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Leselupe.de > Essays, Rezensionen, Kolumnen
American Psycho
Eingestellt am 13. 04. 2001 15:08


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maskeso
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Bret Eaton Ellis
American Psycho


Ein Meisterwerk in meinen Augen, ein St├╝ck Weltliteratur. Schockierend, emp├Ârend, umstritten. Zurecht.
Absolut lesenswert.

Ein Yuppie f├╝hrt ein Doppelleben als Serienm├Ârder, ohne dass ihm die Polizei jemals nahe kommt. Distanziert geschildert, wertneutral. Satirisch und zynisch-emotionslos.
Einfach herausragend.
__________________
Die H├Âlle sind wir selbst.

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maskeso
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howdy

Glamorama steht auf meiner 'to do list'. Bislang habe ich sonst nur 'Einfach unwiderstehlich' gelesen - nicht ganz so brutal aber ebenfalls ziemlich 'sittenlos'.
Allerdings muss ich sagen, dass ich bei American Psycho die zweite H├Ąlfte fast besser fand - die distanzierte Beschreibug von Sex und Gewalt - ohne jede Wertung - macht f├╝r mich den eigentlichen Reiz aus.
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Vadian
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"Glamorama" ist durchaus nicht Ellis' zweiter Roman. Sein Erstling war "Less Than Zero", der sich wie eine Finger├╝bung f├╝r "American Psycho" liest. Letzteres ist mit Sicherheit das schockierendste Buch, das ich je gelesen habe. Mehrmals schleuderte ich es gegen die Wand und br├╝llte erbost: "Nicht mit mir!" - nur, um es Stunden sp├Ąter wieder einzusammeln und weiterzulesen. Besonders erschreckend fand ich, wie ich mich mit Patrick Bateman zu identifizieren begann - nicht zuerst, was die Morde betraf, sondern die ganze Lifestylescheisse: Nein wie schrecklich, dass der andere die h├╝bschere Visitenkarte hat! - bis dann nach und nach der ganze Bateman ganz normal erschien.

Grossartig schaurig.

Hat jemand von Euch die Verfilmung gesehen?

Vadi

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maskeso
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Hm. Also die versp├╝rte ich nicht. Aber mich schockierte dieses Nahbare, dieses Vertraute. Bateman ist niemand abscheulich B├Âses - auf gewisse Weise ist er nur ehrlich. Er lebt sein Mensch-Sein ainfach aus.
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Frank Zimmermann
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Wird mal Schriftsteller

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Ellis

Ich habe bis auf Glamorama alle B├╝cher von Ellis gelesen. Erst zuletzt mu├čte ich nochmal sehr schmunzeln, als im Radio ein kluger Moderator meinte ein spezifisches Merkmal f├╝r die aktuelle deutsche Pop-Literatur sei die h├Ąufige Nennung von Markennamen. Das hat Ellis schon Mitte der 80er getan! Ellis ist f├╝r mich eine gro├čer literarischer Vertreter meiner Generation. Seine B├╝cher waren die ersten, in denen ich mein eigenes Lebensgef├╝hl gespiegelt fand. Ellis hat die Popkultur in B├╝cher geschrieben; un├╝bertroffen!

Sowohl Unter Null als auch American Psycho sind meiner Meinung nach gelungen verfilmt worden. Unter Null ist ein absoluter Kultfilm, den ich mindestens einmal pro Jahr gucke. American Psycho war ja erst letzte Jahr im Kino und ich fand in der komprimierten Filmfassung wurde sehr deutlich, wie erschreckend und gleichzeitig faszinierend das Leben Batemans ist. So sehr Oberfl├Ąche und Luxus, so unangreifbar, so abgrundtief leer, so grausam...
Elke Heidenreich hat dazu sinngem├Ą├č geschrieben: "Dieses Buch ist ein Schu├č ins Herz, Picassos Guernica vergleichbar."

Dem abf├Ąlligen Seitenhieb, das Buch sei auf der Leselupe direkt der Zensur zum Opfer gefallen m├Âchte ich entgegen halten, da├č das Buch von der Bundespr├╝fstelle auf den Index gesetzt wurde, d.h. man kann es nur kaufen, wenn man vollj├Ąhrig ist. Insofern w├Ąre die Ver├Âffentlichung eines solchen Textes hier in der Tat nicht m├Âglich, obwohl es hohe Literatur ist, - nicht weil wir faschistische B├╝cherverbrenner sind - sondern weil wir eine Verantwortung ├╝bernommen haben!

Hier noch f├╝r alle Interessierten die Bibliographie von Ellis (leider fehlt Glamorama):

Unter Null. Rowohlt. 1986.
Einfach unwiderstehlich. Rowohlt. 1988.
American Psycho. Kiepenheuer & Witsch. 1991.
Die Informanten. Kiepenheuer & Witsch. 1995.
__________________
fz

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