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Leselupe.de > Kurzgeschichten
Am Strand
Eingestellt am 08. 02. 2017 14:34


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Hilga
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Am Strand

"Ping!" Der Aufzug war endlich da und die silbernen T├╝ren glitten zur Seite. F├╝r die Gr├Â├če des Geb├Ąudes erschien er relativ klein, aber so fr├╝h am Morgen war er Gott sei Dank noch leer. Zum x-ten Mal verfluchte er, dass er sieben Etagen zu Fu├č nicht schaffte, nahm einen tiefen Atemzug, und machte einen Schritt hinein. Fast hatten sich die T├╝ren schon geschlossen, als eine Frau noch schnell hinein schl├╝pfte. Er sah sie nicht an und dr├╝ckte sich in eine Ecke, die Augen starr auf die T├╝r gerichtet.

"Guten Morgen", gr├╝├čte sie freundlich, mit einer angenehmen und erstaunlich warmen, vollen Stimme. ├ťberrascht sah er hoch. Sein Blick glitt ├╝ber die ausgeblichene Jeans, das sandfarbene T-Shirt und die helle Sommerjacke zu ihren dunkelbraunen Locken und fing sich dann in ihren eisblauen Augen. Sie l├Ąchelte ihn freundlich an, doch er war schon zu sehr mit der Enge des Aufzugs besch├Ąftigt, um noch einen Gru├č heraus zu bringen. Schnell lenkte er seinen Blick wieder auf den Boden. Sie dr├╝ckte den Knopf der achten Etage und lehnte sich entspannt an die Wand. Seine H├Ąnde wurden feucht, doch er zwang sich still zu stehen und die Schultern zu entspannen. Es schien, als wollte der Aufzug ohne einen weiteren Zwischenhalt bis zum siebten Stock durch fahren, als ein hartes Rucken und ein kurzes Zittern die Fahrt unterbrachen. Die Bewegung hatte aufgeh├Ârt, aber die T├╝ren ├Âffneten sich nicht. Seine F├Ąuste verkrampften sich, aber er versuchte noch nicht dar├╝ber nachzudenken, was das jetzt bedeutete. Sie seufzte und dr├╝ckte noch einmal auf den Knopf f├╝r die Achte. Es tat sich nichts.

"Mist, sieht aus, als wenn wir hier festh├Ąngen", stellte sie mit einem Seufzen fest. Inzwischen hatte sich sein Herzschlag schon erheblich beschleunigt und ihm war unangenehm hei├č. Noch wollte er die Anzugjacke nicht ausziehen, aber mit zitternden Fingern lockerte er die Krawatte und ├Âffnete den oberen Hemdknopf. Starr hielt er seinen Blick auf den Boden gerichtet und sah nur aus dem Augenwinkel, dass sie den Alarmknopf dr├╝ckte. Der Klo├č in seinem Hals wuchs und er versuchte verzweifelt sich auf das Ein- und Ausatmen zu konzentrieren. Nach einer gef├╝hlten Ewigkeit meldete sich eine Stimme ├╝ber den internen Lautsprecher. Die Frau unterhielt sich mit der k├Ârperlosen Stimme, aber er musste sich so sehr auf das Luftholen konzentrieren, dass er nicht verstand, was sie besprachen. Inzwischen standen Schwei├čperlen auf seiner Stirn und er hatte das Gef├╝hl seine Beine w├Ąren aus Gummi. Pl├Âtzlich stand sie vor ihm, sagte irgendetwas und legte beide H├Ąnde auf seine Schultern. Dadurch f├╝hlte er sich noch mehr eingeengt und mit einer schnellen Bewegung wischte er ihre H├Ąnde zur Seite.

"Setzen Sie sich!" Der Befehlston drang zu ihm durch. Er h├Ątte sich ohnehin nicht mehr viel l├Ąnger auf den Beinen halten k├Ânnen. Langsam lie├č er sich mit dem R├╝cken an der Wand herabgleiten. Inzwischen lief ihm der Schwei├č in die Augen und sein Atem ging keuchend. Gleich w├╝rde in diesem kleinen, engen Raum nicht mehr genug Luft sein und die W├Ąnde w├╝rden ├╝ber ihm zusammenst├╝rzen. Fahrig wischte er mit den H├Ąnden durch sein Gesicht und versuchte verzweifelt genug Luft in seine Lungen zu bekommen. Wie durch einen Nebel sah er, dass sie sich neben ihn setzte und ihr Handy vor ihm auf den Boden legte. Ein seltsames Ger├Ąusch wie Meeresrauschen h├Ârte er aus Richtung des Telefons und pl├Âtzlich sp├╝rte er, dass sie seine Hand nahm. Sie ├Âffnete seine verkrampfte Faust und flocht ihre Finger in seine.

