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Leselupe.de > Kindergeschichten
Abenteuer in der Savanne Teil 4
Eingestellt am 22. 06. 2002 18:26


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MĂ€rchentante
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Im ersten Morgengrauen machten die Kuhreiher sich auf den Weg zu den Elefanten. Nach kurzer Zeit schon erblickten sie die Herde. "Hey Kumpels," so frĂŒh unterwegs?" riefen diese ihnen entgegen. "Ja," bekamen sie zur Antwort," wir möchten euch nĂ€mlich um eure Hilfe bitten," und sie erzĂ€hlten ihnen die ganze traurige Geschichte. "Junge, Junge," stöhnten die mĂ€chtige Tiere," das hört sich gar nicht gut an. Aber von dieser Löwin haben wir auch schon gehört. Sie soll wirklich ein wenig plem plem sein. Hoffentlich ist es nicht schon zu spĂ€t. NatĂŒrlich helfen wir, denn ihr seht ja, auch wir haben Nachwuchs und es ist immer fĂŒrchterlich, ein Kleines zu verlieren. Zeigt uns den Weg zu den Antilopen, rasch, wir mĂŒssen uns beeilen." UnverzĂŒglich machten sie sich auf . Als sie bei ihnen ankamen, wurden sie von allen umringt und mit großem Hallo begrĂŒĂŸt. Sie freuten sich sehr, dass die Elefanten sich mit ihnen verbĂŒnden wollten. "Die Reiher, die unsere Freunde sind, erzĂ€hlten uns von eurem UnglĂŒck und wir beschlossen, euch zu helfen," sagte ihr AnfĂŒhrer, "nun lasst uns schnell einen Plan fassen."
"Tag Jungs und MĂ€dels," rief es plötzlich aus der Höhe und als alle erstaunt nach oben sahen, erblickten sie die Ohreneule, die sich auf ihrem Baum reckte und streckte und ihr Gefieder schĂŒttelte. "Lasst mich mal mit unseren Freunden reden," und noch ehe jemand protestieren konnte, erzĂ€hlte sie ausfĂŒhrlich von der Diskussion des vergangenen Abends. Die DickhĂ€uter hörten aufmerksam zu und als die Eule ihren Bericht beendet hatte, fassten sie einen Enschluss:" Hört mal," sagte der Elefant," dass die Mutter des Kleinen verhandeln will, ist gar keine so schlechte Idee." "Ja nicht?" fragte die Antilopenmutter," ich will mein Kind retten und deshalb muss ich es tun. Ich gehe zu der Löwin und rede mit ihr." Weinend stand ihr zweites Junge neben ihr und flĂŒsterte:" Bitte, lass mich nicht auch noch allein." Es trat eine bedrĂŒckende Stille ein und manch einer von ihnen hatte TrĂ€nen in den Augen. Es musste etwas geschehen, und zwar sofort! Nachdem die Elefanten sich kurz beraten hatten, trat ihr Sprecher vor und sagte: "Wir alle werden die Mutter des Kleinen begleiten, denn diese RĂ€uberbande hat Respekt vor uns. Sie werden sich hĂŒten, ihr etwas anzutun. WĂ€hrend sie mit der EntfĂŒhrerin redet, werden wir im Hintergrund warten und wenn sie frech werden, ĂŒberrennen wir den ganzen elenden Haufen. Das wĂŒrde sicher ein Mordsspaß werden." "Oh nein," schluchzte die Antilopin, "denkt doch an mein Kleines. Die Gefahr wĂ€re zu groß, dass es dabei zu Schaden kommt." "Entschuldigung," sagte der Elefant, "ich habe das nicht so gemeint, natĂŒrlich werden wir dein Kind nicht gefĂ€hrden," und zu seinem Nachbarn gewandt flĂŒsterte er:" Wenn alle wieder in Sicherheit sind, können wir sie ja trotzdem noch in die Mangel nehmen." "Prima Idee," flĂŒsterte dieser zurĂŒck, "in der letzten Zeit war es eh ziemlich langweilig." Als die Elefanten sich mit der Antilopenmutter in Bewegung setzten, riefen die anderen ihnen zu:" Wartet auf uns, wir kommen auch mit.Je mehr wir sind, desto besser Vielleicht können wir den Löwen so auch das FĂŒrchten beibringen."
Die Ohreneule saß auf ihrem Baum und wĂŒnschte ihnen GlĂŒck. Auf die Frage ob sie nicht mitkommen wolle, antwortete sie:" Lieber nicht. So viel Aufregung in meinem Alter ist nicht gut. Tja, als ich noch jung war, da konnte jeder Tag gar nicht aufregend genug sein. Da hatte ich eines Tages zum Beispiel einen Kampf mit... ach nein, das erzĂ€hle ich euch, wenn ihr wieder zurĂŒckgekommen seid. Wenn alles gut geht feiern wir ein Fest, und dann erzĂ€hle ich euch die alten Geschichten. Nun aber lauft los, und viel GlĂŒck." Ein Elefant gab das Signal zum Aufbruch, er trompetete so laut er konnte.

