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Leselupe.de > Tagebuch - Diary
Als Du starbst
Eingestellt am 20. 08. 2003 00:04


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Vadeviesco
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Dec 2001

Werke: 11
Kommentare: 3
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Am Tag als du starbst begann
der Himmel zu weinen, die Zeit
schien still zu stehen, die Welt
verharrte, wo sie war und den
Menschen stockte der Atem.

Am Tag als du starbst endete
für uns alle das Leben, es war
Zeit, den Feinden zu vergeben,
die Geliebten zu verabschieden,
das Haupt zu senken.

Am Tag als du starbst verloren
wir mit der Hoffnung das Leben,
lebten ohne Glauben an dich,
denn wir beweinten deinen Tod
unendlich lange, fürchterlich.

Dann kam ein Tag, wir haben Dich
niemals vergessen, dennoch schien
die Sonne wieder aufzugehen, der
Himmel beendete sein Weinen, Leben
kehrte zurück zu den Seinen. Tot warst
du, doch wir lebten mit Hoffnung.

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george
Routinierter Autor
Registriert: Jan 2003

Werke: 88
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Er hat was, Dein Text. Aber wie wäre es, wenn Du "als du starbst" jeweils in Kommas setzt? Noch 'n Komma nach "wo sie war", und dann ist die Konzentration auf den Text schon einfacher.

Du möchtest eine starke Aussage machen, den Leser in Deinen Text hinein ziehen. Bei diesem Thema ist wahrscheinlich fast jeder bereit dazu, aber an der Form und am Pathos schwächelt der Text.

Entscheide Dich, ob Du Reime willst oder nicht. Es gibt ein paar versteckte Reime, die du extra nicht ans Ende der Zeile gesetzt hast. Die Zeilenumbrüche sollen diesen Text der lyrischen Prosa mehr lyrisch machen - so scheint's.

Am schlechtesten ist der Reim mit "fürchterlich". Damit machst Du den ernsten Inhalt fast zunichte. Dieses "fürchterlich" brauchst Du, um einen Reim auf "Dich" zu haben. Wat willste denn nu? Reime oder nich?

Der Reim "Weinen - Seinen" in der letzten Strophe - auch so ein Versteckter - ist auch so eine Schwachstelle. So redet ein etwas angeschlagener Pfarrer auf der Kanzel, kein "normaler Mensch", erst recht kein Angehöriger, Betroffener.

Und dann ist da noch der Pathos mit "Feinden zu vergeben" und "Geliebte verabschieden". Alles ein bisschen zu dick aufgetragen. Zu viel schlechtes Theater.

Bliebe noch die Möglichkeit, dass dieser Text einen tief religiösen Hintergrund haben sollte, der Tote z.B. Christus sei. Naja, aber dann muss er sich mit anderen Texten - und seien es nur einfach Kirchenlieder oder Gebete - messen lassen. Auch dann sollte der Stil und die Form einheitlich sein.

Das Thema ist schwierig. Gerade deshalb sind manchmal weniger Worte besser als zu viele.

__________________
© Jürgen Locke

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