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Leselupe.de > Erotische Geschichten
37 °C
Eingestellt am 05. 09. 2016 00:54


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LisbethR
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jul 2016

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Nackt.
Bäuchlings lag sie auf der Massageliege, ein Tuch über dem Po. Die Stirn ruhte auf dem weichen Polster oberhalb des Ausschnitts für das Gesicht.
Die Arme hatte sie angewinkelt möglichst weit weg von ihrem Kopf platziert. Gerne hätte sie auch die Beine auseinander gelegt, doch das gehörte sich nicht. Nicht einmal, wenn außer der Standard- die erweiterte Prozedur angewandt wurde. Zumindest nicht zu Beginn der Behandlung.
Also lag sie da, mit schwitzendem Schenkel an schwitzendem Schenkel. Der Gedanke, gleich schwitzende Hände auf ihrem Körper zu spüren, war ihr fast unerträglich.
Sie war vorschriftsmäßig geduscht, aber was nutzte das? Man hatte ihr diesen frühen Nachmittagstermin zugewiesen, in der größten Hitze des Tages. Die Innentemperatur betrug 27 Grad. Grässlich.
Natürlich hätten sie den Raum auf eine angenehme Kühle bringen können, aber ein schwachsinniger Wissenschaftler hatte festgelegt, dass ein Unterschied von mehr als zehn Grad zwischen Innen- und Außentemperatur für den Organismus nicht optimal sei, was niemand zu hinterfragen, geschweige denn flexibel zu handhaben gewillt, schien. Dabei sollte man doch längst weiter sein. Schließlich war bekannt, dass sie (und ihr Masseur) länger in diesem Raum bleiben würden. Man könnte die Temperatur kontinuierlich auf erholsame 20 Grad senken und sie, rechtzeitig bevor sie den Raum verließen, schrittweise auf 25 Grad anheben. Bis man den Ausgang erreichte, war man locker auf den benötigten 27 Grad. Wenn man schon komplett gecheckt und gesteuert wurde, konnte es wenigstens intelligent geschehen.
Der Addit-Stoff unter ihr nahm ihren Schweiß auf, der in Mikro-Clays weitgehend gebunden wurde, so dass sie wenigstens dort wo sie das Tuch berührte ein trockenes Gefühl hatte. Die in den Fasern enthaltene Silberpartikel wirkten antibakteriell, die Zeo-Nanos schließlich verwandelten den Schweißgeruch in neutrale Up-Pheromone, die beim Empfänger stimmungsaufhellend wirken sollten. Davon spürte sie nichts. Dabei müsste es ein Leichtes sein, einen Stoff zu entwickeln, der zusätzlich einen kühlenden Effekt hatte. Nie dachten sie etwas bis zum Ende durch.
Sie stöhnte. Seide konnte das seit tausenden von Jahren. So schwierig konnte es nicht sein, das nachzubauen! Bionik war seit hundert Jahren anerkannte Wissenschaft. Sie spürte wie die Wut wuchs, unaufhaltsam Besitz von ihr ergriff, fühlte wie ihre Muskeln sich anspannten.
Suboptimal. Nein, kontraproduktiv. Sie versuchte mit aktiver Relaxation dagegen anzugehen. Bereits im Kindergarten wurde diese Methode, zusammen mit anderen, im Rahmen des Anti-Aggressionstrainings gelehrt, sie sollte sie verinnerlicht haben. Sie müsste automatisch von ihrem Körper abgerufen werden. Bei anderen funktionierte das angeblich. Sie seufzte unglücklich.

Ein Schweißtropfen rann quälend langsam zwischen ihren Schultern hinab über ihren Rücken.

Die Wut war zurück.
Wenn er nicht gleich käme, würde sie gehen. Der negativen Saldo ihres Gesundheitskontos kam ihr in den Sinn. Sie brauchte die Pluspunkte, die die Behandlung brachte. Dieses vollkommen schwachsinnige Gesundheitssystem. Sie versuchte sich zu erinnern, wann der Rat es aufgegeben hatte die „Bürger“ – Marionetten würde es eher treffen, dachte sie verächtlich – mit Steuern zu erziehen.
