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Leselupe.de > Ungereimtes
Allem zum Trotze
Eingestellt am 15. 11. 2009 17:45


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Vera-Lena
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Allem zum Trotze

Aufgebrochen
könnte das trennende Dach sein,
das Ohr von Himmelslauten
umschmeichelt.

Bunte Kiesel liegen am Strand
in symmetrischen Mustern.

Geschwisterlich zieht eine Welle
die andere mit sich.

Blau versinkt tÀnzelnd im Blau,

wenn die Erde die RĂŒstung
abstreift,
verletzlich wie ein Kind
Zutrauen schenkt
dem Menschensohne,
die Geliebte dem Liebenden,

StĂŒrme besĂ€nftigt ihn umkosen,
die zerteilten FrĂŒhnebel
das jauchzende Land
erneut freigeben.

Das Herz erfindet
seine Hoffnungen,
winzige Körner
gestreut
in TrÀnen und Finsternis.





__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

Version vom 15. 11. 2009 17:45

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Karl Feldkamp
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Registriert: Aug 2006

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Liebe Vera Lena,
ein sehr zÀrtliches Gedicht mit wunderbaren Bildern.Es gefÀllt mir sehr.
Allerdings wĂŒrde ich in der letzten Strophe die Zeile "In solchen TrĂ€umen" streichen und die nĂ€chste Zeile beginnen:
Das Herz erfindet...

Liebe GrĂŒĂŸe
Karl

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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label
Guest
Registriert: Not Yet

Liebe Vera Lena

welch eine wunderbare harmonische Stimmung, ich konnte mich hinein begeben, das klingt vielleicht albern ist trotzdem so, himmlische, paradiesische Bilder und Töne fĂŒr einen Moment wahrnehmen. Danke.
Spötter können das meinethalben auch Harmoniesucht nennen, sei's drum.

Nur an dieser Stelle war ich ein wenig verwirrt

quote:
dem Menschensohne,
die Geliebte dem Liebenden,

StĂŒrme besĂ€nftigt ihn umkosen,
da verschwimmen fĂŒr mich die Zuordnungen. Ist das eine AufzĂ€hlung? Wer wird nun umkost, das scheint sich ausschließlich um ein mĂ€nnliches Wesen zu handeln. Außerdem schleicht mir hartnĂ€ckig das Bild nach, das die Liebeszuwendungen auf einer Einbahnstraße sind.

Vielleicht kannst du diesen Blickwinkel jetzt auch wahrnehmen.

Liebe GrĂŒĂŸe
label

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Liebe label,

danke, dass Du Dich um ein Verstehen des Textes bemĂŒhst!

Es ist ab "Blau versinkt tĂ€nzelnd im Blau" tatsĂ€chlich eine AufzĂ€hlung. Es liest sich etwas mĂŒhsam, weil es sich um einen einzigen Satz handelt, der erst bei "erneut freigeben" zu Ende ist.

Die Liebesbeziehung besteht zwischen der Erde und dem Menschensohn. Aber zur Zeit hat die Erde es nötig, eine RĂŒstung zu tragen und sich zu schĂŒtzen vor all dem, was ihr angetan wird.

Die letzte Strophe offenbart es, was die Erde tut, um einen Zustand herbeizufĂŒhren, in dem es möglich wird, sich wieder ungeschĂŒtzt zu öffnen, denn sie glaubt unerschĂŒtterlich an die Liebe des Menschensohnes. Sie nĂ€hrt stĂ€ndig die Hoffnungen, welche sie hegt, damit die Liebe wieder gelebt werden kann.

Ihre Hoffnungen sind groß, geradezu ĂŒbermĂ€chtig, darum habe ich sie auch in dieser AusfĂŒhrlichkeit an den Anfang gesetzt; und das Problem, das davon noch nichts verwirklicht ist, wird im Titel und in der letzten Zeile ĂŒberhaupt nur erwĂ€hnt.

Ja die StĂŒrme, egal wie man sie inhaltlich versteht, werden, wenn sich die Hoffnung erfĂŒllt, sanft geworden sein und den Menschensohn nicht mehr vernichten, sondern ihn umkosen.

Ich denke, dass ich jetzt Deinem Verstehenwollen eine UnterstĂŒtzung geben konnte.

Liebe GrĂŒĂŸe
Vera-Lena


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