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Leselupe.de > Ungereimtes
Am Springbrunnen
Eingestellt am 29. 12. 2002 13:14


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Vera-Lena
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Am Springbrunnen

Perlenschimmer, Wasserwogen
spr├╝hend in die Luft gehoben,
rauschen, fallen,
fl├╝stern, lallen.
Sommer-Sonnen-Widerschein
taumelt in die Flut hinein.

Das war gestern. Heute brechen
Wassermassen, st├╝rzen, sprechen,
schreien, klagen,
klatschen, schlagen
auf den harten Brunnenrand.
Bald h├Ąlt Eis sie ganz gebannt.

Kaltes Glitzern von Kristallen
wird durch meine Lider fallen,
schmerzen, bohren.
Gib verloren
Sommer-Sonnen-Lieder-Lust.
Fern, sehr fern ist der August.




__________________
Der Mensch ist sich selbst das gr├Â├čte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Haget
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MoinMoin Vera-Lena,
Dein Gedicht gef├Ąllt mir sehr gut!
Einziger "Fast-Reim" ist wogen/hoben. Vielleicht in die physikalische Unwahrheit retten und „wogen/zogen“ reimen?
__________________

Haget w├╝nscht Dir Gutes!
Selbst d├╝mmste Spr├╝che machen oft Sinn
- auch krumme Pfeile fallen irgendwo hin!

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Vera-Lena
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Am Springbrunnen

Lieber Haget,

danke f├╝r Dein gro├čes Lob. Mit dem Reim in den ersten beiden Zeilen ist das so eine Sache. Bei dem Wort "gezogen" w├╝rde mir die Leichtigkeit fehlen, die in der ersten Strophe so wichtig ist. Es ist mir schon ├Âfter passiert, da├č einfach nur ein einziges Reimwort fehlte. In so einem Fall habe ich das dann in Kauf genommen. Vielleicht gelingt mir an anderer Stelle etwas wirklich Vollkommenes.

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
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Cassiopeia
???
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Bitte genauso lassen.

Es liest sich gut und ob es nun ein reiner oder unreiner Reim ist, finde ich hier nicht wichtig, weil der Inhalt stimmt. Zudem ist die Form soweit gewahrt, dass es nicht st├Ârt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes flie├čt.

Gef├Ąllt mir.
__________________
No Surrender

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Vera-Lena
Routinierter Autor
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Es flie├čt

Liebe Cassiopeia,

herzlichen Dank daf├╝r, da├č Du mir Deine Wahrnehmung mitteilst.

Liebe Gr├╝├če Vera-Lena
__________________
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Lame
Guest
Registriert: Not Yet

Ja, tolles Gedicht!

Die Strophen entsprechen der Zeiten-Reihenfolge Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft (und zwar gro├čr├Ąumig: so habe ich es durch die Verben der zweiten Strophe unwillk├╝rlich empfunden) und transportieren in dieser Reihe die Gef├╝hlszust├Ąnde angenehm - unangenehm - unertr├Ąglich.

Formal finde ich alle drei Strophen angenehm leicht. Inhaltlich, d.h. begrifflich, findet - entsprechend den obigen Reihenfolgen - eine Ver├Ąnderung statt: leise - laut - tja, und die dritte Strophe w├╝rde ich am liebsten mit "schweigend/starr" charakterisieren (im Sinne von: Am Ende ist nur noch Schweigen/Starrheit, vielleicht Resignation), auch wenn "schmerzen" und "bohren" da jetzt nicht ganz reinpassen. Vielleicht h├Ątten mir Verben, die eine L├Ąhmung, ein hilfloses Erstarren wiedergeben, besser gefallen, sie h├Ątten gut zu "Eis", "gebannt", "kaltes Glitzern" und "Kristallen" gepa├čt.

Der letzte Vers der zweiten Strophe enth├Ąlt einen Ausblick auf die dritte Strophe. Das pa├čt gut, weil die zweite Strophe gekonnt auf diesen letzten Vers hinarbeitet (v.a. "hart"). Demgegen├╝ber empfinde ich, ehrlich gesagt, die Verse 4 - 6 von Strophe drei als Bruch. Sie sollen wahrscheinlich zum Anfang des Gedichts zur├╝ckf├╝hren, diesmal nicht in der Darstellung eines Zustands, sondern eines Wunsches, einer Willensbekundung. Bis zu diesen Versen ist das ganze Gedicht eine Beschreibung von sich (ins Schlimme hinein) steigernden Zust├Ąnden. "Gib verloren" pa├čt noch zum Vorhergehenden, dann aber, die Stimmung ├╝bergangslos wechselnd: "Sommer-Sonnen-Lieder-Lust" - strahlender als die ganze erste Strophe! Hmmmhmmm... Mit dem letzten Vers konnte ich mich auch nicht mehr anfreunden. Vor allem der "August" stie├č mir auf. Wenn das Gedicht so wirkungsvoll ├╝ber gro├čr├Ąumige Zeitr├Ąume wie Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft schreitet, scheint mir die pl├Âtzliche Erw├Ąhnung eines "August" wie ein Otto Meier, der pl├Âtzlich an der Festtafel des Olymp auftaucht *g* ;-) .

Nun, tut nichts, ein tolles Gedicht! Ich hoffe,die kritischen Anmerkungen sind trotzdem erlaubt und tr├╝ben nicht Deine berechtigte Freude am Gedicht.

Liebe Gr├╝├če,

Lame



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