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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Alpenschlossträumereien
Eingestellt am 22. 06. 2011 22:45


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serge gurkski
???
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I. Ich fand eine Freundin (23.06.2011)

Trovo un’amica ancor […]
Finchè il tuo core a battere io senta su mio cor, sì.


(Di Norma di Bellini)

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Pappmaché sicherlich und leichter zu gustieren mit Weinbrand in der Blutbahn. Soweit das Libretto (ein kruder Medea-Verschnitt gereicht auf König Arthus-Häppchen**), die Musik aber erstürmt alle Gipfel und tritt sogar in ergrauten Alkoholikern etwas los. Und zwar dies: einzutauchen und zu verschwinden in einer Schwansteinschen Märchenwelt, die von vornherein nichts anderes ist als teure Illusion. Wir können dann, und Visconti tut es ja auch, die schmutzigeren Details ausblenden…

Erhebt sich, lebt noch, schwankt, sitzt lieber. Todesangst. Gestern nicht, aber heute bei der ersten falschen Bewegung wird er verrecken – einsam. Endlich und nein, bitte doch noch nicht. Breitbeinigst, mit den Armen im Leeren Orientierung suchend, schafft er es vom Schlafzimmer auf’s Klo. Am Schlimmsten ist das Zittern. Er braucht 20 verzweifelte Minuten, um eine Zigarette zu drehen. Was für ein Absturz in 3 Tagen, vom romantisch verklärbaren trunkenen Schiff in diese Höllenzeit*! Wie wird er den Tod erkennen? Er kotzt krampfgeschüttelt und wenig dionysisch, das halbe Glas Wodka an die Wand.
Immerhin, 6 Stunden später stakst er die Straße herunter, schwitzt, in den Augenwinkeln blitzt es verstörend, schnappt sich 2 Flaschen Cognac und betet, dass er nicht an der Kasse zusammenbrechen wird.
Ins Wohnzimmer gerettet, setzt er die erste Flasche an: das Brennen im Gaumen kann auch Gruberovas Sopran nicht ersetzen.
Er fand eine Freundin, die es ihm besser macht, in seiner Pappmaché-Welt.

--------------
* bateau ivre, saison en enfer(Rimbaud)
**oder eher an der Britannin Boudicca orientiert.
__________________
Habe bonum animum. Plautus

Version vom 22. 06. 2011 22:45
Version vom 23. 06. 2011 14:30

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serge gurkski
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Happy day

II. Saw the Cash movie the other day, [25.06.2011]

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was strangely moved, disliking it, though.
I for one never wondered why
he was wearing black: Look at
his face, and then I do like black
anyway, so what’s the fuzz.
Was a bad day anyway, that
Easter holiday, spending it with family.
Too much of normality to bear for one day.
Back to me Muhself now with Cash’s Folsom’s follies,
Feeling best so with all my darlings left behind.

Coming out of dark rain and of a sound-blinded night
I get up tentatively into a Saturday too early to be real enough,
I crawl against my vertigo, reaching out for a saved bottle
of what-fucks-me-best-rye. I feel better with my
nerves on fire. Burn me sucker, burn me good,
because at least this pain is real.
And it takes away the shaking (for a while)
and there’s no better golden brown around right now.

Oh happy day, nine in the morning after
another brilliantly wasted night,
cup of hot coffee held in trembling hands,
pills in reach now and pills swallowed while
I swing still somewhat reluctantly to
stock market news and whatsoever
else is of too negligible immediate importance
to the wonder that is me right now.
But of course I have plans for today,
carrying me downtown to sell gold
fillings to make it through the 3 or 4
days I have to wait for my welfare cheque.
Who cares about teeth having nothing to bite?
Oh happy day, happy day no doubt.

__________________
Habe bonum animum. Plautus

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serge gurkski
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Wien

Oh Gott! Scheisskopf beianand trotz uda wegn da Pillerei.
Hoff der Rum richts. Irgendwann bald.

Schreim gegn Atemsupression. ;-) schaug mamoi

Glaabs eh

Er rauscht hinein, der dunkle Traubensaft,
ins Gemüt. Net foa mi, sog i, naa, neet!