Natürlich war das System kläglich gescheitert. Egal wie hoch die Zucker- und später die Medikamentensteuern gewesen waren, Menschen ließen von ihren Lastern nicht ab. Als die Steuern bei 200% lagen, waren sie auf unrein in Hinterzimmerlaboren produzierten synthetischen Zucker, ungetestete Opiate und sogar Benzodias ausgewichen, obwohl an Tranquilizern staatlicherseits weder physisch noch psychisch Mangel bestand. Am Ende waren altertümliche Drogen nach Assimilee geschmuggelt worden. Pilze, bestimmte Kräuter, der gute alte Alkohol. Anhänger der Subkultur waren der Meinung, diese Substanzen wären wesentlich gesünder als all die im Reinraumlabor erzeugten Ersatz-Rauschmittel, die in genau berechneten Mengen zusammen mit den Nährstoffen ausgegeben wurden.

Ein Tropfen Schweiß rann in ihre Pofalte. Hing fest. Gleich würde sie verrückt werden.

Jetzt gab es dieses System aus Zuckerbrot und Peitsche. Fast alles war erlaubt, wenn man es schaffte genügend Ausgleichspunkte zu sammeln. Wie viele Punkte war sie im Soll? Sehr viele. Wie viele Tage blieben ihr bis zur Abrechnung? Sehr wenige.
Sie blieb liegen. Obwohl sie sich sicher war, dass die – normalerweise zugegeben positiven – Gesundheitswirkungen der Massage durch ihren wachsenden Zorn auf das gesamte System ins Gegenteil verkehrt würden.
Der Schweiß, der sich auf der Oberseite ihrer Schenkel bildete, schien von der nicht minder heißen, aber trockenen Unterseite angezogen zu werden, sammelte sich in der Spalte zwischen ihren Beinen. Er schien merkwürdigerweise zu ihrem Po hinauf zu kriechen, langsam in ihren Schritt zu diffundieren. Je mehr Aufmerksamkeit sie der Frage schenkte, desto feuchter und heißer schien ihr Zentrum zu werden. Geradezu schwül.
Genug, sie hatte genug. Sollte der Rat gemeinsam mit seinen verdammten G-Punkten zum Teufel fahren. Sie würde sich zuhause Erleichterung verschaffen. Unter ihrer Dusche, die sie so kalt einstellen konnte wie sie wollte. Wenigstens fast. Sie überlegte wie viele E- also Energiepunkte sie noch auf ihrem Konto hatte. Verdammt wenige. Scheiße. Dazu der Gedanke die 27 Grad zumindest vorübergehend gegen 37 Grad zu tauschen. Wie gelähmt blieb sie liegen, den Tränen nahe und zu schwach aufzustehen. Da öffnete sich die Tür.
Vielleicht konnte sie ihren Masseur überreden nichts zu tun. Heiße, vielleicht klebrige Hände auf ihrem heißen, verschwitzten Rücken waren das letzte, das sie jetzt gebrauchen konnte. Panik stieg in ihr auf.
Unberührt und vollkommen reglos hier zu liegen schien ihr im Moment das Einzige, das sie vor einem Nervenzusammenbruch bewahren konnte. Ein Nervenzusammenbruch? Ihr Puls beschleunigte sich bei dem Gedanken daran, wie viele negative G-Punkte ihr das einbringen würde.

„Entschuldigen Sie. Es tut mir sehr leid, dass ich so spät komme. Ich habe noch etwas besorgen müssen.“
Nummer 13. Wie ein Blitz zuckte die Erkenntnis durch ihren Körper. Die Synapsen in ihrem Hirn feuerten wie wild, lösten einen Endorphinwirbelsturm aus. Sofort hatte sie seine Stimme erkannt. Er war der Beste hier. Nein, mehr noch, viel mehr. Er war der einzig Gute. Einfühlsam anstatt pflichtbewusst, nie mechanisch. Hätte sie an einen Gott geglaubt, sie hätte ihm gedankt.
Er spürte immer genau, was sie brauchte, fand immer die Stelle, die am verspanntesten war. Ihre Haut begann zu kribbeln.

Schweiß perlte am Übergang von Po zu Schenkel in ihren Schoß, ließ sie lustvoll erbeben.

Er war mit den Vorbereitungen fertig, stand mit sorgfältig desinfizierten Händen neben ihr, hatte bereitgelegt, was er benötigen würde. „Wie immer?“, fragte er wie gewohnt gut gelaunt.
Seine warme Stimme.
Sie zögerte. Aber nein, auch wenn er es war, heute konnte sie nur die Grundbehandlung ertragen. Sollten sie ihr so viele Punkte abziehen, wie sie wollten. Bevor sie es ihm mitteilen konnte, redete er weiter.
