Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, mĂĽssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92211
Momentan online:
66 Gäste und 1 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Abendsolo
Eingestellt am 06. 05. 2009 21:00


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
viktor
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2007

Werke: 117
Kommentare: 309
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um viktor eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Abendsolo

Ich sitze - mit mir selbst im Streite -
und drĂĽck den Hintern in die Breite.
Ich schau nach vorn, ich schau zur Seite,
schau in die Näh, schau in die Weite,
schau auf mein Konto: Ich bin pleite.

Hab weder Salz noch Brot noch Hummer,
mein Hoffnungsschrei wird stumm und stummer.
Die Sorge reiĂźt mich aus dem Schlummer,
nimmt jemand Anteil an dem Kummer?
(Dem mail ich meine Kontonummer...)

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Lieber Viktor,

das kann ich sehr gut nachempfinden ... ist erstmal der Hummer "alle", hat das Leben kaum noch Sinn.

Deine Kontonummer kannst du mir gern mailen, doch bitte nicht ohne den letzten Auszug! Ach ja, und die PIN wäre nicht schlecht ...

Hoffnungsfrohe GrĂĽĂźe
Heidrun

Bearbeiten/Löschen    


Udogi-Sela

Häufig gelesener Autor

Registriert: May 2003

Werke: 61
Kommentare: 560
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Udogi-Sela eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Dilemma

Mir ist ein Lachen ob dieser Verse entrutscht.

Dann machte ich mir schwere Gedanken…

Also am Abend.
Es gibt ja Abendständchen, Abendserenaden und andere abendliche Aktivitäten. Da fällt so ein Solo, weil doch ungewöhnlich, gleich auf.
Nur, was ist „solo“?
Der vor sich hin sinnende Sitzende, der stummer werdende Schrei als MusikstĂĽck fĂĽr eine Person oder dies Werk als solches?

Der Sitzende fragt sich: „…nimmt jemand Anteil an dem Kummer?“
Er wähnt sich also nicht allein; er ruft es gewissermaßen nach nebenan, wo sich irgendwelche Lauscher dieser Verse befinden könnten. Er FÜHLT sich allein, SOLO gewissermaßen, als der einzige, der einen solchen Kummer hat. Eine solche Sorge. Und doch, der Gute schlummert auch noch dabei vor sich hin. Und aus diesem Schlummer wird er herausgerissen von eben dieser Sorge, diesem Kummer. Nachdem er nach vorn, zur Seite, in die Näh, in die Weite und in die Breite geguckt hat, Ach so, in die Breite guckte ja was anderes.
Er schaut auf sein Konto. Dann muss er vor dem Kontoausdrucker oder dem Display des Geldautomaten einer Sparkasse stehen oder einer Bank, obwohl, er könnte auch auf einer Bank sitzen, auf der er ja was in die Breite drückt.

Und Hunger hat er. Nix zu essen. Den sollte man zum Essen einladen. Dabei kann er sein Herz ausschütten und anstatt Hummer vielleicht Austern schlürfen. Er wird ordentlich getröstet, viel Anteil wird genommen (eine anteilige finanzielle Beteiligung am Essen) und dann rufe ich ihm zu: „Du bist nicht allein! Mir geht es doch genauso! Aber streite ich mich deswegen mit mir? Mitnichten!“

Geht ja auch wieder nicht, die anteilige finanzielle Beteiligung am Essen, der ist ja pleite.

Ein echtes Dilemma.

Tja, da hast du ja was angerichtet…

__________________
Dieses ganze Schreiben ist nichts als die Fahne des Robinson auf dem höchsten Punkt der Insel. (Kafka)

Bearbeiten/Löschen    


8 ausgeblendete Kommentare sind nur fĂĽr Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
ZurĂĽck zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!