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Leselupe.de > Erotische Geschichten
Amsterdam NY Amsterdam
Eingestellt am 26. 01. 2011 18:55


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Haarkranz
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Amsterdam- NY- Amsterdam

„Vorgezapft, gnädige Frau, für unsere Passagiere in der Ersten ist uns nichts zu teuer.“
„Da hast du es, feixte Wim, damit begründen die den gigantischen Flugpreis. Aber es schmeckt. Geht nichts über frisch gezapftes Urquell vom Fass!“
„Und nichts über Champagner von Krug!“
Später an Bord ging es weiter. Ein Schlemmermenü wie vorhergesagt, noch eine Flasche Krug, diverse Urquell, diesmal nicht vom Fass. Bald flogen wir in der Mitte des Himmels über dem Atlantik. Das Geschirr wurde abgeräumt, das Gespräch versickerte.
Liane fühlte sich schweben, in der riesigen Schwebemaschine. Doppelt schwebe ich, mäanderten ihre Gedanken. Lilly in Liane, und Liane im Flieger. Interessant, was Wim erklärt hatte. Ein Stück von sich dabei preisgegeben, von seiner Obsession, die Macht war. Einmal hatte er das Wort gebraucht, als er von der uralten Macht des Goldes sprach. Er glaubt sich frei, weil er alles Käufliche hat oder haben kann, dünkt sich auf dem Gipfel des Seins. Armer Irrer. Doch was auch immer, sympathisch ist er. Bekomme keine Gänsehaut, denk ich an unser unabwendbares tete a tete heute Nacht. Ich fühlte, wie mir die Augen schwer wurden, und wachte erst auf, als Wim mich sanft schüttelte.
„Aufwachen! Wir sind gleich da!“
Langsam tauchte ich aus meinen alkoholgeschwängerten Träumen auf.
„Gleich da? Wo denn?“
„In New York, Kleines, komm, bekrabbel dich,“ lachte der Mann, der sich über mich beugte.
„Wim! Mein Gott, war ich weit weg! Gleich da? Schade, hab den erster Klasse Klimbimm, gar nicht genug genossen.“
„Freu dich, Li. Kein erster Klasse Klimbim, tröstet über den Überlandbuseffekt, von acht Stunden Flug hinweg. Jetzt kommst du ausgeschlafen im Big Apple an, und wir können die Nacht zum Tage machen.“
„Können wir, Wim, aber wollen wir auch?“
Das war ein heißer Hinweis auf etwas, von dem ich nicht sicher war, ob ich es so doll wollte. Andererseits lässt es ihm den Kamm schwellen. Ich muss mich schon ein wenig willig geben, will ich an ihn heran kommen. Gute Erwartungslaune schüren, sein Gefühl von Macht und Größe anheizen. Überrascht wäre ich, er wäre im Bett ebenso King. Werden wohl eher Defizite schlummern, seine Allüre, Kompensation. Werde ich feststellen. Die Erfahrung lehrt, potente Kerle zieht es mit ner frischen Biene, so fix wie möglich ins Bett.
„Willst du ins Bett, Li? Immer noch müde? Wir haben nur 4x24 Stunden, nicht viel für eine solche Stadt.“
„Müde! Keine Rede von müde, Wim. Bin ein Provinzhuhn, gewöhne mich eben erst an dein Tempo.“
„Ok, wird werden. Lernst das Gasgeben schon noch. Hier in den Staaten, nehmen die Menschen den Fuß nie vom Gas, keine Sekunde, immer volle Pulle!“
„Das liebst du, Wim?“
„Kann nicht genug davon kriegen, Li!“
Die Stewardess mahnte: Bitte anschnallen, wir setzen gleich zur Landung an!
„Kann ich noch eben raus?“
In dem Moment rumpelten die Landeklappen, die strenge Schöne schüttelte den Kopf, und schnallte sich auf ihrem Notsitz an.
Nach der Landung lief der VIP Service, wie geschmiert. Das Pierres hatte eine Hotellimousine geschickt, für das Gepäck würde gesorgt werden. Wim beorderte den Fahrer direkt auf die Fifth Avenue: „Halten Sie in der Nähe des Cashmere,“ wies er an.
Die Türen des Wagens wurden aufgerissen, zwei von Kopf bis Fuß Kashmere gekleidete Boys, geleiteten uns in den Tempel der feinen Wolle.
Woher wussten die, was wir wollten, fragte Li deutsch und voll Staunen?
Nicht Wim sondern einer der Boys antwortete, in nur leicht englisch gefärbtem Deutsch.
