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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Alinas Herzschlag
Eingestellt am 03. 05. 2004 19:31


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Cirias
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ALINAS HERZSCHLAG



Der Lichtfinger des Leuchtturms tastete ├╝ber das Meer. Wie Alinas Herzschlag zeichnete er ein Muster in die Nacht. Alinas Netzhaut f├╝llte sich mit seinem Licht, und f├╝r einen Augenblick spiegelte sich das Gl├Ąnzen der Wellen in ihren Augen.
Die Kellnerin schob die St├╝hle zusammen. Das Licht auf der Terrasse erlosch.
"Wir m├╝ssen gehen", sagte Alina. Ihre Nasenfl├╝gel zitterten leicht. Ich beobachtete, wie ihre Fingerspitzen um das leere Glas vor ihr auf dem Tisch kreisten. Wir sahen uns an. Es schie├čt durch dich durch, wie Brause in deinen Adern, dachte ich. Die Nacht sieht dich an. Ich nickte.
Wir erhoben uns fast gleichzeitig. Auf der schmalen Stiege, die zum Strand hinabf├╝hrte, streifte mich der Saum ihres Rockes. Sie zog ihre Schuhe aus und lief ├╝ber den Strand. Sie lief in die andere Richtung, weg vom Parkplatz, weg von den Lichtern des Ortes. Langsam, fast z├Âgernd ging ich ihr nach. Ich sp├╝rte den feuchten Sand unter meinen F├╝├čen, die warme Sommerluft auf meinen Armen. Wenn wir uns auch nur f├╝r diesen einen Tag verabredet hatten, schien es doch, als fl├╝sterten ihre Spuren, denen ich durch den Sand folgte: ""La├č uns bleiben."
Alina stand am Meer. Unmerklich schienen die Wellen aus tieferen Gr├╝nden zur├╝ck an die Oberfl├Ąche zu steigen, ebenso unmerklich f├╝llten sich die Poren und Risse in unserer Haut mit Seewasser. Alina legte ihren Kopf an meine Schulter. Ich begann zu frieren. Der salzige Atem ihrer Lippen n├Ąherte sich meinem Mund.
"Was meinst du, wollen wir einfach so bleiben?" Ihre Stimme klang rau, sie f├╝llte mich aus. Wie eine Wand stand sie im Raum.
All meine Gedanken stie├čen wie Spinnenbeine gegen unsichtbares Fensterglas.

Ich war Alina das erste Mal vor zwei Jahren begegnet. Sie war die j├╝ngste Cousine meiner Freundin und lebte in Kanada. Einmal im Jahr kam sie f├╝r einige Wochen nach Deutschland und wohnte dann bei meiner Freundin. Am├╝siert hatte sie registriert, dass mich die sinnliche Sch├Ânheit und Nat├╝rlichkeit ihrer Cousine verwirrte. Die beiden waren wie Geschwister, und obwohl sie sich neben den st├Ąndigen E-mails und P├Ąckchen, die hin- und hergingen, nur einmal im Jahr sahen, konnte ich eine gewisse Eifersucht nicht unterdr├╝cken. Meine Freundin hatte sogar zugegeben, dass Alina und sie in einem Bett schliefen, wenn ich nicht da war. Gestern war meine Freundin zu ihren Eltern geflogen und da Alinas Flug erst in zwei Tagen ging, hatte sie mich mit einem seltsamen Ausdruck in ihren Augen gebeten, mich so lange um Alina zu k├╝mmern. Es war Sonntag, das Meer war nicht weit, also waren wir ans Meer gefahren. Ich wusste nicht viel von Alina. Aber am Ende des Tages, als wir in dem Strandpavillion sa├čen, hatte sich der Himmel keinen Millimeter von der Erde entfernt, als w├Ąre die Zeit stehen geblieben.

Ich nickte. Sie dr├╝ckte ihre Lippen an meinen Hals. Ihre H├Ąnde ber├╝hrten mich an der Schulter. Es schien, als wolle sie in mich hineinkriechen, mich erkunden wie ein fremdes Tier. Zwischen ihren K├╝ssen sah sie mich an. Ihre Augen schimmerten an den R├Ąndern durchsichtig. Das Meer lag ganz still.
"Komm", h├Ârte ich mich auf einmal sagen. Ich nahm ihre Hand und wir liefen in Richtung des Leuchtturms. Sein fahler Kegel fuhr ├╝ber den breiten Strand, Licht gl├Ąnzte auf ihren Wangenknochen, ihrem Haar, bevor die Dunkelheit wieder ihre Wurzeln in die Erde schlug. Alinas Blicke waren unruhig, wie die eines Tieres, und pl├Âtzlich sp├╝rte ich, dass meine Blicke nicht anders waren.

