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Leselupe.de > Gereimtes
Abschied
Eingestellt am 13. 12. 2001 00:06


Autor
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Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2001

Werke: 35
Kommentare: 55
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Sie hat TrÀnen in ihren Augen
Ihre Hand
Umklammert die meine
Ihre Lippen
Zittern
Als ob sie mir etwas sagen möchte
Ich beuge mich zu ihr hinunter
Es ist nur ein FlĂŒstern
-Bitte halte mich
Ich lege mich neben sie
Lege meine Arme um sie
Und versuche
Sie so nah wie möglich
An mich zu drĂŒcken,
bei ihr zu sein
Mein Kopf liegt ganz nah
An ihrem
Alles von mir
Ist ganz nah bei ihr
Ein frösteln
SchĂŒttelt , fĂŒr kurze Zeit
Ihren schwachen Körper
Mein Hals ist wie zu geschnĂŒrt
Ich bringe kein Wort heraus
Ich halte meine TrÀnen
Nur mit MĂŒhe zurĂŒck
Ich schließe meine Augen
Um alles von ihr
Ihren Körper
Ihren Atem
Ihr schlagendes Herz
Auch ihr Zittern
Zu spĂŒren
In mein Innerstes
Auf zu saugen.

Ich erinnere mich
An die Zeit
Bevor sie krank wurde
Mir kommt es vor
Als wÀre keine Zeit vergangen
Als wir uns trafen
Uns in die Augen sahen
Und beide wussten wir es
Was der Andere dachte
Ich hörte sie Lachen
Dieses Lachen
Das dem plÀtschern
Eines Baches Àhnlich war
Ich konnte nicht anders
Ich musste immer mit lachen
Ich hörte sie lachen
Ganz nah
Ich öffne meine Augen
Und sehe sie an
Sie schlÀft
Ihr Kopf
Liegt an meiner Brust
Ich höre sie atmen
Ich spĂŒre den stechenden Schmerz
In meinem Herzen
Es tut alles weh
Ich verstehe nicht
Warum nur
Warum sie ?
Es gab Zeiten
Da dachte ich
Ich wÀre Schuld daran
Doch sie spĂŒrte meine Gedanken
DrĂŒckte meine Hand
Und sagte:
-Es ist mein Schicksal
Wenn ich jetzt darĂŒber nachdenke
Dann ist es unser Schicksal

Ich habe ihr geschworen
Immer bei ihr zu bleiben
Nur noch fĂŒr sie zu leben
Wenn sie atmet
Luft zu holen
Wenn sie zittert
Zu beben
Wenn sie stirbt
Auch zu sterben
Doch sie sagte:
-Du bist ein Teil meines Lebens
und ich bin ein Teil deines Lebens
aber dein Leben geht weiter
Du musst leben
Um einen Teil von mir
Immer mit dir zu nehmen
Dann nahm sie mich in den Arm
Und trocknete meine TrÀnen
Sie ist wunderbar

Ich spĂŒre ein leichtes Zittern
Ich öffne wieder die Augen
Sie ist erwacht
Ihr atmen ist schwer
Ein kurzes Husten
Ich halte sie
Sie sieht mich an
Ein Blick
Der mir Stiche versetzt
Sie umklammert meine Hand
Ich fĂŒhle es
Doch will es nicht wahr haben
Ich kann meine TrÀnen
Nicht mehr zurĂŒck halten
Der Schmerz wird stÀrker
Ich rĂŒcke noch nĂ€her an sie heran
Eine TrÀne
Tropft auf ihr Haar
Eine weitere
Auf ihre Stirn
-Bitte weine nicht
flĂŒstert sie
-Bitte halte mich

__________________
Ich bin wie ich bin...

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Sanne Benz
Guest
Registriert: Not Yet

lieber lars,
gerade als ich deinen "abschied"..lese..schneit es so unaufhörlich und stark..
bei keinem meiner,mir geliebten menschen war ich da...viele junge menschen..ich haĂ€tte es mir aber gewĂŒnscht.
was soll man dazu viel sagen..
ausser,das deine zeile einen sehr berĂŒhren..
und der gedanke auf kommt, das genau in diesem moment sehr viele menschen abschied..nehmen..
und ich denke,das man die welt ein wenig anders sieht,wenn man diesen abschied einmal erlebte..

lg
sanne

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label
Guest
Registriert: Not Yet

betroffen berĂŒhrt sprachlos
alle deine zeilen
machen alles das

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Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2001

Werke: 35
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Hallo Sanne

danke das Du meinen Gedanken teilst...
__________________
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Lars Koch
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Nov 2001

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Hallo label

Abschied...welch bitter sĂŒĂŸer Schmerz
Danke
__________________
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Stephan Götze
Möchtegern-Schreiber
Registriert: Nov 2001

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Anmerkung

Hallo Lars,

lang aber umso intensiver sind Deine Zeilen.
Ging mir sehr unter die Haut. Wunderbar.
Abschied ist ein langer Prozess und schmerzvoll,
ich wĂŒnsche es niemanden, aber es lĂ€ĂŸt sich leider
nicht vermeiden. Man muss in solchen Momenten
unheimlich stark sein. Vielen ist auch dies verwehrt.
Deine Zeilen tun weh und lösen bei mir eine GÀnsehaut aus.
Sehr einfĂŒhlsam beschrieben.

lg
Stephan

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