Die Leselupe wechselt auf ein neues Forensystem. Deshalb sind bis zum 15.11. keine Schreibzugriffe möglich.
Das gilt für alle Änderungen an der Datenbank (Texte, Kommentare, Bewertungen, Profil, Online-Messages usw.)
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5685
Themen:   98491
Momentan online:
491 Gäste und 11 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Ungereimtes
Am Kinderbett
Eingestellt am 19. 08. 2019 06:07


Autor
Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
blackout
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2019

Werke: 61
Kommentare: 368
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um blackout eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Leer die Hände,
Trauer in den Augen der Mütter.
Der Kinder Schlaf, sie wissen nichts
von Kriegen.

Voll Schmerz die Welt,
erstickend in Blut und Tod.
Was die Mütter nicht besiegen,
werden die Kinder erleiden.

Wäre ich eine Zikade, ich sänge
den Kindern von Gräsern, von Blumen.
Doch Mensch bin ich, singe
vom endlichen Frieden.

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


Mondnein
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2014

Werke: 753
Kommentare: 4817
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Mondnein eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

quote:
Wäre ich eine Zikade, ich sänge
den Kindern von Gräsern, von Blumen.


Die Zikade will ich mal hören, die von Gräsern und Blumen singt. Und die Kinder, die diesen Zikadengesang verstehen ("oh, sie hat gerade von Blumen gesungen! wie schön!") und lieben.


__________________
sato bandhum asati nir avindan
hridi pratishya kavayo manisha

Bearbeiten/Löschen    


Patrick Schuler
Routinierter Autor
Registriert: Nov 2014

Werke: 235
Kommentare: 1208
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Patrick Schuler eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Ich hab ja manchmal ein Problemchen, deine Kommentare nachzuvollziehen, aber:

Was die Mütter nicht besiegen
werden die Kinder erleiden.

ist herrausragend.
Da könnte ich stundenlang dran hängenbleiben.

L.G
Patrick

Bearbeiten/Löschen    


blackout
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2019

Werke: 61
Kommentare: 368
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um blackout eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Am Kinderbett

Ja, Patrick, da geht es mir wie dir. Manchmal weiß man gar nicht, was man zu manchen Texten oder Kommentaren schreiben soll, da schreibt man lieber gar nichts. Der IQ von einigen Poeten hier ist einfach zu hoch, da hat man mit seinen selbstgestrickten Proletenansichten einfach nichts zu verkünden.

Aber hab vielen Dank fürs aufmerksame Lesen und Kommentieren,
der Satz flog mir zu wie ein Spatz, der immer was zu zwitschern hat. Hab ich ihn hingeschrieben. So geht Dichtung, möchte man sagen.

blackout






Bearbeiten/Löschen    


Tula
Routinierter Autor
Registriert: Apr 2016

Werke: 178
Kommentare: 2079
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um Tula eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Moin blackout

Das grundsätzliche Problem ist die Verallgemeinerung, die ich dir als Leser hier nicht abkaufe. Gibst du der Szene einen konkreten Anhaltspunkt, würde ich verstehen, dass die Mutter traurig bleibt, wenn sie auf's schlafende Kind schaut. Sinn macht es, wenn es sich um Flüchtlinge handelt. Das Kind weiß nichts vom Krieg daheim usw.

Was den Schmerz in der Welt angeht:

Hier klicken

Gut gemeint

LG
Tula

Bearbeiten/Löschen    


blackout
One-Hit-Wonder-Autor
Registriert: Jun 2019

Werke: 61
Kommentare: 368
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um blackout eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil
Am Kinderbett

Tula, ich hatte mir überlegt, im Titel auf Syrien hinzuweisen, bin dann aber abgekommen, weil ich mir denke, Syrien allein wäre zwar aktuell, aber eine unzulässige Einschränkung. Denn es geht mir um alle Kinder der Welt, die zu allen Zeiten den Krieg überleben müssen. Und sieh mal, Ein Beispiel: Ich war ein kleines Kind, als der Krieg hierzulande zu Ende ging, und meine Mutter sagte mir oft, sie hatte nicht mehr Angst im Leben als um mich und meine jüngere Schwester, als die Bomben fielen. Das ist das mütterliche Denken, ich würde die Mutterliebe sogar unter die Archetypen einreihen wollen.

"Gut gemeint" - wie meinst du denn das?

Und zu deinem Link: Karl Kraus hat absolut recht, dieser Satz enthüllt die ganze Sentimentalität und Idiotie des "gebildeten" Bürgertums nicht nur seiner Zeit. Aber Kraus geht es um den "Weltschmerz", und das ist etwas entschieden anderes als der "Schmerz der Welt". Spürst du den Unterschied? Wenn du ihn nicht spürst, rein sprachlich, ganz abgesehen davon, dass es in meinem Gedicht um den Krieg geht, dann lass das Schreiben sein, es wird nichts mit dir. Das verspreche ich dir in die Hand.

blackout


Bearbeiten/Löschen    


6 ausgeblendete Kommentare sind nur für Mitglieder und nur mit eingeschaltetem Javascript erreichbar.
Zurück zu:  Ungereimtes Ein neues Thema veröffentlichen.     Antwort veröffentlichen.
Werbung