Unsere Fluchtlinie waren die kleinen Badeh├Ąuschen am D├╝nensaum. Als Junge hatte ich mich oft dorthin geschlichen, durch die Fenster gestarrt und den Duft der nackten Frauenk├Ârper eingesogen, die sich im Zwielicht des H├╝tteninneren wie gefl├╝gelte Schatten bewegten. Wir liefen ├╝ber den Strand, bis wir vor der endlosen Reihe der H├Ąuschen standen.
"Und wie kommen wir jetzt da rein?"Ihre Stimme zitterte. Sanft dr├╝ckten sich ihre Fingerspitzen in meine Handinnenfl├Ąche.
"Manchmal ist eine T├╝r nicht richtig zu", sagte ich. Ich war so erregt, dass meine Stimme ganz heiser klang.
"Du kennst dich aus, was?" Ihre nackten Zehen streichelten meine Waden, w├Ąhrend sie mit ihrer Zungenspitze ├╝ber meine Lippen fuhr.
"Ich war als Kind oft hier", fl├╝sterte ich zwischen ihren Z├Ąrtlichkeiten.
"Und was hast du da gesehen?"
"Dich."
Sie lachte. Wir fanden ein Badeh├Ąuschen, dessen T├╝r schief in den Angeln hing.Ohne M├╝he traten wir ein. Ich ├Âffnete die Fensterluke. Das Leuchtturmlicht wanderte ├╝ber die W├Ąnde. Die leise Stimme der Brandung fuhr ├╝ber das Holz.
Es schien, als h├Ątte Alina nur auf diesen Augenblick gewartet. Ihre H├Ąnde begannen mich ├╝berall zu streicheln. Ich sp├╝rte ihre Zunge in meinem Mund kreisen, ihr rechtes Knie fuhr z├Ąrtlich zwischen meine Beine. Meine H├Ąnde glitten unter ihren Rock. Einen Moment lang hielten sie inne, als ich merkte, dass sie darunter nackt war. Mit einer sanften aber bestimmten Geste dr├Ąngte sie mich zur├╝ck.




"Zieh dich aus", bat sie. "Ich will dich nackt sehen."
Z├Âgernd streifte ich mein T-Shirt ├╝ber die Schultern, zog die Hose aus und stand zitternd vor ihr.
"Alles!", sagte sie. "Ich will deinen Schwanz sehen, deinen Hintern, alles."
Hastig streifte ich die Unterhose herunter. Nackt stand ich vor ihr. Ich sehnte mich danach, sie zu ber├╝hren. Unter ihren Blicken sp├╝rte ich, wie mein Penis steif wurde. Langsam ging sie um mich herum. Pl├Âtzlich blieb sie hinter mir stehen. Ich sp├╝rte ihren Atem in meinem Nacken. Ihre Zunge glitt ├╝ber meinen R├╝cken. Z├Ąrtlich biss sie mich in den Hintern, dann sp├╝rte ich pl├Âtzlich wieder ihren Atem an meinem Ohr. Ihre Hand glitt von hinten zwischen meine Beine und begann meine Hoden zu streicheln.
"Ich will, dass du┬┤s dir selber machst, o.k? Komm schon, fang an!"
Alinas Stimme war ein leises Fl├╝stern. Sie war genauso erregt wie ich. Ich nahm meine Eichel zwischen Daumen und Zeigefinger und begann sie zu massieren. Ihre Fingerspitzen ertasteten meine Hoden. Sie sah mir ├╝ber die Schulter, ihr Atem stie├č in mein Gesicht. Ich konnte nicht sehen, was sie mit der anderen Hand machte, ich dachte nur daran, wie sich die Haut auf ihrem Hintern unter dem Stoff des Rockes angef├╝hlt hatte . Unwillk├╝rlich st├Âhnte ich auf, als ich begann, meinen Penis mit den H├Ąnden zu massieren. Ihre Hand spielte mit meinen Hoden. Ich war so erregt, dass ich sofort kam. Durch das ferne Rauschen der Brandung h├Ârte ich sie st├Âhnen. Ihr K├Ârper dr├Ąngte sich an meinen. Wie ein kleines Kind hie├č sie mich, mich auf den Boden zu legen. Sie blieb ├╝ber mir stehen. Unendlich langsam zog sie den Rock aus. Ich blickte auf den schmalen Federstrich der dunklen Haare zwischen ihren Beinen.
In einer t├Ąnzerischen Bewegung hockte sie sich auf mich, ich sp├╝rte wie ihre Schamlippen ├╝ber meinen Penis strichen, dann ├╝ber meinen Bauchnabel, die Brust, und dann pl├Âtzlich legte sie sich auf meinen Mund. Ich schmeckte ihren Geruch, wie nach dunklem Holz und warmem Brot. Mit meiner Zunge ├Âffnete ich ihre Lippen. Eine warme Feuchtigkeit legte sich auf meine Zunge, ein Geschmack nach Sommer und Regensamt.
"Komm jetzt in mich hinein", h├Ârte ich sie fl├╝stern. Meine Zunge glitt in ihre Vagina. Alles um mich herum schien kein Gewicht mehr zu haben. Ihre Klitoris drang aus den kleinen Hautfalten wie aus tieferem Gewebe. Meine Zungenspitze rollte sich um sie wie eine Welle, und f├╝r einen Augenblick verharrten wir so. Ich konnte ihr Herz schlagen h├Âren. Sie f├╝llte mich ganz aus. Meine Zunge folgte ihrer Str├Âmung, immer heftiger und schneller, bis ihr pulsierendes Zucken sich ├╝ber meinem Mund brach und ihr Schrei mit den Stimmen des Meeres eins wurde.

