Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92241
Momentan online:
95 Gäste und 0 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Science Fiction
3 Tage im Oktober (2.Tag)
Eingestellt am 28. 12. 2000 18:44


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Aquasculum
Bl├╝mchendichter
Registriert: Dec 2000

Werke: 27
Kommentare: 23
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Aquasculum eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Erinnert ihr euch noch, was ihr euch vorstellen solltet? Ja, genau, diese junge Frau, gekleidet in ein sch├Ânes Kleid. Sie sitzt an einem alten, schweren, h├Âlzernen Schreibtisch, die rote Kerze brennt wieder neben ihr, die Flamme spiegelt sich in ihrem Augen.
Die Feder kratzt wieder ├╝ber das Papier, ich hoffe, ihr k├Ânnte sie h├Âren...

-5-
Es ist mir klar geworden, dass die Zeilen, die ich
gestern schrieb, nicht von irgendwo kamen, ich habe
gemerkt, dass sie nicht nur irgendein Bild, irgend-
eine Stimmung in meinem Kopf, meiner Seele, meinem
Herzen beschreiben...
Ich wei├č jetzt, was sie in Wirklichkeit zu Papier
gebracht haben und es erschreckt mich.
Der Nebel, das Pferd, die M├Ąnnergestalt, die wie
ein Geist verschwand, all das stammte aus einem
Traum den ich hatte, bevor ich mitten in der
Nacht schwei├čgebadet aufwachte.
In diesem Traum war ICH die einsame Reiterin
gewesen... ich hatte den Traum erneut, jetzt wei├č
ich warum man die junge Frau ausgesto├čen hatte.
Sie hatte ihn geliebt, doch er liebte sie nicht wider.
Ihr Sehnsucht, ihre Liebe wuchs, doch er zeigte ihr
gegen├╝ber kein Gef├╝hl, vielleicht konnte er es nicht,
vielleicht wollte er es nicht, vielleicht...ja, vielleicht
war ihr Charakter, ihre Art einfach zu fremd
f├╝r ihn, vielleicht konnte er sie einfach nicht ver-
stehen, sie nicht lieben. Vielleicht tat erÔÇÖs auch, doch
er konnte es nicht zeigen...who knows? I donÔÇÖt!!
Es kam zur Eskalation als die beiden einmal
alleine sich trafen...auf seinen Wunsch hin.
Ihre Gef├╝hle, ihre Sehnsucht, Sehnsucht, ihm endlich
das zu zeigen, das zu geben, was sie f├╝r ihm
empfand kamen zum Ausbruch, lie├čen sich nicht mehr
zur├╝ckhalten...und so versank sie in seinen
Augen, in diesen tiefen W├Ąldern voller wohligem
Schatten...versank in ihnen, verlor sich in ihnen
und ihre Lippen dr├Ąngten nach einem Kuss, und
sie gew├Ąhrte ihnen diesen Wunsch, denn das
Verlangen danach steckte auch ihn ihrem Herzen.
Er lie├č es geschehen, doch sagte er ihr, es w├Ąre nicht
-6-
sein Wille gewesen.
Sie aber hatte so gedacht, hatte geglaubt, er w├╝rde ihr
auch endlich sein Herz schenken, sich ihr ├Âffnen, doch
sie hatte sich t├Ąuschen lassen. Von ihrer Phantasie,
in der es schon l├Ąngst so gekommen war, hatte
sich t├Ąuschen lassen von ihren Tr├Ąumen...die Arme.
Sie wand ihren Blick von ihm ab, blickte zu
Boden, um die glitzernden Tr├Ąnensterne vor ihm zu verstecken,
dann ging sie, nein, lief sie davon.
Sie sch├Ąmte sich, ihre Gef├╝hle nicht unter Kontrolle
gehabt zu haben, sch├Ąmte sich, sich von ihren Wunschvorstellungen
t├Ąuschen zu lassen, sch├Ąmte sich so sehr...
Er w├╝rde es erz├Ąhlen, alle am Hof w├╝rden wissen,
dass sie, die Tr├Ąumerin mit der Sehnsucht nach
Liebe, ihn gek├╝sst hatte. Sie w├╝rden es alle wissen,
mit dem Finger auf sie zeigen und lachen.
Nie wieder konnte sie ihm in die Augen blicken
ohne besch├Ąmt den Blick abzuwenden. Nie wieder.
Auch die anderen w├╝rde sie nicht mehr sehen wollen.
ÔÇ×If this is a dream, wake me up now...
if this is a movie, letÔÇÖs edit these scenes out...ÔÇť
So verstie├č sie sich selbst, packte ihre Satteltaschen
mit Proviant und einigem Kleinkram, der ihr wichtig
war, zog die w├Ąrmsten Sachen an, die sie besa├č,
sattelte ihr Pferd und ritt los, hinein in
die kalte Herbstwelt des Novembertages...
Das ist wieder der Punkt, an dem ich die
Szene verlassen muss, ich, die ich gleichzeitig
Autor und Protagonist des St├╝ckes bin.
Die Reiterin wird weiterreiten, ohne auf den Weg
zu achten, denn sie hat kein Ziel, sie will einfach
nur weit weit weg und nie wieder zur├╝ck-
kehren. Wozu also den Weg merken?!
Dann wird sie in den Wald kommen, der
-7-
Nebel wird aufziehen und den Rest kennt der auf-
merksame Leser!
Auch heute kann ich nicht mit einer Fortsetzung dienen, denn
noch habe ich selber keine gesehen. Jede Nacht dieser
Traum, immer die Gestalt im Nebel, die vergeblichen
Rufe, die erfolglose Suche, die Verzweiflung...
Werde die Geschichte sobald wie m├Âglich weitererz├Ąhlen.
Nun, heute sagte jemand zu mir, ich erinnere ihn
an seinen kleinen Bruder. Ich fragte wieso und er antwortete
mir, dass sein Bruder auch alles immer mit Witz sehen
w├╝rde, und ├╝ber alles lachen w├╝rde. Ich sagte ihm, dass
es doch eine gute Lebenseinstellung w├Ąre. Von Grund
auf Positiv, und er stimmte mir zu. Doch ist es wirklich so?
Vor allem, bin ICH wirklich so? Ich glaube nicht, nicht
ganz, nicht absolut, ich denke, nach au├čen hin sicher-
lich, alles witzig, doch wer sieht denn schon mal nach
innen?! Es ist nicht alles so positiv, nicht ├╝ber
alles kann man lachen, oder?!
W├╝rde ich ├╝ber den Traum, der mich verfolgt, lachen,
so w├╝rde ich nicht so erschrocken dar├╝ber sein, so
w├╝rde ich nicht meine Gedanken aufschreiben, oder?!
W├╝rdet Ihr, lieber Leser, ├╝ber das lachen, was ich schreibe,
oder w├╝rdet Ihr nachdenken? W├╝rdet Ihr denken,
dass in meinem ÔÇ×vernebeltenÔÇť Kopf, alles einen Witz
beinhaltet? Hmmm...
Ich denke, ich muss mich nun verabschieden, zu
viele solcher Gedanken tr├╝ben vielleicht sogar die
aufgesetzte Fr├Âhlichkeit.
I think, eigentlich f├╝hle ich im Moment gar
nicht das, was ich schreibe, doch warum
schreibe ich trotzdem so? Wer l├Âst dieses R├Ątsel
f├╝r mich?!
Till then,
Erbaria
26. Oktober

__________________
In the name of the Avalonian Godness...

Be blessed...

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zur├╝ck zu:  Science Fiction Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!