Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, müssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92211
Momentan online:
263 Gäste und 6 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Gereimtes
Allerseelen
Eingestellt am 22. 10. 2004 23:20


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
huwawa
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 89
Kommentare: 233
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um huwawa eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Allerseelen

Leicht wie Falter tanzend,
schweben
braune Blätter von den Bäumen,
die den Weg zum Hügel säumen,
wo Erinnerungen leben.

Seelenzuflucht
hinter Mauern
warmer Schein von Kerzenlichtern
und mit schweigsamen Gesichtern
Menschen, die an Gräbern trauern.

Allerseelen, man besinnt
sich,
wie schnell die Zeit verrinnt –
wann gehst DU zur letzten Ruh...?

Blätter fallen leicht
im Wind
tanzen Flocken, weich und lind
deckt der Schnee bald alles zu.

__________________
manchmal sind die anderen klüger als man(n) selbst...denkt

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Huwawa,
mir gefällt Dein Gedicht ausgezeichnet.
Dir ist da etwas ganz "Schlichtes" aber in ganz positivem
Sinne gelungen. Deine Worte scheinen zu schweben -
sie schweben wie Seelen und trotz aller Trauer und Melancholie hat das Ganze eine so, wie soll ich es sagen,
eine "heitere-Vergänglichkeit" (so empfinde ich es) -
es ist ohne klebrige Schwere geschrieben.
Ich denke alles gesagt zu haben - außer BRAVO!!!

Dir einen besinnlichen Herbst
und liebe Grüße
von Klopfstock

Bearbeiten/Löschen    


huwawa
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 89
Kommentare: 233
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um huwawa eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

danke klopfstock

ich schwebe auch...

ich habe ja 15 jahre lang lyrik fast nur in mundart geschrieben, das sind meine ersten "gehversuche" in hochdeutsch.
__________________
manchmal sind die anderen klüger als man(n) selbst...denkt

Bearbeiten/Löschen    


Dorothea
Häufig gelesener Autor
Registriert: Jul 2004

Werke: 33
Kommentare: 294
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Dorothea eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Hallo Huwawa,
ich kann mich Klopfstock nur anschließen. Besonders die Melodik der Verse vermag es, dass die Worte so eindringlich wirken können; doch ohne zu viel Pathos oder zu viel Sentiment als klebrige Masse zu hinterlassen!
Vielleicht darf ich ohne Besserwisserei anmerken, dass für mich der Eindruck noch stärker gewesen wäre, würde die Verszeile mit dem einsamen "ich" nicht aus dem schwebenden Rhythmus der anderen Zeilen so extrem ausbrechen. (Vielleicht geht es damit aber nur mir so!)
LG.
__________________
Dorothea Gebauer
----------------------
Sein ist mehr als Haben.

Bearbeiten/Löschen    


huwawa
Routinierter Autor
Registriert: Sep 2004

Werke: 89
Kommentare: 233
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um huwawa eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

hallo Dorothea

du meinst wahrscheinlich das "sich" im dritten absatz.
ja, das hakt ein bisschen, da hast du recht, ich hab aber auch nicht gewusst, ob das nur ich so empfinde.

aber sollte ich dann nicht auch gleich das "schweben" in der ersten zeile lassen?"

vielleicht kannst du mir deine meinung dazu mitteilen

lg huwawa
__________________
manchmal sind die anderen klüger als man(n) selbst...denkt

Bearbeiten/Löschen    


Klopfstock
Guest
Registriert: Not Yet

Hallo, Huwawa,
bitte, bitte nichts wegnehmen - ich will der Dorothea
nicht ins Handwerk pfuschen, aber das Gedicht ist so
gut, wie es ist. Weißt Du, es kommt auf die Art des Lesens an. Bitte nimm das "schweben" nicht weg, Du machst alles kaputt. Und das einsame "sich" paßt so gut - denn
gerade dieses einsame "sich" wo man ein wenig ins
Stocken geraten kann (ich sage kann, weil ich es nicht so empfinde, da anders lesend) - gerade die Stelle paßt
zum "man besinnt", dann eine kleine Pause und dann "sich".
Wenn man es so liest, dann fließt alles wie von selbst
und außerdem paßt es zum Besinnen.

Das alles macht auch den Reiz der Melodie aus -
Wenn es zu "perfekt" ist, zu abgezählt, dann kann
so etwas auch irgendwie maschinell wirken

Liebe Grüße
Klopfstock

Bearbeiten/Löschen    


Zurück zu:  Gereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!