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Leselupe.de > Gereimtes
Abschied am Fluss
Eingestellt am 17. 02. 2013 18:50


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Ciconia
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2012

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Novembergrau verf├Ąrbt den Fluss,
liegt bleiern auf den Deichen.
Nach Rauch schmeckt unser letzter Kuss.
Gibst du mir noch ein Zeichen?

Dein Schiff nimmt Kurs auf Nord-Nordwest,
f├Ąhrt ohne mich nach Norden.
Ich halt an meinen Tr├Ąumen fest
von schneeumkr├Ąnzten Fjorden.

Am Deich: Die Zeit steht qu├Ąlend still,
hat jeden Takt verloren.
Ich wei├č nicht, ob ich warten will -
mein Herz ist fast erfroren.


Version vom 17. 02. 2013 18:50

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

Registriert: Nov 2005

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Sehr sch├Ân,

z. B. die zeilen├╝bergreifende Bezogenheit von "Rauch" und "Zeichen",

die Verspieltheit der Richtungen, die als genau ausgefeilte Pr├Ązision (Norddordwest) einen besonderen Akzent setzt,

die Frage, "ich wei├č nicht ob ich warten will"; wer will schon warten?

Es wirkt wie der Abschied zweier, die die Zeit vergessen haben vor lauter gef├╝hlten Fr├╝hlings, die den Abschied bis in den sp├Ąten Herbst verschleppt haben und auf einmal - allein - wird die K├Ąlte doppelt sp├╝rbar.

quote:
mein Herz ist fast erfroren

Die Besonderheit der Geschichte dieses Abschieds liegt eingebettet in den Bildern. Sie ist unaufdringlich, aber ihre Intensit├Ąt ist beim Lesen sp├╝rbar.

Allein and der Stelle hadere ich ein wenig mit dem melodischen Bruch bez├╝glich der verk├╝rzten Zeile.
quote:
Am Deich: Die Zeit steht still,

Einzig das Adjektiv "unumst├Â├člich" k├Ąme mir als treffende Erg├Ąnzung in den Sinn.

Ich hoffe, Dir hiermit Etwas an die Hand gegeben zu haben. M├Âge es Dir Dein Gedicht von Leserseite aus erschlie├čen.

Lieben Gru├č,

Elke
__________________
Wer Spuren sucht, wird Wege finden.

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Ciconia
Routinierter Autor
Registriert: Jul 2012

Werke: 321
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Hallo Elke,

Dein Kommentar hilft mir sehr, ich danke Dir ganz herzlich daf├╝r. Es lag und liegt mir viel daran zu erfahren, wie dieses Gedicht auf den Leser wirkt.

Mit der "verk├╝rzten" Zeile hast Du absolut Recht, diese Verk├╝rzung war mir auch bewusst. Ich wollte damit (ohne R├╝cksicht auf Rhythmus und Versma├č) den Stillstand der Zeit unterstreichen, sozusagen wie ein Abbremsen. Dies meinte ich auch durch den unvollst├Ąndigen Satz und den Doppelpunkt "Am Deich: ..." unterstrichen zu haben.

Wenn dies aber nicht so r├╝berkommt und die Form zu sehr verletzt wird, k├Ânnte man vielleicht auch

quote:
Am Deich: Die Zeit steht qu├Ąlend still
schreiben. Dein Vorschlag "unumst├Â├člich" erscheint mir zu lang. Was denkst Du?

Liebe Gr├╝├če und einen sch├Ânen Abend
A.

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ENachtigall
Foren-Redakteur
???

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Lieber Anonymus,

ich hatte so die Vermutung, dass der Bruch in der verk├╝rzten Zeile beabsichtigt war. Gelungen w├Ąre er, wenn das in einer lauten Rezitation als sprachliches Mittel r├╝berk├Ąme. Das ist mir bisher nicht gelungen.
Deshalb w├Ąre die Alternative mit "qu├Ąlend" auf jeden Fall bedenkenswert.

LG

Elke
__________________
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Architheutis
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo A.,

quote:
Nach Rauch schmeckt unser letzter Kuss.
Gibst du mir noch ein Zeichen?

Ein letzter Kuss als Rauchzeichen der Liebe - brillant! Das sage ich sogar als Nichtraucher.

Der einzige Nachteil des Textes ist, dass man ihn suchen muss. Er t├Ąte gerade dem oft geschundenen Form des Gereimten mehr als gut.

Weiterfreuen,
Archi

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