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Leselupe.de > Kurzprosa
4. Sitzung oder Science-Fiktion.
Eingestellt am 17. 12. 2005 01:25


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nachtfalter
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Ein gro├čes Tier lag auf der Fahrbahn.Ein Rabe fra├č davon.Wiederum war ich unterwegs zu Frau Ahavzi, ohne zu wissen, ob ich sie heute antreffen w├╝rde. Ich hatte meinen Termin nicht aufgeschrieben. Als ich von der sonnigen Stra├če in den dunklen Hausflur trat, leuchtete ein mattes Licht im Keller. Ich mu├čte drei Stockwerke gehen, weil der Aufzug defekt war.Nach jedem Stockwerk legte ich eine kurze Pause ein.Im letzten Stock war durch das Gangfenster eine sch├Âne Aussicht auf die Vororte Wiens m├Âglich und das Sonnenlicht spiegelte sich im Messing des T├╝rknaufs.

Ich h├Ârte Schritte, ein Kommando:Sitz, das dem Hund galt. Sie ├Âffnete vorsichtig die T├╝re nur einen Spalt breit, ganz gegen ihre sonstige Gewohnheit, die T├╝r einfach tags├╝ber offen zu lassen, bevor ich kam.
Sie begann: Heute werde ich Ihnen erz├Ąhlen, was ich in einem j├╝ngst erschienenen Science-fiktion Roman gelesen habe und wenn sie dann immer noch ihrem pers├Ânlichen Gl├╝ck nachjagen, der jetzt so modernen Selbst-Verwirklichung, dann sind sie ein hoffnungsloser, therapiressistenter Fall, sagte sie. Warum wird denn so viel dar├╝ber gesprochen? Weil niemand selbst ist, selbst ist nur, wer es nicht wei├č.

Dann sprach sie, die Glasnostikerin mich durchscheinend weiter an: ein Labyrinth ist ein Labyrinth. Stets war der Ariadnefaden eine Fu├čangelschnur von schwerem nylon.
F├╝r die Seen und Flu├čufer erfand man gro├čz├╝gige Verschmutzungen, um die Gefahr der Durchsicht zu bannen. Das Sehen fand durch Glasscheiben statt. Das Nichtschimmen kam aus sicherheitstechnischen Gr├╝nden in Mode. Jeden Abend wurden im Fernsehen die Idealma├če der Frauen verk├╝ndet, so da├č eine Frau schon sehr widerst├Ąndig oder alt sein mu├čte, um nicht an ihren "Problemzonen" zu leiden. Die Sch├Ânheitschirurgen griffen zum Skalpell so oft wie noch nie und verdienten viel Geld. Die Nahrungsmittel glichen manchmal den Produkten aus der Apotheke, wenn man die Inhaltsangaben las. Wir rissen die Beutel auf, um uns das Essen zu erw├Ąrmen. Wir rissen die Beutel auf, um die Katzen zu f├╝ttern. Man brauchte ein Stanleymesser, eventuell Zange und Hammer, um an das gut verschwei├čte Essen zu gelangen.

Nach den Terroranschl├Ągen auf die T├╝rme der neuen Welt( es starben ca.3000 Menschen) arbeiteten schlie├člich nicht nur die amerikanische, sondern auch die europ├Ąischen Regierungen fieberhaft daran, alle B├╝rger unter engmaschige Kontrolle zu bringen. So schlimm ist das nicht wirklich, wir haben uns ja schrittweise daran gew├Âhnt. Offensichtlich ist schon viel erreicht worden, aber die Perfektion ist das Ma├č. Ich selbst bin doch ziemlich widerst├Ąndig gegen paranoide Verschw├Ârungstheorien.

Die K├Ąlber kamen schon lange durch Besamung zur Welt. Sie bekamen keine Muttermilch, nur ein Surrogat.
Die Menschen tranken ihre Milch. Die menschlein,sie kamen
zur Welt in vitro.Sie bekamen selten Muttermilch, die Pharmaindustrie k├╝mmerte sich auch um das.

Eine schreckliche Vision! rief ich. Das haben sie mir nur erz├Ąhlt, um meine Stabilit├Ąt auf die Probe zu stellen. Das n├Ąchste Mal werde wieder ich Ihnen etwas erz├Ąhlen. Ich ging.

Irgendwie war mir bang. Pl├Âtzlich bildete ich mir ein, da├č unter der Stra├čenbahnremise ein altes Gr├Ąberfeld sei und unter der Schwendergasse jetzt die Ratten huschen, durch die einst die Strotter gegangen waren, um zu ├╝berleben.
Die Stra├čenbahn fuhr quietschend durch die eisigen Schienen und ich vermeinte, das Jammern der armen Seelen zu h├Âren.

Auch bildete ich mir ein, da├č an der Stra├če Prostituierte gestanden sind, sie waren noch Kinder.
Sch.


















































































































































































































































__________________
MargareteSch.

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