"Machen Sie die Augen zu." Ihre Stimme war kr├Ąftig genug, um ├╝ber sein hektisches Keuchen hinweg zu ihm durch zu dringen. Er schloss die Lider und knetete ihre Finger zwischen seinen beiden H├Ąnden.
"Wir sind am Meer und sitzen am Strand, ganz vorne am Wasser, wo der Sand fest ist. Rutschen Sie ein wenig nach vorn, nicht anlehnen." Er schob sich etwas vor und l├Âste widerstrebend seinen R├╝cken von der Wand.
"Die kleinen Wellen direkt vor unseren F├╝├čen ziehen sich immer weiter zur├╝ck. Es ist Ebbe, das Wasser geht langsam zur├╝ck, wir haben immer mehr freien, feuchten Sand vor uns. Die M├Âwen segeln hoch oben und man kann ihre Rufe kaum h├Âren. Sie m├╝ssen genau hinh├Âren." Ihre Stimme wurde etwas leiser und er musste sich anstrengen, sie zu verstehen. Erstaunt stellte er fest, dass er nicht mehr so laut keuchte.
"Die Luft riecht nach Meer, salzig und auch nach Seetang. Riechen Sie das?" Er sch├╝ttelte den Kopf.
"Sie m├╝ssen tiefer einatmen, viel tiefer. Versuchen Sie es noch einmal. Die salzige Luft riecht wunderbar." Zittrig versuchte er tiefer zu atmen. Es klappte. Tief sog er die Luft ein, aber es war ihr Parf├╝m, das ihm in die Nase stieg.
"Wie ist das Wetter?" Mit der Frage hatte sie ihn ├╝berrumpelt.
"St├╝rmisch", keuchte er, immer noch zu sehr mit Atmen besch├Ąftigt, f├╝r eine l├Ąngere Antwort. Sie verst├Ąrkte den Griff ihrer Hand und lachte.

"Halten Sie sich gut fest, nicht dass Sie noch weggeweht werden. Die Wellen werden heftig vom Wind gepeitscht und feine Gischt spr├╝ht her├╝ber. Mir ist ziemlich kalt." Pl├Âtzlich hatte sich sein Arm um ihre Schulter gelegt, ohne dass er dar├╝ber nachgedacht h├Ątte. Er hielt inne und erwartete, dass sie den Arm weg schieben w├╝rde, aber sie lie├č ihn dort.
"Danke, jetzt ist mir etwas w├Ąrmer." Ein L├Ącheln war in ihrer Stimme zu h├Âren.
"Hinten am Horizont wird es heller. Vielleicht h├Ârt der Wind bald auf und die Sonne kommt sp├Ąter noch heraus." Ihm wurde bereits warm, eine angenehme W├Ąrme, die von ihrem K├Ârper ausging, der jetzt so nah bei seinem war.

"Wenn die Sonne sp├Ąter den Strand etwas aufw├Ąrmt, k├Ânnten wir noch ein wenig am Wasser entlanggehen, Was meinen Sie?" Tief holte er Luft und ihr Duft machte ihn fast schwindelig. Er nickte wortlos und w├╝nschte sich, er k├Ânnte sie fester in seine Arme ziehen. Das w├╝rde sie sicherlich nicht zulassen. So zog er es vor, einfach sitzen zu bleiben und ├╝ber den Strandspaziergang nachzudenken. Pl├Âtzlich ging ein Beben durch den ganzen Aufzug und er hatte das Gef├╝hl, er w├╝rde sich nach oben bewegen. Bereits wenige Sekunden sp├Ąter ├Âffneten sich die T├╝ren und zwei Techniker sowie einige Leute vom Hotelpersonal starrten sie an.

