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Leselupe.de > Science Fiction
3 Tage im Oktober (letzter Tag)
Eingestellt am 29. 12. 2000 13:46


Autor
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Aquasculum
Bl├╝mchendichter
Registriert: Dec 2000

Werke: 27
Kommentare: 23
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Das Bild der jungen Frau mit der Feder in der Hand habt ihr hoffentlich noch gut in Erinnerung, denn es ist das letzte Mal, dass ihr sie so sehen werdet...
Heute jedoch ist etwas anders, sie schreibt zweimal an diesem Tag, und man kann nicht erfahren, was zwischen diesen Eintr├Ągen passierte...
Doch lest selbst......

-8-
Es ist wieder derselbe Ort, dieselbe Atmosph├Ąre, dieselbe Feder,
dieselben Gedanken, dieselben Fragen und dieselben ungel├Âsten
R├Ątsel...
Ich wei├č nicht, mit der Feder zu schreiben, macht mich kreativ,
so denke ich, ich brauche nichts zu tun, nur ab und zu
die Feder in die Tinte zu tauchen...die W├Ârter schreiben
sich von alleine, so denke ich!
Es ist bew├Âlkt, es regnet ein bisschen, aber mein Gem├╝t ist
l├Ąngst nicht so d├╝ster, so grau, so vernebelt wie
an den vergangenen Tagen.
Heute komme ich mir vor, als w├╝rde die Sonne scheinen,
nicht f├╝r die Welt, sondern f├╝r mich und meine
Umgebung. Sie scheint in meinem Herzen! Und dort
scheint sie f├╝r alle, die sie sehen wollen, f├╝r alle,
denen ich das Licht und die W├Ąrme bringen will!
Ich glaube, heute hab ich ein warmes L├Ącheln und
ein Glitzern in den Augen, ich f├╝hle mich jeden-
falls so!
Die ganze Welt k├Ânnte ich umarmen, allein um allen
die Sonne in meinem Herzen zu bringen...
Hmmm, ich bin gespannt, ob mein sonniges Gem├╝t
heute auch etwas auf meine Protagonistin abf├Ąrbt,
ob auch ihr Herz erhellt wird, ich w├╝nsche es
ihr...
Nachdem sie die Sterne um Rat gefragt hatte,
war sie wieder eingeschlafen...
-9-
Doch ich wei├č nicht, wie es weitergeht, ich wei├č es
einfach nicht, kann mich nicht erinnern...
Ich glaube, sie hatte getr├Ąumt, ich bin mir sogar sicher.
Sie tr├Ąumte von ihrem Herzallerliebsten, sie sah ihn,
ihre Freunde und sich selbst auf einer Feier. War,
wurde ihr ums Herz, so wie mir wohl im Moment.
Sie sah sein L├Ącheln, dieses L├Ącheln, dass sie von Anfang
an entwaffnet hatte...sie liebte dieses L├Ącheln...
Es war eine fr├Âhliche Feier, warme Farben umgaben
sie, Gemurmel von fr├Âhlichen Stimmen, gl├╝ckliche Gesichter
├╝berall, herzhaftes Lachen...Sie war so gl├╝cklich in
diesem Traum...
Doch das Gl├╝ck konnte nicht von Bestand sein, sie musste
irgendwann einmal aufwachen. Und das
tat sie dann auch. Frierend vor K├Ąlte wachte sie auf,
und der warme, sch├Âne Traum r├╝ckte in den Hinter-
grund, doch als die Sonne aufstieg und ihr Gesicht
w├Ąrmte erinnerte sie sich an den Traum, musste
l├Ącheln und weinen zugleich. Und die Sonne
machte ihre Tr├Ąnen zu glitzernden Perlen...
Weiter kann ich nicht erz├Ąhlen, es tut mir leid.
Till another time,
Erbaria 27. Oktober
Es ist immer noch derselbe Tag, doch meine Sonne ist unter-
gegangen, ist vor der Nacht zur├╝ckgewichen.
Der Himmel droht, d├╝stere Wolken verdecken den Glanz
der Sterne, nur ab und zu trifft mein Auge auf
einen von ihnen, voller Sehnsucht...und wie immer
auch voller Fragen.
Die junge Frau aus meinem Traum, so erinnere ich mich
-10-
nun im Licht der Kerze, sie hatte den ganzen Tag im Wald
verbracht, ohne gro├č nachzudenken, ohne sich Sorgen und
Gedanken um irgendetwas zu machen.
Doch als gegen Nachmittag der Nebel wieder aufstieg,
alles bedeckte, wie ein Leichentuch, wurde ihr etwas
bang ums Herz. Sie setzte sich n├Ąher ans Feuer,
wollte in seinen Flammen Zuflucht finden, doch sie
entkam nicht...

Hmmm, hier endete der Eintrag, die letzten Zeilen mit zitternder Hand geschrieben, verwischt von einem kraftlos heruntersinkenden Arm...
Wie es weitergeht, wird wohl kein Mensch mehr erfahren, die Schreiberin verschwand spurlos, ohne irgendwelche Worte an ihre Freunde zu hinterlassen...
Das einzige, was man fand, waren diese 8 Seiten... Und keiner verstand, was damit gemeint war...

__________________
In the name of the Avalonian Godness...

Be blessed...

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