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Leselupe.de > Kurzgeschichten
42:52
Eingestellt am 07. 08. 2001 15:12


Autor
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edward varelans III.
Hobbydichter
Registriert: Jul 2001

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This one is dedicated to Else Lasker-Sch├╝ler. And to the YMCA.

Eigentlich habe ich ein Nebelbett. Was sich da alles abspielt, w├Ąhrend ich einfach nur so da liege, auf dem Bauch, Arme und Beine weit weg, die T├╝te klebt im Mundwinkel und ich starre von weit her auf meinen Teppich, auf dem sich die weissen Punkte langsam zur Schlacht formieren, gegen die blauen Sprengsel wom├Âglich, vorneweg preschen Trompetenpunkte und machen die sch├Ânste Janitscharenmusik dazu und erregt rufe ich: "Jetzt gehts los!" Ich beuge mich vor im Halbdunkel des Raumes und schaue auf das Schlachtfeld, blut├╝berstr├Âmt, ├╝bers├Ąt von abgetrennten Gliedma├čen der wacker k├Ąmpfenden Punkte und Sprengsel (wo zum Geier haben die jetzt auch noch Gliedma├čen her?), Nebel und Gesch├╝tzfeuer dringen zu mir herauf aus der dumpfen Lanschaft, mitten in diesen b├╝rgerkriegs├Ąhnlichen Zust├Ąnden sehe ich Anjas rosa F├╝├če in schwarzen Seidenstr├╝mpfen gehen, dann kommen wieder die Punkte, preschen nach vorn an die Linien und wollens nun entg├╝ltig wissen.
Ich brauch eine Weile, um zu raffen, dass tats├Ąchlich die ganze Anja in meinem Zimmer ist. Die gutgl├Ąubige Hauswirtin hat sie reingelassen, so fr├╝h am Morgen. Mir ist eklig heiss und der Speichel rinnt mir leicht aus dem Mundwinkel. Ich ├Ąrgere mich ├╝ber das Scheisszeug, dass mir Didier da gedreht hat. Es kommt aus Europa und hat irgendeinen holl├Ąndischen Namen und macht einen total alle. Anja am├╝siert sich dar├╝ber. Setzt sich neben mir aufs Bett und nimmt einen Zug von meiner T├╝te, bevor sie sie mit weissen Fingern wieder in meinen Mund schiebt. Ich kann ihr Gesicht nicht erkennen, sie ist vom Bett aus einfach zu hoch.
Sie k├╝sst mich auf den R├╝cken und dann gehen ihre F├╝├če zum CD-Regal und ich h├Âre jetzt zum ersten Mal ihre Stimme. Ob ich etwas h├Ątte, wozu man gut v├Âgeln kann? Ich denke sofort an Terry Oldfield oder Popol Vuh oder irgendeinen andern Esoterikscheiss und dann ├╝berlege ich, wie oft ich die s├╝sse Anja eigentlich angegraben habe. Erfolglos. Nach meinem ersten Streit mit Helen ist sie f├╝r eine Weile zu ihr gezogen. Ich denke, dass sich die beiden damals auch gefickt haben. Dann war es pl├Âtzlich gut mit Anja.
Helen ist ein Lamm, sie findet fast alles gut, was ich tue. Anja findet gar nichts, sie nimmt sich einfach nur. Sie ist herrisch. Und sehr h├╝bsch. Ihre F├╝├če gehen zur Anlage und kommen dann wieder zum Bett zur├╝ck. Sie hat dark side of the moon eingelegt und jauchzt, dass zu keiner andern Platte so viele Menschen gev├Âgelt h├Ątten. Da ziehe ich an meiner kalten T├╝te und h├Âre jemanden reden.

"I've been mad for fucking years, absolutely years, been
over the edge for yonks, been working me buns off for bands..."

"I've always been mad, I know I've been mad, like the
most of us...very hard to explain why you're mad, even
if you're not mad..."