Alina legte sich neben mich. Ihre Haut war wie k├Ârniger, feingeriebener Sand. Ihr langes schwarzes Haar roch nach dem Geheimnis des Meeres. In diesen Augenblicken war sie nichts als eine Stimme, wie der Wind, der in den Wellen singt. Das Meer stand im Raum. Es machte uns betrunken.
Sie hockte sich aufrecht neben mich.
"Als ich letztes Jahr in Deutschland war, hast du mich nackt im Bad gesehen, stimmt┬┤s?"
"Stimmt", gab ich zu. "?Die T├╝r war offen. Ich wu├čte nicht-"
"Pssst!", sagte sie und legte einen Finger an ihren Mund. "Beschreib meine Br├╝ste. Wie sehen sie aus?"
Ihre Zunge glitt in mein Ohr, w├Ąhrend ich die Augen schlo├č.
"Ich wei├č noch, es war ein warmer Sommertag, so wie heute. Die T├╝r zum Bad stand offen und in dem gro├čen Spiegel im Flur konnte ich dich sehen. Du hast nackt auf dem Badewannenrand gesessen und deine Haare hinter deinem Nacken zusammengebunden. Ich kann mich an die Linie deines R├╝ckens erinnern, die Rippenb├Âgen, die aus deiner Haut treten, das Profil deiner Br├╝ste...Und dann bist du langsam aufgestanden und hast dich pl├Âtzlich umgedreht."
Die ganze Zeit, w├Ąhrend ich sprach, fuhr ihre Zunge ├╝ber mein Ohr, dann ├╝ber meine Wange, meinen Hals, langsam glitt sie ├╝ber meine Brustwarzen.
"Ich stand in der T├╝r. Ich glaube, du warst gar nicht erschrocken. Du hast mich angel├Ąchelt und die Arme ├╝ber deinen Br├╝sten verschr├Ąnkt. Und dann hast du die Arme langsam wie Fl├╝gel an die H├╝ften gelegt. Warum hast du das gemacht?"
"Schsch- sprich weiter, weiter!"
Ihre Lippen strichen ├╝ber meinen Bauchnabel, ich f├╝hlte ihre z├Ąrtliche Zungenspitze zwischen meinen Schamhaaren.
"Deine Br├╝ste..sie erschienen mir so vollkommen,so...rund und fest...ich hatte noch nie zuvor etwas so Perfektes gesehen, so eine sanfte W├Âlbung, so eine vollkommene Form..."
Meine Stimme wurde heiser. Ich wu├čte, dass ich gleich nur noch Unsinn reden w├╝rde.T├Ąnzelnd glitt ihre Zunge ├╝ber meinen Penis, wie eine Schlange wand sie sich um ihn. Mit einer einzigen Bewegung nahm sie meinen Schwanz pl├Âtzlich in ihre Hand und hockte sich rittlings auf mich. Alina zog das T-Shirt ├╝ber ihren Kopf. Sie bog den Hals zur├╝ck, wie um ihren K├Ârper ganz in ihre Br├╝ste flie├čen zu lassen. W├Ąhrend sie sich langsam auf mir bewegte, legte ich meine H├Ąnde auf ihre Br├╝ste, f├╝hlte ihre weiche straffe Haut. Sanft rieb ich mit dem Zeigefinger ├╝ber ihre kleinen Brustwarzen. Alinas St├Âhnen zerschnitt die Luft in schwankende Bahnen, unsere K├Ârper hoben und senkten sich in einem atemlosen Rhythmus, wie eine Welle b├Ąumte sich ihr nackter K├Ârper ├╝ber mich. Es war, als griffen unsichtbare H├Ąnde nach mir. Manchmal hielt ich sie umfasst, presste sie an mich, dann wieder entglitt sie mir wie ein Fisch, wie etwas Schwebendes fuhr sie durch die Schatten der Luft. Ihre schweissnasse Haut gl├Ąnzte. Wenn ich in ihre Augen sah, sah ich nur in ein unerme├čliches Dunkel. Sie fasste meine Arme und bog sie hinter meinen Kopf zur├╝ck. Ihre Br├╝ste schwebten ├╝ber meinem Oberk├Ârper. Ich sp├╝rte, wie sich die Muskeln ihrer Vagina fester um meinen Penis schlossen.
"Komm jetzt ganz in mich hinein, komm jetzt", fl├╝sterte sie.
Ich hob meinen Unterk├Ârper, immer rascher und rascher glitt ich in sie. Alina verharrte fast unbewegt auf mir. Pl├Âtzlich sp├╝rte ich, wie ihre Muskeln erschlafften, sich wieder zusammenzogen und pulsierend gegen meinen Penis zuckten. Alinas St├Âhnen ging in ein langgezogenes Seufzen ├╝ber. Ich setzte mich aufrecht und bedeckte ihre Br├╝ste mit z├Ąrtlichen K├╝ssen. In diesem Augenblick kam ich. Meine Fingern├Ągel bohrten sich in ihren R├╝cken, mein K├Ârper fing unkontrolliert an zu zittern und ich sp├╝rte eine ungeheure W├Ąrme in mir aufsteigen.

