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Leselupe.de > Krimis und Thriller
Alltag (masterplan Edit)
Eingestellt am 31. 08. 2001 00:22


Autor
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Wolli
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

Werke: 3
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Mit schnellen und abgehackten Schritten bewegte sie sich auf die T├╝r des Rathauses zu. Den Kopf zu Boden gerichtet und das dunkelbraune Haar streng mit einer Klammer nach hinten gesteckt. Eine Frau mit einem kleinen Kind ging an ihr vor├╝ber, aber sie bemerkte die beiden nicht. Der vertraute Geruch ihres Arbeitsplatzes stieg ihr in die Nase, als sie sich schlie├člich an ihrem Schreibtisch niederlie├č. Sie sa├č da und betrachtete ihren Computer beim Aufstarten, ohne irgend etwas zu tun, einige Minuten lang. Wie jeden Morgen ging sie in die kleine Kochecke in der die Mitarbeiter des Rathauses t├Ąglich ihren Kaffee tranken. ÔÇ×HalloÔÇť begr├╝├čte sie ihre Kollegin die bereits an dem kleinen runden Tisch in der Kochecke sa├č und einen, wie sie fand, viel zu w├Ąssrigen Kaffe trank. Die beiden Frauen redeten nicht mehr miteinander, obwohl sie sich an dem kleinen Tisch gegen├╝bersa├čen. Wie jeden Morgen, stillschweigend und eigentlich noch viel zu m├╝de um schon an Arbeit zu denken, tranken sie Kaffee. Fast zur gleichen Zeit machten sich die beiden Frauen zur├╝ck an ihre Schreibtische in dem B├╝ro des Rathauses. Ein Stapel Papier lag vor ihr und sie wusste schon in etwa, was f├╝r Schreiben es waren. Das gleiche wie am gestrigen Tag und dem davor und.... Immer die gleichen Antr├Ąge, immer die gleichen Schreiben die sie zu bearbeiten hatte. Sie schob den Stapel zur Seite. Er lag gef├Ąhrlich Nahe an der Kante des Tisches. Sie blickte zur Seite, wo sie durch das kleine Fenster direkt auf die Stra├če sehen konnte. Die Stra├če die sie jeden Tag entlang ging. Das Fenster war dreckig und sie versuchte sich zu erinnern wann es das letzte mal geputzt wurde. Ihre Arbeitskollegin tippte etwas und bl├Ątterte nebenbei in einem kleinen Papierstapel. Sie sah ihr zu und beobachtete die immer gleichen Bewegungen ihrer Finger. Wie sie schnell und zielsicher ├╝ber die Tastatur huschten, wie jeden Tag.
Sie sch├╝ttelte den Kopf. Das stupide Tippen ging ihr auf die Nerven. Was hatte das f├╝r ein Sinn?? T├Ąglich Stunde um Stunde zu tippen?? Irgendwas, wof├╝r sie sich nicht im Geringsten interessierte? Nein so sollte es nicht weitergehen! Sie wandte den Blick von ihrer Mitarbeiterin und richtete ihn auf den Bildschirm ihres eigenen Computers. Sie fing an zu tippen, aber im Gegensatz zu ihrer Kollegin l├Ąchelte sie dabei, nein sie lachte fast. Voller Begeisterung und Wahnsinn las sie den kleinen Text, den sie geschrieben hatte. Sie lehnte sich in ihrem Stuhl gem├╝tlich zur├╝ck und dr├╝ckte die Enter-Taste. Vom Computer ihrer, mit Papierkram besch├Ąftigten Mitarbeiterin, ging nun ein kurzer Klingelton aus. Diese sah von dem kleiner gewordenen Papierstapel auf und ├Âffnete ihren E-Mail Briefkasten. Nach einer kurzen Zeit in der eine Totenstille geherrscht hatte, stand die mit weit aufgerissenen und sichtlich verwirrte Frau von ihrem Stuhl auf. Den Blick noch immer entsetzt auf ihren Bildschirm gerichtet. Ihre Mitarbeiterin hatte sich inzwischen ruhig und gelassen auf den Weg in die kleine K├╝che gemacht um dort eines der K├╝chenmesser zu holen.
Mit dem langen Messer in der Hand, mit dem sie am Tag zuvor noch Mamorkuchen aufgeschnitten hatte, stand sie jetzt in der T├╝r des B├╝ros. Sie lachte laut und verr├╝ckt als sie ihre Kollegin auf dem Boden sitzend sah. Mit schnellen, abgehackten Schritten bewegte sie sich auf die wimmernde Frau zu. Das Messer in der rechten Hand holte sie aus und stach mit voller Kraft auf die nun laut schreiende Frau ein. Der Schrei durchdrang ihren K├Ârper und sie l├Ąchelte. Sie zog das Messer aus der tiefen, blutigen Wunde im Bauch der Frau. Diese schrie nicht mehr, r├Âchelte und keuchte und versuchte vom Platz des Geschehens zu kriechen. Unter ihren Schreibtisch, der ihr einen solch l├Ącherlichen Schutz geboten h├Ątte. Doch nun war sie zu schwach um sich noch zu bewegen. Sie lag da und ihr r├Âcheln verstummte. Ihr warmes Blut hatte sich auf dem Holzboden des B├╝ros verteilt und das Messer lag neben ihr.
L├Ąchelnd verlie├č der Killer das B├╝ro, mit schnellen, abgehackten Schritten. Den Blick zu Boden gerichtet.

__________________
(Sari)

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gladiator
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Hallo Wolli

Zwei Fragen:

1. Was stand in der Mail?
2. Wieso DER Killer?

Gru├č
Gladiator
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Die Raben fliegen in Scharen, der Adler fliegt allein.

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Wolli
Hobbydichter
Registriert: Aug 2001

Werke: 3
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Hi Gladiator

Zur Frage No. 1: Das kann man sich ausmalen. Die mail k├Ânnte z. B. eine Warnung vor ihrem bevorstehenden Ableben sein.
Zur Frage No. 2: Das mit "Der Killer" stammt von "masterplan", der die Geschichte f├╝r Leselupe noch ein wenig ver├Ąndert hat. Ich sag ihm, dass er hier selbst noch einen Kommentar dazu schreiben soll. Wenn du meine Originalgeschichte lesen m├Âchtest, findest du sie auch bei Fluesterecke.de unter meinem Namen "Duvessa" wieder.

Bis dann,

Sari
__________________
(Sari)

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masterplan
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: May 2001

Werke: 114
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mein Remix

Hall├Â,

"der Killer" als Verwandlung einer Frau zu einer gef├╝hllosen Mordmaschine... und dennoch mit den selben Merkmalen der Frau (erkennb. an dem Satz mit den abgehackten Schritten; dieser kam ├╝brigens auch von Wolli (Sari) - ich h├Ątte die Geschichte sogar danach benannt).
Du siehst, Gladiator, eigentlich ganz einfach gedacht.

Gru├č, Holly
__________________
Sch├Ân, dass wir einmal dar├╝ber sprechen konnten...

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