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Leselupe.de > Ungereimtes
Absalom und der Wal
Eingestellt am 24. 08. 2002 11:54


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Paulin
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jul 2002

Werke: 5
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Absalom und der Wal

Es war einmal und es war keinmal.
Es war einer ,der war zweimal da.
Es gab so viele Wirklichkeiten, wie Tropfen in einem Ozean.
Und dennoch nur eine Realit├Ąt.

Doch wie alle Menschen war Absalom mit offenen Augen blind und er hatte Ohren und h├Ârte doch nicht .
Wenn Absalom nun lebte ,ber├╝hrte er viele Wirklichkeiten ,die er nicht sehen und f├╝hlen konnte.
Deshalb war Absalom sehr allein .
Denn er hatte vergessen auf das Lied zu h├Âren .

Eines Tages tr├Ąumte Absalom ,er k├Ąme ans Meer. Dort traf er eine Herde Buckelwale.
Es war kalt.
Wei├če Gebirge aus Eis, blauschwarze Tiefe, knirschende Festungen der Eisberge unter Wasser.
Und noch weiter drunten :schwarze Tiefe und Wasserdruck.

Absalom war v├Âllig fasziniert von den Tieren ,die schnaubend an die Oberfl├Ąche kamen , gleitende zerfurchte R├╝cken ,Entenmuscheln am Kinn und Bauch und Flossen ,wie lange wei├če Fl├╝gel.
So ,wie sie kamen ,verschwanden sie auch wieder und lie├čen eine glatte ,fast ├Âlige Wasseroberfl├Ąche zur├╝ck.
Und eine Stille ,die in der Ohren dr├Âhnte.

Da durchbrach etwas vor Absalom die Wasseroberfl├Ąche, stieg scheinbar endlos in den Himmel empor.
Schwatz und wei├č ,wie die scheinbar leblose Landschaft ,wie eine lebendig gewordenen Welle jedoch.
Als der Wal ,mit einem enormen Krach wieder ins Wasser tauchte und es sch├Ąumte und spritzte von diesem Sprung , bebte die Eisscholle unter Absalom.

Absalom schrie und schlagartig h├Ârte er. Ein Lachen ,glucksend, perlend ,von ├╝berall her.
Absalom rutschte bis an den Rand der Eisscholle und sah in das Auge des Wals, der ihn sichtlich am├╝siert betrachtete. Der Wal hob den Kopf ein wenig mehr aus dem Wasser und Absalom sah ein gewaltiges Maul ,mit einer Schnauze ,wie ein frisch gepfl├╝gter Ackerfeld. Das L├Ącheln des Wales war meterlang und enth├╝llte ein St├╝ck der Zahnbarteln.

Absalom wurde verlegen .
Da half ihm der Wal:
„Guten Tag „sagte er.
„Guten Tag , erwiderte Absalom . Weiter aber schwieg er und sein Kopf war v├Âllig leergefegt

Der Wal wartete auf die Worte Absalom sagen sollte und schaute fragend und wartend. So wartete der Wal weiter, leise schnaubend. Einmal h├Ârte es sich wie ein Seufzer an .
Schlie├člich ,da Absalom h├Âren konnte ,half ihm der Wal :
„ Ich bin Dein Wal .
Du hast mich getr├Ąumt.
Magst Du mit mir kommen ?"
Absalom nickte und f├╝hlte ,das war genau die Sache nach der er sich sein Leben lang gesehnt hatte.

Der Wal wu├čte was Absalom dachte , den er sp├╝rte das Absalom noch blind war f├╝r die Realit├Ąt.
„Ich bin nur ein Bild von dem ,was du suchst." , sagte der Wal leise.

Absalom tauchte mit dem Wal und h├Ârte und h├Ârte.
Das ewige Singen des Eises , das Rauschen des Blutes in seinen Ohren ,das Quieken ,Blubbern und Pfeifen der Wale.
Das ist der Walgesang.
Absalom geno├č es unglaublich in diesen T├Ânen zu schwimmen und ehe er es sich versah - machte er mit.
Sein Wal freute sich .
„Alles ist erf├╝llt mit einem Singen .
Einem ewigem Singen ,angef├╝llt mit Freude und Trost vom Ewigem her..."

Und Abalom h├Ârte.
Nicht nur mit den Ohren ,
sondern aus der Mitte seines Lebens heraus.

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
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Absalom,

ja, seltsam aber sch├Ân irgendwie

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