"Geht es Ihnen gut? Was machen Sie da, auf dem Boden, haben Sie meditiert?" Die Frau lachte.
"Wir waren inzwischen am Strand, da war es sch├Âner als in Ihrem Aufzug", erwiderte sie und schaltete das Handy aus. Das leise Meeresrauschen verstummte. Gemeinsam standen sie auf und traten aus dem Aufzug ohne die H├Ąnde von einander zu l├Âsen. Der Hotelchef und sein Stellvertreter wuselten um sie herum und entschuldigten sich wortreich.
"Es tut uns sehr leid, dass das passiert ist. Wir hoffen sehr, dass es Ihnen keine zu gro├čen Unannehmlichkeiten bereitet hat. Das Hotel w├╝rde Sie gern als Entschuldigung heute Abend in unser Restaurant einladen. Ein Abendessen ├á la carte inklusive der Getr├Ąnke. W├Ąren Sie damit einverstanden?" Hoffnungsvoll lie├č der Hotelchef seine Blicke zwischen ihnen hin und her gleiten. Er sah sie fragend an und sofort hing sein Blick wieder in ihren strahlenden Augen fest. Sie sah in seine Seele, bis in die allerletzte Tiefe hinunter und das kleine Teufelchen in seinem Kopf wunderte sich, dass sie sich nicht abwandte, vor der Schw├Ąrze. Sie war noch da, und sie nickte, wozu noch gleich? Ach ja, ein Abendessen. Mit einem Sprung h├╝pfte sei Herz in den Hals und er konnte nichts mehr sagen.

"Um acht?" Sie sah ihn fragend an und er nickte wieder nur wortlos. Der Hotelmanager schien hocherfreut und lie├č sie endlich allein. Immer noch standen sie so da, die Finger ineinander geflochten und sahen sich an. Er schluckte heftig, damit sein Herz endlich wieder in die Brust zur├╝ckrutschte, wohin es geh├Ârte. Dann trat sie einen Schritt zur├╝ck.
"Ich muss noch eine Etage h├Âher, aber ich denke, ich werde die Treppe nehmen." Ihr fr├Âhliches Lachen lie├č ihm das Blut in den Kopf steigen und er war sicher, dass er in diesem Moment krebsrot angelaufen war.
"Bis heute Abend dann." Damit drehte sie sich herum und verschwand hinter der T├╝r zum Treppenhaus.

Sprachlos stand er immer noch da und sah die T├╝r an, hinter der sie verschwunden war. Es war ihm gleich, dass er sich durch die Aufzugpanne jetzt deutlich versp├Ątete. Er hatte sich nicht bei ihr bedankt und er wusste noch nicht einmal ihren Namen. Langsam drehte er sich um und ging um die Ecke, den langen Gang herunter. Vor dem Saal schritt jemand ungeduldig auf und ab und verschwand bei seinem Anblick mit einem erleichterten Seufzen durch den schmalen Spalt zwischen der Doppelt├╝r. Dann h├Ârte er eine Ank├╝ndigung mit seinen Namen und aufbrandenden Applaus. Hoffentlich w├╝rde sie heute Abend kommen. Sich bei ihr zu bedanken, war ihm auf einmal furchtbar wichtig. Vielleicht, wenn er sehr viel Gl├╝ck hatte, d├╝rfte er sie sp├Ąter noch einmal zu einem Essen einladen. Er verdankte ihr so viel mehr, als sie sich vorstellen konnte. W├Ąre er allein im Aufzug gewesen, w├Ąre er jetzt ein zitterndes, nervliches Wrack, v├Âllig unf├Ąhig, diese wichtige Rede zu halten. Ein letztes Mal holte er tief Luft, dachte an den Strand und mit einem L├Ącheln betrat er den Saal.



Version vom 08. 02. 2017 14:34
Version vom 07. 03. 2017 12:40

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Am Strand

Hallo Hilga,

sch├Ân, dass Du ebenfalls den Weg zur Leselupe gefunden hast.

Wie ich schon geschrieben habe, gef├Ąllt mir Deine Geschichte, ich steckte mit im Fahrstuhl fest und konnte die Angst des Protagonisten gut nachvollziehen.
Hier ist nun der versprochene ausf├╝hrliche Kommentar:

Von der ├ťberschrift ausgehend erwartete ich eine Geschichte, die am Strand spielen w├╝rde, fand mich jedoch ├╝berraschend vor einem Fahrstuhl wieder.
Wie komme ich nun von hier aus an den Strand? Meine Neugier war geweckt.

In der Einleitung wird gezeigt, dass es dem Protagonisten Unwohlsein bereitet, einen Aufzug zu benutzen und er diese Situation gerne alleine bew├Ąltigen w├╝rde.

Im weiteren Verlauf beschreibst Du die Stress-Symptome sehr gut, die Menschen zeigen, die an Klaustrophobie leiden: feuchte H├Ąnde, verkrampfte Haltung, beschleunigter Herzschlag, Schwei├čausbruch, gef├╝hlt "Beine aus Gummi", erschwertes Atmen.
Oft stellen sie sich die Frage: "Was denken die anderen, wenn sie mich so sehen?"

