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Leselupe.de > Kindergeschichten
Abenteuer in der Savanne letzter Teil
Eingestellt am 24. 06. 2002 12:12


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MĂ€rchentante
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Die Geier dachten, sie hĂ€tten sich verhört. "Der ist ja vielleicht mutig. Steht so einer Übermacht gegenĂŒber und schwingt noch große Reden," meinte der eine, und der andere antwortete: "Mutig? Hast du etwa mutig gesagt? Ich glaube eher er ist nicht mehr ganz richtig im Kopf. Wenn die anderen es darauf anlegen wĂŒrden, hĂ€tte dieser Haufen hier keine Chance. So eine Hauerei fehlte gerade noch. Sollen sie doch froh sein, dass alles noch einmal so glimpflich abgegangen ist. Von mir aus kann sich die ganze Gesellschaft jetzt auflösen, mir reicht es. Schließlich bin ich nicht mehr der JĂŒngste, und soviel Aufregung schadet nur." "Du hast recht," bekam er zur Antwort, "noch mehr halten meine Nerven auch nicht aus. Oh je, ich glaube es geht zur Sache, schau mal." Als die Elefanten die freche Rede des Ältesten vernahmen, rannten sie drohend nach vorne. Die Erde dröhnte unter ihren FĂŒĂŸen. Kurz vor den Löwen, denen es jetzt doch etwas mulmig wurde, blieben sie stehen. "Du wagst es tatsĂ€chlich dein Maul so weit aufzureißen, "trompetete ihr AnfĂŒhrer und seine riesigen Ohren schaukelten vor Erregung hin und her." UnwillkĂŒrlich duckte sich das Löwenrudel. "Passt nur auf, wir hĂ€tten nicht ĂŒbel Lust, euch einen Denkzettel zu verpassen, den ihr so schnell nicht mehr vergeßt. Meine Leute sind ganz wild darauf, ich kann sie kaum noch zurĂŒckhalten." Und zustimmend stampften und trompeteten seine GefĂ€hrten wĂŒtend. SpĂ€testens jetzt begriffen die Löwen den Ernst der Lage in der sie sich befanden. Sie hielten den Atem an. "Schon gut, schon gut," wiegelte der Älteste ab, " hab's ja nicht so gemeint." "Merkt euch fĂŒr die Zukunft eines," sagte der Elefant donnernd, "wer sich an unseren Freunden vergreift, der bekommt es mit uns zu tun. Und du Großmaul, halte dich zurĂŒck mit deinen frechen Äußerungen." Dann wandte er sich an die buntgemischte Herde: "So meine Freunde, das wĂ€r's wohl. Laßt uns wieder zurĂŒcklaufen. Unsere Rettungsaktion ist beendet und alles ist gut ausgegangen."
Hörbar atmeten die Geier aus. "Uff, japste der eine, "hab die Luft so angehalten, dass ich fast erstickt bin. Ging ja noch mal so eben gut," und sein Kumpel antwortete: "Ja, das war knapp, und wenn ich jetzt nicht endlich mal zur Ruhe komme, falle ich vom Baum."

Als sie das Lager der Löwen schon weit hinter sich gebracht hatten, drehten sich einige der Elefanten um und meinten bedauernd: "Eigentlich schade, dass wir nicht draufhauen durften, wÀre eine schöne Abwechslung gewesen." GemÀchlich liefen alle weiter, denn man hatte es ja nicht mehr so eilig.
Nach einer Weile verabschiedeten sich die Giraffen von ihnen: " Macht's gut Leute," riefen sie ihnen zu, "das war eine aufregende Geschichte. Das Mitkommen hat sich wirklich gelohnt." Und lachend jagten sie auf ihren langen Beinen davon. Kurz darauf verließen die Zebras sie auch wieder: "Lebt wohl Kameraden, so einen aufregenden Tag hatten wir noch nie, werden den anderen viel zu erzĂ€hlen haben," sagten sie, ehe sie in die Weite der Savanne rannten.

AllmĂ€hlich nĂ€herte sich die Truppe wieder dem Rastplatz der Antilopen. Schon von weitem erblickte sie die alte Ohreneule und sie rief aufgeregt: "Oh, da sind sie wieder und wie es aussieht, sind sie vollstĂ€ndig zurĂŒckgekehrt. Auch das Junge ist unter ihnen, wie schön, sie haben es tatsĂ€chlich geschafft." Sie schlug mit den FlĂŒgeln und hĂŒpfte ausgelassen auf ihrem Baum herum.