Eine Weile lagen wir nebeneinander. Meine Hand lag auf ihrem Bauch. Aus den milchigen H├Âhen des Himmels funkelten die Sterne. Die Atmung des Meeres war flach, unmerklich fast.
In diesem Augenblick wusste ich, dass ich sie liebte. Ich wusste es, aber ich glaubte es nicht und wollte es nicht glauben.

"Es ist besser, du ziehst dich jetzt an und gehst", sagte sie.
"Und du? Was ist mit dir?"
"La├č mich einfach noch eine Weile allein sein, ok? Ich nehme den letzten Nachtzug zur├╝ck. Wart nicht auf mich."
Irgendetwas schn├╝rte mir den Hals zu. Verdammt, ich h├Ątte am liebsten losgeheult, w├Ąhrend ich mich langsam anzog.
"Was soll das?", wagte ich noch einen Versuch. "Hab ich was falsch gemacht? Ich meine, ist es wegen Nicole? Wir k├Ânnten doch-"
"Psst", bat sie. "Ich bin gl├╝cklich, wei├čt du. Ich war nie gl├╝cklicher in meinem Leben. Bitte geh jetzt. Sieh mich nur noch ein einziges Mal an. Dann geh, bitte."
Ich glaubte, sie weinte. Ich f├╝hlte mich unendlich verloren, hilflos, schuldig. Wie durch einen Schleier hindurch sah ich ihren ausgestreckten nackten K├Ârper auf den Holzdielen der H├╝tte liegen. F├╝r einen Augenblick tauchte ihn der Lichtkegel des Leuchtturms in ein silbrig funkelndes Licht. Dann war es dunkel. Ich ging.

