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Leselupe.de > Kurzgeschichten
ALETHEIA
Eingestellt am 10. 09. 2002 13:01


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Elijah
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2002

Werke: 83
Kommentare: 43
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Nacht.
Phaeton hat die Erde in Brand gesetzt
bevor er stĂŒrzte.
Hades klatscht in die HĂ€nde und lacht
ĂŒber die KĂŒhnheit vom Sohn der Sonne,
wÀhrend Selene in ihrer Trauer den
Mond mit schwarzem Schleier verhĂŒllt.

ALETHEIA

Hastig trank er noch einen Kaffee. Seine schlanken
Finger spielten nervös mit der roten Porzellantasse
bevor er sie heftig absetzte.
Die grossen dunklen Augen wanderten einem Adler
gleich schnell durch den ganzen Raum und mir schien
es, als wenn er nur zur HĂ€lfte am Tisch sitzen wĂŒrde,
wÀhrend die andere HÀlfte irgendwo dort draussen flog.
Durch meinen Kopf zog die Frage, was dort wohl auf
ihn warten mag.

Das Radio lief, wÀhrend ich Goethe las. Das Radio lÀuft
immer. Ich lese, fĂŒhle mich in den Hauptprotagonisten
rein und bin vom oberflÀchlichen Adel umgeben der mich
nicht akzeptiert.

Heute abend flog wieder "Lord Adlerauge" stolz an mir
vorbei und durch meine dunklen Gedanken zog die Nach-
richt ĂŒber die SchĂŒsse in Genua.
Blut floss fĂŒr Frieden und Gerechtigkeit, weil die
Grossen der Welt mit unser Leben Monopoly spielen.
Mit undurchsichtigen TrÀumen getrÀnkt sehe ich sie durch
die Strassen eilen, auf dem Tugendpfad der RealitÀt.

Ein MĂ€dchen mit langem weissen Haar und grossen blauen
Augen wandelt mitten unter ihnen, doch sie nehmen sie
nicht wahr.

Die Nacht war lang. Unruhige Gedanken durchzogen ihn und
zermĂŒrbten seine Ruhe. Er hatte versucht abzuschalten.
Doch was ihm meistens gelang, wollte ihm diesmal nicht
gelingen. Er war schon zu lange auf der Suche nach ihr.
Seit seiner Jugend wusste er, dass sie das Beste ist was
ihm passieren kann.
Um sie zu finden hat er sein Leben umgekrempelt, Opfer in
Kauf genommen, EnttÀuschungen durchlitten.
Jeden Tag kam er ihr ein StĂŒckchen nĂ€her, doch er wusste
nicht wie er sie ganz erreichen konnte.
Eine lÀngst vergessene alte Wunde brach in ihm auf, der
Lava strömte in reichen FlĂŒssen und bedeckte den harten
Boden auf dem er stand. Tausend Stimmen flĂŒsterten ihm
zu und riefen: "Was willst du, Mensch?"

Das MÀdchen sass im Café und hörte traurig die Nachrichten
die im Radio lief. Sie sah, dass die Menschen immer noch
zu materiell eingestellt waren und sie konnte einfach nicht
verstehen, warum sie niemand bei sich richtig aufnehmen will.
Schliesslich blickte sie auf und sah ihn.
Ihre Augen trafen sich und er musste lÀcheln. Er wusste
nicht, wen er vor sich hatte.

Sie kamen miteinander ins GesprÀch und tauschten ihre
TrÀume aus.
Von einer friedlichen Welt, von Menschen die in der Wahrheit
und im gegenseitigen Respekt gleichwertig miteinander leben.
Von der Verblendung des Materialismus, von der Sinnlosigkeit
der Kriege, von der Hoffnung auf das "Goldene Zeitalter"
und er wusste jetzt, er hatte "Sie" gefunden.

__________________
"GedÀchtnis ist das Tagebuch, das wir immer mit uns herumtragen."
Oscar W i l d e

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itsme
???
Registriert: Mar 2002

Werke: 18
Kommentare: 289
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.......

Zu lyrisch und zu dicht fĂŒr Prosa, nur eine kleine Spur von Handlung - ein Hybrid?

GrĂŒĂŸlinge
itsme
__________________
Life is too short to paint a single kiss

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Elijah
Festzeitungsschreiber
Registriert: Apr 2002

Werke: 83
Kommentare: 43
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Ein Hybrid?

hallo itsme,

danke fĂŒr deine Bewertung.-
Sehr gut möglich,dass diese Geschichte
"zu lyrisch" fĂŒr eine KG geraten ist.

Sehr gerne wĂŒsste ich von dir,weshalb
sie "zu dicht fĂŒr Prosa" ist.

Wenn du mir dann auch noch erklÀren
willst,was ein "Hybrid" ist,wÀre ich dir
sehr dankbar dafĂŒr.

LG
Elijah
__________________
"GedÀchtnis ist das Tagebuch, das wir immer mit uns herumtragen."
Oscar W i l d e

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