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Leselupe.de > Kurzprosa
Abend am Meer
Eingestellt am 14. 03. 2004 19:37


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KESCH
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Mar 2004

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ABEND AM MEER

Wenn sich die Abendd├Ąmmerung ├╝ber das Meer senkt, ist die Stimmung kaum mehr in Worte zu fassen. Nur das Erleben z├Ąhlt, wenn sich der K├╝stenstreifen mit seinen noch im letzten Sonnenlicht leuchtenden Sandd├╝nen wie ein goldenes Band erstreckt, so weit das Auge reicht. Landw├Ąrts ums├Ąumt ihn eine endlose Kette windzerzauster Palmen, von denen einige mit ihren Kronen bis hinunter ins Wasser reichen. Dabei scheinen sie sich vor Ehrfurcht vor der unendlichen Weite des Meeres zu verneigen. Der Wind, der st├Ąndig von der See her weht, spielt mit den meterlangen Wedeln und singt mit ihnen schon seit ewigen Zeiten das gleiche Lied, zu dem sie die sanfte Brandung des Meeres begleitet.

In dieser Stunde erstrahlt der Himmel in allen Schattierungen von Gold bis Purpur und wirft ├╝ber die leichte D├╝nung des Meeres einen wundersamen Mantel. Bald f├Ąrbt er sich rot wie Blut, bald golden wie herrliches Geschmeide, bald grau und blau wie Stahl und alsdann schwarz wie Tinte. Die winzigen Schaumkronen, die verspielt von Welle zu Welle h├╝pfen, gleichen Diamantk├Ârnern, die eine unsichtbare Hand auss├Ąt. Die glutrote Scheibe der untergehenden Sonne, die wie ein gro├čer Ball am Horizont schwimmt, ├╝berflutet die unfa├čbare Weite mit einem letzten Blutstrom.

Dann, nach wenigen Minuten geht der Zauber zu Ende. Der Sonnenball verschwindet, als versinke er in den tiefen Fluten des Ozeans; die Farben verblassen, um bald ganz zu verl├Âschen. Die Schatten der Nacht erscheinen, beginnen auf den Wellen zu tanzen. Die Palmen am Ufer wandeln sich zu gespenstischen Schatten, die Nachtgeistern gleichen und sich gegen den rasch dunkler werdenden Himmel noch deutlich abheben. Bald wird dieser so schwarz sein wie sie und sein Sternenzelt ├╝ber sie spannen.

Ein Tag ist zu Ende gegangen. Zum Abschied hat er uns noch einmal mit all seiner lebendigen Pracht erfreut. Er l├Ą├čt uns in der Hoffnung zur├╝ck, nach einer farblosen Nacht am Morgen wiederzukehren.

__________________
KESCH
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