Der Zug setzte sich in Bewegung. Vorweg die Antilopen, gefolgt von den Elefanten, auf deren RĂŒcken die Kuhreiher saßen. Nach einer kleinen Weile trafen sie auf eine Herde Zebras, die ihnen staunend entgegensahen. Als sie hörten worum es ging, schlossen sie sich ihnen spontan an.
Giraffen knabberten die aromatischen BlĂ€tter von den BĂ€umen ab, und schauten neugierig zu ihnen hinĂŒber. Auch sie wollten mit dabei sein, denn so etwas gab es ja nicht alle Tage zu erleben, und so reihten sie sich in den Zug ein. Zwar war es noch frĂŒh am Morgen, doch es versprach wieder ein wunderschöner Sommertag zu werden. So zog die bunt gemischte Herde dahin, Richtung Löwenlager, jeder mit seinen eigenen Gedanken beschĂ€ftigt, denn dies wĂŒrde ein denkwĂŒrdiger Tag werden.

Unterdessen war auch das Leben bei den Löwen wieder erwacht. Sie gĂ€hnten und rekelten sich trĂ€ge in der Morgensonne, und die beiden Geier ĂŒber ihnen schĂŒttelten ihr Gefieder.
"Na mein Kleiner, hast du gut geschlafen in der ersten Nacht hier? Ich meine jetzt mal abgesehen von der kurzen Störung der HyĂ€nen, mit denen wir noch ein HĂŒhnchen zu rupfen haben?" fragte die Löwin. "Bitte lass mich doch laufen," bat das Junge, ich komme um vor Heimweh." "Geht das schon wieder los?" fauchte sie, "ich sagte dir, du bleibst hier bei mir. Ich möchte nichts mehr davon hören. Du musst hungrig sein, gleich werden wir uns ein FrĂŒhstĂŒck besorgen." "Ich habe keinen Hunger," entgegnete es. "Papperlapapp," sagte die Löwin gereizt," du wirst schon fressen wenn du Hunger hast. Ich weiß, dass du nur dieses GrĂŒnzeugs frisst, und sie schĂŒttelte sich das die MĂ€hne nur so flog," ich werde mit dir losziehen und du kannst soviel von dem Zeug fressen, wie du willst. Anschließend laufen wir zum Wasserloch, wo du mit den Kindern meiner Freundinnen herumtollen kannst. Komm jetzt."
Als sie aufbrachen, folgte ihnen so manch gieriger Blick. Nach und nach leerte sich das Lager, denn auch die anderen verspĂŒrten Appetit und gingen auf die Jagd.

"Hm ja FrĂŒhstĂŒck, das wĂ€re jetzt was. Die schlagen sich gleich wieder die verfressenen BĂ€uche voll und wir? Wir mĂŒssen wie immer mit den Resten vorlieb nehmen. Ja, ja, es geht schon ungerecht zu in der Welt," hörte man aus dem Baum. "Ach, nun mecker man nicht," entgegnete die andere Stimme, "die Hauptsache ist wir werden satt und das auch noch, ohne etwas zu tun. Komm, wir statten dem Lager einen Besuch ab, vielleicht liegen noch einige Reste herum. Nachher gibt es wieder Frisches wenn sie von ihrem Beutezug zurĂŒck sind. Mal sehen, ob das Antilopenjunge dann ĂŒberhaupt noch dabei ist, oder ob es schon von irgendwem gefressen wurde."

Faul und trĂ€ge lag das Löwenrudel in der Mittagssonne und schlief. Die Beute war gut und ausreichend diesmal, das war nicht immer so. Auch die beiden Geier die sich an den Resten gĂŒtlich taten, waren zufrieden und flogen nach der Mahlzeit satt und guter Dinge auf ihren Baum, um sich im Schutz der BlĂ€tter auszuruhen. Um diese Zeit war die Savanne normalerweise wie ausgestorben, denn die Tiere meideten die brĂŒtende Mittagshitze, die flirrend ĂŒber allem lag. Erst gegen Abend wenn es kĂŒhler wird, wĂŒrde allmĂ€hlich wieder das Leben erwachen.

Doch ein seltsamer Zug von Tieren setzte seine Reise fort, und kam seinem Ziel immer nÀher. Die Erde dröhnte unter ihren Hufen und eine riesige Staubwolke umgab sie. Als sie nur noch einige hundert Meter vom Lager der Löwen entfernt waren, regte sich dort etwas. Ein Löwe wurde wach und alamierte die anderen GefÀhrten:" Hey aufwachen, dort vorne tut sich was," und er zeigte dem verdutzten Rudel die sich nÀhernde Staubwolke. "Was hat das zu bedeuten? Es kommt ja direkt auf uns zu. Wer wagt es, uns in unserer Mittagsruhe zu stören?" riefen einige aufgebracht. Alle waren jetzt hellwach und auf der Hut.