„Ich habe etwas mitgebracht, das Ihnen gefallen wird. Wie immer keine Musik? Das Licht noch etwas dunkler?“ Sie machte sich nicht die Mühe zu antworten. Er wusste, dass es ihr so am liebsten war. Es war nicht vorgesehen, dass sich Masseur und Patientin erkannten, weshalb es üblich war im Halbdunkel in Bauchlage zu behandeln. Sie mochte es ganz dunkel. Sie wollte nur spüren. Mit einer Handbewegung dämpfte er das Licht.
„Sie hören sich an, als machte Ihnen die Hitze nichts aus“, bemerkte sie.
„Ich weiß auch nicht, vielleicht hatte ich Vorfahren, die aus der flimmernden Hitze einer baumlosen Sandwüste kamen.“
„O Gott, reden Sie bitte nicht von so etwas.“
Er lachte leise. Das tat er selten, viel zu selten, und sie liebte es. Dass er überhaupt lachte. Sie kannte niemanden, der das noch tat. Ihre Mutter hatte gelacht. Früher. Sie konnte sich daran erinnern.
„Was halten Sie von der Vorstellung einer kleinen Waldlichtung, saftig grün, mit einer Quelle, aus der frisches kühles Wasser in ein kleines Naturbassin plätschert?“
Sanft legte er seine Hände auf ihre Schultern. Sie erschauerte. Nicht nur wegen seiner Berührung, angenehme Kühle erfrischte ihre Haut. „Was ist das?“, wollte sie wissen. „Eine Waldlichtung?“ „Das was so herrlich frisch ist.“ „Ach das, ein adstringierendes Gel, das ich selbst herstelle. Mögen Sie es?“ „Ja, sehr.“
Die nächsten Minuten genoss sie schweigend. Bevor er sich den Verspannungen in ihren Schultern widmete, verteilte er sorgfältig das Elixier auf ihrem gesamten Körper. Strich es als erstes äußerst gefühlvoll auf Arme und Beine. Es war, als würde sie tatsächlich in Quellwasser gebadet. Besser noch, da die Frische an ihr haften blieb, anstatt wie Wasser von ihrer Haut zu perlen. Seit Tagen hatte sie sich nicht so herrlich gefühlt.
Das Bild der Waldlichtung erschien vor ihrem inneren Auge, sie sah sich in dem Bassin, und sie war nicht alleine dort. Wie wunderbar es war, seine Finger über ihre Haut gleiten zu spüren. „Kennen Sie einen solchen Ort?“, fragte sie leise. „Eine wirkliche Quelle? Nein. Ich bin nie aus Assimilee herausgekommen.“
Obwohl es verboten war, hatte es ihn keine Mühe gekostet den Dienst zu tauschen. Die anderen Masseure mochten sie nicht. Sie war ihnen zu seltsam. Er lächelte bei dem Gedanken daran, dass sich einer seiner Kollegen darüber mokiert hatte, dass ihr ein lautes Stöhnen über die Lippen gekommen war. Mit den Knöcheln bearbeitete er vorsichtig die verhärteten Stellen unterhalb der Schulterblätter. Er liebte es, wenn sie stöhnte. Oder so wie jetzt leise seufzte, weil ihr gefiel, wie er ihre Schultern mit den flachen Händen liebkoste, ihren Nacken streichelte.




Er wechselte die Stellung. Das tat er nur bei ihr. Es hatte eine Weile gedauert, bis er sich getraut hatte, es war absolut unüblich. Er hatte ihr die Vorzüge der symmetrischen Massage gepriesen, bevor er sich das erste Mal hinter ihren Kopf gestellt hatte. Oder davor, je nachdem wie man das sehen wollte. So konnte er ihre Schultern gleichmäßig lockern, symmetrisch über ihre Arme streichen.
Er war der einzige, der sogar ihre Hände sanft massierte. Jeden einzelnen ihrer Finger nahm er zwischen seine schlanken, die so kraftvoll wie zärtlich sein konnten.
