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Leselupe.de > Kurzgeschichten
2 [sa]
Eingestellt am 11. 06. 2001 12:51


Autor
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taigha
Hobbydichter
Registriert: Dec 2000

Werke: 5
Kommentare: 1
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[ 20:42 ]

Gedanken fliessen. Damals - ein Freitag -, JA!
Ich bin auf dem Weg ins Wochenende. Besonnen, kopflos und was h├Ąlt mich da auf?

"hey, ruf mich an. ich will mit nen paar freunden auf's strassenfest gehen. meine nummer ist
0177 0000000 .."
"he, sicher. guter plan, ich rufe dich an!"


Nun denn - ich geh in den Freitag.
Bunte Farben hier und da, laute Musik - wer weiss es denn - Rock, Elektronik und vieles mehr.
Immer diese kleinen Kids; nerven, heulen, sehen scheisse aus. Das Wort RESPEKT kennen die auch nicht mehr - damals war alles anders. Menschenmassen str├Âmen die Strassen rauf und runter.

DANKE! - du bist es schuld. Mein Handy ist gesperrt. Jeder hat drei Versuche. Nieder sind sie und nun? Vielleicht doch kein Zufall; Bestimmung?!

Lustiges Wochenende, coole Parties. Bier, Menschen, "Sehen und Gesehenwerden" - was ein Draft. Fazit: n├Ąchstes Jahr anders!

Montag drauf: einer dieser! Ich sitze auf meinen Stuhl und tippe all die Tasten in dieses Ding.

"denk dran, ich bin hier der boss und du tust nur das, was ich dir EINTIPPE"

Gedankenlos und ohne rot zuwerden. Es scheint einer WIE IMMER zu werden. Danke!
Ihr wisst schon: acht Stunden auf einem Schreibtischstuhl sitzen, auf die Monitorscheibe glotzen. Mal mehr, mal weniger besch├Ąftigt. Und bloss nicht auf die Uhr schauen. Hin und wieder mit den nikotinabh├Ąngigen Kollegen Blickkontakt aufnehmen - Ach, was kann ein Grossraumb├╝ro doch kommunikativ sein - und sie zum Begleiten in die Raucherk├╝che zu bewegen. Was in der Tat ganz einfach ist. [Nichtraucher haben verloren.]

Aber halt - ich weiss: ein Detail vergessen. Sie kommt auf mich zu - ich gestehe, ich habe ihren Namen vergessen; nein, ich kannte ihn bis dato noch nicht - ich schw├Âr! Hmmm, ich habe nichts zu verbergen. Doch ich grinse ..

"hat ja nicht funktioniert. ich habe dir auf deinen AB (wer sagt heute - damals - zu einer Voicebox AB?!) gesprochen. du treulose tomate,... jaja"

Es ist definitiv NICHT meine Schuld.
Im nachhinein: h├Ątte ich die Nummer nicht preisgegeben, die Einladung unausgesprochen gelassen - warum auch immer - was w├Ąre dann jemals geschehen - wer kann das beantworten?
WILL DAS WER?

Ich erz├Ąhl die ganze Story, aber ich denke, mir wird nicht geglaubt.
Ist die Wahrheit der Drei-Chancen-vertan-Story denn so unglaubw├╝rdig? Ich meine: wer notl├╝gt nicht mal, aber das war keine Notl├╝ge; ich bin in ver├Ąrgert ├╝ber die Menschen und diese da, deren Schuld es ist.
Heute bin ich dankbar...

"hat sie jemals meine briefe aufbewahrt?"

Die Tage streichen ins Land. Es ist Anfang Herbst, man entschliesst einen gemeinsamen Abend in dieser Kneipe - wer kennt die? - und ich grinse in diesen Monitor; der viel zu klein ist. Bewegt euren Arsch und schafft mir den Grossen her! Warum grinse ich?

