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Leselupe.de > Humor und Satire
24 Stunden Leselupe
Eingestellt am 11. 03. 2003 12:03


Autor
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axel
H├Ąufig gelesener Autor
Registriert: Apr 2001

Werke: 14
Kommentare: 57
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Vorwort: Die nachfolgende Handlung ist frei erfunden. Etwaige ├ähnlichkeiten ... (ihr kennt den Spruch). Viel Spa├č

22.12 Uhr:
NEULING hat endlich sein erstes selbstgeschriebenes Gedicht fertiggestellt, sich gleich bei der Leselupe angemeldet und liest nun voller Stolz noch mehrere Male jene Zeilen auf dem hellgr├╝nen Grund, die so doch noch viel professioneller aussehen als zuvor. „Meine erste literarische Ver├Âffentlichung“, denkt er stolz, „vielleicht der Beginn einer gro├čen Karriere.“

Er liest noch einmal:

Mein Erstes Werk

Seh’ ich abends Tagesschau,
dann wird mir meistens ganz sch├Ân flau.
Wir machen unsre Welt kaputt,
schon bald bleibt nur ein Haufen Schutt.
Wieso k├Ânnen wir nicht begreifen
(statt immer nur zur Flasche greifen):
Nur wenn wir all’ zusammenhalten,
k├Ânnn unsre Erde wir erhalten.

Er kann noch immer nicht richtig fassen, dass nunmehr ein Gedicht von IHM ver├Âffentlicht worden ist, f├Ąhrt dann aber schlie├člich doch seinen Computer herunter und geht ins Bett.

23.45 Uhr: EULE schreibt:
Hallo Neuling, und herzlich willkommen hier bei uns in der Lupe. Dein Gedicht hat mich ganz tief bewegt, denn auch ich mache mir oft gro├če Sorgen um den Zustand unserer Welt. Ich finde es sehr erstaunlich, wie jemand in so wenigen Zeilen so viele Probleme ansprechen und miteinander in Beziehung setzen kann, ohne dabei den Blick f├╝r das Ganze zu verlieren. Die letzte Zeile macht mir Mut, denn vielleicht ist ja doch noch nicht alles zu sp├Ąt.
Ganz liebe Gr├╝├če

0.35 Uhr: BRABBEL schreibt:
Hallo Neuling. Auch von mir einen ganz herzlichen Willkommensgru├č und Gl├╝ckwunsch zu deinem ersten Werk. Ich denke allerdings, dass du es noch einmal ├╝berarbeiten solltest, da die Zahl der Silben von Zeile zu Zeile variiert. Zwar ist das als Stilmittel grunds├Ątzlich zul├Ąssig, allerdings sollte dann eine gewisse Systematik darin erkennbar sein. Denk noch mal dar├╝ber nach.
Auch ganz liebe Gr├╝├če

0.40 Uhr: EULE schreibt:
Hallo Brabbel. Na, kannst du auch wieder nicht schlafen?
Wie immer bist du ganz extrem kritisch. Meinst du nicht, dass du ein bisschen nachsichtiger sein k├Ânntest, wo er doch selber schreibt, dass es sein erstes Gedicht ist? Wir haben doch alle mal angefangen.
Ganz liebe Gr├╝├če

0.44 Uhr: BRABBEL schreibt:
Hallo Eule. Du wei├čt doch, dass ich nie etwas b├Âses meine. Ich wollte doch nur Vorschl├Ąge machen, wie er sein Gedicht noch besser machen k├Ânnte. Gerade weil er doch neu hier ist, will er doch vielleicht, dass wir ihm da ein wenig helfen.
Auch ganz liebe Gr├╝├če

0.48 Uhr: EULE schreibt:
Ja, Brabbel, das wei├č ich mittlerweile. Ich denke nur: wenn er ├╝ber die grundlegenden Probleme unserer Welt schreibt, ob man dann wirklich die Silben z├Ąhlen sollte, so schlimm, wie es ├╝berall aussieht. Da hat er doch einfach recht. Und meine Flasche ist auch schon wieder leer...
Ganz liebe Gr├╝├če

0.51 Uhr: BRABBEL schreibt:
Hallo Eule. Ja, manchmal ist es wirklich zum Verzweifeln. Aber wir Dichter m├╝ssen eben, also gerade dann, wenn wir ├╝ber die wichtigen Themen schreiben, also dann m├╝ssen wir eben den klaren Durchblick behalten und auch, also sonst k├Ânnen wir auf dieser Welt nie etwas erreichen.
Auch ganz liebe Gr├╝├če

