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Leselupe.de > Humor und Satire
Alltagsglosse
Eingestellt am 03. 03. 2003 00:16


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cl
Bl├╝mchendichter
Registriert: Feb 2003

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Krumme Pfennigfuchser

Es ist diese Frau, die mich mit ihrer Pedanterie zur Wei├čglut treibt. Jede ihrer Kolleginnen pauschalisiert den Obolus f├╝r meine t├Ągliche Leberk├Ąsesemmel auf einen Euro. Und dieser Sargnagel von Metzgereifachverk├Ąuferin macht sich anscheinend einen Spa├č daraus, die Wurstscheibe vor dem Einlegen in die Semmel abzuwiegen. Mit einem sadistischen Blick reicht sie mir die Ware ├╝ber die Theke. Und dann z├╝ckt sie das verbale Fleischermesser: ÔÇ×Einen Euro und 7 Cent macht es bitteÔÇť. Dazu gibt es einen Kassenbon, der zu fl├╝stern scheint: ÔÇ×Mit Mehrwertsteuer ÔÇô versteht sichÔÇť.
W├Ąhrend ich nach meinem Portemonaie greife, bem├╝he ich mich, ein freundliches L├Ącheln aufzusetzen. In Gedanken, aber, binde ich diese besch├╝rzte Pfennigfuchserin an einen Fleischerhaken und zeichne ihr mit Senf H├Ârner auf die Stirn. Sie bedient mich nun schon mehrere Tage hintereinander. Diesmal verschaffe ich meinem ├ärger Luft: Pass auf, denke ich mir und dr├╝cke ihr mit einem dem├╝tigen Blick einen 500-Euro-Schein in die Hand. \"Leider habe ich es nicht kleinerÔÇť, sage ich auffallend mitf├╝hlend. W├Ąhrend die Mittvierzigerin hinter mir, des Wartens ├╝berdr├╝ssig die Nase r├╝mpft, weide ich mich gen├╝sslich daran, wie sie mit rotem Kopf 498 Euro und 93 Cent aus der Kassenlade kramt.
Und dann gibt es die Situationen, in denen man nicht auf die Betr├Ąge schaut. Neulich, als mein Wagen nachts auf der Autobahn pl├Âtzlich keinen Mucks mehr gemacht hat, was war ich froh um die fixe Hilfe des Mechanikers. Und dabei kam sein Einsatz gar nicht teuer: Mit wohlwollendem Blick dr├╝cke ich ihm einen 50-Euro-Schein in die Hand. Er bedankt sich und will abziehen. ÔÇ×Halt!ÔÇť, rufe ich. ÔÇ×Da bekomme ich noch vierzig Cent.ÔÇť

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