„Mam, wir ahnen Ihre Wünsche. Wir erwarten Sie schon seit Ihrer Landung.“
„Wim, hast du das arrangiert?“
„Nein Liane, sicher nicht!“
„Mam, der Herr spricht die Wahrheit, wir ahnen!“
Gut, lachte Liane, ich geb mich geschlagen. Sie sah sich um, eine junge Dame kam auf sie zu:
„Mam, ich empfehle Ihnen, wenn ich darf, sehen Sie sich unverbindlich um, nur so erhalten Sie den optimalen Überblick. Sollte etwas nur im entferntesten Ihr Interesse erregen, clicken Sie es mit dem Beeper an, sie können es später im Anproberaum ansehen.“
Sie übergab Liane ein Gerät ähnlich einer Taschenlampe: „Nur drücken und auf das Stück richten genügt. Viel Vergnügen bei Cashmeres!“
Liane nahm Wims Arm. „Ich fühl mich wie im Traum und fürchte aufzuwachen. Großer Gott, wie provinziell ist alles, was ich je gesehen habe, gegen diese Stadt. Hier ist zwar nichts als dein Dollar gefragt, aber es wird sich auch abgestrampelt, um dranzukommen. Bei uns würde ein solches Haus den Kunden klein machen. Hier kniet alles vor dir nieder, einschließlich der Vitrinen und Mauern. Es fehlt nur noch, eine Band marschierte voran, um beim Kaufen nur ja keine Langeweile, bei dem so hochverehrten König Kunde, aufkommen zu lassen.“
„Denk das bloß kein zweites Mal, warnte Wim, sonst steht die Band schon vor dir. Erinnere dich der Boys vom Empfang.“
„Ich wird mich hüten, sofort Gegendenken, keine Band bitte!“
„So Kleines, ich lass dich jetzt allein. Es gibt einen Salon für wartende Männer. Willst du mich sehen, drücke die Nummer zwei auf deinem Beeper, und ich melde mich. Aber ich hoffe, du versinkst erst einmal in Kashmere. Lang ordentlich zu! Bis gleich.“
Lang ordentlich zu, war gut gesagt, typisch Mann. Wann habe ich solch eine Gelegenheit nochmal? Ganz abgesehen davon, ob dieser Einkauf tatsächlich meiner bleiben würde, nach Abwicklung von Wim, sollte er der sein, den ich suche. Sicher streift das was ich tue, irgendwelche Paragraphen, die Vorteilsnahme definieren. Also nicht blindlings zuschlagen, schön gezielt aussuchen, was mir wirklich gefällt. Sollte ich den Krempel bezahlen müssen, würde sicher ein gehöriger Rabatt für mich rausschauen, wäre aber immer noch teuer genug.
Nach zwei Stunden hatte ich mir ein reizvolles Assemble zusammengestellt. Kashmere, nichts als schmeichelndes Kashmere. Ich drückte die zwei auf dem Beeper, Will meldete sich.
„Schon fertig?“
„Fertig und rundum happy, Wim.“
„Schön, und wie geht’s jetzt weiter?“




„Wim, so ganz verschont mich der Jetlag nicht. Ich hätte nichts dagegen, mich ein Stündchen lang zu machen.“
„Lianchen! Du enttäuscht mich, ich hab noch viel vor!“
„Gnade, Wim! Es ist nicht nur der Flug, auch die Stadt, das Einkaufen; die ganze hoch erregende Atmosphäre, macht mich fertig. Muss mich akklimatisieren, unter der kalten Dusche ordentlich durchatmen und bitte, ein wenig träumen.“
Während ich mit Wim sprach, lief mein Habacht-Sensor mit. Merkwürdig, befand der, jeder andere Kerl wäre der flotten Biene, die er extra nach New York geschleppt hat, bei so viel Einladung, knüppelhart zwischen die Beine gegangen.
„Weißt du was wir tun, Li?“
„Nein, Wim?“
„Ich bringe dich ins Pierres, du tust, was du musst, und ich erledige zwischenzeitlich ein paar dringende Verabredungen. Hätte zwar gern mit dir angegeben, andererseits, du hättest dich gelangweilt. Hast du die Sachen schon verpacken lassen?“
„Nein, die hängen im Showroom zu weiterer Begutachtung.“
„Willst du die nochmal sehen?“
„Nein, aber du doch sicher?“
„Nein, mich interessiert Damengarderobe nur am Körper. Auf dem Kleiderbügel sagt mir das alles nichts. Wenn du es trägst, bin ich gern dein Bewunderer.“
„Ok, Wim, wo treffen wir uns?“
„Ich warte in der Lounge auf dich, sagen wir in einer Viertelstunde.“
„Alles klar, bis gleich.“
Im Showroom wurde sie schon erwartet.