Du verst├Ąrkst diese Verunsicherung noch, indem Du den Mann zusammenbrechen l├Ąsst.
In einer angespannten Situationen bewahrt normalerweise der m├Ąnnliche Part den k├╝hlen Kopf, besch├╝tzt und beruhigt die Frau.
Meiner Meinung nach hat der Protagonist dadurch das Gef├╝hl, versagt zu haben, weil er seiner "Besch├╝tzerrolle" nicht gerecht werden kann. Deshalb glaubt er nicht, dass diese Frau im Aufzug Interesse an ihm zeigen k├Ânnte, nachdem er sich derart vor ihr "entbl├Â├čt" hat.

Auf die Protagonistin wirkt das Verlieren der Fassung des Leidenden nicht absto├čend.
Sie hilft ihm, indem sie ihn auffordert, bewusst tief ein- und auszuatmen und sorgt durch eine Gedankenreise an einen Strand f├╝r Ablenkung.

Die Kernfrage lautet: Ist der Mensch trotz seiner Eigenheiten und Probleme liebenswert?
Selbst dann noch, wenn er ÔÇô wie in diesem Fall ÔÇô seine Beherrschung verliert und zu einem zitternden Nervenb├╝ndel wird?
Du beantwortest diese Fragen positiv.
Die Gedanken des Lesers werden ├╝ber das Ende der Geschichte hinaus auf die Frage gelenkt, ob sich daraus wohl eine engere Beziehung entwickeln k├Ânnte, es bleibt jedoch offen. Das gef├Ąllt mir.

An einigen Stellen bin ich beim Lesen etwas ins Stocken geraten. Die Geschichte k├Ânnte meiner Meinung nach noch an folgenden Stellen abgerundet werden:

quote:
Der Klo├č in seinem Hals wuchs in unschluckbare Dimensionen und er versuchte verzweifelt sich auf das Ein- und Ausatmen zu konzentrieren.

Der Ausdruck "unschluckbare Dimensionen" klingt etwas holprig.
M├Âglich w├Ąre z.B.: Der Druck in seiner Brust verst├Ąrkte sich und er versuchte verzweifelt, sich auf das Ein- und Ausatmen zu konzentrieren.

quote:
Die Wellen werden heftig vom Wind gepeitscht und feine Gischt spr├╝ht her├╝ber. Es ist ganz ordentlich kalt." Pl├Âtzlich hatte sich sein Arm um ihre Schulter gelegt, ohne dass er dar├╝ber irgendwie nachgedacht h├Ątte.

Die Wellen werden heftig vom Wind gepeitscht und feine Gischt spr├╝ht her├╝ber.
Mir ist so kalt!" Diese Aussage w├╝rde den Protagonisten ├╝berzeugender dazu bewegen, seinen Arm sch├╝tzend um sie zu legen)
Pl├Âtzlich legte er seinen Arm um ihre Schultern, ohne dass er dar├╝ber nachgedacht h├Ątte.

quote:
"Geht es Ihnen gut? Was machen Sie da, auf dem Boden, haben Sie meditiert?" Die Frau lachte.
"Wir waren inzwischen am Strand, da war es sch├Âner als in Ihrem Aufzug." Gemeinsam standen sie auf ...
Wie kommt die Frau darauf, dass die beiden Protagonisten meditiert haben? M├Âgliche L├Âsung:
"Wir waren inzwischen am Strand, da war es sch├Âner als in Ihrem Aufzug", erwiderte sie und schaltete das Handy aus. Das leise Meeresrauschen verstummte.


Meiner Meinung nach hast Du die Themen "Liebenswert?" und "Klaustrophobie" gut miteinander verbunden und interessant dargestellt.

Sollte ein Leser mit einer ├Ąhnlichen Situation konfrontiert werden, k├Ânnte auch er Hilfe leisten, wenn er sich an Deine kleine Strand-Geschichte erinnert.

Den Titel "Am Strand" und den Zeitpunkt der Ver├Âffentlichung hast Du im Hinblick auf die aktuelle Jahreszeit geschickt gew├Ąhlt.
Momentan ist es kalt, regnerisch und ungem├╝tlich. Ich sehne mich am Ende des Winters nach dem Gef├╝hl von warmem Sand unter meinen F├╝├čen und Sonnenstrahlen auf meiner Haut.

Dankesch├Ân f├╝r Deine Geschichte.

