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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
Alt-Ägypten
Eingestellt am 07. 07. 2002 19:53


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Bonaventura
Wird mal Schriftsteller
Registriert: Jun 2002

Werke: 9
Kommentare: 7
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Carol Thurston
Eine Liebe für die Ewigkeit

Widderkopf im Ring

Wir beginnen eine Zeitreise ins alte Ägypten. Zu Beginn der Geschichte von Aset, einer Tochter Nofretetes und Senachtenre, einem Arzt, regiert Tutanchamun, wir sind im Jahr 1359 v.Chr. Sie endet mit dem Tod Haremhabs, 1335 v. Chr. Aber sie geht weiter. Es sind die Aufzeichnungen des Arztes Tenre, der uns den Einstieg in diese Geschichte gibt. Parallel dazu lesen wir über Ereignisse in Denver, USA, die in unserer Zeit spielen.
Dort bereitet Kate, eine medizinische Illustratorin eine Ausstellung ägyptischer Mumien vor. Ein Radiologe sucht sie als Expertin für altägyptische Relikte auf. Er braucht ihren Rat. Zwei Schmuckstücke seiner verstorbenen Mutter geben ihm einige Rätsel auf. Und so machen sich Kate und Max an die Lösung dieser Rätsel. Sie spüren Aset und Tenre nach. Die Künstlerin und der Radiologe begeben sich auf das Gebiet der forensischen Archäologie. Diese Entdeckungsreise führt sie zuletzt bis Kairo.
Die Handlung ist verschlungen und es braucht auch seine Zeit, bis der Leser die handelnden Personen, die Jahre und Ereignisse sortieren und in den inneren Zusammenhang bringen kann, um gut folgen zu können. Anfängern im Reich des altägyptischen Wissens bietet der Roman nützliche Hilfen. Jedem ägyptischen Kapitel steht ein Zitat aus dem Totenbuch der Ägypter voran. Diese Zitate allein sind erhebend und beeindruckend. Sie spiegeln die tiefgehende Lebensanschauung, die religiösen Überzeugungen zur Zeit seines Entstehens. Bis heute kann es Gültigkeit für unser Leben besitzen. Darunter folgt die Kapitelüberschrift mit der Angabe des Herrschaftsjahres und dem jeweiligen Herrscher. Auch über den ägyptischen Jahreslauf wird man informiert, so heißen die Abschnitte zum Beispiel: Einundzwanzigster Tag, zweiter Monat des Pflanzens. Wir erfahren viel über den Gebrauch von Medikamenten und der Entwicklung der medizinischen Forschung in der achtzehnten Dynastie. Immer wieder wird auch Imhotep erwähnt, eine historische Gestalt, Arzt und Architekt der ersten Pyramiden. Die politische Lage damals, die Hofintrigen, die in das Leben der einfachen Menschen eingreifen, stellt sich uns dar.
Was die Intrigen damals in Ägypten und heute im Museum, Kates Arbeitgeber, betrifft, ergeben sich erstaunliche Parallelen. Sie sind natürlich nicht zufällig. Die begabte Zeichnerin Kate entdeckt, daß auch Aset Illustrationen schuf: allerdings aus einer Gattung, die wir heute politische Satire nennen würden.
Je weiter die Geschichte vorangetrieben wird, umso mehr gewinnt sie an Relevanz für Kate und Max. Sie bleibt spannend bis zum Schluß.
Im Anhang finden wir ein recht ergiebiges Glossar, sowie die Anmerkung der Verfasserin, die den geschichtlichen Hintergrund erhellt. Dann eine Beschreibung der wichtigsten Götter des Alten Ägypten.

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