Beim ersten Mal war sie erschrocken. Sein Geschlecht so nah zu wissen, hatte sie verunsichert. Aber er hatte immer gebührenden Abstand gehalten, auch wenn er sich über sie beugte, um über ihre Schulterblätter hinweg ihren unteren Rücken zu erreichen. So wie jetzt. Wohlige Schauer breiteten sich von seinen streichelnden Händen ausgehend in ihr aus. Verteilten sich über die Oberfläche ihrer Haut bis in ihre Finger- und Zehenspitzen. Und von den Stellen aus, auf denen er die Hände kurz flach ruhen ließ, sanken die Schauer tief in ihren Oberkörper hinein. Es war die herrlichste Entspannung, die sie kannte – gleichzeitig die aufregendste. Sie erbebte. Und sie wusste, sobald er ihre Oberschenkel massierte, würde ihr Unterleib leise zu pochen beginnen. Wie hatte sie nur in Erwägung ziehen können, es bei der Grundbehandlung zu belassen, wenn er hier war.
Er liebte es, sie zu berühren. Und er wusste, dass er sie sanfter massierte als die anderen Frauen. Sein Tracker hatte ihn oft genug ermahnt das Standardprozedere einzuhalten. Zum Glück hatten ihre Werte ergeben, dass ihr Organismus besonders positiv auf manuelle Behandlung (warum hieß es wohl so, dachte er bitter) ansprach. Damit konnte er die vorbereitende Lockerungsphase mit dem Massageautomaten, die üblicherweise stattfand, umgehen und mehr Zeit mit ihr verbringen.
Leider durfte man sich seine Patientinnen nicht aussuchen. Natürlich nicht, wie sonst sollte die maximale Auslastung der Räume und Geräte erfolgen. Nicht über den Optimierungswahn nachdenken, ermahnte er sich. Genieß die Zeit mit ihr.
Die leichte Anspannung, die von ihm ausging übertrug sich sofort auf sie, beunruhigte sie, obwohl er sich schnell im Griff hatte und sie bereits wieder hingebungsvoll massierte. Doch das himmlische Gefühl des Schwebens, das sie erfüllt hatte, war verloren. „Ist alles in Ordnung?“, fragte er besorgt, als er die Veränderung bemerkte, die er unwissentlich ausgelöst hatte.
„Ja. Tut mir leid. Es fällt mir manchmal schwer loszulassen. Dabei …“, erschreckt brach sie ab. Beschränkte sich auf ein „Es liegt nicht an Ihnen. Wirklich. Im Gegenteil, bei Ihnen kann ich sehr gut entspannen. Und auch, also, sehr gut, das andere“, stotterte sie. Ihr Gesicht wurde noch heißer, als es ihr gesamter Körper ohnehin war.
Sein Herz schlug schneller. Sie spürte es also auch. So ermutigt würde er einen weiteren Schritt tun, vielleicht sogar zwei. „Ich würde gerne etwas Neues versuchen“, kündigte er an, bevor ihn der Mut verließ. Ein letztes Mal strich er über ihre Schultern und Arme. „Symmetrisch gefällt Ihnen, nicht wahr?“ „Ja.“ Und wie, sie wünschte er würde näher rücken, anstatt sich zurückzuziehen. Ihren Nacken streicheln, mit ihrem Haar spielen. Sie liebte es, wenn er das tat. Sehnsüchtig zog sich ihr Bauch zusammen. Dürfte sie ihn nur anfassen.
„Das könnte ich auch bei Ihren Beinen tun. Sie müssten dann allerdings“, er brach ab, das war zu verwegen.
„Ja?“
Klang das hoffnungsvoll? Täuschte er sich? War sein Wunsch so stark, dass er sich ihre Zustimmung einbildete? „Ich müsste die Liege teilen und im unteren Bereich auseinander schieben.“ „Gut“, war alles was sie sagte und er fragte sich, ob sie begriff, was das bedeutete.
Wieso zögerte er? Gerne hätte sie ihn ermutigt, doch sie war sich sicher, das ihre Stimme zittern würde. Die Vorstellung, was er gleich tun würde, verwirrte und erregte sie gleichermaßen. Würde er sich tatsächlich zwischen ihre Beine stellen? Sie so massieren. Ohne Zweifel, aber wie tief würde er dringen? So tief er konnte, ohne sie mit etwas anderem als den Händen zu berühren? Schwindel ergriff sie. Ihr Geschlecht war so feucht, als hätte er bereits mit der Zusatzbehandlung für Singles begonnen. Würde er diese Prozedur etwa auch …? Während er zwischen ihren Beinen …? Der Temperatursensor musste defekt sein. Es waren mindestens 37 Grad in diesem Raum. Es musste so sein. Oder der Regler hatte versagt. Wie hatte sie nur zustimmen können?
