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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Adagio
Eingestellt am 11. 01. 2002 21:43


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eli-fant
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Sep 2001

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Es war schon fast dunkel.
Theresa ging schnell. Ihr war kalt, obwohl sie ihren Wintermantel trug.
Der erste Schneeregen in diesem Jahr hatte die Stra├če in eine einzige Pf├╝tze verwandelt und bei jedem Schritt spritzte eisiges Wasser auf ihre d├╝nnen Nylonstr├╝mpfe. Der Weg von der U-Bahn-Station zum Konzerthaus war weit und sie bereute es schon fast, da├č sie dem Rat ihrer Tante, warme Stiefel anzuziehen, nicht gefolgt war.
Doch als sie in der Ferne das festlich erleuchtete Geb├Ąude erblickte, durchflutete sie ein warmer Schauer der Erregung. Sie w├╝rde heute in ein Konzert gehen. Zum ersten Mal in ihrem Leben ein richtiges Sinfoniekonzert!
Da dr├Ąngte sich unerbittlich die k├╝hle, etwas blecherne Stimme ihrer Tante in ihre freudigen Gedanken:
"Wenn sie dich ├╝berhaupt reinlassen...! Solche Veranstaltungen sind nichts f├╝r uns einfache Leute. Da gehen nur die hin, die sich einbilden, was Besseres zu sein. Du wirst schon merken, da├č du dort fehl am Platz bist!"

Theresa befiel eine leichte Beklemmung, als sie die gro├če, erleuchtete Eingangshalle betrat.├ťberall standen elegant gekleidete Damen und Herren, die meisten unterhielten sich ged├Ąmpft.
Als sie jedoch wahrnahm, da├č niemand ihr besondere Beachtung schenkte, entspannte sie sich.
Sie ging zur Garderobe und gab ihren Mantel ab.
Dann kramte sie in ihrer Handtasche nach der Eintrittskarte und warf einen Blick darauf, der jedoch nicht n├Âtig gewesen w├Ąre. Seit Tagen wusste sie auswendig, was darauf stand:
Block C Reihe 4 Platz 11
Ihre Augen wanderten suchend durch den Raum, dann folgte sie einem Hinweisschild in den ersten Stock.

Auf halber H├Âhe der Treppe zeigte ihr ein gro├čer Spiegel ein Abbild ihrer selbst und sie musterte sich verstohlen.
Als sie am Nachmittag endlich damit fertig gewesen war, ihr Firmungskleid um die drei Zentimeter zu verl├Ąngern, die der Saum noch hergegeben hatte, hatte sie es anprobiert und sich richtig h├╝bsch gef├╝hlt. Das dunkle Blau schien ihr gut zu Gesicht zu stehen und die im R├╝cken gebundenen B├Ąnder ihre schmale Figur vorteilhaft zu betonen. Sie hatte beinahe erwartet, von ihrer Tante, die einen kritischen Blick auf sie geworfen hatte, ein Kompliment zu erhalten, doch hatte diese nur gefragt:
"Was hast'n da am Kinn? Einen Pickel?"
Theresa seufzte. Die Tante hatte recht gehabt.
Und steckte nicht auch ein K├Ârnchen Wahrheit in deren ├ťberzeugung, da├č jemand wie Theresa, der aus einfachsten Verh├Ąltnissen stammte, nicht ins vornehme Publikum eines Sinfoniekonzerts passte?
Das blaue Kleid wirkte auf einmal mehr als unscheinbar - es war altmodisch und plump. Theresa f├╝hlte sich unsicher und linkisch, als sie die Treppe weiter hinaufstieg.

Am Eingang zum Saal warf ein ├Ąlterer Herr einen Blick auf Theresas Eintrittskarte und wies ihr mit einer Handbewegung den Weg zu ihrer Sitzreihe.
Erst als sie auf ihrem Platz sa├č, sah sie auf. Sie war verbl├╝fft. So gro├č hatte sie sich den Konzertsaal nicht vorgestellt. Zahlreiche Sitzreihen auf verschiedenen Ebenen - alle leicht nach vorne geneigt, so da├č jeder in dem riesigen Raum freien Blick auf das Orchester hatte.
Von den Musikern war allerdings noch nichts zu sehen. Einzig ein Fagottist sa├č bereits auf seinem Platz und entlockte seinem Instrument brummige und doch auf seltsame Weise zart klingende T├Âne.

Theresa lauschte und l├Ąchelte. Bei den Kl├Ąngen mu├čte sie an ihren Gro├čvater denken. Er war schon sehr alt und gebrechlich und lebte in einem Altenheim. Theresa mochte den alten Mann gerne und besuchte ihn regelm├Ą├čig.
Von ihm hatte sie auch die Eintrittskarte f├╝r dieses Konzert bekommen. Es war sein Geschenk zu ihrem
18. Geburtstag.
Zu Hause - bei Onkel und Tante, bei denen Theresa aufgewachsen war - hatte dies gro├čes Mi├čfallen erregt. Die Konzertkarte sei ein Zeichen daf├╝r, da├č der alte Mann anfange, verr├╝ckt zu werden, hatte die Tante b├Âse gesagt und er Onkel hatte zustimmend genickt.