Bringma aan Cocktail, du suchst aan aus.
D‘ Fee kumt zurück, serviat, mocht
8 fuffzig, da Herr. Und pudan? will I sagn.

Geh, mogst mi?
Waass es net, wea bistn?
Ich bin unermeßlich reich,
ein veritabler Fürst der Finstrnüs.
Setz di nida Gretl, sei so frei.
Gema tanzn, mogst?

Hatte Koks die Fülle, ficken war a Gaudi.
(Der Geschlechtsverkehr gestaltete sich amüsant.)

Die arme Maid sagt am näxtn Muagn:
Du kommst ninmma wieda, oda?
Mei, sag ich, s’is wie’s is.
Als sie geht: schnaufn konnst bessa jetzt, oda?
Ja, bessa. Fui!

Was sull I mochn. Stimmt eh.
Forma auf Prag!

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__________________
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Duisburger
Häufig gelesener Autor
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So langsam finde ich gefallen an deiner Schreibe, weil sie so skizzenhaft ist und meist nur ein Schlaglicht, aber ein sehreindringliches.
Mit dem Dialektstück habe ich meine lesenden Probleme. Wenn ich diese Phase überwunden habe, gehts ans Verstehen.
Interessant finde ich deine Links, mit denen du die Texte begleitest. Da macht alles lebendiger.

Das du mit dieser Art zu schreiben die Leserschaft hier spaltest, ist dir klar, denke ich.
Aber das ist gut so, weil es den Dialog fördert.

lg
Uwe
__________________
Unter den Kastraten ist der eineiige König (unbekannter Gas- und Wasserinstallateur).

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serge gurkski
???
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Marginalia

"would I lie to you"

Aber ja. Schade! Der Song wurde nicht oft genug gecovered.
Eurythmics mit der mysteriösen Annie Lennox taten's. Liebe Annies Kopf hier, (that's not to say you're body's not swell, my dear.)die pointierten Ruckzuckungen des Blondschopfes, und
ich liebe die Day Tripper Improvisation!
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Original ist hier:
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Habe nach finanziell verschuldeter, geschuldeter? Ausnüchterung dem nach Geldzuwachs schnell ausgleichbarer Aethylisierung mich wieder dem Belcanto zugewandt:
Im Alter von 34 verreckt (Bellini).
die Leber ach ja.











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serge gurkski
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flashback

All das Liebelei-Geschwafel ist doch...
Sagt er
Und erundsie, sieunder, sie sie er
Am Ende liegt sie doch oben.

„Komm jetzt in mich,“ verlangt sie
grammatikalisch völlig korrekt.

„Vielleicht mal“, sie errötet fast, „Viagra?“
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Am Morgen,
ist das Süddeutsche hier nicht viel lieblicher in seinem Unpräzisen?
(Für diese erschröckliche Episode zieh ich’s vor, das Unpräzise. Wird eh präzis genug.)
„Also was war wieder los?“ (Und ihr ermüdetes Auge senkt sich auf mich nieder) Wühl mich aus den Wachraumlaken, aus am (=einem für Puristen) Diphendhydramin-Rausch, der si gwaschn hat.

Gott, die erste Person, der ich breitbeinig taumelnd um die Ecke hockend gewahr werde, die ich sehe, is ne fette Schwester. „ Der Entzug!“, entfährt‘s mir stolpernd-verschüchtert, „ Da müssens jetz duach,“ so sie. Eh klar.
3 Stunden später:
Nach der ersten Tavor wird’s besser. Jetzt sitz ich der dottoressa gegenüber und ich würd sie gern bei ihren zierlichen Schultern nehmen. „So geht‘s net!“-Schütteln. …
Stattdessen:
„Antabus geht nicht, sagt ihre Kardiologe, aber alternativ schlagen Sie selbst Naltrexon vor?
Gut, das würde ich unterstützen!“ Ich grinse, wann krieg ich die nächste Tavor?
„Unterschreiben Sie bitte hier, dass Sie nicht suizidal waren.“ Gern!

__________________
Habe bonum animum. Plautus

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