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Leselupe.de > Ungereimtes
Alternative (gelöscht)
Eingestellt am 03. 09. 2009 12:55


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lapismont
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Heidrun D.
Guest
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Mmh.

Weitgehend ist es dir m. E. gelungen, den Zwiespalt des Eheflüchtlings, sein Sehnen und den Aufdotz in der Realität zu schildern.

Allerdings dünkt mich S5 vollständig überflüssig, ja geradezu störend. Sie ist so überdeutlich und darum unerotisch.

Nun ist Erotik mit Sicherheit nicht das Ziel dieses Textes - gleichwohl würde ich meinen Einwand überdenken. - Schon vor S5 ist alles gesagt. -

Um einen Übergang zu erzielen, könntest du die letzte Strophe absetzen:

quote:
Der eine Ring,
graviert und glatt von langen Jahren,
drückt,
mit lauem Blick
verfolge ich,
wie sich die schmale Kante
in das Tischtuch presst
und schau schnell weg.

Und meine Hände kneten
frisches Fleisch, geschmeidig zart
das Fett so weich,
es quillt mir durch die Finger,
wie die Zeit mit dir. oder: wie all die Zeit mit dir

Zart und hell,
die Narbe,
wo der Ring
sonst sitzt -

und heftig forme ich
die sanfte Rundung nach;
die Kälte treibt mich an,
ein Blinzeln,
wenn der Schweiß
mir droht, die Augen zu verbrennen
und rote Spuren
zu den anderen gelangen.


Abruptes Ende,
Händewaschen,
dann
kommt der Ring
und schmerzhaft quetsch ich ihn
zurück.

Was meinst du?

Winkende Grüße
Heidrun

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Karl Feldkamp
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Hallo lapismont,
ein Gedicht mit einem gelungenen Spannungsbogen über ein biederes und untreues Lyr-Ich. Eine verdichtete Geschichte, wie sie heutzutage in fast jedem Film vorkommt und in nahezu allen Romanen zu lesen ist. Gerade deswegen gefällt mir diese Verdichtung besonders und würde mir (wie offenbar auch Heidrun) ohne die 5. Strophe noch mehr gefallen.
Herzlichen Gruß
Karl

__________________
Bei jedem Irrtum hat die Wahrheit eine neue Chance.

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Hannah Rieth
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Hallo Lap,

der Rhythmus ist's, der mich mal wieder treibt. Habe auch noch ein paar Anregungen ... Vielleicht ist ja was für Dich dabei.

Alternative

Der eine Ring,
graviert und glatt von langen Jahren, so schön
er drückt,
mit lauem Blick
verfolge ich,
wie sich die schmale Kante
"tataa" ins Tischtuch presst Weiß noch keinen guten Begriff. ;-)
und schaue schnell weg.

Und meine Hände kneten Das Doppel-Und empfinde ich als störend. Was hältst Du von: Die Hände kneten ...
frisches Fleisch, geschmeidig zart
das Fett so weich,
es quillt mir durch die Finger, dass es mir durch die Finger quillt/läuft
wie die Zeit mit dir. wie uns're Zeit


So zart und hell,
die Narbe,
wo der Ring
sonst sitzt - gefällt mir gut

und heftig forme ich
die sanfte Rundung nach;
die Kälte treibt mich an,
ein Blinzeln,
wenn der Schweiß
mir droht, die Augen zu verbrennen
und rote Spuren
zu den anderen gelangen.

Stoßen, drehen,
auf und ab,
vergessen,
eingefrorn in
heftiger Erwartung,
einmal noch,
ein Streicheln fehlt zur Perfektion,
ja! Da schließe ich mich den anderen an: Ich würde die Strophe auch streichen. Passt nicht, klingt nicht, brauchst Du nicht. ;-) Ich meine, wer bis jetzt nicht mitbekommen hat, dass die beiden Karten spielen, versteht es eh nicht mehr.

Abruptes Ende,
Händewaschen,
dann
kommt der Ring
und schmerzhaft quetsch ich ihn
zurück. Hier würde ich noch mal ranspringen. Auf mich wirkt es ein bisschen, als hättest Du die Lust verloren.

Nur meine Meinung.

Liebe Grüße von

Hannah

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Heidrun D.
Guest
Registriert: Not Yet

Wieso denn Karten spielen, Hannah?

Wenn was passt, sind es die Bouletten *grins. - Da bekäme ich auch endlich die Erklärung für das "schöne" weiche Fett, was mich stets ein wenig stutzen ließ. Denn gemeinhin schätzt man an der Damenwelt doch festes Fleisch, nicht wahr?

Bouletten sind perfekt! Da schmiegt sich der abgenommene Ring, das Händewaschen und - die vielfach getadelte "Pornostrophe" , die gleichsam zum Highlight des Textes mutierte.

Falls es wirklich um das Formen von Frikadellen geht (ein letzter Streichler ), dann gebührt dir allein für die Idee ne feiste 9, lap, und ein Sonderpreis für den "verkannten Komiker!"

Begeisterte Grüße
Heidrun

Und unsere ganzen blöden Kommentare ... Ich werd` nicht mehr!

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lapismont
Foren-Redakteur
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So, hab dran rumgefeilt und einiges von Hannah übernommen. Die fünfte Strophe überlebte als gekürztes Anhängsel - das Streicheln will ich mit drinhaben, es gehört unbedingt dazu.


Dankeschön für alle Hinweise und Kritiken!
__________________
Kunst passiert.

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