Der Besuch eines Sinfoniekonzerts war in ihren Augen nichts f├╝r Leute der Klasse, der sie angeh├Ârten. Das war etwas f├╝r die "feinen Leute", f├╝r diejenigen, die ihrer Meinung nach kaum etwas anderes zu tun hatten, als auf die weniger Gebildeten und Beg├╝terten herabzuschauen.
Onkel und Tante gaben viel auf ihre einfache Herkunft und achteten streng darauf, m├Âglichst wenig mit den "Bessergestellten" in Ber├╝hrung zu kommen. Bessergestellt waren in ihren Augen fast alle anderen Menschen und so lebten sie recht zur├╝ckgezogen und pflegten au├čer mit ein paar Verwandten mit niemandem Kontakt.
Ihr Musikgenu├č beschr├Ąnkte sich auf das H├Âren volkst├╝mlicher Musik im Radio und ihre t├Ągliche Zeitungslekt├╝re auf das ├ťberfliegen der ├ťberschriften und das Lesen der Todesanzeigen. So bestand ihre Weltsicht aus einigen wenigen, unumst├Â├člichen und oft wiederholten "Tatsachen", zum Beispiel, da├č fr├╝her alles besser gewesen war, alle Politiker Verbrecher seien und man sich vor Ausl├Ąndern in Acht nehmen m├╝sse.
Theresa war in der engen Welt von Onkel und Tante gro├čgeworden, da ihre Mutter fr├╝h verstorben war. Ihren Vater hatte sie nie gekannt, wu├čte nur aus gelegentlichen ├äu├čerungen der Tante, da├č dieser ein "verr├╝ckter Taugenichts" gewesen sei, mit dem ihre leichtsinnige Mutter sich eingelassen hatte.

Allm├Ąhlich fand sich das Orchester ein. Die Musiker begannen, ihre Instrumente zu stimmen.
Theresa horchte fasziniert auf das bunte Gewirr von T├Ânen. Die ungeordneten Kl├Ąnge der Streicher und Bl├Ąser, das Durcheinander von Laut und Leise, schnellen L├Ąufen und bed├Ąchtigen T├Ânen erzeugten eine Atmosph├Ąre der gespannten Erwartung, die in ihr widerhallte und sie ganz in ihren Bann zog.
Sie nahm nicht wahr, wie sich rings um sie her die Publikumspl├Ątze f├╝llten.
Dann verstummten die Instrumente wie auf ein geheimes Zeichen und wenige Augenblicke sp├Ąter betrat der Dirigent den Raum. Er wurde mit Beifall begr├╝├čt.
Als er sich dem Orchester zuwandte und die Arme hob, herrschte fuer ein paar Sekunden absolute Stille im Saal.

W├Ąhrend der ersten Takte der Haydn-Sinfonie verga├č Theresa zu atmen, so ├╝berw├Ąltigt war sie von dem, was da auf einmal machtvoll den Raum erf├╝llte. Sie f├╝hlte, wie die Musik von ihr Besitz ergriff und in ihrem Innersten etwas anr├╝hrte und zum Leben erweckte, von dessen Existenz sie nichts geahnt hatte.
W├Ąhrend sie hingerissen lauschte, wanderten ihre Augen durch das Orchester. Sie musterte die ernsten, konzentrierten Gesichter der Musiker und konnte sich nicht sattsehen daran, wie sie ihren Instrumenten mit scheinbarer Leichtigkeit und doch solcher Pr├Ązision diesen Zauber entlockten.
Als Theresa ihren Blick einmal kurz durchs Publikum schweifen lie├č, nahm sie mit einigem Befremden wahr, da├č das Adagio des ersten Satzes anscheinend bei niemandem solche Wirkung hervorzurufen schien wie bei ihr. Einige Gesichter wirkten gar gelangweilt, viele dr├╝ckten freundliches Interesse aus, aber mehr nicht.
Doch ehe sie sich noch Gedanken dar├╝ber machen konnte, wurde sie schon wieder weggetragen von der Flut von T├Ânen, die jetzt fr├Âhlicher und lebhafter wurde und ihr ein L├Ącheln entlockte.