Viele Gr├╝├če

Ord

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Hilga
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Oh, ein langer Kommentar :-D

Hallo Ord,
es freut mich sehr, das du dir so viel Zeit f├╝r meine kleine Geschichte genommen hast.
Die Frage, wie es mit den Beiden weitergeht, war auch auf FB eine der ersten Reaktionen. Vielleicht muss ich mit dazu noch etwas ├╝berlegen. ;-) Allerdings hat ein anders Projekt momentan Vorrang.
Die klassische "starker Mann besch├╝tzt schwache Frau" Sache wird man in meinen Texten wohl nie finden, die Frage "ist unperfekt auch liebenswert?" dagegen fast immer. Ich versuche dabei Klischees zu vermeiden. Leider mogelt sich hin und wieder doch eins ein.

Deine Ideen zur Verbesserung und Entholperung des Textes gefallen mir gut. Ich werde sie einbauen (heute nicht mehr).
Wenn ich dann ganz mutig bin, gibt es morgen einen neuen kleinen Text :-)

Liebe Gr├╝├če
Hilga

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aligaga
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Auch in Fantasy-G'schichterln wie diesem hier gilt, dass die Gesetze der Mechanik, des Genders und der Logik nur dann au├čer Kraft gesetzt werden sollten, wenn dies hinreichend zu begr├╝nden ist. Bleibt's in der Luft h├Ąngen wie die hier suggerierte Anziehungskraft eines schlappen Klaustrophobikers (nota bene zu unfit, um ein paar Treppen zu steigen!) auf ein taffes Frauenzimmer, findet man sich rasch in einem gesellschaftlichen Absurdistan, wo keiner wei├č, wo's eigentlich langgeht und warum gestoffwechselt wird.

Wenn an der hier vorgestellten Zitterpappel nicht wirklich etwas Anziehendes zu entdecken w├Ąre, l├Ąsst sich die k├╝hn zusammenfabulierte "ad-hoc"-Zweisamkeit schlecht verkaufen. Vielleicht leidet die T-Shirt-Tr├Ągerin mit der angenehmen Altstimme ja an einem krankhaften Helfersyndrom und ist gerade dabei, ihr Leben an einen Nullinger zu verschwenden? Oder sucht sie vielleicht ein Opfer, das sie sp├Ąter aufzufressen gedenkt wie die Hexe den doofen H├Ąnsel, der sein ├ťberleben nur dem Gritli verdankte? Oder wei├č die Fahrstuhl-Lady, dass da Kohle im Hintergrund sitzt? Ein h├Âhen├Ąngstlicher Chief Executive Officer wie weiland Richard Gere in "Pretty Woman" etwa?

Instinkte sind keine Klischees, sondern mehr oder minder notwendige ├ťbel, die Mensch und Tier das ├ťberleben sichern. Sie lassen sich nicht so ohne weiteres au├čer Kraft setzen, und wenn, dann erforderte das erheblichen (erz├Ąhlerischen) Einsatz. Den gibt's hier aber leider nicht.

TTip: Die Nummer plausibilisieren!

Heiter immer weiter

aligaga

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Hilga
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Kurz!geschichten k├Ânnen sich nicht toterkl├Ąren

Hallo Aligaga,
Sch├Ân, das du dir auch Zeit genommen hast f├╝r meine kleine Geschichte.

Interessante Schl├╝sse ziehst du da.
Z.B. das es sich um einen Schlappi handelt, weil er vor der wichtigen Rede nicht mal eben 7 Stockwerke hoch hechtet (rennt, weil ist sp├Ąt dran), sondern trotz Phobie den Aufzug nimmt (vielleicht ist das ja auch eher ein Zeichen von St├Ąrke, wer wei├č ;-) ).

Ob das Frauenzimmer ├╝berhaupt an der Zitterpappel etwas Anziehendes findet, kann man nicht wissen, da er hier nicht weiter beschrieben wird. Die ganze Geschichte entfaltet sich ja nur aus seiner Sicht. Wir halten ihr zugute, das sie vielleicht nicht so oberfl├Ąchlich ist, ihn in eine Nullinger- H├Ąnsel- oder Geldsackschublade zu stecken, ohne ihn zu kennen. Zun├Ąchst ist nur offensichtlich, das er sie wiedersehen will (wieder aufgrund der Perspektive) Was sie zu dem Thema denkt bleibt besust offen. Na ja, sie wird das Angebot des Hoteldirektors: ein kostenloses Abendessen als Entsch├Ądigung f├╝r die im Aufzug verlorene Zeit, annehmen. Wird sie deshalb ihr Leben verschwenden? Hoffentlich nicht :-)

Das mit den Instinkten, in deinem letzten Absatz, versteh ich nicht. Du meinst, das eine gelenkte Fantasiereise, wie sie hier vorgestellt wird, die Phobie nicht positiv beeinflussen kann? Sorry, das wei├č ich aus eigener Erfahrung besser.

Liebe Gr├╝├če
Hilga

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