Man konnte sich genauso gut selbst befriedigen, Maschinen benutzen. Von Virtual Reality bis hin zum Androiden war alles erlaubt. Aber es gab mehr G-Punkte, wenn es ein Masseur tat. Die Forschung ging inzwischen sicher davon aus, dass die positiven gesundheitlichen Auswirkungen des Orgasmus bei manueller Fremd-Stimulation am größten waren. Das widersprach den Grundannahmen der Staatsphilosophie, die allem Menschlichen zutiefst misstraute. Doch wie sehr die Wissenschaftler ihre Thesen angepasst, die Zahlen gedreht und gewendet, um nicht zu sagen manipuliert, hatten, immer war ein Bias zugunsten der rein manuellen Therapie herausgekommen. Bessere Werte erzielte einzig der direkte Sexualakt. Falls er außerhalb der Routine vollzogen wurde.
Sie musste ihm dringend sagen, dass sie heute nur die Grundbehandlung haben wollte. Es wäre zu viel für sie, wenn er auch noch …
„Sie können liegen bleiben.“ Er hantierte zu ihren Füßen mit der Liege, teilte die Stoffbahn in zwei. „Ich schiebe sie jetzt auseinander, das wird ihre Beine spreizen. Ist das in Ordnung?“ „Ja“, hauchte sie und fühlte sich einer Ohnmacht nahe. Das war absolut unüblich. Absolut. Die Stimulationen erfolgten von der Seite aus, über dafür vorgesehene Öffnungen in der Liege.
Vollkommen unüblich. Ihr Herz raste und ein Warnton erklang.
Erschreckt hielt er inne. „Was ist mit Ihnen?“ „Schon gut, alles in Ordnung.“ Sie zwang sich ruhig und tief zu atmen, schaffte es, dass der Alarmton verstummte. „Mir ist so heiß, es ist viel zu heiß hier drin.“
„Tut mir leid“, er klang unglücklich, „ich kann an der Regulierung nichts ändern.“ Als wüsste sie nicht, dass die Temperatursteuerung vollkommen autonom erfolgte.
„Soll ich lieber aufhören?“, fragte er sanft. Es war eine unsinnige Idee gewesen. Kein Wunder, dass sie Angst bekommen hatte.
„Nein“, hörte er zu seiner Überraschung. „Ich würde es gerne versuchen. Wenn Sie vielleicht noch etwas von dem kühlenden Gel hätten? Dann fällt es mir sicher leichter meinen Puls unter Kontrolle zu halten.“ Er nickte, obwohl sie das nicht sehen konnte. Es war für sie beide wichtig, dass der Alarm kein weiteres Mal ausgelöst würde. Nur im Falle eines Orgasmus, würde der Sensor einen erhöhten Herzschlag tolerieren.
„Sind Sie sich sicher?“, fragte er fürsorglich. „Ja“, flüsterte sie. „Dann fange ich an“, verkündete er mit leiser Stimme und schob die Teile und damit ihre Beine auseinander. Sie so vor sich zu sehen, ließ sein Glied augenblicklich hart werden. Wenigstens reagierte die verdammte Maschine nicht auf seinen Puls, und seinen Tracker hatte er heute vorsorglich manipuliert.
Es war falsch, es so zu tun. Sie sollten bei sich zu Hause sein. Sie sollte sich ihm zuwenden können, ihn berühren können. Aber es war die einzige Möglichkeit ihr so nahe zu kommen, wie er es wollte.
Und sie schien es ebenfalls zu wollen.
Ein heftiger Schauer ließ ihren Körper sichtlich erbeben, als er seine Hände um ihre Fußgelenke legte. ‚Das Gel‛, schoss es ihm durch den Kopf.
Gefühlvoll begann er ihre Beine einzureiben. Er konzentrierte sich schnell auf ihre Oberschenkel. Herrlich kühl, dachte sie und ließ sich fallen, gab sich ganz in seine erfahrenen Hände. Sie wusste, dass er genau wusste, was sie wollte. So war es von Anfang an gewesen. Erst vorsichtig, dann mutiger, war er bei jeder weiteren Behandlung stärker von dem vorgeschriebenen Standard abgewichen. Sie hatte gelernt, wenn schon nicht ihre Gefühle, so doch ihre körperlichen Reaktionen einigermaßen unter Kontrolle zu halten. Ohne darüber zu sprechen, hatten sie gemeinsam geübt, bis an die Grenzen der kritischen Sensorwerte zu gehen.