Theresa wu├čte kaum etwas ├╝ber klassische Musik.
Sie h├Ątte nicht beschreiben k├Ânnen, was sie so bewegte, doch allm├Ąhlich begann eine leise Ahnung in ihr aufzusteigen. Als der zweite Satz seinem Ende zuging, wurde diese Ahnung pl├Âtzlich zur Gewissheit.
Das war es!
Es mu├čte mehr geben, als die enge, starre, muffige Welt, in der sie aufgewachsen war.
Solche Musik konnte nur komponiert und gespielt werden, wenn es etwas gab, wof├╝r es sich zu leben lohnte. Einem kleinkarierten und stumpfsinnigen Dasein, wie ihre Tante und ihr Onkel es lebten, konnte ein solches Kunstwerk niemals entspringen.
Theresa atmete tief durch.
Das Tor zu einer ganz neuen Welt hatte sich vor ihr aufgetan. Sie hatte zwar keine genaue Vorstellung davon, was diese Welt zu bieten hatte, doch war sie sicher, da├č es in ihr unendlich viel Sch├Ânes und Spannendes zu entdecken gab. Ihre Abenteuerlust und ihr Tatendrang waren geweckt.
Das Sinfonische Orchester in M. hatte etwas geschafft, was noch niemand fertiggebracht hatte: Theresa versp├╝rte pl├Âtzlich eine unb├Ąndige Lust zu leben.

Und noch etwas wurde Theresa schlagartig klar:
Die T├╝r zu der Welt, die sie soeben betreten hatte, hatte sich hinter ihr geschlossen. Die Tante mit ihren glanzlosen Augen und den nach unten gezogenen Mundwinkeln hatte hier keinen Zutritt. Sie w├╝rde Theresa nicht folgen k├Ânnen, um mit ihren kalten und zynischen Bemerkungen zu zerst├Âren, was diese gl├╝cklich machte. Diesmal w├╝rde es ihr nicht gelingen, die Nichte fuer die Bitterkeit ihres eigenen kargen Daseins zu bestrafen, wie sie es schon so oft getan hatte.

Theresa durchflutete eine ungeheure Erleichterung.
Sie f├╝hlte sich derma├čen befreit, da├č ihr pl├Âtzlich die Tr├Ąnen ├╝bers Gesicht liefen. Sie bi├č sich auf die Unterlippe, um dem Weinen Einhalt zu gebieten, doch es gelang ihr nicht.
Ihre H├Ąnde tasteten nach der Handtasche.
Mist! Die Taschent├╝cher waren im Mantel in der Garderobe!

Pl├Âtzlich sp├╝rte sie, wie sich von hinten eine Hand auf ihre Schulter legte.
Sie erstarrte.
In diesem Augenblick war der Zauber der Musik, der sie eben noch ganz umfangen hatte, gebrochen.
Im Geiste h├Ârte sie die Stimme der Tante:
"Na siehst du! Schon hast du dich danebenbenommen. Im Konzertsaal heult man nicht und raschelt auch nicht mit dem Inhalt von Handtaschen. Die feinen Leute, die Musik h├Âren wollen, m├Âgen das nicht."
Theresa geriet beinahe in Panik
"Ruhig atmen," dachte sie. "So tun, als w├Ąre nichts geschehen. Und sich um Himmels willen nicht umdrehen!"
Der Druck der Hand auf ihre Schulter verst├Ąrkte sich und sie erblickte eine zweite Hand, die in einem braunkarierten Jackett├Ąrmel steckte und ihr ein Taschentuch vor die Nase hielt.
Mechanisch griff Theresa danach und trocknete ihre Tr├Ąnen.

Bis zur Pause hatte sie sich einigerma├čen beruhigt. Die letzten Takte der Sinfonie hatte sie auch wieder genie├čen k├Ânnen und anschlie├čend heftig Beifall geklatscht.
Nachdem sich das Orchester zur├╝ckgezogen hatte und auch die meisten Leute im Publikum aufstanden, beschlo├č Theresa, ihren Platz nicht zu verlassen. Sie vermied es auch tunlichst, sich umzudrehen. Als sie schlie├člich vorsichtig ├╝ber ihre Schulter schielte, stellte sie zu ihrer Erleichterung fest, da├č die Sitzreihe hinter ihr leer war.
Unschl├╝ssig betrachtete sie das Taschentuch in ihren H├Ąnden. Es war ein wei├čes Herrentaschentuch mit dunkelgr├╝nem Rand. Sie w├╝rde es dem Besitzer zur├╝ckgeben m├╝ssen. Oder geh├Ârte es sich nicht, da├č man Taschent├╝cher, in die man sich geschneuzt hatte, zur├╝ckgab?

Und noch ein anderes Problem besch├Ąftigte sie: Wie w├╝rde sie es fertigbringen, m├Âglichst bald wieder ein Konzert zu besuchen? Denn das w├╝nschte sie sich - so sehr wie kaum etwas anderes.
Der Gro├čvater mit seiner winzigen Rente w├╝rde ihr ein solches Geschenk kaum ein zweites Mal machen k├Ânnen und Tante und Onkel w├╝rden auch jetzt, wo sie volljahrig war, ihre Ausgaben streng kontrollieren.