„Sind Sie zufrieden mit uns? Mam.“
„Sehr zufrieden.“
„Wollen Sie die Stücke hier anprobieren, oder im Hotel?“
„Im Hotel,“ Liane wurde langsam Herrin der Lage, „schicken Sie mir alles ins Pierres, hier meine Karte.“
„Danke schön, Mam, ich begleite Sie hinunter.“
Wim wartete schon. „Das ging ja schnell, er sah auf die Uhr, keine fünf Minuten.“
„Ja, mein Lieber, ich komme langsam dahinter, wie die Uhren hier ticken, hab mir alles ins Hotel schicken lassen.“
„Gut gemacht, Liane, da ist Zeit genug zum Vorführen und Entscheiden.“
Wim stieg vor dem Pierres gar nicht erst aus. Ich freute mich auf die Dusche. Nachdem ich ausgiebig, mal kalt mal heiß, den Strahl hart und wieder weich, das Wasser genossen, mich ordentlich frottiert hatte, fiel ich ins Bett. Schlafen, richtig ausschlafen war der letzte Gedanke, bevor ich wegdämmerte.
Eine zärtliche Massage, machte mir das Aufwachen leicht. Ich lag auf dem Bauch, zwei kundige Hände walkten behutsam und doch fest, die Filets an den Seiten des Rückgrates, von den Schultern beginnend und endend beim Poansatz. Herrlich, seufzte ich noch halb träumend, fühlte Lust sich sammeln. Entgegenkommen von den Zehen, bis zu den Haarwurzeln sich ausbreiten.
„Tut gut?“ murmelte Wim fragend.
„Und wie,“ ächzte ich.
„Dann dreh dich gleich mal um, nein warte, ich bin mit deiner entzückenden Hinterfront, noch nicht ganz fertig.“
Er nahm sich mein linkes Bein vor. Machte einige lange Striche vom Oberschenkel bis zur Ferse, rasch mit minimalem Hautkontakt. Dann nahm er die Achillessehne, dehnte, drehte, zupfte, ging über zum Wadenmuskel, arbeitete sich langsam, abwechselnd streichelnd und walkend, zum Oberschenkel hoch. Er musste dicht vor der Falte, die den Po begrenzt, angekommen sein, als er einhielt und sich dem rechten Bein widmete.
Er hatte es fertiggebracht, mich völlig einzulullen. Ich lag willenlos unter seinen Händen, einzig erfüllt von dem Gedanken: Bitte nicht aufhören, weiter, immer so weitermachen.
Mit dem rechten Bein fertig, warnte er:
„Erschrick nicht, ich setze mich jetzt auf dich.“
Was sollte ich erschrecken, wo ich doch nichts anderes wollte.
Vorsichtig ließ er sich auf meine Oberschenkel nieder, beugte sich vor, begann erneut meinen Rücken, jetzt zusammen mit dem Po zu bearbeiten. Ich fühlte, er war nackt. Wenn er sich weit vorlehnte, schob sich sein Pimmel über meinen Poritz. Noch war mir das angenehm, sollte er jedoch vorhaben, mich anal zu nehmen, Fehlanzeige!
Vorläufig geschah nichts dergleichen. Wim massierte sensibel, jeden Muskel traktierend, jeden Nerv zu Leben erweckend. Widmete sich mehr und mehr meinen Halbkugeln, griff hinein in die Muskeln, hob an, ließ zurückschnellen, schob nach oben, spreizte. Reizte auf diese Weise mein Geschlecht, ohne es zu berühren. Ein alles überflutendes Gefühl beherrschte mich: Weiter, weiter und steigern, wenn möglich.
Das sollte geschehen. Umdrehen bitte. Wim unterstrich das mit einem leichten Klaps. Einen Augenblick dachte ich, jetzt sieht er dich zum erstenmal nackt.
Wim stand neben dem Bett. Erstaunlich straff und gut erhalten für sein Alter. Tiefgebräunt und mit einem respektablen Mast, der waagerecht aus seinem Körper wuchs. Ich streckte die Hand aus, und hatte das harte Ding in der Hand.
Er schüttelte den Kopf, „bitte nicht Li, wir treiben das Vorspiel weiter. Beim Vorspiel, langsam den Druck im Kessel erhöhen, ist das Größte.“
Ich ließ los, schloss die Augen und harrte der Dinge, die Wim unter Druck erhöhen verstand.