Das kühlende Gel büßte seine Wirkung auf der Innenseite ihrer Oberschenkel ein. Heiße Wellen breiteten sich stattdessen von seinen Händen ausgehend tief in ihren Schoß aus. Drangen pulsierend in ihren Leib ein. Lustvoll stöhnte sie auf, was sein hartes Glied härter werden ließ.
Er beschloss, unverzüglich zur Zusatzbehandlung überzugehen, betätigte den Taster, der die Routine startete. Die Vorrichtungen unter ihrem Busen öffneten sich langsam, teilten das Tuch, während sich die Liege hob. Noch bevor ihre Brüste frei schwebten, stand er an ihrem Kopfende, um sie mit den Händen zu umschließen.
Sein Geruch drang ihr deutlicher als sonst in die Nase. Funktionierten die Zeo-Nanos seines Hemdes nicht? Sie wurde durch das Ziehen, das das Streicheln ihres Busens in ihr auslöste abgelenkt. ‚Hat er womöglich sein Hemd abgelegt?‘, war ihr letzter Gedanke, bevor sie sich ganz auf seine Finger konzentrierte. Wie er ihre Brustwarzen rhythmisch sanft presste, sie drehte. Genau so, wie sie es mochte. Die Wellen der Lust breiteten sich bis in ihren Schoß aus. Sie wollte ihn anfassen. Ob sie sich trauen konnte, ihre Hände in seine Richtung zu schieben? Sie könnte es wie ein zufällige Bewegung aussehen lassen. Vielleicht trug er tatsächlich kein Hemd und sie könnte seine Haut berühren? Welch köstliche Vorstellung. Ihr war so heiß. 27 Grad und sexuelle Stimulation passten einfach nicht zusammen. Aber es war nicht nur die sexuelle Stimulation, es war die verzehrende Sehnsucht, ihn anzufassen, die ihre Atmung beschleunigte. Er kniff vorsichtig in ihre harten Spitzen und sie antwortete mit dem erhofften Aufstöhnen. Nicht nur ihre Brüste, auch ihr Unterleib zog sich schmerzhaft zusammen. Er verlangte nach mehr.
Normalerweise übernahm spätestens hier der Beta-Stimulator, der die Brustwarzen in Intervallen mit Eiswasser besprühte und anblies. Er hatte jedoch bemerkt, dass ihre Erregung schnell nachließ, weil sich nur ein regelmäßiger Zeitabstand einstellen ließ. Er hatte einen entsprechenden Änderungsantrag eingereicht und tatsächlich eine Antwort erhalten. Das Intervall war als Optimum, das bei den meisten Frauen ausreichend stimulierend wirkte, berechnet, Änderungen seien daher nicht nötig.
Sie war aber nicht die meisten Frauen, also hatte er zu Hause experimentiert, und einen Rotor mit, in unregelmäßigen Abständen angebrachten, weichen Rotorblättern entwickelt. Ein Kniff mit einem ovalen Antrieb brachte das gewünschte Ergebnis. Die Kanten der Rotorblätter stimulierten die Brustwarzen in unregelmäßigen Abständen und mit scheinbar veränderlicher Geschwindigkeit. Er war gespannt, ob es ihr gefallen würde, als er die Apparate unter ihrem Busen platzierte.
Sie zuckte zurück. „Entschuldigung“, schnell zog er die Geräte fort, „ist es zu fest?“ „Ich weiß nicht, ich bin erschrocken.“
„Tut mir leid, ich hätte Sie warnen müssen. Ich nehme besser den Standardstimulator.“ „Nein, ich …, ich möchte es ausprobieren.“
Mit den Fingern lockte er ihre Spitzen wieder hervor, ließ sie anschwellen, zu festen Knospen werden. Dann schob er die Rotoren erneut an ihre Brüste. „Gut?“ „Ich glaube schon, es ist aufregend. Seltsam erregend.“ „Etwas schneller?“ „Ein klein wenig. – Oh, ja!“ Begierig presste sie ihren Oberkörper gegen die Liege. „Soll ich sie höher stellen?“ „Nein, ist gut“, kam es atemlos und er beeilte sich, zwischen ihre Schenkel zu kommen, solange die Stimulation ihres Busens Wirkung zeigte.
