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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Als ich bei Roberto war
Eingestellt am 09. 08. 2003 21:40


Autor
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Mika
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jul 2003

Werke: 16
Kommentare: 6
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Als ich bei Roberto war


Mein Beschluss steht. Weder das schlechte Wetter, noch mein Hausarrest oder dein Verhalten k├Ânnen mich davon abbringen.
Aber wei├čt du eigentlich, wie ich alles erlebt habe? Interessiert es dich ├╝berhaupt, was ich dabei empfand? Du denkst, es war einfach f├╝r mich. Du denkst, da├č nur weil ich dich liebe, mir das alles nichts ausmachen kann. Du irrst! Ich werde dir erz├Ąhlen, wie es wirklich war:
Ich stehe vor deiner Haust├╝r, bin schrecklich aufgeregt und mache Anstalten, mich abzulenken - vergebens. Ich wei├č auch nicht genau, wie lange mein linker Zeigefinger schon auf dem Klingelknopf ruht. 10, 15, 20 Minuten? Als mir mein l├Ącherliches Verhalten bewusst wird, dr├╝cke ich wie von einer inneren Kraft getrieben den Knopf. Au├čer dem Schrillen der Klingel geschieht nichts.
Nochmal. Keine Reaktion.
Ich klopfe. Geschimpfe von deiner Mutter. Dann Schritte, akustische Signale an der T├╝rklinke. T├╝r offen.
Du.
Mein Herz pocht so schnell. Jetzt geht alles nur noch automatisch . Als h├Ątte ich es hundert mal ge├╝bt, sage ich: ÔÇ×Ich wollte dir nur Blumen bringen.ÔÇť
Pause.
Ich streiche durch mein Haar. Mein Blick geht zu Boden. Ich hasse es!
Warum bittest du mich nicht herein? Wenigstens sagst du danke. Deine n├Ąchsten Worte zerst├Âren alles: ÔÇ×Anna, du machst es mir wirklich nicht leicht....ÔÇť.
Dieser Satz schl├Ągt ein wie eine Bombe und alles um mich herum zerbricht. Die Scherben sind wieder da und der rosa Himmel ist bew├Âlkt. Doch ich lasse mir nichts anmerken und ohne da├č ich es will, rutscht mir ein ÔÇ×Ist schon in OrdnungÔÇť heraus. Aber es ist gar nichts in Ordnung. Am liebsten w├╝rde ich die Blumen nehmen und zu Boden werfen.
Doch statt dessen sehe ich dich nur an, betrachte deine Augen und deinen Mund ÔÇô dein Gesicht ist so sch├Ân, doch deine Worte so h├Ą├člich.
Ich habe wirklich keine Lust, mir deine ironisch-r├╝cksichtsvolle Ausrede anzuh├Âren und gehe.
Schade, kein Widerspruch. Oder ist er nur untergegangen, in meinen polternden Schritten auf der Treppe?

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anemone
Schriftsteller-Lehrling
Registriert: Sep 2001

Werke: 587
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hallo Mika

Tja, so kanns's gehen, wenn man sch├╝chtern ist!

Sch├Ân beschrieben! Eigene Erfahrungswerte sind doch immer die Sichersten.

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Daktari
Guest
Registriert: Not Yet

Seufz

Morgen, Mika!

Der Text gef├Ąllt mir. Man kann sich gut hinein versetzen. Allerdings verstehe ich etwas nicht. Wenn Du eine Viertelstunde Sturm klingelst und erst dann kommt die Reaktion? Hatten Mutter und Sohn vorher Watte in den Ohren?
Da w├╝rde ich noch was ├Ąndern. Sonst ist der Text sch├Ân.

Ciao
Tim

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Traveller
???
Registriert: Jun 2003

Werke: 2
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Mein Beschluss steht

Muss das nicht "Entschluss" heissen ??

Insgesamt eine runde Geschichte, die gut den Schmerz beschreibt, wenn man sich zur├╝ckgewiesen f├╝hlt.
__________________
Einen wundersch├Ânen Tag w├╝nscht

Traveller Peter

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yaira
Guest
Registriert: Not Yet

@Daktari
ich denke dises Ruhen des Fingers auf der Klingel bedeutet, dass sie vor der T├╝r stand, klingen wollte, aber es einfach nicht geschafft hat.
@mika
Welcher Beschluss steht? Du schreibst am Anfang von diesem "Beschluss", aber es wird nicht deutlich, was "beschlossen" wurde.

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Haselblatt
Festzeitungsschreiber
Registriert: Dec 2002

Werke: 2
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Hallo Mika,

Bis hierher, und nicht weiter:
"...Doch ich lasse mir nichts anmerken, und ohne da├č ich es will, rutscht mir ein „Ist schon in Ordnung“ heraus. Aber es ist gar nichts in Ordnung. Am liebsten w├╝rde ich die Blumen nehmen und zu Boden werfen."

Meine Fantasie sagt mir: Der besondere Pepp dieser Geschichte w├Ąre, wenn "du" gleich einen Schritt weiter gegangen w├Ąrst und diesem Schn├Âsel die Blumen um die Ohren gewichst h├Ąttest.

Dann h├Ątte anemone vielleicht geantwortet:
"Tja, so kann's einem ergehen, wenn er ein Macho ist..."

Ich finde, du drehst den Warmwasserhahn unter der Brause des Selbstmitleids derma├čen hoch auf, dass der Erfrischungseffekt v├Âllig verloren geht. Versuch es mal mit Kaltduschen!

__________________
Auf bald - Heimo B.
As long as you continue to do what you always did, you will continue to get what you always got. (Abraham Lincoln)

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Mika
Autorenanw├Ąrter
Registriert: Jul 2003

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Kommentare: 6
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Erstmal allen ein herzliches Dankesch├Ân f├╝r die doch sehr postive Kritik.

@yaira:
Der Beschluss (wahrscheinlich passt 'Entschluss' doch besser), besteht ersteinmal darin, zu Roberto zu gehen und ihm Blumen zu bringen. Jeder Leser kann und soll sich selbst aussuchen, was die Protagonistin so in ihrem Kopf f├╝r Fantasien und Hoffnungen (Roberto betreffend) hat.

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