0.55 Uhr: BESSER schreibt:
Hallo Neuling (und willkommen auf der Lupe), hallo Eule und hallo Brabbel.
Brabbel, ich stimme dir zu und m├Âchte sogar noch ein St├╝ck weiter gehen: Nicht nur die Zahl der Silben schwankt, ich finde auch keines der Stilmittel, die ein Gedicht meiner Meinung nach ausmachen sollten. Wenigstens ein Jambus oder vielleicht ein Logaritmus sollte in jedem Gedicht sein, denn sonst klingt es unweigerlich ziemlich holperig. Vielleicht w├Ąre es auch besser, nicht ganz so viele Probleme auf einmal in ein einziges Gedicht zu stopfen, vielleicht w├Ąre es dann einfacher.
Trotzdem liebe Gr├╝├če

0.58 Uhr: WISSER schreibt:
Hallo Besser. Wie du ja mittlerweile aus hunderten von Beitr├Ągen meinerseits wei├čt, bin ich der festen ├ťberzeugung, dass JEDER Autor dieser Welt das Recht hat, JEDE von irgendwem aufgestellte Regel wof├╝r auch immer zu ignorieren oder aber ganz bewusst zu brechen. All die Erz├Ąhlstile, die wir heute so sch├Ątzen, w├Ąren doch niemals entstanden, wenn nicht irgend wann Dichter und Autoren den Mut gehabt h├Ątten, neue Wege zu gehen. Wie gesagt: Dieses Recht hat JEDER, auch Neuling.
Ganz liebe Gr├╝├če

1.03 Uhr: BESSER schreibt:
Ja Wisser, ich kenne deine Meinung, das hast du schon ganz richtig vermutet. Wie machst du das eigentlich, dass du immer in Sekundenschnelle wei├čt, wenn ich irgend jemandem eine Antwort schreibe?

1.05 Uhr: WISSER schreibt:
Na da haben wir es doch schon wieder. Wenn es nach dir ginge, dann h├Ątte ich schon lange Schreibverbot, aber zum Gl├╝ck geht es eben nicht nach deiner Pfeife. Ich lassemir die Meinung nicht verbieten und es idt eben gats allain meine sache, wann und wo und wie oft ich sie ├Ąu├čere, ob dir das nun passt oder nicht.

1.07 Uhr: EULE schreibt:
Also Wisser jetzt ├╝bertreibst du aber. Der Besser darf doch wohl auch sagen was er will. Was ist denn ein Logaritmus? Hat das auch schon wieder mit dieser ferfluchten Rechtschreibreform zu tun? Vertragt euch wieder.
Liebe Gr├č├╝e

1.09 Uhr: WISSER schreibt:
Logaritmus? Mensch Eule, danke sch├Ân, das war mir ja gar nicht aufgefallen. Ich lach mich ├Âmmelig: Besser, der unerm├╝dliche K├Ąmpfer gegen die Missachtung des Logaritmus in der Poesie! Viel Erfolg, Alter, lass mich wissen, wenn ich dir irgendwie helfen kann.
*Noch immer von Lachkr├Ąmpfen gesc├╝ttelt sei*

1.20 Uhr: EULE schreibt:
Mensch Wisser, bist du genein! Au├čerdem wollte ich wirklich eine ernste Frage stellen, und die hast du mir auch nicht beantwortet. Trotzdem liebe Gr├╝├če

1.28 Uhr: WISSER schreibt:
Tut mir leid Eule, aber leider bin ich der Falsche, der dir erkl├Ąren kann, was ein Logaritmus in einem Gedicht zu suchen hat. Da musst du schon den g├Â├čten Logaritmusdichter unter der Sonne, also den Besser fragen.
*Sich noch immer nicht wieder einkrieg*

1.35 Uhr: EULE schreibt:
Hallo Besser, und danke f├╝r deine Mail. ja, jetzt versteh ichs, aber Fehler machen wir doch alle mal, und du solltest das mit dem Wisser nicht ganz so zu Herzen nehmen, der ist eben einfach so. Schlaf gut.

1.38 Uhr: WISSER schreibt:
*auf dem Fu├čboden lieg und mit den F├Ąusten wild auf den Teppich trommel*

2.30 Uhr: KONSTRUKTIV schreibt:
Hallo Neuling. Ich habe mir mal ein paar Gedanken zu deinem Gedicht gemacht. Wie w├Ąre es, wenn du in der ersten Zeile die Tagesthemen nimmst, die behandeln die Themen doch meistens ausf├╝hrlicher, da kommt man eher zum Nachdenken. In der zweiten Zeile k├Ânntest du dann „m├Âcht’ ich mir fast das Leben nehmen“ schreiben, das w├Ąre ein wenig deutlicher, als nur von einem flauen Gef├╝hl zu reden, das man ja auch schon mal von leicht verdorbenen Speisen bekommen kann.
Dann wei├č ich nicht, ob es klug ist, den Alkoholismus mit reinzubringen. Klar, wenn du da Probleme hast, dann ist es sicher richtig, das zur Sprache zu bringen, aber das solltest du vielleicht in einem anderen Gedicht machen, denn wenn du die Leute aufr├╝tteln willst, dann denken die vielleicht am Ende, dass du nur so denkst, weil du trinkst.
Aber das sind nat├╝rlich alles nur Vorschl├Ąge, du musst es schon selber wissen.

