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Leselupe.de > Humor und Satire
An alle Versender von Werbe-Emails!
Eingestellt am 27. 09. 2003 17:17


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Galimathias
Manchmal gelesener Autor
Registriert: Jul 2003

Werke: 8
Kommentare: 11
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An alle Versender von Werbe-Mails

Ich bin mit meiner Manneskraft voll und ganz zufrieden.
Eine VergrĂ¶ĂŸerung mit Hilfe eines PrĂ€parats auf die von Ihnen versprochenen Ausmaße erscheint mir nicht notwendig. Ihrem Angebot fĂŒr einen Jobwechsel in das Pornogewerbe muss ich ebenfalls eine Absage erteilen. Trotz der guten Möglichkeit nette Frauen nĂ€her „kennen zu lernen“.
Überdies ist mein Kapital, entgegen Ihren fachmĂ€nnischen BefĂŒrchtungen, gut angelegt. Und sollte ich den Wunsch auf ein Finanzabenteuer verspĂŒren werde ich nicht das Risiko eingehen, mein Geld mit Hilfe von Windows aus dem Fenster werfen. Die Ironie dieser Entscheidung dĂŒrfte Ihnen nicht entgangen sein.
Chantal, Michelle, und Tiffany, ich kenne Sie nicht und wenn ich bislang nicht der Versuchung einer unvergesslichen „Begegnung zu viert“ erlegen bin, so werde ich es auch in Zukunft nicht.

Mir ist durch die Penetranz und QualitĂ€t Ihrer Angebote schmerzlich klar geworden, dass ich Marketing-Freiwild bin. Meine Freude hĂ€lt sich heute in sehr ĂŒberschaubaren Grenzen wenn mir meine Mailbox „68 neue Nachrichten“ ankĂŒndigt, da ich weiß, dass 65 davon Ihren einzigartigen Werbekonzepten entspringen.
Ich weiß nicht, wie Sie an meine Adresse gekommen sind. Ich kann es mir nur so erklĂ€ren, dass ich einmal bei der Suche nach einem Ratgeber zum Thema Hundezucht unter anderem das Wort „tierlieb“ unachtsam in eine Suchmaschine eingab. Daraufhin landete ich auf einer reich bebilderten Seite, die glĂŒcklicherweise an den relevanten Stellen mit neckischen Sternchen versehen war – zumindest was die Tiere betraf.
Mein etwa 1,6-sekĂŒndiger Aufenthalt auf dieser Seite war wohl ausreichend mich als wohlhabenden, sexhungrigen und zugleich impotenten Single mit verstorbener Phantasie und ZeitĂŒberschuss einstufen zu können.
Auch der mĂŒhsam, nach unzĂ€hligen Techniker-FachgesprĂ€chen, eingerichtete Spam-Filter scheint Sie nicht davon abhalten zu können mich ĂŒber Ihre schlĂŒpfrigen Produkte und offenbar uneigennĂŒtzigen Dienstleistungen auf dem neuesten Stand halten zu wollen.

Daher habe ich nun ihren Weg gewÀhlt und fordere Sie mit dieser elektronischen Nachricht auf, mich mit Ihren triebgesteuerten Kirmes-Attraktionen und dubiosen Geldvermehrungsmöglichkeiten zu verschonen.
Da ich aber davon ausgehen muss, dass Sie meinem Anliegen nicht die nötige Beachtung schenken werden, möchte ich Sie mit meiner neuesten Anschaffung vertraut machen. Es handelt sich dabei um ein Emailversendungsprogramm mit dem man sehr viele Mails in sehr kurzer Zeit an sehr viele Adressen, oder sehr viele Mails in sehr kurzer Zeit an eine Adresse versenden kann. Das dĂŒrfte Ihnen ja bekannt sein. Das Sie in den nĂ€chsten Tagen, Wochen und möglicherweise auch Monaten dank des Programms in erhöhtem Maße zum EmpfĂ€nger dieser Mail werden ist Ihnen jetzt bekannt. Leider lassen sich im Moment nur hundert Nachrichten auf einmal versenden. Aber das dĂŒrfte erst mal reichen.

Schöne GrĂŒĂŸe, man liest sich!

__________________
Das Leben so kurz, so lange zu lernen die Kunst. Die MĂŒhe so hart, so ĂŒbermĂ€chtig der Sieg! (Chaucer)

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