Das Meer gl├Ąnzte wie eine purpurne Haut. Die Sterne standen in einem kalten unbewegten Licht. Ich fuhr nach Hause.
Die ganze Nacht lang lag ich wach. Alina hatte einen eigenen Schl├╝ssel. Ich horchte auf jeden Laut. In der Morgend├Ąmmerung schlief ich ein.
Das Schrillen des Weckers riss mich aus dem Schlaf. Ich musste zur Arbeit. Alina war nicht gekommen. Ich ├╝berlegte, ob ich zur├╝ck ans Meer fahren sollte. Ich duschte nicht. Der Duft von Alinas Haut hatte sich in den Poren meiner Haut verfl├╝ssigt. Von der Arbeit aus rief ich immer wieder zu Hause an.
Als ich abends voller Unruhe und Angst zur├╝ckkehrte, war Alina verschwunden. Sie hatte ihre Sachen gepackt. Der Schl├╝ssel lag auf dem K├╝chentisch, sonst nichts. Ich suchte ├╝berall, nach einem Zeichen, einer Nachricht von ihr, aber da war nichts. Ich wusste, dass sie morgen zur├╝ck nach Kanada flog. Ich versuchte nicht daran zu denken, aber es gelang mir nicht.

Nicole und ich trennten uns ein halbes Jahr sp├Ąter. Es hatte nichts mit Alina zu tun. Weder ich noch Alina h├Ątten je einem anderen Menschen von dieser Nacht erz├Ąhlt.
Einige Monate sp├Ąter bekam ich einen Brief von Nicole. Sie schrieb mir, dass Alina bei einem Verkehrsunfall in Kanada ums Leben gekommen w├Ąre. Sie w├╝rde f├╝r einige Zeit nach Kanada fliegen. Sie gab mir eine Telefonnummer, unter der ich sie erreichen konnte.
Ich lie├č den Brief sinken und schloss die Augen. Ich dachte an jene Sommernacht am Meer, an das Gl├Ąnzen der Wellen in Alinas Augen, an ihren Herzschlag, der so sanft und leise in mir widerhallte, als w├Ąre sie niemals fort gewesen.



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Venus
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Selten. Viel zu selten, kann ich Erotik in einer derma├čen sch├Ânen Sprache lesen.
Wie immer, wenn ich etwas mit meinen Augen aufnehme und das Solche dann ├╝ber den Verstand in die Haut tropft, wird dieser Moment sp├╝rbar. Glaubhaft erz├Ąhlst du. Sehr sogar.
ÔÇ×Es schie├čt durch dich durch, wie Brause in deinen Adern, dachte ich. Die Nacht sieht dich anÔÇť.
Ein gigantischer Gedanke! Ja. Jedes Wort hat mich angesehen, wie diese Nacht. Und nun frag ich mich, wer hier das Auge hat ÔÇô
Der Schlu├č der Geschichte, hilft ein wenig beim rausl├Âsen, aus der Erotik. Schiebt das Leichte in die Ernsthaftigkeit. Und alles bleibt nach wie vor glaubhaft.

Vielen Dank, Cirias, f├╝r diese wundervolle Geschichte.
Ich will mehr davon ÔÇô

Lieben Gru├č,
Gabi

PS:

Ein bisschen durcheinander war ich innerhalb dieser Episode:
Aber das tut deinem Werk bestimmt keinen Abbruch. Oft genug passiert es mir auch, dass ich mich selbst verknote, im Denken, im Eintauchen -

