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Leselupe.de > Humor und Satire
AM-VIEH-THEATER
Eingestellt am 05. 08. 2001 13:50


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Dietmar Hoehn
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Jul 2001

Werke: 51
Kommentare: 134
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Hiermit stelle ich euch allen den EinfĂŒhrungstext zu meinen schon seit vielen Jahren nutzlos in der Schublade herumliegenden Gedichtband mit o.g. Titel vor.

Bin auf eure Kritik ebenso gespannt wie angewiesen. Bitte nur kein Blatt vor den Mund nehmen, nur ehrliche Meinungen können ĂŒberzeugen. Dank im Voraus, und los geht's.


PRO LOG EIN BEGINN

Statt eines Vorwort’s - eines langen -
erklĂ€re ich mich fĂŒr befangen,
was Geist und Inhalt dieser Schrift
sowie die Syntax anbetrifft.
Auch Duktus, Versmaß und dergleichen
sind nicht primĂ€r als GĂŒtezeichen
subtil-verspielter Sprachkultur
zu werten, denn als Substruktur
der gottseidank recht unbekannten
hochliterarischen Konstanten,
die zu bestimmen ich nicht wage.

Gesetzt, man stellte mir die Frage,
was sie dem Grunde nach wohl sei,
so wĂŒrd’ ich weder frank noch frei
verschweigen, daß ich dies’ nicht wisse,
noch Ă€ußern: (unter der PrĂ€misse,
ich hÀtte davon - wie auch immer -
tatsÀchlich (k)einen blassen Schimmer)

Die literarische Konstanz
ergibt sich halb aus der Substanz
die man, sofern sie jemand kennt,
auch allgemein die geist’ge nennt.
Zur HĂ€lfte aber aus dem Nichts,
was allerdings nun angesichts
des denkbar schweren Undenkbaren
wie beigezogen an den Haaren
mitunter wirkt, doch so nicht ist.
Fast ohne jede Hinterlist
verberge ich - nicht nur - diskret,
daß es um Schwach- und Wachsinn geht!

Gesellschaftliche GeistesschwÀchen,
um dieses hiermit anzusprechen,
in Reimkultur bewußt zu machen,
ist leider manchmal auch zum Lachen.

Das Grundmotiv bei vielen Versen
ergab sich so aus den diversen
bigotten - oftmals nicht ganz dichten -
gesellschaftsrelevanten Schichten,
die hierzulande Einfluß haben;
besonders bei den Musterknaben
aus Wissenschaft und Politik.
Mit hocherzĂŒrntem Sonderblick
beleuchte ich der Medien Treiben,
die fĂŒr das geistige Entleiben
der Menschen, so wie ich’s empfind’,
besonders emsig tÀtig sind.
Die Machenschaften der Konzerne
seziere ich besonders gerne.
Auch watsch’ ich ab die IsmenhĂ€ndler,
die Gurus und die Hinterweltler.
Vor allem aber Scheinexperten
und nicht zuletzt die sinnentleerten
Vertreter religiöser Gruppen,
die immer öfter sich entpuppen
als hilflos vor den großen Fragen.
Es ist vor allem ihr Versagen,
wenn Wertverfall die Welt regiert
und alles seinen Halt verliert.

Die Statements nÀher nun zu bringen
wird höchstwahrscheinlich nicht gelingen,
da ich vergeblich das beleuchte,
was zu beleuchten ich nicht brÀuchte,
wĂ€r’ das, was Geist kann, ist und tut
schon allgemein’ Gedankengut;
denn nichts entgeht den wertneutralen
Gesetzlichkeiten des Kausalen.

Wie mancher - eher ungereimt -
auch unbelehrbar noch vermeint,
regiert der Zufall diese Welt.
Was man fĂŒr unerklĂ€rbar hĂ€lt
wird gerne diesem ĂŒbertragen;
erspart dies doch so manche Fragen
nach uns’rer Herkunft, nach dem Sinn,
vor allem auch nach dem Beginn
des Universums, seiner Dichte.
Man offeriert uns die Geschichte
vom großen Big Bang ohne Wert,
zumal derselbe sich verkehrt
in ein Szenario: Big Crash,
wonach er neu beginnt, der Trash.

Anstatt mit scharfer Analyse
die lÀngst globale Menschheitskrise
als selbstgemachte zu erkennen,
und uns die Lösungen zu nennen,
behauptet uns‘re Wissenschaft,
dass sie es rechtzeitig noch schafft,
den GAU uns zu ersparen;
wir warten schon seit Jahren.

Indessen wÀchst das Grauen an,
der arbeitslose „Kleine Mann“
erstickt im Datendschungel.
Politisches Gekungel,
Skandale, Kriege, Massenmord,
die Welt erscheint ihm nicht als Hort
fĂŒr sein verschrecktes Wesen.
TagtÀglich kann er lesen,
wer wieder einmal ungeniert
mit wem global hat fusioniert
und wie die Aktien stiegen,
bei denen, die obsiegen.

Dass die Globalvernetzungswut
aus krankem Ehrgeiz, Übermut
hier Jobs vernichten kann,
versteht der „Kleine Mann“.
Den Großkopfeten kĂŒmmert’s nicht
wenn die soziale Unterschicht
sich ausgeschlossen fĂŒhlt.
Er faselt unterkĂŒhlt
vom Druck der Weltweitkonkurenz,
der man mit aller Konsequenz
global begegnen mĂŒsse
durch SchnellzusammenschlĂŒsse.

