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Leselupe.de > Kurzprosa
2001 - Odyssee im Weltraum
Eingestellt am 10. 07. 2001 23:36


Autor
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Silberstern
Wird mal Schriftsteller
Registriert: May 2001

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2001 - Odyssee im Weltraum

Mann, war das eine Zahl, als der Film herauskam. 2001, das klang wie ferne Zukunft in der alles m├Âglich sein kann. 2001, eine Zahl wie eine Prophezeiung, wie eine Stellmarke f├╝r das Unbekannte, f├╝r das Extraterrestrische. Und wenn man so manchen Sonden-Versuch der NASA betrachtet, so gab es wirklich so manche Odyssee und das sogar im Weltraum.
Aber irgendwie m├╝ssen auch die heimlichen Sternenfahrer unter uns erkennen, da├č man nicht zu fernen Galaxien aufbrechen mu├č, um Stre├č mit einem Computer zu bekommen, hei├čt er nun HAL oder sonstwie.
Und es sind auch nicht die gro├čen Weiten des Weltraums, die durchstreift werden. Die Irrfahrt beginnt schon bei jedem Einzelnen mit jedem Einzelnen und beinahe tagt├Ąglich. Wer wei├č denn schon, welche Entscheidung heute welche Konsequenzen im Morgen hat?
Nat├╝rlich galt das mehr oder weniger schon immer, aber im Jahr 2001 bewahrheitet es sich mehr als je zuvor.
Rationalit├Ąt, oder als solche getarnte, als Reaktion auf un├╝bersehbare M├Âglichkeiten scheint die einzige Antwort zu sein. Globalisierung, Liberalisierung, Flexiblisierung, Modernisierung als abstrahierte Erkl├Ąrungs- und fehlschlagende Beruhigungsversuche im Angesicht einer scheinbar au├čer Kontrolle geratenden Zukunft in der der Mensch dem Menschen immer fremder wird?
HAL reibt sich schon die H├Ąnde...

Klar kann man auch die Augen davor verschliessen, wohin die Fahrt in die Zukunft geht. So wurde und wird das ja im Allgemeinen auch praktiziert...allein, ach so ein Mist, es f├Ąllt leider immer schwerer.
Das Ph├Ąnomen des globalen Dorfes holt die ganze Welt ins Wohnzimmer und auf einmal tauchen da Probleme auf, die vorher die heile Welt nicht mal gestreift haben. Aber es sind sooo viele. Und ├╝berall.
Da kann einem bei den 7 Uhr Nachrichten doch glatt das Abendessen im Hals stecken bleiben. Als ob man nicht schon genug andere Sorgen h├Ątte!
Zum Gl├╝ck hilft einem die darauf folgende nette Gameshow dabei, da├č alles mal zu vergessen. Denn das haben wir uns verdient!
Genau, was geht es mich an, dieser ganze Schei├č! Das wird schon irgendwie geregelt werden...

HAL ├╝bernimmst Du bitte mal?

Und so zeigt sich mal wieder, da├č in jedem St├╝ck Fiktion auch ein bi├čchen Wahrheit steckt. Wir schreiben das Jahr 2001 und das Raumschiff Erde befindet sich mehr als je zuvor auf einer Odyssee durch den Weltraum. Und dabei drehen wir uns immer sch├Ân im Kreis. Da hilft auch keine neue Weltraumstation.

Aber wer wei├č, bekanntlich stirbt die Hoffnung als letztes, und die ist gar nicht mal so unberechtigt.

Denn 2010, das soll ja das Jahr werden, in dem wir Kontakt aufnehmen.

Ich jedenfalls freu mich schon drauf. Nein, nicht auf die Aliens. Aber auf die Menschen.

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La Luna
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Apr 2001

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Hallo Silberstern,

du bist mir nun schon des ├Âfteren durch deine interessanten Beitr├Ąge aufgefallen und jedes Mal dachte ich: "Sie hat recht".
Es ist nat├╝rlich leichter zu antworten, wenn man kontr├Ąrer Meinung ist, denn jede Best├Ątigung h├Ârt sich irgendwie "platt" an.
Um deinen Beitrag unbeantwortet zu lassen, ist er aber wiederum zu treffend.