...Als ich letztes Jahr in Deutschland war, hast du mich nackt unter der Dusche gesehen, stimmt┬┤s?"
"Stimmt", gab ich zu. "?Die T├╝r war offen. Ich wu├čte nicht-"
"Pssst!", sagte sie und legte einen Finger an ihren Mund. "Beschreib meine Br├╝ste. Wie sehen sie aus?"
Ihre Zunge glitt in mein Ohr, w├Ąhrend ich die Augen schlo├č.
"Ich wei├č noch, es war ein warmer Sommertag, so wie heute. Die T├╝r zum Bad stand offen und in dem gro├čen Spiegel im Flur konnte ich dich sehen. Du hast nackt auf dem Badewannenrand (hier will noch die Dusche vor meinem inneren Auge sein. Doch, doch, ich wei├č wohl, dass man in der Badewanne auch duschen kann.... Aber jemand nackt unter der Dusche sehen, der am Badewannenrand sitzt, f├Ąllt mir etwas schwer. Irgendwie will mir dann eher ÔÇ×F├╝├če waschenÔÇť verzeih ÔÇô in den Sinn) in gesessen und deine Haare hinter deinem Nacken zusammengebunden. Ich kann mich an die Linie deines R├╝ckens erinnern, die Rippenb├Âgen, die aus deiner Haut treten, das Profil deiner Br├╝ste...Und dann bist du langsam aufgestanden und hast dich pl├Âtzlich umgedreht."
Die ganze Zeit, w├Ąhrend sie sprach, (aber er hat doch eben gesprochen, erz├Ąhlt, was er sah? Oder hab ich irgendwo einen Knopf?) fuhr ihre Zunge ├╝ber mein Ohr, dann ├╝ber meine Wange, meinen Hals, langsam glitt sie ├╝ber meine Brustwarzen.
"Ich stand in der T├╝r. Ich glaube, du warst gar nicht erschrocken. Du hast mich angel├Ąchelt und die Arme ├╝ber deinen Br├╝sten verschr├Ąnkt. Und dann hast du die Arme langsam wie Fl├╝gel an die H├╝ften gelegt. Warum hast du das gemacht?"....

__________________
den wind im r├╝cken, sterb ich mich ein
in den gro├čpassat -
und lebe erst recht

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Cirias
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Liebe Venus,
herzlichen Dank f├╝r deine Zeilen.
Nat├╝rlich hast du v├Âllig recht: es muss ichund nicht siehei├čen- gut, dass du noch dein P.S. angef├╝gt hast...
Die andere Stelle ist nicht eindeutig, wie mir durch deine Anmerkung klar geworden ist. Sie steht eigentlich auf, um zur Dusche zu gehen, sieht ihn und bleibt stehen. Das eigentliche Duschen wird ausgespart- es war nur der Einstieg zum Gespr├Ąch, aber das h├Ątte ich dann logischerweise auch schildern m├╝ssen. Ich muss da noch einmal schauen...
Es ist sch├Ân, dass dich der innere Ton der Sprache erreicht hat...es ist mir immer wichtig, auf zwei Ebenen zu erz├Ąhlen, einer inneren und einer ├Ąu├čeren, aber ├╝berhaupt zu erz├Ąhlen, denn wenn wir nicht mehr erz├Ąhlen, sind wir gar nichts mehr... Und deshalb werde ich weiter erz├Ąhlen, schon bald, und es freut mich, unter den Lesern auch eine Zuh├Ârerin wie dich zu wissen...
Liebe Gr├╝├če, Cirias

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antebear
Schriftsteller-Lehrling
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ich glaub ich bin jetzt auch eine Leserin und Zuh├Ârerin von dir.. machen wir doch nen Fanclub auf *lach*.. nein, scherz..
Ich wollt auch sagen: Ich lese sehr viele B├╝cher, auch Erotik-Romane und all das, weil ich das Thema liebe... und ich muss sagen, dass mir deine Geschichte besser gefallen hat, als manch ein Buch.
Danke f├╝r die Erfahrung.
Liebe Gr├╝├če
Antje
__________________
Gedichte spiegeln das Traurige und Sch├Âne des Lebens wieder. Nur in ihnen steckt die Wahrheit..

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Cirias
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Hallo antebaer,
das freut mich sehr- danke! Dann kann ich dich ja bald zu meinen Leser(innen) z├Ąhlen, denn z.Zt. arbeite ich an einem Band mit erotischen Kurzgeschichten... Neben dem Wunsch, wirklich etwas zu erz├Ąhlen, ist mir wichtig, dass sich die Sprache an das was geschieht anschmiegt und wie eine zweite Haut in die Haut des Lesers kriecht. Deshalb freuen mich ├äu├čerungen wie die deine,
liebe Gr├╝├če, Cirias

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mirami
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo cirias,

das ist die sch├Ânste Erotikgeschichte die ich seit langem gelesen habe. Sie hat alles was eine solche Story f├╝r meinen Geschmack haben muss und wirkt sehr real. Mein Kompliment f├╝r deine Wortwahl, die sehr stilvoll ist und doch doch pr├Ązise beschreibt. Ich hing wirklich bis zum Schluss, der sehr traurig aber ein gelungenes und ├╝berraschendes Ende war, gebannt an den Zeilen.

Danke f├╝r diesen Lesegenuss!

LG
mirami

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