Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5439
Themen:   92261
Momentan online:
424 Gäste und 18 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzgeschichten
Am 24.12.2001 wurde Jesus geboren
Eingestellt am 26. 11. 2001 14:36


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
Otto Lenk
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2001

Werke: 620
Kommentare: 3361
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Otto Lenk eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Am 24.12.2001 wurde Jesus geboren. In einer Stadt namens Bethlehem. Vater und Mutter waren stolz auf ihren Sohn. Zweifel nagten an ihnen. Zehn Jahre lang der Wunsch nach einem Kind. Aber die Zeiten waren dunkel. Krieg und Hass beherrschten die Seelen der Menschen. Immer wieder stellten sie sich die Frage,was aus ihrem Kind einmal werden w├╝rde, in einer Welt, die das L├Ącheln verloren hatte. Die Stra├čen, die einst einmal das Leben bedeuteten, waren mit Blut gepflastert. Es war nicht mehr sch├Ân, das Haus zu verlassen.
Gewiss! Man hatte ihr Land erobert.Sogenannte Kolonial-herren waren gekommen, um ihnen den Weg zu weisen. Einen dornenreichen Weg. Die Herren verschenkten ihr Land an andere Herren. Ihre Heimat war zum Spielplatz der Macht verkommen. Keiner fragte nach Recht oder Unrecht. Siedler begannen ihr Land zu kultivieren und dabei, so nebenher, ihre Kultur zu begraben. Doch die Menschen wollten weder Land, Kultur noch Herkunft aufgeben. In ihnen wuchs der Traum nach Heimat und mit ihm der Hass auf die Herren.
Der Mann und seine Frau gingen nicht mehr auf die Stra├če. Sie war ein verdorbener Platz des Hasses. Zu oft hatten die zwei dort in die Augen der Wut geblickt. Sie waren zutiefst friedfertige Menschen und davon ├╝berzeugt, dass das Gute irgendwann siegen werde, auch wenn sich die rasenden Blicke der Kinder in ihre Herzen eingebrannt hatten.
Immer wenn die Panzer kamen, rissen sie (die Kinder) die blutgetr├Ąnkten Pflastersteine aus der Erde, um ihre Herren zu erschlagen.
Der Kreislauf des Lebens war zum Kreislauf des Todes geworden.
Wenn die beiden abends in der K├╝che sa├čen, sprachen sie oft ├╝ber die Kinder und ihre Eltern. Sie konnten nicht verstehen, das Eltern den Dorn des Hasses in die Augen der Kinder pflanzten, anstatt die Bl├╝ten der Liebe zu s├Ąen. Beide glaubten fest daran, dass nur der Weg der Liebe zum Ziel f├╝hrt. Aus diesem Grund entschlossen sie sich, Eltern zu werden. Ein Kind der Liebe, der Hoffnung und derZukunft. Am 24.12.2001 wurde er geboren. Jesus sollte er hei├čen. Der Name der Zuversicht auf das Leben und die Liebe.
Kurz nach der Geburt kamen die Panzer wieder. Steine und Ge-
schosse. Tagelang. Die Granate schlug ein, w├Ąhrend Mutter und Vater in der K├╝che sa├čen. Beide rannten ins Schlaf-zimmer und sahen ihr von der Zimmerdecke erschlagenes Kind. Sie schauten sich in die Augen und erkannten darin den Hass der Kinder.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Zur├╝ck zu:  Kurzgeschichten Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!