Ich weiss - es ist Dienstag - die Sonne scheint, die Gedanken sind frei. Ich sitze in der Bahn, weiss noch nicht so genau, wo ich hin soll. Die Rolltreppe f├Ąhrt steil nach oben, gleich - JA - ich sehe die Sonne, stehe an dieser Kreuzung irgendwo in K├Âln. Belebte Fussg├Ąngerwege, Fahrradfahrer; was ist hier los? Gibt es was umsonst? (Sonst kriegt man die Ratten auch nicht aus ihren L├Âchern)

Schau auf den Zettel; wer benutzt heut noch Stück Papier mit Bleistiftgeschmiere? EGAL à weiter.
Ich entscheide mich, meine Blicke flitzen rasch hin und her, f├╝r den Weg RECHTS. Gewonnen!
Schnell die Location abchecken, die Ecke da hinten (die Sonne scheint immer noch); sie ist schon da.

P├╝nktlichkeit ist ein besonderes Thema. Schaut im Knigge nach, wenn's Euch interessiert!

NAME: 2[sa]

Platz und ein fl├╝chtiges HALLO, ein Bier und der Abend kann starten. Leicht nerv├Âs (WARUM?), mit vielen Grinsern und leichten Gespr├Ąchen. Da packt sie doch tats├Ąchlich Fotos von sich aus. Ich meine so unangezogene Bilder, ihre Vergangenheit. Ich zeige Leuten gerne meine ZigarettenLEERpackungsammlung, leicht verstaubt - ich hasse diese Staubf├Ąnger, beim n├Ąchsten Umzug schmeiss ich sie weg - WOW, sie sieht gut aus. Habe sie an all den Vortagen nicht so betrachtet. Und das Bild mit dem tiefen ... - fuck! Ich meine, sie ist ├Ąlter und - darf sie das ├╝berhaupt?

Ich liege auf meinem Sofa, ein kaltes, frischerworbenes Kioskbier - Gott, was sind wir dankbar f├╝r die Erfindung der nimmerschliessenden Trinkhallen.
Der Umschlag liegt vor mir.
Inhalt: 1x Passfoto, 2x (9x etwas) Bilder
Ich schaue vertieft und - nun - doch verliebt auf das Fotopapier.

Es wird sp├Ąter und sp├Ąter. Nach vielen Geschichten, Lachern und Bieren f├Ąllt mir auf, dass die Kneipe (den Namen kannte ich bis danach immer noch nicht) geschlossene Jalousien hat und wir gefangen im Rausch sind.

Wer hat Frauen noch nicht geliebt? Gek├╝sst sollte man sie haben, ein weiches Erlebnis der anderen Art. Wobei ich zugeben muss, dass viele - in der TAT - nicht k├╝ssen k├Ânnen.
Der Kuss entscheidet; [Du schnatzt] !

"und du?"
"ich hatte meine erfahrungen. und die damen haben ihr bestes gegeben"


Ja welche denn?

"job?! mich h├Ąlt eine einziger wunsch. dafuer wuerde ich alles tun."
"was ist das?"
"eine nacht..."
"eine nacht? mit wem? kannst mir ruhig sagen..."
"mit dir!"


Was sag ich da? FUCK - da flitzen diese Worte ├╝ber meine Zunge und suchen sich gezielt den Weg nach draussen. Ich bin selbst perplex! sie bringt mich hier gerade dazu DAS zu sagen, wor├╝ber ich bis dato nie, ich meine NIE, nachgedacht habe. Schliesslich wusste ich bis vor wenigen Tagen ihren Namen nicht - ist das ein Grund? : Licht an, Licht aus...

OK, SIE HAT WAS AUCH IMMER GETAN - mir wird schwindelig. Sie grinst und erwidert Positives. Dem folgt eine stille Aufforderung des "umwirb mich", "wenn du es wirklich willst, k├Ąmpfe".

Draussen ist es dunkel. Der Taxistand um die Ecke ist mein Ziel - wo wohne ich noch mal - wir ziehen uns gleichzeitig zum Vollk├Ârperkontakt hin. Ihre Augen schauen leicht versch├Ąmt und sch├╝chtern ├╝ber die Brille. Meine Lippen n├Ąhern sich ihren!
Kurzer Stoss - die Lichter rauschen an mir vorbei.

"das macht 18,50 tacken!"

GUTE NACHT!

