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Leselupe.de > Erotische Geschichten
5 jahre vorspiel
Eingestellt am 16. 08. 2008 19:21


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shin
Autorenanwärter
Registriert: Aug 2008

Werke: 3
Kommentare: 2
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jahr 1
pazifik blaue augen. brennende propangas-flammen. seine stimme – grollendes schnurren.

er schleppt mich in eine bar. zeit vergeht. er bezahlt die drinks. wir verlassen die bar.

mitten im nirgendwo frage ich ihn nach seiner freundin. er erzählt mir von ihr, dass sie die einzig wahre ist. ich hasse sie.

stunden später ist sie mir egal.

mein verstand hat sich abgeschaltet. und plötzlich wird er stumm, sieht mich an. ich zittere, starre auf seine lippen. frage mich wie sie schmecken ...

dann startet er das auto. mit einem tritt auf’s gaspedal hat er mich schon nach hause gebracht – und alles ist vorbei.

jahr 2
tausend autofahrten, tausend durchgeredete nächte – und ich werde diese zögernde stille einfach nicht los. ich frage mich was du willst, was du denkst. irgendwo tief in mir drin hoffe ich, dass du sie nicht liebst – dass du weißt, dass ich die einzig wahre für dich bin.

du hältst meine hand. sagst mir dass du eigentlich ein verängstigter kleiner junge bist – wieder einmal. streichst mir das haar aus dem gesicht.

doch ich weiĂź wie es enden wird. wie jedes mal. jede nacht.

„ich liebe dich“, sage ich leise.





du siehst mich an – mein herz gefriert – und du siehst weg.

und gehst.

jahr 3
weg von zuhause – auf einer geschäftsreise.

hotelzimmer haben immer einen gewissen einfluss auf mich und du antwortest mir genau rechtzeitig auf meine SMS.

der anfang ist vorsichtig, jedoch gerissen genug um mich feucht werden zu lassen. ein par nachrichten später wandert meine hand zwischen meine schenkel. du spinnst einen kokon aus erregenden worten und dreckigen gedanken um meinen zitternden körper. es schmerzt und brennt zugleich und ich warte hungrig auf den nächsten sms piepston.

du gehst weiter. dringst weiter vor. tiefer. drängst mich über die grenze.

hab dich!

die letzten barrikaden brechen.

zu schade dass du so weit weg bist.

jahr 4
es ist ein uhr in der frĂĽh. du hast mich in dein bĂĽro gebeten.

du schreibst mir schon ein jahr lang einmal die woche, und ich kenne diesen gesichtsausdruck. doch es ist hoffnungslos. du hattest deine chance und hast sie verpasst. ich würde meinen jungen nicht betrügen, süßer. ich bin nicht so hinterlistig wie du. so niederträchtig und schlecht.

ich fĂĽhle nicht mehr dasselbe, und das weiĂźt du.

ich drĂĽcke meine zigarette aus. du traust dich nicht mir in die augen zu sehen. ich warte eine sekunde. stille. ich gehe. keine reaktion. nur stille.

jetzt bist du derjenige, der zurĂĽckbleibt.

jahr 5
du drängst dich gegen mich. deine hände warm und stark. drückst deine weichen lippen auf meine, so dass ich deinen schnellen atem schmecken kann.

du bist nun verheiratet, also drĂĽcke ich dich weg.

„bleib.“ murmelst du. „verlass mich nicht.“ flehst du mich an. „ich brauche dich!“ dröhnst du.

meine hände finden den weg in deinen schritt. mein mund empfängt dich ganz, saugend an deinem bitteren, salzigen geschmack. du krümmst dich, stöhnst über mir. packst mich am haar. drückst meinen kopf weiter runter. und ich schlucke jeden einzelnen tropfen.

und es endet, wo es anfing: mitten im nirgendwo – in deinem auto.
__________________
i think that god has a sick sense of humor, and when i die, i expect to find him laughing ...

Version vom 16. 08. 2008 19:21

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Duisburger
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Registriert: Nov 2002

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Hallo Shin,

gute Idee mit der zeitlichen Abfolge, misslungene Umsetzung im Text.
Alles wirkt arg konstruiert, bisweilen kitschig, oft unnötig vulgär. Auch innerhalb der Jahre hässtest du die Zeilen durch nummerien können, das liest sich in Bruchstücken, auch wenn ich erkenne, dass es hier gewollt war.
Hier wĂĽrde ich innerhalb der Jahre dem Leser die Protagonisten erfahrbarer machen. Ich erfahre viel ĂĽber Sex, wenig ĂĽber die Personen, die ihn praktizieren.

Wie schmeckt schneller Atem?
Telefonsex kenne ich ja, aber SMS-Sex? Wieviel hände braucht man da?
Er verführt sich und erzaählt die gleichzeitig, das seine Freundin die einzig wahre ist?
ich warte hungrig auf den nächsten sms piepston.
Sex auf Raten? Hoffentlich hält der Akku.
Und warum ist er im Jahr 5 plötzlich verheiratet? Sielt das nun eine Rolle?

Die Geschichte ist nicht rund und läuft ab dem dritten Jahr vollkommen aus dem Ruder.

lg
Duisburger
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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gareth
Fast-Bestseller-Autor
Registriert: Dec 2003

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Hallo shin,

es ist gut, wenn man die Dinge kennt, ĂĽber die man schreibt und es ist gut, wenn man sie in eine Form bringt, die sie soweit verallgemeinert, dass der Leser sich dabei ein wenig wiedererkennt.

Mir hat der Text und die gewählte Form gut gefallen und ich hab nichts Vulgäres gefunden und das Warten auf den nächsten Piep ist gut nachvollziehbar :o)

Eine Anmerkung vielleicht:

Diesem Satz:

„bleib.“ murmelst du. „verlass mich nicht.“ flehst du mich an. „ich brauche dich!“ dröhnst du.

merkt man die Konstruktion etwas an: murmeln, flehen dröhnen. Nach meinem Geschmack wäre das Dröhnen absolut entbehrlich. Der Leser hat die Steigerung schon begriffen und nachvollzogen. Der Satz könnte mit -ich brauche Dich! - enden und wäre dann stärker.


Denke ich jedenfalls.
Liebe GrĂĽĂźe
gareth


__________________
Wie hässlich ist ein schräges Treiben,
da lob ich mir mein träges Schreiben.

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