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Leselupe.de > Kindergeschichten
5: Beelzemertels Glücks-Pechsträhne
Eingestellt am 06. 01. 2005 18:43


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Uschka
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Missmutig stampfte Beelzemertel durch eisige Kälte und Schnee. Sein leerer Sack wippte bei jedem Schritt auf seinem Rücken hin und her. Dabei knurrte sein Magen hungrig auf. Seit Tagen hatte er nichts zu essen gehabt, was eigentlich auch seine eigene Schuld war. Er hatte schlichtweg vergessen, seine Regale auf zu füllen. Aber woher sollte er denn noch so spät, wie er immer in seine Höhle zurück kam, Essen bekommen. Auf dem nächsten Bauernhof werde ich mir ein paar Hühner klauen, sie dann knusprig braten, auf Kinder verzichte ich heut mal- machte er sich selber Mut. Ich hab so viel Platz in meinem Sack, das ich vielleicht auch noch ein oder zwei Gänse mitnehmen kann, dachte er weiter und beschleunigte seine Schritte. Ihm lief jetzt schon das Wasser im Munde zusammen.
Vom nah gelegenen Bauerhof hörte er schon aus der Ferne die Hühner gackern, so als wollten sie ihm was zu rufen. Vor lauter Vorfreude hüpfte er nun mehr als er lief. Bums, war er doch gegen einen Tannenzweig, der durch seine schwere Schneelast tief herunter hing, gestoßen und der ganze Schnee rutschte auf ihn herab, sogar hinten in den Nacken hinein. Igitt, war das aber kalt und nass. Normalerweise hätte er jetzt einen Wutausbruch bekommen, geschrieen und getobt, aber die Aussicht auf das leckere Nachtmahl hatte ihn wohl gnädig gestimmt.
Endlich am Bauernhof angekommen, schlich er langsam und behutsam um die Ecke. Aufregung ergriff ihn und er wäre beinahe über den Holzstapel gestolpert, fing sich aber im letzten Moment auf. „Na, das hätte mir noch gefehlt, dass ich hier auf meine Nase falle, igitti, gitt!“, brummte er vor sich hin. Endlich am Hühnerstall angekommen, öffnete er vorsichtig das Türchen und schlüpfte hinein.
„Ei, ei, ei, ihr Hühnerchen“, lockte er mir sanfter Stimme, die man ihm gar nicht zugetraut hatte. „Ei, ei, ei, wo seid ihr denn?“, lockte er weiter, denn in dem Stall war es sehr dunkel, so dass er sie nicht gleich entdecken konnte. Etwas huschte an ihm vorbei und er griff schnell danach. „Na, wenn das nicht mein Abendbrot ist!“, lachte Beelzemertel und steckte das gackernde und zappelnde Huhn in seinen Sack. „So, wo bleibt Nummer zwei?“, sagte er mehr zu sich selbst und griff einfach ins Dunkle hinein. „Na, was haben wir denn da?“, fragte er erstaunt und packte fester zu.
„Aua, du tust mir weh!“, hörte er ein dünnes Stimmchen sagen. „Lass mich sofort los, sonst schrei ich“, sagte das Stimmchen und strampelte dabei wie wild mit den Beinen herum.
„Na, das nenne ich aber Glück, hab ich sogar ein Menschenkind!“, freute sich Beelzemertel riesig und steckte das Kind einfach in seinen Sack hinein. Ihm war es egal, ob es ein Mädchen oder Junge war. Wenn es sich zu so später Stunde im Hühnerstall rumtreibt, kann es nur ein ungezogenes und ungehorsames Kind sein, dachte er erfreut, denn brave und gehorsame Kinder durfte er ja nicht mitnehmen. So wollte es das Gesetz der Beelzemertel.
Schnell fing er noch drei weitere Hühner ein und steckte sie alle in seinen Sack. Das Kind war jetzt ganz ruhig und stumm, nichts war von ihm zu hören. „Lebst denn noch?“, fragte Beelzemertel und schüttelte dabei den Sack hin und her. Aber außer dem Gegacker und dem wilden Flügelflattern der Hühner vernahm er nichts mehr. „Ja, jetzt bist du baff, du freches Gör!“, kicherte er und schwang sich den Sack auf seinen Rücken. Dann verließ er den Hühnerstall und machte sich schnell auf den Heimweg. Niemand hatte ihn gesehen und das sollte so bleiben. Seinen gutgefüllten Sack sollte ihm keiner mehr entreißen-
„Das lief ja wie am Schnürchen!“, lachte er noch zufrieden vor sich hin. Beinahe hätte er vor lauter Fröhlichkeit ein Liedchen gesungen, so gut war er aufgelegt. Aber das ziemte sich nicht für einen echten Beelzemertel, der er war.
„Ist es denn noch weit?“, hörte er das dünne Stimmchen aus dem Sack zaghaft fragen.
„Das kann dir doch egal sein, du bist jetzt ja mein Gefangener! Solch ein großes Glück hatte ich schon lange nicht mehr“, erklärte Beelzemertel zufrieden. Dann dachte er über die Zubereitung der Hühner nach. „Koch ich sie oder brat ich sie?“, überlegte er laut.
„Was, kochen willst du mich?“, kam die Frage aus dem Sack. „Viel Freude wirst du an meinem Fleisch nicht haben!“, kicherte es nun.
„Wie meinst du das?“, fragte nun Beelzemertel seinerseits zurück.
„Ach, das wirst du dann schon sehen“, kicherte das Stimmchen weiter. Und es schien, als gackerten die Hühner belustigt mit.
„Ihr seid alle dumm. Ihr seid in meinem Sack und ihr werdet schon sehen, was ich mit euch mache. Ich kann mit euch machen was ich will, ob gekocht oder geschmort. Schmecken tut ihr mir immer, egal wie zubereitet.“ Dass er das Menschenkind niemals kochen oder braten würde, sagte er nicht. Das war allen Beelzemertels strengstens verboten, und daran hielt sich jeder. Obwohl das doch egal war, bei so bösen Kindern, fand er wenigstens. Die waren doch sowieso nutzlos und für nichts zu gebrauchen. Na ja, zu fast nix. Zum Putzen und Kochen waren sie gerade noch gut genug. Denn er selber hatte ja keine Zeit dafür, wo er doch immer so viel unterwegs war, um Neue ein zu sammeln. Aber sein Katerchen Nimmersatt hatte dann wenigstens immer etwas Abwechslung, wenn auch nur für kurze Zeit. Er durfte die Kinder eh nicht allzu lange für sich behalten, denn sein Herr und Meister holte sie nach einiger Zeit ab.
