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Leselupe.de > Kurzprosa
Abreagiert
Eingestellt am 17. 03. 2007 19:19


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Franka
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Abreagiert

Ich stehe auf dem Balkon und schaue hinunter auf die Stra├če. Wie er da so liegt, mitten auf dem B├╝rgersteig.

Es regnet.
Ich muss etwas tun. Die Menschen werden bald zur Arbeit eilen, sich erschrecken, wenn er dann immer noch da liegt.

Ach Peter!

Die Kirchturmglocke rei├čt mich aus meinen Gedanken. Sie schl├Ągt f├╝nf Uhr. Nichts hatte gestern darauf hingedeutet, dass diese Nacht so enden w├╝rde.
Ich hatte etwas Feines gekocht. Als ich jedoch mit der zweiten Flasche Rotwein ins Wohnzimmer zur├╝ck kam, lief der Fernseher.

Fu├čball!
Unser erstes gemeinsames Wochenende und er dachte an Fu├čball.

Ich war w├╝tend. Sicher w├Ąre es konsequenter gewesen ihn hinauszuwerfen, aber ich mochte ihn, sehr sogar. Also, beschloss ich, darauf zu achten, dass er nicht so viel Wein trank und fit blieb. Schlie├člich wollte ich nicht umsonst die neuen Dessous gekauft haben.
Was sind schon neunzig Minuten!

Von wegen neunzig Minuten!
Nachspielzeit!
Elfmeter schie├čen!
Mir war langweilig. Ich schlief ein.
Schnarchen holte mich aus meinen Tr├Ąumen. Ich versuchte ihn zu wecken.

Dann ,schauten sie mich auf einmal an, diese treuen braunen Augen. Ich kochte noch immer innerlich, und so ergriff ich ihn. Und mit der Kraft der Wut schleuderte ich ihn durch das ge├Âffnete Fenster auf die Stra├če.

Nun stehe ich hier auf dem Balkon und schaue hinunter. Es tut weh zu sehen, wie er da so liegt, in seinem rosa Schlafanzug. Zerschunden und von Regen v├Âllig durchn├Ąsst.
Mein Gott, was habe ich getan! Wie gemein und brutal ich mit ihm gewesen bin. Durch den Aufprall sind die Augen verrutscht, sie schielen jetzt. Ein Ohr ist abgerissen und das rechte Bein v├Âllig verdreht.

Ich muss sofort hinunter. Bestimmt kann er noch gerettet werden.

Schnell ziehe ich eine Jacke ├╝ber mein Nachthemd und eile nach unten auf die Stra├če. Ganz behutsam hebe ich ihn hoch und dr├╝cke seinen Kopf z├Ąrtlich an meinen Busen. Dabei fl├╝stere ich ihm beruhigend zu: ÔÇ×Keine Angst mein kleiner Liebling, wir gehen morgen sofort zu einem Teddydoktor. Wenn wir von dort zur├╝ck sind, dann geh├Ârt der Platz in meinem Bett nur noch dir."

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