Die Geier öffneten schlÀfrig ihre Augen und schielten ebenfalls zu der Staubwolke. Na mal sehen, was jetzt schon wieder passiert. Nach kurzer Zeit sahen sie von ihrem luftigen Ausguck, was da auf das Lager zukam. Nun waren auch sie hellwach. Was war da los? Beim NÀherkommen der bunt gemischten Herde, konnten sie die Antilopen an der Spitze des Zuges erkennen und ihnen war auf einmal klar, was das zu bedeuten hatte. Das Junge! Es ging um das Junge der Antilopen! Menschenskinder, sowas hatte man noch nicht gsehen. Wollten sie es so mir nichts dir nichts aus dem Lager holen, oder was hatten sie vor? Das versprach spannend zu werden, welch eine Abwechslung! Sie suchten sich den Ast mit der besten Aussicht aus, um nur ja nicht die geringste Kleinigkeit zu verpassen. So etwas erlebte man wahrlich nicht alle Tage, davon konnte man noch seinen Enkeln erzÀhlen.

Die Löwen waren mittlerweile in heller Aufruhr. Niemand von ihnen konnte sich erklÀren, was da nÀher kam.
Nun konnten die Geier nicht mehr an sich halten und riefen ihnen zu:" Was kann das wohl sein? Seht doch mal genau hin wer an der Spitze lĂ€uft, Antilopen! Und was sagt uns das? Ja genau, es geht um euren feinen Braten. Jetzt habt ihr den Salat, denn mit dieser Horde ist nicht zu spaßen. Ist aber auch ne Schnapsidee gewesen mit dieser EntfĂŒhrung.Seht mal zu, wie ihr da wieder rauskommt. HĂ€ttet ihr das Junge gefressen, gĂ€be es jetzt keinen Ärger ihr dĂ€mlichen Löwen."
"Ruhe da oben," brĂŒllte es zu ihnen hinauf, "wir werden schon mit ihnen fertig und danach seid ihr an der Reihe wenn ihr jetzt nicht still seid."
Die Löwen wurden immer nervöser, und alle brĂŒllten durcheinander: "Das ist die Schuld der verrĂŒckten Frau unseres Kameraden. Das konnte ja nicht gut gehen. Ärger, nichts als Ärger gibt es mit ihr. Solch eine Unruhe und Aufregung hatten wir noch nie hier im Lager." Nun schaltete sich der Älteste ein:" Ruhe Leute, wir mĂŒssen Ruhe bewahren. Jeder geht auf seinen Platz, und sichert das Lager in alle Richtungen! Wir lassen sie herankommen und ĂŒbergeben ihnen den kleinen Braten. Sicher ziehen sie dann wieder ab. Sollten sie allerdings den Kampf suchen und Rache nehmen wollen, so werden wir dazu bereit sein. Die Löwin aber brĂŒllte in die Menge:" Das könnt ihr doch nicht tun. Ihr habt mir versprochen, dass ich das Kleine behalten und beschĂŒtzen darf." Nun war der Älteste nicht mehr zu halten. Er baute sich furchterregend vor ihr auf und fuhr sie zornig an:" Wie bitte? Hast du noch immer nicht genug? Erst machst du unser Rudel in der ganzen Savanne lĂ€cherlich, dann bringst du uns alle in Gefahr und das alles, wegen deiner fixen Ideen. Jetzt ist meine Geduld aber am Ende. Sieh zu, wie wir da wieder heil rauskommen, oder du wirst es bereuen. Es wird Zeit, dass Schluss gemacht wird mit solchen Albernheiten, ein fĂŒr alle mal. Schließlich sind wir JĂ€ger und KĂ€mpfer und keine KindermĂ€dchen fĂŒr sowas da," und er schaute verĂ€chtlich fauchend zu dem Jungen hinĂŒber. Zitternd stand die kleine Antilope in dem ganzen Chaos. "Ja, das stimmt," riefen einige andere, "du hast uns in diese Lage gebracht, nun sieh zu, dass du alles geregelt kriegst." Die HalbwĂŒchsigen aber riefen in ihrem jugendlichen Übermut:" Lasst sie nur kommen, wir werden schon mit ihnen fertig, endlich mal ein richtiger Kampf!" "Ihr habt auch nicht mehr Gehirnmasse," brĂŒllte der Älteste aufgebracht," habt ihr schon mal gegen Elefanten gekĂ€mpft? Wisst ihr wie es ist gegen eine solche Übermacht zu kĂ€mpfen? Ihr junges GemĂŒse habt doch keine Ahnung! Noch nass hinter den Ohren, aber grosse Reden schwingen! Verhaltet euch ruhig und wartet ab was passiert. Ihr werdet nichts von alleine unternehmen, sonst werde ich fuchsteufelswild und ihr wisst, was das bedeutet!" Oh ja, das wussten sie und so zogen sie sich zurĂŒck. Schmollend zwar, aber doch wissend, dass dies am besten fĂŒr sie war.

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