Dann hielt er inne und nahm den Sack von seiner Schulter und schüttelte ihn hin und her. „Na, wie gefällt euch das?“, fragte er gehässig. „Ärgern wollt ihr mich? Ich lass mich aber nicht ärgern, ha, ha, von euch Gefangenen schon gar nicht.
„Na, du wirst schon staunen, wenn du deinen Sack öffnest!“, erklärte das Stimmchen und lachte nun seinerseits laut mit. "Wenn du deinen Sack weiter so schüttelst, dann bekommen wir alle nur blaue Flecken, werden zäh, und dann schmecken wir gar nicht mehr, egal wie du uns zubereitest.“
Beelzemertel hörte sofort damit auf. Nein, zähes Fleisch wollte er nun wirklich nicht, denn das machten seine alten Zähne so gar nicht mit, und schmecken tut es auch nicht-
Stumm nahm er wieder den Sack mit kräftigem Schwung über die Schulter und marschierte weiter. Die Unruhe im Sack nahm er nicht weiter zur Kenntnis, nein, sollten sie doch alle nur rum albern, das lachen würde ihnen schon noch vergehen, dachte er belustigt und freute sich wieder auf sein Abendmahl.
Endlich am See angekommen, stellte er seine Beute neben sich. Schaute sich suchend um, denn es durfte ja keine Menschenseele in der Nähe sein, um seine Parole zu hören. Die brauchte er, um unter dem See zu seiner Höhle zu kommen. Wer das Kennwort sagte, dem öffnete sich der See und man konnte bequem hinunter laufen. Erschrocken stellte er fest, dass er seine schwere eiserne Kette im Hühnerstall hat liegen lassen. Eigentlich bräuchte er sie ja nicht, aber zum Erscheinungsbild eines Beelzemertels gehörte sie einfach dazu. „Nun dann werde ich sie mir eben morgen wieder holen. Heut wird erst einmal geschmaust“, und dabei schielte er gierig auf seinen Sack. Aber was war das denn? Aus dem leicht geöffneten Sack schaute ein verschrumpeltes, altes, kleines Männchen heraus. Keck grinste es Beelzemertel an.
„Na, da staunst du, hast wohl was anderes erwartet!“ kicherte es aus einem zahnlosen Mund.
Fassungslos starrte Beelzemertel auf seinen Sack. „Das darf doch wohl nicht wahr sein. Da schleppe ich so einen verwurzelten, hässlichen Gnom mit mir herum. Buh, und stinken tust du auch fürchterlich!“, heulte er wütend auf. „Warum hast du mir nicht gleich gesagt, dass du kein Kind mehr bist!“
„Warum sollte ich? Hast mich doch gar nicht danach gefragt. Und außerdem wohne ich hier im Wald, unter der großen Eiche ganz in der Nähe und brauchte den langen Fußmarsch nicht selber machen. Ich hab dich gleich erkannt(Punkt) “, lächelte das verhunzelte Männchen. „Du müsstest dich doch an mich erinnern. Wir sind uns doch schon des öfteren begegnet.“
„Ein Scharlatan bist du. Hast mich einfach für deine Zwecke missbraucht!“, jammerte Beelzemertel und bedauerte sich selbst. „Wenn das einer von meiner Zunft erfährt, dann bin ich auf lange Zeit dem Spott und Hohn preis gegeben. Wie konntest du mir das nur antun?“
„Ich wüsste da einen Ausweg“, sagte der Gnom listig und seine übergroßen Augen rollten hin und her. Dabei kratzte er sich am Kopf. „Voller Hühnerflöhe bin ich, und das ist deine Schuld. Überall juckt es fürchterlich. Wegen dir muss ich nach Monaten ein Bad im kalten See nehmen“, schob er garstig nach.
„Das mit den Flöhen tut mir überhaupt nicht leid. Hättest ja gleich sagen können, wer du bist. Aber wie war das noch mal mit dem Ausweg?“, fragte Beelzemertel neugierig.
„Also, wenn du mir deinen Sack mit den Hühnern gibst, werde ich schweigen und es wird niemand erfahren, dass du mich durch die Gegend geschleppt hast“, lachte das Männchen und rieb sich vor Vorfreude auf sein Abendmahl seine Hände ineinander. „Bist wohl verrückt geworden!“„ heulte Beelzemertel auf und dachte dabei an seinen leeren Magen. „Ich hab doch nicht für dich den schweren Sack getragen.“
„Nun gut, dann werde ich es allen, wirklich allen erzählen, wie dumm du gewesen bist, und dass du mich fast nach Hause getragen hast“, meinte der Gnom, sprang aus dem Sack und wandte sich dem Walde zu. Nein, zum Gespött aller wollte Beelzemertel nicht werden und so übergab er dem kleinen Männlein seine Beute. „Den Sack will ich aber wieder haben“, brummte er dabei missmutig. „Aber was soll ich denn nun essen, mir ist schon ganz schlecht vor Hunger!“
„Das soll nicht meine Sorge sein. Danke noch mal fürs Mitnehmen, und deinen Sack leg ich dir hier am See ab“, sprach das Männlein zufrieden. Schnappte sich den vollen Sack und verschwand ganz schnell im Walde. Den Hühnern darin hatte es wohl die Sprache verschlagen, denn es war nichts mehr von ihnen zu hören. Beelzemertel musste mal wieder mit leerem Magen und ohne Kind in seine Höhle zurück und er ärgerte sich noch lange über seine eigene Dummheit. Aber das mit den Hühnerflöhen gönnte er ihm schon. Er wusste, dass sie ihn noch eine Weile plagen würden. Aber Hauptsache, es erfährt keiner davon. Der kleine Gnom hatte sein Wort gehalten und den Sack am nächsten Tag am See abgelegt und niemandem von seinem Erfolg erzählt.