Wieder begann er ganz unten, nahm einen Fuß und zog jeden Zeh einzeln mehrmals lang, klappte ihn zur Fußsohle ein. Wieder schlich ein nie gekanntes Ziehen, von den Zehen, über den Fuß das Bein aufwärts. Während Wim sich weiter mit Fuß und Bein beschäftigte, das wollüstige Ziehen weiter verstärkend, widmete ich mich ganz diesem fließenden Strom, der von Wims Manipulationen abgekoppelt, tiefer und tiefer in mich eindrang. Wollust war nicht mehr auf die, wie ich bisher glaubte, vorgesehenen Zonen beschränkt. Nein, Knochen, Sehnen, all die sonst nicht gefühlten Teile des Körpers, waren einbezogen in vibrierende Sinneswahrnehmung.
Wim, der meine hohe Spannung fühlte, beruhigte mich.
„Locker lassen Li, laß dich fallen. Vergiss mich und was ich tue, versuche zu sortieren, Reize zu vereinzeln, nimm dich behutsam auf, dreh dich, führ dich deinem Inneren vor!“
O Wim, so weit war ich schon. Was würde werden mit mir, nähme er sich meiner wirklichen erogenen Zonen an? Mich selbst betrachten, war doch schon da. Ich glitt mir unter die Haut, umfloss mich im Blut, ließ mich transportieren durch Venen, Arterien, Kapillaren. War feinste Sensorik, wollte weiter und weiter, hielt das nicht mehr aus, nicht länger, keine Sekunde länger.
„Wim!“ Wollte flüstern, geriet mir zum Schrei. „Wim, Erlösung! Bitte, ich halt das nicht aus!“
„Ok Li, öffne dich. Bin schon bei dir.“
Fuhr in mich ein, stieß vor, bewegte sich schlangengleich windend. Tief in meiner Vagina fühlt ich sein züngelndes Suchen. Da traf mich Blitz, klappernder Zahnschlag, wieder und wieder, das nie Geahnte, nie Gefühlte! Riss auf, was nie da war, nie so gegeben hatte. Bäumen, Aufbäumen gegen die Schlange in meiner Fozze, erwürgen das Ungeheuer! Stahl mir mein Selbst, vertrieb mich aus warmblütiger Höhle, fixierte mich! Facettenaugen, goldschimmernd in starrem, fühlergekröntem Helmhaupt.
Weiß nicht, wie ich auftauchte, Besinnung gewann. Lag im Bett in New York, erschöpft, erschlagen und leicht, unsagbar leicht, gleichsam über mir schwebend. War gewesen, hab gefühlt, mit innerem Auge geschaut, hinter mich geschaut. Einen Zipfel des Vorhangs gehoben, in meiner Schwestern Auge gelesen. Neben mir der Mann, der Magier, der das vermocht.
Wim van Straaten. Wer war der? Eine Nummer zu groß für mich? Da lag er, entspannt schlafend. Sein straffer Körper gepflegt, viel jünger als seine Jahre.
Lilly, ja, Lilly musste in Gedanken dies eine Mal sein. Lilly, der Kerl hat dich fast um den Verstand gefickt. So war das. Wie ging das weiter? Konnte ich süchtig werden, mich winden, schreien nach dem, was der konnte? Piet? Armseliger Hengst, rein raus, was sollte das, verglichen mit Wims Künsten? Muss auf der Hut sein, da schlief Kaliber neben mir. Zu was war der fähig? Etwa mich zu durchschauen, oder war ich, wer weiß, schon durchschaut?
Hatte keine Zeit weiter zu grübeln.
Wim schlug die Augen auf. Eben hatte ich mich in sein Gesicht vertieft, dort Antwort gesucht. Blitzwach spießte sein Blick mich auf. „Grübeln, Li, warum?“ runzelte er die Stirn.