Wer fest am Paradigma klebt:
Organisches allein nur lebt,
und der Materie vehement
Bewusstsein schlichtweg aberkennt,
beharrt aus Trotz und ohne Not
auf jenem Querdenkerverbot,
das Professoren sich verhÀngen,
um möglichst alles zu verdrÀngen,
was ihre Tunnelweltsicht stört
und somit nicht dazu gehört.

So stellen Wissenschaftlerkreise
auf desolate Art und Weise
ein völlig falsches Bild uns dar,
was weder ist noch jemals war!
Zum Beispiel, dass Gedankenfluss
verbunden mit Verstand sein muss,
der Wort und Sprache hirnseits formt,
auf dass sich SĂ€tze, wohlgenormt,
ergeben, die man also dann
konkret artikulieren kann.

Der Geist, um dieses klarzustellen,
bedient sich zwar der grauen Zellen,
um bio-chemisch sie zu zĂŒnden,
so dass sie feuernd uns verkĂŒnden:
Hurra, ich bin ja gar nicht dumm,
und dann: Cogito ergo sum!

Jedoch, und dies ist obsolet,
der Wissenschaftler nicht versteht,
dass die Materie wie der Geist
aus gleichem Stoff sind, was ja heißt,
nach Einsteins Formel höchster Klasse:
Die Energie entspricht der Masse
mal Lichtgeschwindigkeitsquadrat.
Wenn die Erkenntnis man nun paart
mit jener Unscharfrelation
von Heisenberg, so ist man schon
am Tor zu einer Zauberwelt
die quantenmĂ€ĂŸig uns erhellt,
was wirklich vorgeht dort im NICHTS,
doch blieb dies’ leider angesichts
borniert-verkorkster Denksysteme
seit vielen Jahren in der Szene
der starren Geisteswissenschaften
verborgen, weil sie dies nicht rafften:

Der Geist versteht es ganz enorm,
zunÀchst nur in Gedankenform,
Impulse zu verdichten,
so dass aus Quantenschichten
alsbald Materie-Konzentrat
hervortritt in die Gegenwart,
wo wir sie im Bestreben,
zu SEIN dann auch erleben!

So kam es bald zum Missversteh’n,
der Mensch sei fĂ€hig klar zu seh’n,
was seine Lage hier betrifft.
Wenn nicht einmal die Heil’ge Schrift
der Juden, Christen, Muselmanen
dies wirken konnte, lÀsst sich ahnen
in welchem Geistesmittelalter
wir uns befinden als Verwalter
tradiert-verstaubter Denksysteme.
Wenn selbst die Philosophenszene
nicht weiter weiß im Ismenschrott
so liegt wohl geistiger Bankrott,
das heißt - mit deutlichstem Tenor -
globale Geistverwirrung vor.

Die Zeit ist mĂŒĂŸig und verschwendet
zu fragen, wo das alles endet,
da es bereits geendet hat.
Was aber findet tÀglich statt?
Verspießtes KrĂ€merseelendenken,
Verbrecher, die die Staaten lenken,
omnipotentes Großgehabe
von Wissenschaftlern mit der Gabe,
uns Laien Welten vorzugaukeln
in die sie selber hoch sich schaukeln
mit kalt-abstraktem Formelwust,
der nicht allein ihr Hirn verrußt.
Auch Dekadenz mit schwerstem Tick
in Kunst, Kultur und Politik
und vielen ander’n Sparten,
die parallel entarten,
ist ĂŒberall beobachtbar.
Wer dies erkennt, dem wird schnell klar:

Der Firnis, den Kultur man nennt,
ist dĂŒnner als der Mensch erkennt!

Dies ist der Anlass, sind die GrĂŒnde
warum ich’s fĂŒr nötig finde,
beziehungsweise nötig fand,
mit subjektivem Sachverstand
und allerlei Geschichten,
die Lage zu verdichten.
Hierbei nun aber kommt es vor
dass sich Sarkasmen mit Humor
und Ironie vermengen.
Geselschaftskritisch-strengen
Gedichten folgen oft diverse
beschwichtigende Nonsensverse.
Auch Kalauer und Wortgespiel
fast absichtslos mit klarem Ziel:
Die Sache fĂŒr die Nerven
ein wenig zu entschÀrfen.

Hochverehrte Leserschaft:
In der Ruhe liegt zwar Kraft
aber leider auch Gefahr,
liegt der Friedhof doch so nah!

Viel VergnĂŒgen nun beim Lesen
dieser buntgemischten Thesen.
Sie erhellen, wie ich finde,
nicht nur LebenshintergrĂŒnde,
wie sie sich mit meinen Gaben
sukzessiv erschlossen haben,
sondern könnten im Verein
mit den Ihren sogar SEIN!

Übrigens:

Überforderungstendenzen
halten sich in engen Grenzen,
wenn man ab und zu pausiert
oder den Verstand verliert!

Nicht der Kopf, der wenig packt,
sondern der Verdauungstrakt,
sprich der Bauch ist hier gefragt
hat das Hirn doch lÀngst versagt!

__________________
Einsam wie beim Hoeh'nflug
fĂŒhl'ich mich, das reicht, genug!

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