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Uschka

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Edgar Wibeau
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Hallo, Uschka!

Nachdem ich Deine Kinder(?)geschichte vom Beelzemertel gelesen hatte, war ich ganz erstaunt: Ich hätte darunter Kommentare aufgebrachter Erziehungsberechtigter erwartet. Denn was geschieht in Deinem Text? Eine böse Gestalt entführt Kinder, die sie für "ungezogen", "ungehorsam" hält, ermordet sie und frisst sie auf. Ungestraft, selbstgerecht einem "Ehren"kodex folgend.
Nun könnte man sagen, ich solle doch nicht so zimperlich sein. In Märchen gehe es ja auch blutrünstig zu. Das stimmt natürlich, aber im Gegensatz zu Deiner Geschichte siegt im Märchen immer das Gute. Bei Dir wird der ausgehungerte Beelzemertel ja wohl weiter auf Jagd nach blutfrischem Kinderfleisch gehen, denn niemand hält ihn auf. Da werden Kinder- und Elternalbträume wahr!
Den frechen Gnom könnte man doch wunderbar so anlegen, dass er als listiger (tapferer? rächender?) Kämpfer gegen das Böse antritt und den Beelzemertel vernichtet (in die Schranken weist? läutert?).
Im Moment ist der Kleine aber zum schmuddeligen, bauernschlauen Hühnerdieb mit zweifelhafter Ganovenehre verkommen. Und zum verschwiegenen Mitwisser der Beelzemertel'schen Gräueltaten. Ob das der Stoff ist, aus dem Kindergeschichten sein sollten?