Ich fing mich. „Wim, so etwas wie eben, geschah mir noch nie.“
„Wieso geschah, Li? Hast du es erlitten? Eher warst du Hauptbeteiligte, hast mich hinein gerissen, in den Strudel deiner Begierde.“
„Wim! Von dir ausgelöste Wollust. Nie wurde ich so gefickt.“
„Schon wieder wurdest du, Li. Ficktest du etwa nicht?“
„Wim, ja natürlich, wurde ist eine weibliche Wendung. Ok, nie hab ich so gefickt.“
„Schon viel besser, Liebste. Ich geb das Kompliment zurück, nie wurden meine Künste reicher belohnt.“
„Was sind deine Künste, Wim.“
„Hast du erlebt. Die Erregung langsam steigern, nicht abbrechen, immer höher und höher den Gipfel schichten. Glaubst du, das Ende der Spirale zu erkennen, die Augen schließen, von vorn beginnen. So lange, bis die Seele, das ES, den Körper zu fliehen beginnt. Das ist der Augenblick der Erlösung, der Sturz von schwindelnder Höhe ins Bodenlose, der alles mit sich reißt, was vorher gewesen, und zukünftig sein wird. Das Absolute hat dich gestreift.“
„Das Absolute, Wim?“
„Warum nicht, Li? Ich erfahre es so. Glaubst du, es gibt den Gott, dem du Person? Ich nicht, für mich ist höchste Ekstase, größte je erreichbare, dionysische Freude.“
„Wim, an den gepredigten Gott glaube ich nicht, bin aber noch nicht so weit, etwas an seine Stelle zu setzen.“
„Hast du geglaubt?“
„Ja doch, den von der Kirche eingepflanzten Kinderglauben. Hat meine Kindheit nicht überdauert. Die Unterweisung war zu buchhalterhaft, bar jeder Spiritualität.“
„Wir müssen allein für uns entscheiden, Li, was es mit dem, was hinter dem Leben steht, auf sich hat. Aber genug des Tiefsinns, New York wartet!“
„Noch eine Frage, Wim, Dionysos ist doch der Griechengott der Bacchanale?“
„Ja, der Gott der rauschenden, zügellosen Feste, Bruder des Priapos, Freund des Pan.“
„Bacchantinnen, seine Gespielinnen waren doch Jungfrauen?“
„Oft, aber nicht unbedingt. Nachdem sie ihn kennengelernt, sicher nicht mehr. Dionysos war, oder ist der rauschhafte Gott, Vorbild aller Tabubrecher.“
„Zwischen Mann und Frau zerbrach er die Tabus, aber doch sonst nicht?“
„Ach was, Li, jedwede sexuelle Bevormundung passt nicht zum Geist dieses Gottes. Alles, was höchste Freude erzeugt, ist durch ihn erlaubt. Doch jetzt Schluss, wir haben noch viel Zeit, den Göttern der Lust zu huldigen. Ich sagte doch, New York wartet. Was, Li, schlägst du vor?“
„Ich schlage vor, wir folgen dem kundigen Wim-Dionysos.“
„Zu viel der Ehre, Kleines, doch den Auftrag nehme ich an.“

Wo war ich gewesen? Wohin führte mich dieser Mann? Nacht wurde Tag. Tag, Nacht. Schlafen? Nein, ich war gefangen, in eine Kapsel gesperrt, einem engen Futteral aus Sensation. Sich überschneidender Sensation des Körpers, der Sinne, des Geistes. Ein Wirbel aus Gesichtern, zu Männern wie Frauen gehörend. Nackten Leibern, äußerster Nähe und fremdester Ferne, zugleich und doch zu verschiedenen Zeiten, Orten. Dazwischen Wim, meine Hand ergreifend, wenn ich unterzugehen drohte, mich freundlich ermunternd, in den Armen eines Fremden der mich dem Höhepunkt zutrieb. Wieviel war erträumt, was wirklich?
Wirklich war, jeder Muskel schmerzte. Mein Schritt kaum zu gebrauchen, nur kleine Trippelschrittchen möglich.
Priapos. Siehst du den großen Schwarzen, der dort an der Wand lehnt, hatte Wim gefragt. Das ist Priapos, des Dionysos Bruder. Er hat das größte Ding der Welt, dabei zärtlich wie eine Schwalbe. Ich muss es wissen, er hat mich oft beglückt. Nichts kommt ihm gleich. Geh zu ihm und frag, ob er sich deiner annimmt. Brauchst mich nicht dazu, er hat einen untrüglichen Blick für Qualität und hyperheißes Fleisch. Da sieht er schon rüber zu uns, geh, die Gelegenheit kommt nie wieder.
Ich ging zu auf Priapos, der nickte leicht, schnippte mit den Fingern, sagte, follow me. Wie lange war ich bei ihm, mit ihm, unter ihm, neben ihm? Weiß es nicht, undenkbar lang. Zeitstillstand. Genagelt die gierigen Stundenzeiger. Wir, Priapos und ich, ritten die Stunden, die Jahre, das Jetzt und das Ewig.
Noch vier Stunden bis Amsterdam, wer kommt da an? Kann es nicht sagen, einfach nicht sagen.

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