Um einen letzten Rest von Normalität zu wahren, beließ er das Tuch wo es war. Auch wenn er zu gerne gesehen hätte, wie seine Finger ihre herrlich runden Pobacken massierten, die Innenseite ihrer Schenkel berührten oder wie er die weiche Haut mit den Handrücken streichelte. Dann drangen seine Finger in ihren Schritt. Liebkosten zärtlich. Seine Daumen teilten ihre inneren Lippen. Tauchten in ihre Spalte. Seufzend zog sie die gespreizten Beine an, öffnete sich ganz für ihn, empfing seine tastenden, erkundenden, ihren Kitzler reibenden Finger. „Mehr!“, stöhnte sie, völlig unvorschriftsmäßig. Wand sich ihm entgegen so gut das in dieser Stellung ging. Zuckte um seine in sie hinein drängenden Finger. Der Stoff seiner Hose rieb an ihren nackten Schenkeln, seltsam hart, anders als vorgestellt. Das waren nicht seine Schenkel. Das musste seine Hüfte sein. Natürlich er hatte die Liege höher gestellt. Mit dem Bauch stieß er federnd gegen seine Rechte, mit deren Fingern er in sie stieß, in ihr wollüstiges Keuchen. Er verrenkte sich, um mit dem Daumen der Linken die Spitze ihres Kitzlers erreichen zu können. So glitschig, dass er ihn tief hinein in die kleine Kuhle vor ihrer Spitze bohren musste, um den Kontakt halten zu können. Seine Finger an ihren empfindlichsten Stellen, sein betörender Geruch, sein begehrlich an sie drängender Körper stürzten ihre Sinne ins Chaos. Kommend zuckte sie ihm entgegen. Er ließ erst ab, als sie sich von seinen Fingern löste, streichelte sie liebevoll, bis sie ruhig vor ihm lag.
Für einen Moment ruhten seine Hände auf ihrem Po, dann strich er in sanften, langen Bewegungen mit den flachen Händen über ihren Rücken.
Sie stütze den Oberkörper auf. Um ihm entgegenzukommen? Die Rotoren, schoss ihm durch den Kopf, natürlich wie hatte er das vergessen können. „Sekunde.“
Er blieb an ihrem Kopfende stehen, legte seine Hände um ihre Brüste, wiegte sie sanft einen Moment. Dann löste er die Spange, die ihr Haar aus dem Nacken hielt, ließ es durch seine Finger gleiten, bevor er es mit der Linken zur Seite nahm. Mit den Fingerkuppen der Rechten kraulte er zärtlich ihren Nacken, genau so, wie sie es liebte.
Wohlig seufzend streckte sie die Arme ein wenig und stieß, wie erhofft, an seinen Bauch. Der Stoff wurde unter ihren Fingern nach oben gezogen.
Nackt.
Nackte Haut an ihren Fingerkuppen.
Leise stöhnte er auf.
„Ich habe … Weil es doch 37 Grad …“, stammelte er. „Ich habe noch etwas anderes mitgebracht.“ All seine Willenskraft nahm er zusammen, um sich von ihren Fingern loszureißen. Ihre Erregung sollte nicht zu sehr abklingen.
Nach allem was sie heute getan hatte, fragte er nicht weiter. Senkte die Liege etwas ab, bis sie auf genau der richtigen Höhe war. Auf dem Weg zur Kühlbox zog er sich das Hemd in einer Bewegung über den Kopf.
Sie hörte ein Klirren. Was hatte er vor? Die Erregung, die langsam abgeebbt war, kehrte zurück, verstärkte sich, als er sagte: „Nicht erschrecken.“
Zwischen ihren Schenkeln stehend, sein Geschlecht an ihres drängend, beugte er sich tief über sie. Sein nackter Oberkörper an ihrem. So viel seiner Haut an ihrer Haut. Sie schrie leise auf. Eiseskälte an ihrem Busen. Nicht der erwartete Eiswürfel mit dem er ihre Spitzen stimulierte, nein wie Schalen legte sich das Eis um ihre Brüste. Spitze Eisstücke in den Schalen pikten von allen Seiten in ihre harten Brustwarzen, in ihren weichen Busen. Ihre Vorhöfe zogen sich zusammen. Gekonnt massierte er sie mit dem schnell dahinschmelzenden Eis. Bald hatte er nur noch einzelne Stücke in den Händen, reizte ihre Spitzen damit, während sein Glied an ihrem Schoß fast explodierte. Mit den letzten Resten des Eises streichelte er ihren Po, das Tuch landete auf dem Boden. Endlich konnte er dabei zusehen, wie seine Finger dieses wunderbare Rund kneteten. Eis erreichte ihren Schritt. Herrlich rund, schmeichelte es ihrem Eingang, prall und lang füllte es ihre Spalte aus. Schmolz zwischen ihren heißen Schamlippen, die sich daran schmiegten, es umschmeichelten, als wollten sie es komplett umschließen, es schmatzend einsaugen. Dann schob er den Dildo vorsichtig in ihre heiße Höhle. Lasziv wand sie sich darum, gab seltsame Laute von sich. Der Anblick ihres vor ihm kreisenden Pos, vernebelte seine Sinne. Alles Blut schien in seinen Schwanz zu schießen. Seine Hoden schmerzten.
