehr.

In der letzten Zeile, das "einfach" - ist in meinen Augen ein entbehrliches FĂŒllwort.

GrĂŒĂŸe vom Jongleur

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Svalin
???
Registriert: Sep 2000

Werke: 68
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Hallo Papalagi,

Was mich ein wenig irritiert, ist, dass 2:07 fĂŒr mich sehr nach einer digitalen Anzeige aussieht, wohingegen der Text eine altmodische Standuhr mit Zifferblatt und Pendeln nachzubilden scheint. Das ist interessant! Mal angenommen, das steht da nicht zufĂ€llig so, könnte man denken, dass der Versuch des lyrischen Ichs, die als ZĂ€hlwerk empfundene ZerstĂŒckelung in sich mit einem grĂ¶ĂŸeren, lebendigen Kreislauf zu synchronisieren, hier ins Stocken gerĂ€t. Warum aber und mit welcher Konsequenz wĂŒrde dann jedoch unklar bleiben.
Die Schreibweise 2:07 birgt ĂŒbrigens in sich weitere Lesarten und VerknĂŒpfungspunkte. Es könnte genaussogut auch fĂŒr ein Spielergebnis, eine Quote oder MaßstabsverhĂ€ltnis stehen. Denkt man dort weiter, hĂ€ttest du ausreichend Stoff vielleicht sogar eine Reihe von weiteren Minutentexten zu schreiben. Das könnte sehr interessant werden:

23 : 17
in mir
die Zeit zu Gast
und noch
ist nichts
entschieden

23 : 17
fĂŒr mich
heute und jetzt

Das Leben:
ein ewiges Heimspiel.

Am Ende
verliere ich
jeden Tag.


Viele GrĂŒĂŸe
Martin
__________________
Lyrik ist LogopÀdie im Zeitalter der Sprachlosigkeit. [Alexander Eilers]

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