Erschöpft aber glĂŒcklich, gelangte die mutige Herde ins Lager. "Seid willkommen, seid willkommen," krĂ€chzte die Eule ihnen so laut sie konnte entgegen. "Nun erzĂ€hlt schnell wie es war, ich halte es vor Neugierde kaum noch aus. War der Sturm bei euch auch so heftig? Habt ihr die Löwen in die Flucht geschlagen? Wieviele waren es?" Sie ĂŒberschlug sich fast. Alle lachten und schrieen durcheinander. Jeder von ihnen wollte ihr gleichzeitig von diesem Abenteuer erzĂ€hlen. "Ruhe," rief jemand, so geht das nicht. Lasst uns einen auswĂ€hlen, der ihr die ganze Geschichte erzĂ€hlt." Damit waren sie einverstanden, und so wĂ€hlten sie den AnfĂŒhrer der Elefanten, der sich sehr geschmeichelt fĂŒhlte, als ihren Sprecher aus. Der fing nun an und schilderte der Eule den ganzen Hergang, bis in die kleinste Einzelheit. Als er seinen Bericht beendet hatte, rief die Eule begeistert: "Du meine GĂŒte, hab ich was verpaßt, ich hĂ€tte doch mitkommen sollen. Wie gut, dass ihr alle gesund zurĂŒckgekehrt sein," und zu den Jungen in der Herde sagte sie mahnend: "Euch sollte das Ganze eine Lehre fĂŒr's Leben sein. Wer weiß wie alles gekommen wĂ€re, wenn wir unsere tapferen Freunde hier nicht gehabt hĂ€tten. Doch genug davon. Ich hatte euch ja versprochen, dass ich euch ein paar von meinen eigenen Abenteuern erzĂ€hlen wollte. Also, da war das damals mit meinem Kampf gegen..." Plötzlich hatten die Elefanten es sehr eilig. "Haben leider keine Zeit mehr," riefen sie, "wir wollen noch vor der DĂ€mmerung an unserem Wasserloch sein, vielleicht ein andermal." "Oh, nicht so schnell," beeilten sich die Kuhreiher zu sagen, "nehmt uns mit, wir haben den gleiche Weg." Auch die Antilopen hatten keine Lust, nach diesem aufregenden Tag den alten ErzĂ€hlungen zu lauschen, zumal sie diese schon viele Male gehört hatten. "Lass es uns verschieben," baten sie die Eule, "wir sind einfach zu mĂŒde heute und mĂŒssen uns ein wenig erholen." EnttĂ€uscht darĂŒber das niemand, aber auch niemand etwas von ihren Abenteuern hören wollte, krĂ€chzte sie: "Dann eben nicht. SpĂ€ter will ich nicht mehr, selbst dann nicht, wenn ihr mich noch so bittet." Sprach's und flog auf den höchsten Ast ihres Baumes.

Als die Elefanten mit den Kuhreihern davon gingen, rannten die Antilopen ihnen nach. "Halt, wartet," riefen sie, "wir möchten euch noch einmal danken fĂŒr das was ihr fĂŒr uns getan habt, wir werden es nie vergessen." GerĂŒhrt blieben die DickhĂ€uter stehen. "Ach, das war doch selbstverstĂ€ndlich," sagten sie, "dafĂŒr sind Freunde doch da." Verlegen sagte der AnfĂŒhrer der Elefanten: "Schon gut Leute, außerdem hatten wir ja auch noch unseren Spaß an der ganzen Sache. Habt ihr gesehen wie ich diese Oberbestie angebrĂŒllt habe? Der hat gekuscht wie ein HauskĂ€tzchen. Und seine Kumpanen erst, die haben sich fast in den Sand gegraben vor lauter Angst." "Ja, und als wir alle zusammen auf sie zuliefen, stand ihnen das nackte Entsetzen in den gelben Augen, schrieen die anderen," sie schĂŒttelten sich aus vor Lachen. "So, meinte ihr AnfĂŒhrer, "nun mĂŒssen wir aber weiter. Sicher begegnen wir uns eines Tages wieder irgendwo in der Savanne. Passt gut auf euch auf."

Die Antilopen sahen dankbar hinter ihnen her, bis sie aus ihrem Sichtfeld verschwanden. Sie kehrten um und liefen zu ihrem Lager zurĂŒck um zu fressen, und sich von den Strapazen des vergangenen Tages zu erholen.

Zwei kleine Antilopen drĂŒckten sich an ihre Mutter, die vor GlĂŒck leise in sich hineinweinte.
AllmĂ€hlich wurde es ringsum immer ruhiger , und die Nacht senkte sich ĂŒber das weite Land.

D.B.

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