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Leselupe.de > Ungereimtes
Am anderen Ende des Tones
Eingestellt am 14. 11. 2004 05:36


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vicell
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2004

Werke: 14
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So streicht denn der Bogen sein ewiges Lied
in der SĂŒĂŸe zaubernd schwerer Musik verwoben
fast schwerelos gleitet der Ton
trÀumend seine eigene cantilene
so berĂŒckend vertraut
im stillschweigenden Übereinklang
der Harmonien
die sich berauschend entfalten
und doch immer wieder dasselbe Lied singen:

Von Wundern singen sie
Liebe und Leidenschaft
und der einsamen Trauer in uns,
die selten Worte findet,
eine Melodie fĂŒhrt sie dennoch in das Meer
des klangvollen Schweigens
und gibt ihr neuen Ausdruck.

Wollen wir denn eine neue Melodie in uns spannen?
Ist es nicht so, dass wir sie eher trÀumen als tatsÀchlich zum Leben erwecken?
Was erwartet uns, wenn wir uns dem Horizont nÀhern mit der Frage, die doch keine ist?

Manchmal, so scheint es,
erwachsen aus der KomplexitÀt der Linien
neue Muster, die verborgen zu uns sprechen und uns geleiten.

Wenn wir denn innehalten und ihnen Raum in uns geben.
Einen Raum am anderen Ende des Tones ...

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

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Liebe vicell,

Dein Text könnte,so denke ich, eindringlicher werden, wenn Du ihn aus dem Überpersönlich herausnimmst.

Ich schreibe Dir einmal hier etwas auf, nur damit Du sehen kannst, wie ich das meine.

Mein Bogen streicht
fast schwerelos den Ton
in seine zÀrtliche cantilene,
singt von Wundern,
erhebt Fragen,
sucht keine Antworten,
macht meine TrÀume
hörbar,
entwirft immer neue Linien,
neue Muster,
fĂŒhrt mich in seine RĂ€ume
vertraut, berauschend,
lĂ€sst mich verzaubert zurĂŒck
am Ende des Tons,
spricht in deine
stummen Tage hinein,
ein Klanggeleit
jenseits der Worte.

Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena
__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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vicell
Routinierter Autor
Registriert: Feb 2004

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Liebe Vera- Lena, ganz verzaubert hat mich deine Variante zurĂŒckgelassen. Ein interessantes Resultat, wenn man das lyrische Ich verĂ€ndert und den Text strafft. Fast scheint es, als wĂ€re da jemand anders nun, der diese Worte spricht.
Vielen Dank fĂŒr deine konstruktive Auseinandersetzung mit meinem Text, ich weiss es zu schĂ€tzen!
Weisst du, der Text entstand in einem spontanem Austausch mit einem Freund, dem ich diese Zeilen auch sozusagen hinterher gewidmet hatte. Es folgten noch andere kleinere lyrische GeplĂ€nkel, aber diese Zeilen wollte ich mir so bewahren. Daher muss ich nun allerdings ĂŒberlegen, ob ich den Text aus dem "Überpersönlichen" holen will, ihn in eine Art Dialog "umformen", so wie du das ansatzweise getan hast. Eindringlich ist er meiner Meinung nach schon von der Wortwahl, ich bin nicht sicher, ob ich ihn dahingehend noch eindringlicher gestalten will...
Mir gefÀllt dein Ansatz, aber der Sinn ist einfach nicht mehr dersselbe, wenn man beide Textvarationen miteinander vergleicht...worauf es mir vor allem ankommt in der Prosalyrik, ist der Grundtenor der geschriebenen Zeilen.
Wenn ich den Text nun straffen wĂŒrde bzw. ein lyrisches Ich einbauen wĂŒrde, wĂ€re es sicherlich ein faszinierendes Experiment, aber eben nicht mehr dieser spezielle Klang, dem ich in mir nachspĂŒren wollte, als ich diese Zeilen schrieb...

Lieben Gruß an dich,

vicell *immer noch grĂŒbelnd*

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Vera-Lena
Routinierter Autor
Registriert: Oct 2002

Werke: 671
Kommentare: 10345
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Liebe vicell,

das freut mich, dass Du mir antwortest.

Ich habe nicht angenommen, dass Du diesen Text umschreiben willst. Solche VorschlÀge sind manchmal brauchbar, wenn man wieder etwas Neues schreiben will. So hatte ich das gemeint.

Dein Text ist wunderschön. Und wenn Du ihn anders schreibst, ist er eben auf andere Weise schön, aber warum soll man etwas Schönes unbedingt verÀndern wollen. Das ist nicht notwendig.

Musik in Worte zu bringen, ist das Schwierigste ĂŒberhaupt, weil Worte im Vergleich zu reinen KlĂ€ngen viel grobstofflicher sind. Es ist so, als wolltest Du "Berliner Luft in TĂŒten" verschenken.

Aber, man möchte immer ĂŒber das sprechen, was man liebt...
Ich denke, Du wirst trotz dieser Schwierigkeit noch viele Texte verfassen, welche die Musik zum Inhalt haben, und ich wĂŒnsche Dir dabei von Herzen guten Erfolg und feue mich auch schon darauf, sie zu lesen.

Liebe GrĂŒĂŸe von Vera-Lena

__________________
Der Mensch ist sich selbst das grĂ¶ĂŸte Geheimnis, ein unverzichtbarer Blutstropfen im Universum, ein Spiegel allen Seins.

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Perry
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Aug 2004

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Hallo Vic,
ein wunderbares Bild in dem sich fĂŒr mich ein musikalischer Regenbogen vom Jetzt in die ungewisse Zukunft spannt. GefĂ€llt mir ausgesprochen gut.
LG
Manfred

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