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Leselupe.de > Ungereimtes
Abhauen? Wer macht mit?
Eingestellt am 06. 09. 2006 20:02


Autor
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guelle
Festzeitungsschreiber
Registriert: Aug 2006

Werke: 22
Kommentare: 22
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Eingeengtes Fernweh

Ein befremdendes Gef├╝hl macht sich in dir breit,
w├Ąhrend du die Nahtstelle zwischen der todgrauen Stadt
und dem anbrandenden Gr├╝n ├╝berquerst.

Unbeholfen saugst du die Stille in dich hinein,
die der langsam wandernde Schattenfinger auf der
Sonnenuhr hinterl├Ąsst.
Die Zeit in dir erstarrt zum absoluten Nullpunkt,
und du sp├╝rst die Raum ausf├╝llende Ruhe der Materie,
die dich einst in deine tr├╝gerische Freiheit entlie├č.

Die Landschaft vor dir dampft wie frisch
geb├╝gelte W├Ąsche unter der klaren Hitze der Sonne.
Jeder ihrer Strahlen megaschwere Energie.
Dienendes Werkzeug, um H├╝gel und T├Ąler
unter die Linie am Horizont zu pressen,
so als wollte sie verhindern,
dass sich die wiesengr├╝n und rapsgelb gestreifte
Natur erneut zu urbaner Farblosigkeit aufb├Ąumt.

Die neonlichtbefleckte Mauer in dir
zerbricht und macht dem randlosen Licht
der aktivierten Atmosph├Ąre ├╝ber dir Platz.
Du schmeckst den Urstoff im Äther,
tauschst den Schrei des Getriebes gegen
die Vibration der ersten Sch├Âpfungssekunde.

Nur das Summen der Insekten und
die Erz├Ąhlungen der V├Âgel halten dich davon ab,
mit den tr├Ąchtigen Wolken nordw├Ąrts zu ziehen.

Vorsichtig l├Âschst du deinen Seelendurst
an T├╝rkis beladenen Seen, trinkst ockerfarbene
Felder und leise atmende Waldsilhouetten.
Noch bevor dich die erwachende Nacht zur├╝ck
in die Einsamkeit schickt, f├╝llst du jeden in
dir verbliebenen Raum mit dem Balsam
des sterbenden Tages.

Nur kurz ist der Augenblick, in dem die
untergehende Sonne die Zeit verr├Ąt, aber
lange genug, um einen bleibenden Schmerz
zu hinterlassen. Und nur das Wissen darum,
jederzeit zur├╝ckkehren zu k├Ânnen,
l├Ąsst dich aufrecht erscheinen auf dem
Weg nach Hause.

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scarda
Guest
Registriert: Not Yet

- todgraue Stadt
- anbrandendes Gr├╝n
- megaschwere Energie
- dienendes Werkzeug
- neonlichtbefleckte Mauer
- randloses Licht

diese "quellende Adjektivitis" verg├Ąllt mir vieles weil es mir durch die innere Frage wie ich dies oder jenes zu sehen h├Ątte, vieles von der Stimmung nimmt, die ich durchaus in dem Werk sp├╝re.

Mein Vorschlag: um 80 % k├╝rzen um die restlichen 20 % w├╝rdigen zu k├Ânnen.

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