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Leselupe.de > Kindergeschichten
Ach! (eine Sternchengeschichte)
Eingestellt am 10. 05. 2005 11:27


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Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

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Das Blau des Himmels spiegelte sich im Wasser, oder spiegelte sich das Blau des Wassers im Himmel? Wer weiß? Wie auch immer! Am linken Ufer des Sees lagen die orangenen Ziehharmonikablumenwiesen, am Rechten die Tomatenbeerfelder. Vor mir thronten die Berge in ihrer türkisfarbenen Majestät, hinter mir grünten die ewigen Ebenen. Die Sonne spendierte wonnig wärmende gelbrote Strahlenkränze und der Himmel malte ein paar rosa Wolken ans Firmament. Der Wind sang ein vertrautes Lied und die vielfüßigen Harfenmeister spielten die Melodie dazu. Ein Duft von Lavendelmelissenkraut mit einem leichten Hauch Sommerglöckchen lag in der Luft.
Der stammlose Glücksbaum streckte seine Wurzeln ins Blau, während die Äste ihn zum Wasser trugen. Auf der Spitze einer besonders dicken Wurzel saß ein Lamavogel. Während er träumend vor sich hinpfiff, spuckte er Tomatenbeersaft aus seinem Maul und färbte den See für Momente Violett.
In der Nähe des Baums saßen zwei Froschschenkelreiter, die gerade dabei waren, ein ~ Hab mich lieb, fress mich auf ~ zu grillen. Fröhlich zappelnd klammerte es sich mit seinen kleinen Asbestfingern an die Grillstange und rief: „Mehr Kohle, mehr Kohle.“
„Ein guter Tag“, dachte ich, als neben mir ein Federling Platz nahm.
„Ach, ein schlechter Tag“, fing der Federling zu schluchzen an, und kleine Salzperlen tropften aus seinen Augen und fielen auf den Felsen, auf dem wir saßen. Von dort kullerten sie gemächlich ins Lager der beiden Froschschenkelreiter:
„Ah! Salzperlen!!! Das gibt dem Ganzen noch mehr Würze. Ich sag´s ja immer: Des einen Leid, des Anderen Freud.“
„Mehr Salzperlen, mehr Salzperlen“, rief das ~ Hab mich lieb, fress mich auf ~.
Federlinge nehmen alles sehr leicht und so war ich ĂĽber das Benehmen des kleinen bunten Freundes doch ein wenig beunruhigt.
„Was ist dir denn für eine graue Feder über den Weg geflogen?“, fragte ich das traurige Kerlchen.
„Ach, ich weiß auch nicht. Manchmal ist alles so…so…so, ach ich weiß auch nicht!“
„Das kenne ich, mein kleiner buntfedriger Freund. Du meinst dieses -Ganz-Grundlos-Ach-Gefühl-. Dagegen gibt es nur ein Mittel. Komm in meine Arme…ich streichle dein buntes Kleid und alles wird gut.“

„Ach Papa…erzähl noch ein wenig!“

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