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Leselupe.de > Gereimtes
Abschiedssymphonie
Eingestellt am 19. 10. 2002 09:17


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Heidi
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Dec 2001

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Du h├╝llst mich ein am fr├╝hen Morgen mit deinem Mantel aus Tautropfen, l├Ąsst mich den Kastanienbaum dort, ein paar Schritte weiter, nur erahnen und erfrischt meine nackten F├╝├če.
Kurze Zeit sp├Ąter erhebt sich die m├Ąchtige K├Ânigin in mildem Gold.

Die Spinnerinnen haben ganze Arbeit geleistet, haben H├Ąngematten gesponnen, die sich leicht wiegen im Morgenwind und auf fette Beute warten. Die Fangnetze sind best├╝ckt, jetzt noch, mit Brillianten, dicht an dicht, so lange, bis die K├Ânigin sie aufsaugt mit ihrer lechzenden Zunge.

Gr├╝n f├Ąllt vom Himmel und k├╝sst die Erde in rostbraun. Kinderf├╝├če tapsen in knusprigen Corn Flakes.

Ernted├╝fte durchziehen das Land. Apfelb├Ąume zeigen rotwangige Gesichter.

Die grellen Sommerfarben werden abgel├Âst durch mildes rostrot, ockergelb oder violett der Herbstastern.

K├Ânigstreffen im lichten Eichenwald. Doppeldecker mit gl├Ąsernen Schwingen, gr├╝n-schwarz gestreift fliegen hungrig im Zick-Zack-Kurs filigranen Summern hinterher. Eine Handvoll Gefieder antwortet mit keckem „zeck zeck“ und verschwindet in seinem Nest in der Hecke.

Samtenes Faltern verf├╝hrt mein Auge.

Allabendliches Schauspiel von goldgelb bis orangerot.

Stachliger Nachtgesell durchstreift sein Revier, leckt sich die Zunge nach reicher Beute.

Dankbar ernte ich die milden Strahlen, die Herbstfarben und –Ger├╝che.

Die Zeit der Entbehrungen wird lang.




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doktordigitalis
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jun 2001

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poetischer Beitrag
Ich z├Ąhl mal ein paar Bilder auf, die mir super gefallen:
m├Ąchtige K├Ânigin in mildem Gold.

Die Spinnerinnen haben ganze Arbeit geleistet, haben H├Ąngematten gesponnen, die sich leicht wiegen im Morgenwind und auf fette Beute warten. Die Fangnetze sind best├╝ckt, jetzt noch, mit Brillianten, dicht an dicht, so lange, bis die K├Ânigin sie aufsaugt mit ihrer lechzenden Zunge.
Mmmh, eine Delikatesse!

Gr├╝n f├Ąllt vom Himmel und k├╝sst die Erde in rostbraun. Kinderf├╝├če tapsen in knusprigen Corn Flakes.
Schwelg! Auch sch├Ân, da├č du hier ein Bild aus dem
Alltag reinnimmst, die Kinderf├╝├če in Corn Flakes. Es erinnert ja, auch rein akkustisch an das Laufen durch Herbstlaub.

werden abgel├Âst warum pl├Âtzlich passiv?
La├č die Herbstfarben doch in einem Schichtwechsel der Jahreszeiten die Sommerfarben abl├Âsen....

K├Ânigstreffen im lichten Eichenwald. Doppeldecker mit gl├Ąsernen Schwingen, gr├╝n-schwarz gestreift fliegen hungrig im Zick-Zack-Kurs filigranen Summern hinterher. Eine Handvoll Gefieder antwortet mit keckem ÔÇ×zeck zeckÔÇť und verschwindet in seinem Nest in der Hecke.
Sehr stark!

Samtenes Faltern verf├╝hrt mein Auge
Auszeichnungsw├╝rdig!

Bei dem stachligen Nachtgesell, allerdings, der sein Revier durchstreift, begegnen mir zwei Bilder, die vorher schon auftauchen: die fette Beute und die Zunge.
Vielleicht k├Ânnte er ja einen Stachel als Zahnstocher benutzen, um sich N├╝sse aus den Z├Ąhnen zu puhlen?
Neh, das w├Ąre zu profan, oder?


Dankbar ernte ich die milden Strahlen, die Herbstfarben und ÔÇôGer├╝che.

Strahlen ernten ist gut, aber milde kommt auch oben schon vor.
Der Schlu├čsatz ist gut gew├Ąhlt.
Die Zeit der Entbehrungen wird lang.
Ich bin ja kein Freund von dieser Bewertungs-Skala unter unseren Beitr├Ągen, aber hier w├╝rd ich glatt bis an den rechten Rand "sehr hilfreich" gehen.(Ich h├Ątte ja den Vorschlag, da "grottenschlecht" links- ---und "hervorwiegend" rechts an die Balken zu schreiben.)

Sch├Ân, sch├Ân, weiter so!
-----------------
Take it easy, but take it!


__________________
doktordigitalis

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Heidi
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Dec 2001

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Hi doc,
das freut mich, dass Du Dich meines Textes so intensiv angenommen hast.
Kann Deine Empfehlungen gut nachvollziehen, vor allem auch "werden abgel├Âst" erscheint mir jetzt nach Deinem Vorschlag auch wie ein Bruch.
Danke!
__________________
Die Fl├Âhe und die Wanzen geh├Âren auch zum Ganzen

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