Schmelzwasser lief über seine Hand. Sie war so heiß. Er hatte vorgesorgt, hatte einen zweiten Eisdildo. Dicker und mit einem Fortsatz für ihren Kitzler. Beide Stäbe waren mit Eisspitzen überzogen. Ein paar Mal vorsichtig durch ihre Spalte gezogen waren sie abgerundet und bereit eingeführt zu werden.
Gequält ächzte sie auf, als das Eis in sie drang, die Spitzen ihren Eingang rieben. Wieder und wieder. Immer schneller. Unablässig feuerten ihre Nervenenden zuckende Blitze in ihren Leib.
Mit der Rechten stimulierte er ihren Kitzler, indem er die Spitzen des Fortsatzes darauf kreisen ließ, mit der Linken erreichte er ihren Busen. Presste und Kniff ihre Brustwarze. Seine Brust, die sich heftig an ihrem Rücken hob und senkte. Seine Schenkel, die sich an ihre nackten pressten. Sein gieriges Stöhnen in ihrem Ohr, als wolle er vollständig von ihr Besitz ergreifen. Die einzelnen Reize waren bereits überwältigend. Alle zusammen überfluteten ihre Sinne. Ihr Leib war kurz davor zu explodieren, sie stellte sich vor wie es sein musste IHN in sich eindringen zu spüren. Sein pralles hartes Glied zu empfangen, es mit ihrem geschwollenen Fleisch zu umschließen. Ihn in sich aufzunehmen.
Sein Schwanz machte ihn verrückt. Er konnte sich nicht beherrschen, nicht dieses Mal. Er stieß ihn gegen seine Hand, die den Eisdildo hielt. Rammte seinen Stellvertreter damit in sie hinein. Ihre in die Liege verkrampften Finger. Wie sie die Arme anspannte, um sich an ihn zu pressen, sich seinen Stößen entgegen zu stemmen. Die harte Kälte in ihrem weichen heißen Fleisch. Kurz, schnell. Begierig zuckte ihm ihr einsaugender Leib entgegen. Seine Finger, die sich in ihre Schulter krallten. Sein heiseres Keuchen drang noch in ihr Ohr, bevor das Tosen des durch ihre Adern schießenden Blutes alles übertönte. Bevor sie in einen reißenden, alles verschlingenden, alles auflösenden Strudel stürzte.

Der Alarm schrillte hektisch. Die Werte, die die Sensoren maßen, waren, selbst unter Berücksichtigung von 37 Grad Außentemperatur, viel zu hoch für einen Orgasmus. Jedenfalls für einen professionell herbeigeführten Standardorgasmus unter Berücksichtigung der Gaußschen Normalverteilung.
__________________
LisbethR

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Susi M. Paul
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Die Kommentarkultur in diesem Forum lässt wahrlich zu wünschen übrig Hat euch die Sommerhitze die Lust ausgetrieben, die anderen zu lesen und Rüchmeldungen zu geben, liebe Kolleginnen und Kollegen?
Wenigsten hat sie dir, Lisbeth, nicht die Lust am Schreiben genommen, und das ist auch gut so. Ich mag diese Blicke in Zukunftswelten, egal, ob es positive oder eher besorgniserregene Utopien sind. Du erzählst wieder sehr einfühlsam, fast melancholisch und so, dass ich nie in dr Gefahr stand, vor dem Ende aufzuhören. An einem Punkt muss ich aber massiv widersprechen. Bei 37 Grad Außentemperatur sind auf 20Grad runtrrgekühlte Räume tatsächlich tödlich. Ob beim Massieren oder beim sich geschlechtlich Vergnügen. Schon 27 Grad würden mir da ein leichtes Frösteln über den Rücken jagen. Dazu Eisdildos? Brrrr...

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