Ich finde ihre Kn├Âchel etwas unf├Ârmig und denke, wenn man nur Anjas Beine sieht, k├Ânnte man denken, man h├Ątte es mit einer Vettel zu tun. Sie verdeckt mir nun die Sicht auf ihre F├╝├če durch den kurzen Rock, der an ihren langen Beinen herabgesunken ist.

"Live for today, gone tomorrow, that's me, HaHaHaaaaaa!"

Was machen eigentlich meine P├╝nktchen gerade? Nat├╝rlich halte ich zu Weiss, obwohl die blauen Sprengsel etwas die Oberhand gewonnen haben. Sie f├╝hren einen Freiheitskampf. Anja zieht mir die Hose etwas runter, legt sich dann auf meinen R├╝cken und beginnt, sich mit ihrem nackten Unterleib an mir zu reiben. Ein Teil der blauen Sprengsel konnte nun eingekesselt und ausgemerzt werden. Ein cleverer Schachzug, damit sind die weissen Punkte wieder im Spiel!

"I never said I was frightened of dying."

Anja leckt mein Ohr und st├Âhnt dabei ├╝bertrieben laut. In der Glasscheibe meiner Anlage kann ich ihr Knie sich auf und ab bewegen sehen. Eine Registrierkasse klingelt. Langsam scheint mir alles Glas um mich herum zu schmelzen, die ganze Scheiss Welt verl├Ąuft in meinem Bett, einfach so, nur w├Ąhrend ich so da liege.

"HuHuh! I was in the right!"
"Yes, absolutely in the right!"
"I certainly was in the right!"
"You was definitely in the right. That geezer was cruising for a bruising!"
"Yeah!"


Anja l├Ąsst auf mir ganz gross ihren Drachen steigen. Sie hat mich fr├╝her lange fasziniert, ihr blondes Haar, das nun meinen Nacken pinselt, Pagenfrisur, ihre Stimme, ihr fremder harter Akzent. Sie versucht, mir von hinten Zungenk├╝sse zu geben und bricht mir fast das R├╝ckgrat dabei.

"I mean, they're not gunna kill ya, so if you give 'em a quick short,
sharp, shock, they won't do it again. Dig it?"


Sie schmatzt und st├Âhnt sehr laut nun und ich denke, dass die entscheidende Schlacht gleich gekommen ist. Blau und Weiss sind wieder gleich stark und haben den vollen Aufmarsch begonnen. Die letzte Schlacht. Es geht los. Endlich hat Anja ihre Zunge heil in meinem Mund und die arme T├╝te st├╝rzt zwischen Kanonen und Kavallerieregimenter. Und zwar auf der blauen Seite. Das verschafft den Punkten den entscheidenden Vorteil. Anja kommt heftig, dann kurz danach nochmal, und in wenigen Minuten ist die Schlacht entschieden. Die Punkte haben gewonnen, mein Teppich ist nun wieder einfarbig.
Sie beugt sich vor und k├╝sst und leckt meinen Hals, vorn unterm Kinn. Dann steht sie auf.

"I can't think of anything to say except..."
"I think it's marvellous! HaHaHa!"


W├Ąhrend die Musik langsam abschwillt und ich nach meiner T├╝te fische, sagt sie, dass sie nun zur Arbeit m├╝sse und ihre rosa F├╝├če verschwinden in ihren Schuhen. Sie l├Ąsst mich hier liegen mit meinem nassen Arsch, die T├╝te wieder im Maul, die sich zerstreuenden weissen Punkte suchend.

"There is no dark side of the moon really. Matter of fact it's all dark."
__________________
Ich sehe, was ich schreibe

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Kadra
Guest
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Wie vergewaltige ich einen Mann?

Hallo Edward!

Irgendwie war mir nicht wohl beim Lesen deiner Geschichte. Mir fehlen hier vielleicht etwas die Empfindungen des Mannes, der diese Prozedur ├╝ber sich ergehen lassen musste. Nichtsdesdotrotz zieht dein Text mich in seinen Bann - seltsam.