3.12 Uhr: MISVERSTAND schreibt:
Also Konstruktiv, das darf ja wohl nicht wahr sein. Wie kannst du einem Menschen, den du ├╝berhupt nicht kennst, einfach so unterstellen, er sei Alkoholist?
Du hast neulich ├╝ber die Bundeswehr geschrieben – habe ich dir etwa gleich vorgeworfen, ein Massenm├Ârder zu sein? Vielleicht denkst du mal ein bisschen nach, bevor du so etwas schreibst.

3.35 Uhr: KONSTRUKTIV schreibt:
Es hei├čt Alkoholiker, und ansonsten habe ich keine Lust, auf diesen Schwachsinn zu antworten.

3.42 Uhr: MISVERSTAND schreibt:
Das ist typisch. Du weichst jeder Argumentationsbasis aus und wiederholst stattdessen deine unversch├Ąmten Behauptungen, und dann wirst du auch noch ausfallend. Kannst du mir mal erkl├Ąren, was das noch mit Literatur zu tun haben soll??? Abgesehen davon finde ich, dass wer Kritik verteilt auch irgendwann mal Kritik aushlaten muss. Aber das wirst du wohl nie begreifen.

Fortsetzung ???

__________________
Bis hierhin vielen Dank!
(Friedrich K├╝ppersbusch)

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La Luna
Fast-Bestseller-Autor
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Hallo Axel,

mit Freude las ich deine Geschichte. Allerdings wartete ich immer darauf, dass die Kritiker vollends in Schwafelei verfallen - einige "Aufh├Ąnger" waren ja da, so z.B. die Frage von Eule an Brabbel bez├╝glich dessen Schlaflosigkeit.
Zur Erheiterung tragen au├čerdem diese d├Ąmliche Chatsprache und die Rechtschreibfehler bei, die ja so bezeichnend sind.
Eine Fortsetzung w├╝rde ich wirklich w├╝nschen, denn es schreit ja geradezu danach, dass Neuling - wahrscheinlich noch schlaftrunken - ratlos vor diesen Kommentaren sitzt.


Liebe Gr├╝├če
Julia

P.S.: Regnet's bei dir auch? *g*



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Alexander Kongegaard
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"*auf dem Fu├čboden lieg und mit den F├Ąusten wild auf den Teppich trommel*"

...um das mal so zu sagen!



Gr├╝ssle
Alex

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flammarion
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oh mann,

ich hab gebr├╝llt vor lachen! unbedingt fortsetzen! ganz lieb gr├╝├čt
__________________
Old Icke

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chrissieanne
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Hallo Axel!
Ein frisch gebackenes Leselupenmitglied wischt sich gerade die letzten Lach- und Erleichterungstr├Ąnen aus den Augen. Seit Tagen klick ich mich durch die Lupe, lese Texte und schau mir teilweise recht verschreckt und/oder verst├Ąndnislos die Kommentare an. Und jetzt sto├če ich auf diese Geschichte! K├Âstlich. (Habe heute auch schon in der Plauderecke die aufmunternde Information bekommen, da├č alles halb so schlimm ist).
Auch bei mir: Meinen Text in das Beitragsfeld eingef├╝gt, unter Magenschmerzen auf „ausf├╝hren" gedr├╝ckt, und dann: Meine Geschichte auf gr├╝nem Grund in der Leselupe. Wow. Dann das ├Ąngstlich-gespannte Warten darauf, was nun passiert. Hach, herrrlich. Unbedingt Fortsetzung erw├╝nscht!
Viele Gr├╝├če
chrissieanne

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GerdaHaeusler
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Hallo Axel!

Bis dato habe ich meine Leselupensucht total ernst genommen.
Gerade beim Lesen deiner Geschichte habe ich zum ersten Mal, seit ich dabei bin, herzlich gelacht. ├ťber deinen Supertext, aber haupts├Ąchlich ├╝ber mich. Du hast mich mit Humor wieder auf den Boden gestellt.

Danke!!

Liebe Gr├╝├če

Gerda
__________________
Jedes Bild ist nur so bunt,wie die Farben, an die sein Maler sich wagt

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