"Das globale Dorf", wie du es nennst, ├╝bt sicherlich eine starke Faszination aus.
Doch war es davor nicht schon das Fernsehen, welches die Menschen in eine selbstgew├Ąhlte Isolation f├╝hrte?
Dadurch verloren sie m.E. den Bezug zu anderen Menschen. Ber├╝hrungs├Ąngste entstanden weil sie ganz einfach verlernten offen auf andere zuzugehen, mit ihnen zu kommunizieren, zu agieren - reagieren.
Wieviel einfacher ist es doch sich "berieseln" zu lassen, oder fertige Gedanken vorgesetzt zu bekommen, die man nur noch "schlucken" braucht?
Doch auch das wird seine Gr├╝nde haben.
Eine Gefahr sehe ich in der permanenten Reiz├╝berflutung durch die Medien.
Werden wir dadurch vielleicht mit zu vielen Problemen konfrontiert?
Sehen und h├Âren wir mehr, als zu verarbeiten wir im Stande sind?
Wenn dem so w├Ąre, k├Ânnte das vielleicht der Grund daf├╝r sein, dass der Mensch "abschalten" muss - "abschalten" durch banale T├Ątigkeiten, die eine regere Hirnaktivit├Ąt so gut wie ausschlie├čen und das anderen suggerieren mag, dass sie einem "oberfl├Ąchlichen" Problemverdr├Ąnger gegen├╝berstehen?

Wie gesagt, es sind lediglich M├Âglichkeiten, die ich auch nicht n├Ąher zu durchschauen vermag.
Aber logisch erscheinen sie schon, meine ich mal.

W├╝nsch' dir was....


Vergr├╝belte Gr├╝├če
Julia

P.S.: Es sind auch nicht alle Betriebssysteme multitaskingf├Ąhig.

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Lothar
Hobbydichter
Registriert: Oct 2000

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2001 - Odyssee im Weltraum

Hallo Silberstern!
Treffender geht es nicht mehr. Aber ich sitze trotzdem ganz gern in diesem Raumschiff Erde. Als Einzelner kann man zwar nicht gerade viel zum Steuern beitragen, versuchen sollte man es aber trotzdem und gleichzeitig so verdammt gut leben, wie es nur geht. Dies nat├╝rlich nicht auf Kosten anderer. Und man sollte einen m├Âglichen Irrflug auch nicht so ernst nehmen. Man muss auch mal abschalten, wie im Beruf. Wenn ich die B├╝rot├╝re schlie├če, lasse ich alle dortigen Probleme zur├╝ck und bin Privatperson. So sehe ich es auch als Autor. Wenn ich vom Schreiben aufstehe, sch├╝ttle ich das Thema erst mal einfach ab und freue mich auf das Bierchen mit den Freunden oder den Ausflug mit meinem M├Ądchen. Nat├╝rlich kommen die Geschichten immer wieder zur├╝ck, aber man muss versuchen, die Kontrolle zu behalten. Desgleichen darf man sich nicht von irgendwelchen Horrornachrichten im Fernsehen auffressen lassen. Ich kenne Leute, die sehen nur noch Nachrichten. Die surfen sich durch alle Sender und wundern sich dann, dass es ihnen so dreckig geht. Ich selbst komme auf keine 10 Fernsehstunden im Monat, Nachrichten sehe ich nur per Zufall. Ich schaffe nicht mal jeden Tag meine Zeitung. Brauche ich auch nicht, ich wei├č auch so was l├Ąuft. Ich bin da wie ein Wetterh├Ąuschen. Verlasse mich immer auf meinen Bauch.

Na ja, und was unsere mitteleurop├Ąische kleine Welt anbelangt, denke ich, befinden wir uns halt wieder mal auf einer Talfahrt. Den Gipfel haben wir hinter uns, aber bis wir ganz unten sind, dauert es auch noch eine Weile, also genie├čen wir erst mal den Abstieg. Zeit genug zum Weinen wird schon noch bleiben (haha - das Ganze soll ne Satire sein, kam aber auch gerade erst drauf, haha).

Heute ist Mittwoch, immer ein guter Tag zum Wochenteilen. Werde mit Br├╝derchen und gutem Freund die Kaschemmen der Gegend unsicher machen und dabei hoffen, dass es keine allzu lange und schon gar keine unausgiebige Odyssee wird.
Also in diesem Sinne und in welchem auch immer, ich w├╝nsche eine feuchtfr├Âhliche Nacht.
Lothar

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