Lieben Gruss von

Kadra

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edward varelans III.
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Ja, das ist seltsam. Was f├╝r Gel├╝ste hat denn der Text in dir geweckt, Kadra? Als Vergewaltigung ist es eigentlich nicht gedacht gewesen. Clay, unser jugendlicher Held, ist einfach stoned und es ist ihm Wurst, was grad passiert. Deswegen kommen auch nicht viele Emotionen. Aber als Qual hat er die "Prozedur" wohl nicht empfunden. Er blickte nur dabei in eine andere Welt hinein, die man sonst nur mit schillernden Farben zu malen bem├╝ht ist. Oh, daf├╝r werde ich diesmal wirklich einen Essay schreiben m├╝ssen. Lass uns warten, was die Elsa dazu zu sagen hat! Mister Ed gr├╝├čt Kadra.
__________________
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ElsaLaska
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bin bereits zur stelle und

bin auch durchaus amused, liebster ed.

nein, ich glaube, zu einem strafessay f├╝r eine weitere sinnlose fickszene in deinen werk werde ich dich nicht verdonnern.
im gegenteil, bin recht angetan davon.
kann kadras bedenken nachvollziehen, allerdings.
fange mal an, mir einzelne punkte aufzunotieren, es wird dir gefallen.
melde mich dann sp├Ąter wieder, wenn der wein die richtige temperatur hat.
sch├Ân, dass du wieder da bist, eddiemaus.
bis gleich
liebe gr├╝sse
elsa

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ElsaLaska
Guest
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hallo eddie,

also in der gesamtschau deines fr├╝hwerkes nimmt dieses doch eine herausragende stellung ein. endlich kommt mal ein wenig humor ins spiel.
ganz besonders der einstieg, sehr sch├Ân das nebelbett.
und dann die trompetenpunkte, die janitscharenmusik und der erregte held mit seinem herrlichen ausruf: jetzt geht's los.
ganz klasse.klasse auch der "esoterikscheiss" (popol vuh!) und die eingestreuten berichte von der front.
geradezu begeistert bin ich von dem drachen, den anja ganz gross steigen l├Ąsst.
so macht mir lesen spass!

ein paar details klemmen, ich f├╝hre sie an:
"...wollens nun entg├╝ltig wissen. " ENDG├ťLTIG nat├╝rlich.
"Sie hat dark side of the moon angemacht.." hier z├Âge ich "aufgelegt" vor.
"...man h├Ątte es mit einer Fettel zu tun. " VETTEL mit V nat├╝rlich.
gut: kurzer rock-lange beine
"Langsam scheint mir alles Glas um mich herum zu schmelzen, die ganze Scheiss Welt verl├Ąuft in meinem Bett, einfach so, nur w├Ąhrend ich so da lag. " ich so da LIEGE.
"Andlich hat Anja.." Endlich, kleiner Druckfehler.

tja. ich kann eine echte steigerung erkennen, und zwar in richtung besseres, hintersinnigeres erz├Ąhlen. wenn alle bett- und bumsszenen so k├Âstlich geschrieben w├Ąren....
es gr├╝sst dich
deine elsa

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edward varelans III.
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Liebste Elsa, ich freue mich wirklich ├╝ber deinen Gl├╝ckszustand (mehr noch aber dar├╝ber, dass meine "Bumsszene" deine Zustimmung gefunden hat). Das entg├╝ltig habe ich stehen gelassen, ich finde es nicht gar so schlimm. Alles andere habe ich verbessert, Fettel nat├╝rlich schnell und unter Tr├Ąnen! Statt angemacht habe ich eingelegt genommen, das gef├Ąllt mir gut so.
Tja, und nun? Ist etwa schon alles gesagt? Also was einem im Bett so alles passieren kann, nicht? Freut mich, dass ich in deinen Augen Fortschritte mache. Daf├╝r lasse ich mich auch gern zum Weintrinken bitten. Und jetzt kommt das Beste: Du hast Waffenwahl. Eddiemaus trinkt alles heut, was immer du auch anschleppst! Ich vertraue deinem Kennergaumen einmal und lade Kadra gleich noch mit ein zum fr├Âhlichen Gelage. That's the bottom line cause Eddiemaus said so!
__________________
Ich sehe, was ich schreibe

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