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Leselupe.de > Kurzprosa
500 Schritte
Eingestellt am 09. 08. 2004 19:29


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wabe
Hobbydichter
Registriert: Jul 2004

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Michael stellt sein Auto ab, noch 500 Schritte bis zu den Punkt, an dem sich entscheiden wird, ob seine Hoffnung berechtigt ist oder ob er wieder in ein tiefes, sehr tiefes Loch fallen wird. 500 Schritte, er weiss es ganz genau, denn schon so oft ist er diesen Weg gegangen, immer mit viel Hoffnung und doch immer mit der unterschwelligen Angst, die Hoffnung k├Ânnte sich als tr├╝gerisch erweisen.

Er schaut auf die Uhr, er ist wie immer p├╝nktlich, denn insgeheim hofft er immer, dass er mal nicht warten muss, denn w├Ąhrend des Wartens ver├Ąndert sich sein Denken, die Hoffnung schwindet immer mehr und die Angst setzt sich in seinem Kopf fest, sie wird immer realer. Jetzt sind es nur noch wenige Schritte, aber er muss wieder warten. Die Angst steigt in ihm hoch.

Wie konnte er nur so dumm sein, zu hoffen, dass es ein gutes Ende gibt? Nein, die Hoffnung ist eine Illusion, die sein Leben die letzten 3 Monate in eine rosarote Farbe getaucht hat, sie hat sein Leben in dieser Zeit nochmals lebenswert gemacht. Doch jetzt ist es vorbei, gleich wird er das Urteil h├Âren, das Urteil, das ihn vernichten wird, das ihm jede Chance nehmen wird.

Wird es wirklich so schlimm, Michael beginnt zu z├Ąhlen, wie oft war er denn schon hier zur Urteilsverk├╝ndung, 6 mal oder war es schon 8 mal, und wie oft hat sich seine Hoffnung best├Ątigt f├╝r einige Tage, f├╝r einige Wochen, eigentlich war das in der Mehrzahl der F├Ąlle so. Vielleicht auch heute? Warum eigentlich heute nicht? Ich will, dass sich heute meine Hoffnung bewahrheitet! Es darf einfach nicht sein, dass alles zu Ende ist.

Aber immer wenn er ganz sicher war, dann kam die Ern├╝chterung, kam das Urteil, das sein Leben wertlos zu machen schien. Warten, wenn nur dies Warten nicht w├Ąre. Dann endlich darf, muss er die letzten Schritte gehen, die Entscheidung steht bevor. ÔÇ×Alles in OrdnungÔÇť Michael darf wieder hoffen, er darf wieder leben. Aber er wei├č, in 6 Monaten wird seine Hoffnung, wird sein Leben wieder auf den Pr├╝fstand gestellt, aber so lange darf er hoffen, hoffen weiterzuleben.

Mike

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Der Physiker
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Aug 2004

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Hi, wabe,

du hast eine sehr verschl├╝sselte Geschichte geschrieben, die trotz ihrer K├╝rze sehr lang erscheint. Das Gef├╝hl der Schwerf├Ąlligkeit ist sehr intensiv vermittelt.

Mich hat blo├č das Sprachliche ein wenig gest├Ârt, Wortwiederholungen (z.B. "immer" im zweiten Absatz) und ein paar Rechtschreibfehler. Finde das nicht tragisch, aber es hemmt den Leseflu├č.

Gr├╝├če aus der Physik

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