FUCK - das Kioskbier ist leer. Rausgehen? Shit.
Und die "alte" Nena tut auch nicht ihren Dienst. Ich dreh die Boxen auf Maximum, mein Getier schaut mich mit verwirrten Augen an, ich spring auf das Sofa und dennoch kreisen meine Gedanken um sie.
Gibt es keinen Ausschaltknopf? Zwei Stunden? KOMMT SCHON..

"Kleines, wildes Tier" - "meine Sch├Âne, mein Biest" - "mein Tiger" - ..

Worte, Gedanken und W├╝nsche flitzen durch die d├╝nnen Netzkabel. Mein Rechner, ihr Rechner. Ich kann nicht mehr gedankenfrei und klar arbeiten. Ich sehe acht Stunden am Tag ihr Profil. Sehe jede Regung und Reaktion auf unseren stillen Austausch. Leichte R├Âte und verlegenes L├Ącheln.

"ich baue dir ein zelt. und keiner kann uns sehen."

Die Sonne scheint, es ist eins und die Pausenzeit klingelt. Wir haben einen Alleingang beschlossen. Erst zu einer Drogerie und dann ab an den Teich. (Wer kommt auf die Idee mit ├╝ber 25 Aletefutter zu kaufen, sich auf die bekackte Entenwiese zu setzen und so zutun, als w├Ąre man unbeobachtet?)

"was sag ich nun? sie? keine weiss es. schmales gespraech, viele blicktreffer und sofortfluechter. einen kuss will ES - sagt es nicht." (SELBERSCHULD)

Pausieren im Kino ist eine fantastische Angelegenheit. Rein, raus: hell bleibt's. Heimlichgesicht aufgelegt, schon sitzen wir nebeneinander in einem Actionfilm; Namen sind Schall und Rauch.
Ich hasse Actionfilme.
Das Kino am anderen Ende der Stadt ist im Besitz von Doppelsitzen.
Leichte R├Âte auf beiden Gesichtern, H├Ąndchenhalten im Dunkeln. Und das mit 26, Gef├╝hl eines Teenagers im Bauch. Fr├╝her dachte ich immer, die Erwachsenen verfahren da anders: Zack! rein, raus...

SchnurrrrRRRRen.
Laut - die LiebeKenner unter uns k├Ânnen es h├Âren, wenn sie f├╝r einen Moment den Atem anhalten. Von morgens bis abends, st├Ąndige Blickkontakte und wieder:

"Kleines, wildes Tier" - "meine Sch├Âne, mein Biest" - "mein Tiger" - ...

Es wird von einem anst├Ąndigen Deutschen Keuchheit, Treue und fleissige Hingabe im Job verlangt. Alles lief nach Plan A.
Welcher Plan A?
Fragen ├╝ber Fragen...

Bevor ich mich ins Bett lege, schalte ich zwischen Radio und Stromdose eine Zeitschaltuhr. Irgendwann muss der arbeitende Mensch seinen verdienten Schlaf schlafen.
Eine Schnulze nach der anderen; Achtziger, Neunziger - immer wieder sie vor meinen geschlossenen Augen. Getier legt sich neben mich auf das Kopfkissen. Ich bin froh, dass ich mich nicht schon wieder allein mit dem Riesenkissen abgeben muss. Alle Lampen aus, Wecker gestellt - Ach, was deutsch ich doch bin. Mut zur L├╝cke kennt keiner!

Wenn ihr w├╝sstet, was Zigarettenleerpackungen ich besitze. Alle eigenh├Ąndig aufgemacht, geraucht und abgehustet. Das waren harte Zeiten - Stolz durchfliesst mich, wenn ich mir die Sammlung anschaue.

Meine Beziehung merkt nichts. Nicht dass das die erste dieser "Untreue"-Situationen ist.
Sie ist die Tiefste und Ehrlichste. NimmerEndenWollende. Ich kann sie nicht loslassen. Wer hat den die Regel aufgestellt das Beste, DAS Gl├╝ck an sich vorbeiziehen zu lassen? Es ist bei weitem mehr als eine streifende Galaxy! Ein WORT gibt es nicht. Wird es auch NIE geben.

...

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