Diese Seite verwendet Cookies. Wenn Sie das nicht akzeptieren, m├╝ssen Sie Cookies in Ihrem Browser verbieten oder diese Seite verlassen.    OK  
 leselupe.de
Werbung
 Meine Leselupe

Mitglieder:   5438
Themen:   92221
Momentan online:
644 Gäste und 14 Mitglieder
Username:
Passwort:
Registrieren
Passwort vergessen?


Leselupe.de > Kurzprosa
Am Krankenbett
Eingestellt am 14. 12. 2004 08:15


Autor
Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.
hwg
???
Registriert: Dec 2003

Werke: 53
Kommentare: 42
Die besten Werke
 
Email senden
Hier klicken, um hwg eine Online-Nachricht zu senden  Online-Nachricht
Profil

Erst als er unbeholfen vor ihrem Krankenbett stand und nicht wusste, ob er sie in diesem Moment k├╝ssen d├╝rfe, Schwei├čperlen ├╝berall an ihrem Gesicht sah, die er wegwischen wollte und sich nicht traute, als er merkte, dass er die mitgebrachten Blumen noch immer in der Hand hielt, und als er schlie├člich selbst Schwei├č auf der Stirn sp├╝rte, war ihm klar - er war auf diesen Besuch nicht vorbereitet.

Nachdem sie pl├Âtzlich heiter sagte, er k├Ânne ja nun sehen, sie lebe noch, fiel ihm ein, dass er nicht ein einziges Mal die andere M├Âglichkeit mit aller Konsequenz durchdacht hatte, vielmehr sie sofort beiseite schob, wenn sie sich in seine Gedanken dr├Ąngen wollte.

In diesem Augenblick erkannte er, welche Angst sie durchgestanden haben musste, ohne auch nur ein Wort dar├╝ber zu verlieren in jenen Tagen, da beide vom Bevorstehenden wussten.
__________________
-hwg-

Bearbeiten/Löschen   ebook  Druckversion


DonQ
Guest
Registriert: Not Yet

quote:
Erst als er unbeholfen vor ihrem Krankenbett stand

Hallo hwg, k├Ânntest Du nicht, statt am Anfang Deines Textes Unbeholfenheit zu konstatieren, diese nicht vielleicht zeigen (fahrige Bewegungen, Stottern bei der Begr├╝├čung, was wei├č ich...)?

quote:
dass er die mitgebrachten Blumen noch immer in der Hand hielt,

Ja, genau so, aber nicht als Best├Ątigung der Unbeholfenheit, sondern dass diese offensichtlich wird, ohne sie zu erw├Ąhnen.

quote:
dass er nicht ein einziges Mal die andere M├Âglichkeit mit aller Konsequenz durchdacht hatte

Nun ja, da w├Ąre ja nun vielleicht die richtige Zeit f├╝r. Muss ja nicht lang sein und wirklich in aller Konsequenz, da reichen vielleicht schon ein, zwei Bilder (alleine beim Fr├╝hst├╝ck sitzen oder im Bett liegen, sie nie mehr l├Ącheln sehen...).

quote:
wenn sie sich in seine Gedanken dr├Ąngen wollte.

Das schlie├čt nicht aus, diese Bilder zumindest vor dem Leser aufblitzen zu lassen.

quote:
In diesem Augenblick erkannte er, welche Angst sie durchgestanden haben musste,

Seltsam, ich w├╝rde an Stelle des Protagonisten erst mal meine Angst erkennen und dann daraus auf die Angst der Kranken schlie├čen. Gut, Du kannst sagen, im Absatz zuvor sei es um die Angst des Protagonisten gegangen. Die wird aber leider nicht sp├╝rbar (nein, nein, jetzt bitte nicht schreiben "Ich habe Angst!", Bilder finden, die den Leser die Angst sp├╝rbar machen).

quote:
ohne auch nur ein Wort dar├╝ber zu verliere

Ich verstehe schon, es geht um den minimalistischen Ansatz. Ist ja schlie├člich auch Kurzprosa, da will man mit wenig Worten viel sagen. Aber noch einmal: Es geht nicht um die Worte, sondern um die Bilder.

quote:
da beide vom Bevorstehenden wussten

Seltsam, das ist so ziemlich die vageste Stelle in Deinem Text und dennoch das st├Ąrkste Bild. Ich hoffe, Du kannst nachvollziehen, was ich sagen will.

Bis dann

Jan

Bearbeiten/Löschen    


Zur├╝ck zu:  Kurzprosa Ein neues Thema ver├Âffentlichen.     Antwort ver├Âffentlichen.


Leselupe-Bücher



Amazon



Facebook


Werde Fan der Leselupe auf Facebook!