Fragt sich

Christian

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Uschka
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5:Beelzemertels Glücks-Pechsträhne

Hallo Christian. Hm, der Beelzemertel ist nun mal ein rauer Geselle. Das er Kinder verschlingt, stimmt nicht. Er ist ein unverbesserlicher Raubein, der wenn es darauf ankommt doch ein gutes Herz hat. Er kommt alle Jahre wieder zur Adventszeit und sammelt wie beschrieben unartige Kinder ein.
Nur hat er kaum Glück ein Kind zu erwischen und es geht eigentlich nur darum wie er sich grün und blau ärgert und er ein Unglücksrabe bleibt.
PS: Den Beelzemertel gab es wirklich in meiner Kindheit in den sechziger Jahren. Und es sind Kinder verschwunden in der Adventszeit und sind nicht mehr aufgetaucht. Die Presse und Fernsehn haben vor ihm gewarnt. Ansonsten ist die Figur Beezemertel eine überlieferte Sage aus vergangenen Jahren auf Oberfranken.Wenn ich mal dort bin, frag ich manchmal bei älteren Leuten nach. Und einige können sich an die Beezemertelgeschichten erinnern. Ich lasse ihn halt nicht ganz sooo schlimm und arg wüten.
LG Uschi
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Uschka

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Edgar Wibeau
Guest
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Entschuldige!

Liebe Uschka!

Ich muss Abbitte leisten. Ich habe Deine Geschichte zu hastig gelesen, wie ich jetzt sehe. Deshalb ist mir nicht aufgefallen, dass Du ganz klar erwähntest, dass der Beelzemertel die Kinder nicht tötet und verspeist ("Dass er das Menschenkind niemals kochen oder braten würde, sagte er nicht."). Wahrscheinlich habe ich das in kindlicher Ergriffenheit einfach nicht mitbekommen. Es tut mir sehr leid, denn schließlich habe ich Dir Unbedachtsamkeit und Rücksichtslosigkeit unterstellt. Ich gelobe aufrichtig Besserung und hoffe, Du kannst mir verzeihen.

Gruß

Christian (Asche auf sein Haupt streuend)

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Uschka
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5:Beelzemertels Glücks-Pechsträhne

Hallo Christian. Alles klar. Kannst die Asche wieder von deinem Haupt entfernen. Ja, ja, da sieht man mal wieder, was passiert, wenn man nur flüchtig darüber huscht, lach.
Schön Abend noch. Herzlichst Uschi
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Uschka

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Axel B
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Hallo,

Hinsichtlich des Sprachstils ist mir aufgefallen, dass Du machmal etas zwischen einer märchenhaften Sprache und einer moderneren Sprache springst:

Zitat:
„Also, wenn du mir deinen Sack mit den Hühnern gibst, werde ich schweigen und es wird niemand erfahren, dass du mich durch die Gegend geschleppt hast“, lachte das Männchen und rieb sich vor Vorfreude auf sein Abendmahl seine Hände ineinander. „Bist wohl verrückt geworden!“„ heulte Beelzemertel auf und dachte dabei an seinen leeren Magen. „Ich hab doch nicht für dich den schweren Sack getragen.“
„Nun gut, dann werde ich es allen, wirklich allen erzählen, wie dumm du gewesen bist, und dass du mich fast nach Hause getragen hast“, meinte der Gnom, sprang aus dem Sack und wandte sich dem Walde zu. Nein, zum Gespött aller wollte Beelzemertel nicht werden und so übergab er dem kleinen Männlein seine Beute. „Den Sack will ich aber wieder haben“, brummte er dabei missmutig. „Aber was soll ich denn nun essen, mir ist schon ganz schlecht vor Hunger!“
Zitat Ende

In diesem Zitat möchte für den Stilwechsel exemplarisch für den märchenhaften Stil Begriffe wie z.B. "Abendmahl" und den Satzaufbau anführen. Die Aussage "Den Sack will ich aber wiederhaben" könnte man alternativ mit "Den Sack bring aber zurück" ausdrücken.

Ich finde, es ist eine tolle Geschichte, die ich mit viel Vergnügen gelesen habe. Ich habe keine Probleme mit dem Inhalt der Geschichte, gibt es doch viele Märchen oder Sagen, die durchaus göberen Inhaltes sind. Allerdings würde ich diese Texte eindeutig mit einem Altershinweis versehen, damit vorher klar ist, dass sie nicht für jedes Alter geeignet sind. Insofern (Alter der Kinder) ist die Rubrik "Kindergeschichten" ja sehr weit gefasst.

Axel


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Alle Kindergeschichten von mir kostenlos: www.axel-baumgart.de

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