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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
43
Eingestellt am 27. 06. 2011 14:07


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GerhardBakenfalter
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Aug 2007

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Halb f├╝nf

Berlin voll Mond

zwischen VolksoberHauptbahnhof

Noch verschlafene Loks hinter Glas

sind am Zug

und raunen ihren Kumpels gute Morgen zu

Ein abgefahrener Palast

spiegelt sich im Wasser


Hellwach bin ich, immer noch und ganz besonders nach der Virgin Mary im Schwarzen Caf├ę. Mangelnde Eleganz lie├čen mich Tabasco und Salz mit einer Stange Sellerie verr├╝hren. Der Wirt sagte du zu mir, ich freute mich. Mein 20j├Ąhriges Gegen├╝ber kicherte in seinen besoffenen irischen Kaffee. Diese Stadt schl├Ąft nie.

Vollbesetzte Busse vermischten Nachtschichtler mit ÔÇôschw├Ąrmern. Aufgedrehte Teens mit kurzen R├Âckchen ├╝ber drall gef├╝llten Leggings waren ach so cool, die anderen wollten nur noch ins warme Bett. Der Prenzlauer Weinberg verschlief unsere Besteigung im gn├Ądigen Dunkel. Ein paar Schritte weiter drang leises Licht aus offenen Kneipent├╝ren, ged├Ąmpftes Lachen und Lamentieren. Du bist mir so vertraut, Berlin.

├ľkologisch wertvoll sprossen Pfifferlinge aus dem weit nach Mitternacht erworbenen Plastiksch├Ąlchen, passend zur Kunststoffbestuhlung vor dem freshen friend in der Kastanienallee. Rote Ampelm├Ąnnchen zwickten gr├╝ne in die flotten F├╝├če, es wurde verkehrt geregelt und so ├╝berquerten wir die breiten Kreuzungen schr├Ąg. Konoppke hatte dicht und so manche Nachtgestalt war es auch. Und ich bin immer noch Dichter und freue mich auf die Fortsetzung unserer Fahrt nach R├╝gen. Die ersten 5 Stunden dieses neuen Jahres vergingen wie im Flug. Als ich diese Zeitreise in Frankfurt begann, war es noch 42.

Viele Stunden sp├Ąter, viel weiter n├Ârdlich, es ist immer noch der 26. September:



Der Mond malt eine Stra├če auf das Wasser

die mich zu ihm f├╝hrt

Flederm├Ąuse begleiten mich

und die aus dem Hang gefallenen Baumkronen

spenden Schatten

Stetig rollt die Brandung

es gluckst im Sand

ich f├╝hle mich eins

mit den Gezeiten

Ihre ewige Wiederkehr

h├Ąlt mich fest und

gibt mir Geborgenheit

im Strom der Zeit




__________________
Auch Motten schmettern links.

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