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Leselupe.de > Ungereimtes
Absturz
Eingestellt am 25. 08. 2008 20:04


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Franka
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Absturz

unter der Sch├Ądeldecke
h├Ąmmert mein Herz
rutscht auf die Zunge
dabei blieben die
Worte lieber ungesagt

mein Verstand
klaglos verstummt
die Entt├Ąuschung
hat einen festen Griff
was blieb klang hohl

aus untersp├╝lten Augen
ein Nachschauen
doch bei dir kein Umdrehen
so schl├Ągt Ende mir
die Bodenhaftung weg



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Man probiert. Vielleicht klappt es. Wenn nicht, dann probiert man was Neues. (frei nach Antje Joel)

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JoteS
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Unter der Sch├Ądeldecke h├Ąmmert mein Herz,rutscht auf die Zunge. Dabei blieben die Worte lieber ungesagt.
Mein Verstand: klaglos verstummt. Die Entt├Ąuschung hat einen festen Griff. Was blieb klang hohl.
Aus untersp├╝lten Augen ein Nachschauen (1),
doch bei dir kein Umdrehen (1).

So schl├Ągt Ende mir, die Bodenhaftung weg. (2)

(1) Unn├Âtige Substantivierungen - klingt scheusslich

(2) Unn├Âtige gramm. Verk├╝rzungen, die ganz offensichtlich keinen anderen Sinn haben, als den fragw├╝rdigen Satz in Versen f├╝r diese Prosalyrik und damit die Optik zu gew├Ąhrleisten. Auch hier gilt: klingt grauslig.

Hallo Franka

Wie man liest bin ich schlecht gelaunt. Nimms nicht pers├Ânlich. Zum Inhalt meiner Kritik stehe ich aber auch bei besserer Laune. Also bitte erkl├Ąre mir doch mal den Sinn der sprachlichen Grausamkeiten....

Das Ekel

J.
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Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Franka
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Hallo JoteS,

ich hoffe, dass dir das Abreagieren eine wenig geholfen hat, ich kann das ab, aber du als "alter Hase" hier, m├╝sstest doch damit schon lockerer umgehen k├Ânnen.
Nun zu meinem Gedicht, f├╝r mich ist die Substantivierungen notwendig, sie soll den letzten Versuch des ly. "Ich" verdeutlichen und die Schroffheit des Gehenden unterstreichen.
F├╝r mich war es ein geeignetes Mittel.

LG Franka
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JoteS
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Hallo Franka

Ich finde Substantivierungen h├Ąsslich und vermeide sie so gut es geht. Das "Nachschauen" ist zudem mehrdeutig, wobei die Nebenbedeutung Kontrolle hier keinen Sinn ergibt. Ein Grund mehr, dies nicht so zu formulieren.

Zudem sind Substantivierungen meist eher ein Zeichen von Aufgeblasenheit (siehe Politiker-Reden), niemals aber von Schroffheit. Hinzu kommt, dass sie der Verst├Ąndlichkeit schaden, denn wenn man ein Verb zum Substantiv macht wird der Satzbau unnat├╝rlich, gek├╝nstelt (=das Gegenteil von kunstvoll).

Grausam finde ich auch immer noch: "so schl├Ągt Ende mir
die Bodenhaftung weg". Ein "das" dazu und schon wird ein Satz draus. So klingt es nicht schroffer sondern einfach nur verst├╝mmelt (was wohlbemerkt nicht als Hinweis auf die verst├╝mmelte Seele gewertet werden kann). Man frag sich: Wer ist dieser Ende?

Ich gebe auch zu, mich durchaus ein wenig abreagiert zu haben und entschuldige mich hiermit daf├╝r. Dennoch: Meine Laune hat sich ge├Ąndert, meine Meinung zu den kritisierten Textstellen nicht.
Der Rest des Textes gef├Ąllt mir ausgezeichnet. Auch das war ein Grund f├╝r meine Kritik, denn ich hatte das Gef├╝hl, Du hast ihn "auf den letzten Metern" kaputt geschrieben.

LG

J├╝rgen
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Oh lodernd Feuer! (Ustinov als Nero)

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Franka
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Lieber JoteS,

nat├╝rlich kannst du das so sehen, aber die beiden ersten Strophen erm├Âglichten dem lyr. "Ich" noch eine sehr kleine Hoffnung, doch mit der H├Ąrte der letzten, ist das Ende der Beziehung wirklich das Ende und es kommt zu einem Zusammenbruch.
Ich akzeptiere deine Meinung, werde sicher auch noch einem dar├╝ber nachdenken, kann aber nicht versprechen, dass ich es ├Ąndern werden.

LG Franka

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