Theresa blickte auf, als ein Mann zwischen den Sitzreihen hindurch auf sie zusteuerte.
Das braunkarierte Jackett kam ihr bekannt vor und ihr Magen krampfte sich zusammen. Wie sollte sie sich jetzt verhalten?
Der Mann l├Ąchelte und setzte sich zu ihr. Einen Sitzplatz lie├č er zwischen ihnen frei, wie um ihr nicht zu nahe zu treten und Theresa war dankbar daf├╝r.
Er war mittleren Alters, hatte blaue Augen und kleine Lachf├Ąltchen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Konzertbesuchern, die sehr festlich gekleidet waren, wirkten sein Jackett und die helle Hose eher leger, was Theresa zumindest etwas Vertrauen einfl├Â├čte.
"Hab' ich reingeschmuggelt," sagte er und hob leicht die Hand, in der er ein Glas Sekt hielt. "Eigentlich darf man keine Getr├Ąnke mit in den Saal nehmen, aber ich dachte, Sie k├Ânnten einen Schluck gebrauchen."
Er hielt ihr das Glas hin.
Da Theresa nicht wu├čte, wie sie reagieren sollte, sagte sie nichts. Unschl├╝ssig starrte sie auf den Mann mit dem Glas in der Hand.
"Hm, sie m├Âgen wohl keinen Sekt? Nun, das konnte ich nicht wissen." brummte er.
Theresa schwieg noch immer.
Sie konnte ihm ja nicht gut erkl├Ąren, da├č sie gar nicht wusste, ob sie Sekt mochte. Sie hatte noch nie welchen getrunken.
"Aber eines werden Sie mir ja wohl abnehmen," meinte der Mann und kramte in seiner Tasche. "Wissen Sie, ich habe n├Ąmlich ein Konzertabonnement und mu├č f├╝r einige Zeit verreisen. Ich hatte mir gedacht, ich treffe heute abend vielleicht jemanden, dem ich mit den vier Karten eine Freude machen kann."

Theresa versp├╝rte einen leichten Schwindel.
Vier Konzertkarten! F├╝r sie!
Sie z├Âgerte einen Augenblick, dann nahm sie dem Mann das Sektglas aus der Hand.
Der Sekt schmeckte anders, als sie ihn sich vorgestellt hatte. Herber und interessanter. Er perlte und prickelte auf ihrer Zunge.
Sie l├Ąchelte.
"Danke!" sagte sie und streckte die Hand nach den Konzertkarten aus.





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eli-fant

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flammarion
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ausgezeichnet.

echt aus dem leben gegriffen. das hast du sauber hinbekommen. ganz lieb gr├╝├čt
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Old Icke

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Ralph Ronneberger
Foren-Redakteur
Autor mit eigener TV-Show

Registriert: Oct 2000

Werke: 64
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Profil

Hallo eli-fant,

ich m├Âchte mich flammarion im Gro├čen und Ganzen anschlie├čen. Beim Lesen hat mich die Geschichte zunehmend gepackt. Die Wirkung, welche die Musik auf das damit zum ersten Mal in Ber├╝hrung kommende M├Ądchen aus├╝bt, hast Du wunderbar beschrieben. Und immer, wenn ich so in einen Text eintauche, wie hier, dann h├Âre ich unbewu├čt auf, nach kleinen Fehlern oder Ungereimtheiten zu suchen. Und so behaupte ich einfach: Es sind keine drin. Dein Stil gef├Ąllt mir - er wirkt einfach rund - und der Inhalt ist schl├╝ssig. Das gilt meiner Auffassung nach bis zu dem Absatz:

"Die T├╝r zu der Welt, die sie soeben betreten hatte, hatte sich hinter ihr geschlossen. Die Tante mit ihren glanzlosen Augen und den nach unten gezogenen Mundwinkeln hatte hier keinen Zutritt. Sie w├╝rde Theresa nicht folgen k├Ânnen, um mit ihren kalten und zynischen Bemerkungen zu zerst├Âren, was diese gl├╝cklich machte. Diesmal w├╝rde es ihr nicht gelingen, die Nichte fuer die Bitterkeit ihres eigenen kargen Daseins zu bestrafen, wie sie es schon so oft getan hatte."

Das ist nach meinem Daf├╝rhalten bereits der H├Âhepunkt der Geschichte. Hier k├Ânnte (sollte?) sie sogar zu Ende sein. Den Rest habe ich leider nicht mehr als so stark empfunden. Da rutscht die Handlung ins leicht Kitschige ab. Aber das ist nat├╝rlich auch Geschmackssache.

Gru├č Ralph
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Schreib ├╝ber das, was du kennst!

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